BNE-Preis 2025: Festliche Preisverleihung in Berlin : Meldung vom
Am 22. Mai 2025 wurden in Berlin zehn Initiativen mit dem "Nationalen Preis – Bildung für nachhaltige Entwicklung" für ihr herausragendes Engagement im Bereich der BNE ausgezeichnet und erhielten dafür ein Preisgeld.
Preisverleihung in Berlin
"Der BNE-Preis zeigt, welche Innovationskraft in Bildung steckt," mit diesen Worten eröffnete Dr. Thomas Greiner, Unterabteilungsleiter im Bundesbildungsministerium, die Preisverleihung. Zusammen mit der Deutschen UNESCO-Kommission hatte das Ministerium zur Festveranstaltung in die St. Elisabeth-Kirche eingeladen. Auch Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, betonte in ihrem Grußwort, welche Chancen in der Bildungsarbeit stecken und welche wichtige Bedeutung BNE für die Transformation der Gesellschaft spielt.
Nach der Eröffnung überraschte das youpaN –Jugendforum der Nationalen Plattform BNE – die Gäste mit einem kreativen Impuls. Unter dem Titel "Zukunft denken – Verantwortung teilen: Warum BNE heute wichtiger ist denn je" präsentierten Phillip Gutberlet, Jasmin Scholtbach und Finn Siebold KI-generierte Zukunftsszenarien – zwischen Utopie und Dystopie – und luden zum Nachdenken und Diskutieren ein. Mit eigenen Materialien und gezielten Fragen regten sie Gespräche über konkrete Handlungsspielräume für eine lebenswerte Zukunft an.
Anschließend erfolgte die feierliche Verleihung des Preises in vier Kategorien: Lernorte, Multiplikator*innen, Bildungslandschaften und Newcomer. Die Vielfalt der prämierten Initiativen zeigte eindrucksvoll die breite Wirkung von BNE – von Kiel bis München, von Universitäten über Kommunen bis hin zu Pfadfindergruppen und Akteuren der Versicherungswirtschaft. Zur Einstimmung wurden jeweils kurze Filme über die Arbeit der Preistragenden gezeigt, die als Teil des Preises bereits vorab produziert wurden. Auch der Preis selbst spiegelt das Konzept der Nachhaltigkeit wieder: die Preistrophäe ist aus gebrauchten Kletterseilen hergestellt. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Sängerin Leslie Clio aus Berlin.
Die finalen Gewinnerinnen und Gewinner hatte eine hochkarätige Jury ausgewählt, zu der in diesem Jahr unter anderem Philipp Lahm, Sarah Wiener und Ralph Caspers gehörten. Jeanine Rühle vom youpaN und Michael Walther aus der Jury waren vor Ort mit dabei. In einem moderierten Gespräch zum Thema "Erfolgsgeschichten der BNE" gaben sie Einblicke in ihre Arbeit. "BNE ist in der Breite angekommen. Statt vereinzelter BNE-Leuchttürme sind wir jetzt an der Küste angekommen," so der Eindruck von Michael Walther, der bereits zum zweiten Mal Jurymitglied war. Zu Wort kamen auch zwei Preistragende aus den Jahren 2022 und 2023, die über die Auswirkungen des Preises auf ihre Initiative berichteten. Vor allem die Sichtbarkeit und die Aufmerksamkeit in der Presse sowie das Preisgeld waren für Birgit Kuhnen von Abenteuer Lernen e. V. (BNE-Preis 2023) und Leonie Liekefett von Klimabildung e. V. (BNE-Preis 2022) wertvoll. Besonders erfreulich: Klimabildung e. V. wurde zwischenzeitlich für den internationalen UNESCO-Preis für BNE, der in Japan vergeben wird, nominiert.
Die Preistragenden
Die folgenden zehn Initiativen überzeugten die Jury mit ihrem außergewöhnlichen Engagement im Bereich BNE. Während sich die Gewinnerinnen und Gewinner der Kategorien Lernorte, Multiplikator*innen und Bildungslandschaften selbst bewarben, wird der Newcomer vorgeschlagen:
Lernorte
DRK Rostocker Kinder- und Jugendhilfe gGmbH
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Zooschule im Tierpark Nordhorn
Multiplikator*innen
Verband Christlicher Pfadfinder*innen Hessen e.V.
Bildungslandschaften
Stadtverwaltung Neustadt/Weinstraße
Newcomer
Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.
TOP 20
Neben den zehn Preisträgerinnen und Preisträgern gehören die folgenden Initiativen zu den Top 20, die die Jury ebenfalls durch ihr umfangreiches Engagement begeisterten:
Regionales Bildungsbüro/Landratsamt Alb-Donau-Kreis
Max-Planck-Institut für Polymerforschung
Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal
Entwicklungspädagogisches Informationszentrum
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen
BildungsCent e.V. (jetzt kosmos b e.V.)
Hintergrundinformationen
Der "Nationale Preis – Bildung für nachhaltige Entwicklung" wurde 2022 ins Leben gerufen und wird seit 2023 zweijährig vergeben. Für den Preis können sich Kitas, Schulen und Hochschulen, aber auch Unternehmen, Vereine, Netzwerke, Zusammenschlüsse von Kommunen und Zivilgesellschaft sowie Einzelpersonen bewerben, die mit BNE dazu beitragen, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bis 2030 zu erreichen. Eine hochkarätige Jury entscheidet über die Gewinnerinnen und Gewinner. Der nächste Preis wird voraussichtlich 2027 vergeben.
Weiterführende Links
Mehr über den BNE-Preis
Zu den BNE-Preistragenden 2023
Zu den BNE-Preistragenden 2022
BNE – einfach erklärt!
BNE steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung. BNE richtet sich an Menschen in allen Lebenslagen: von der Geburt bis ins hohe Alter. BNE will erreichen, dass alle Menschen lernen, nachhaltig zu handeln und sich für Nachhaltigkeit zu engagieren. Nachhaltig heißt, dass alle Menschen heute und in Zukunft gut leben und sich frei entfalten können und wir unsere Lebensgrundlagen und unsere Umwelt auch für die Zukunft erhalten. Denn: Unsere Entscheidungen und Handlungen haben oftmals Folgen für andere Menschen heute oder in Zukunft. Deshalb sollen darüber alle Kinder und Erwachsene weltweit Informationen erhalten und lernen, was jeder Einzelne und was wir gemeinsam tun können, um nachhaltig zu handeln – zum Beispiel in der Kindertagesstätte, in der Schule, im Beruf oder im Sportverein vor Ort.
BNE hilft, die 17 weltweiten Ziele für eine gute gemeinsame Zukunft aller Menschen zu erreichen. Diese Ziele wurden von den Vereinten Nationen beschlossen. Auf Englisch heißen diese Ziele: Sustainable Development Goals oder kurz SDGs.
Das gehört zu BNE:
- Gemeinsam ausprobieren, lernen und erforschen.
- Kritisch nachfragen.
- Themen wie Umwelt, aber auch Wohlstand, Kunst, Politik und das Miteinander.
- Weltweit denken und vor Ort handeln.
- Vor Ort mitmachen und mitentscheiden, zum Beispiel
- einen Wald schützen und erhalten,
- einen neuen Spielplatz fordern,
- sich für mehr Radwege einsetzen,
- Bus und Bahnangebote vor Ort verbessern,
- Müllsammelaktionen durchführen,
- ein Insektenhaus bauen,
- Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort unterstützten oder
- in einem Verein oder anderen Gruppen mitmachen und mit anderen Menschen über eine gute Zukunft nachdenken und aktiv werden.
Mehr Infos gibt’s auf Was ist BNE?