BNE in Kommunen: Wie kann gesellschaftlicher Zusammenhalt auf der kommunalen Ebene umgesetzt werden? : Meldung vom
Das Forum Kommunen der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung und das Partnernetzwerk Kommunen luden am 9. Juli 2026 zum parlamentarischen Abend in Berlin ein. Im Zentrum stand das Thema "Bildung für nachhaltige Entwicklung und gesellschaftlicher Zusammenhalt".
Was hält uns hier – in der Kommune – zusammen? Dies war eine der zentralen Fragen, mit der sich die Speaker und Gäste des parlamentarischen Abends in der Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg in Berlin auseinandersetzten und dabei den Einfluss von BNE für einen gesellschaftlichen Zusammenhalt aus unterschiedlichen Perspektiven klarmachten. Im ersten Grußwort ging Katharina Fegebank, Senatorin der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, darauf ein, wie in der Hamburger BNE-Strategie mehrere Ebenen zusammengebracht und BNE dauerhaft in Strukturen verankert werden. Mareike Wulf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, betonte den Stellenwert von Kommunen als Bildungsorte. Denn sie spielen eine Schlüsselrolle, indem sie Räume zum Lernen schaffen und Mitbestimmung ermöglichen.
Es wurde auch die wissenschaftliche Perspektive beleuchtet. Dr. Antje Brock von der Freien Universität Berlin referierte zu "BNE und Kommunen – zentrale Räume des Erlebens und Erlernens von gesellschaftlichem Zusammenhalt". Sie führte aus, dass in Kommunen Vertrauensbeziehungen und starke, resiliente Netzwerke geschaffen werden können, die Verbundenheit mit dem Ort oder der Heimat sowie Fairness fördern. Partizipation – als wichtiger Teil von BNE – kommt ebenfalls eine zentrale Bedeutung zu, denn die Lebenszufriedenheit hängt auch von der subjektiv wahrgenommenen Teilhabe ab. In der Diskussion wurde unter anderem eine Verbindung zum Aspekt des kulturellen Erbes hergestellt: Kulturelles Erbe spricht Menschen direkt in ihrer Identität an und kann somit ebenfalls sozialen Zusammenhalt fördern und mit BNE verknüpft werden.
Prof. Dr. Matthias Müller von der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg referierte zum Ende des offiziellen Programms zu der Frage "BNE als Aufgabe der Kommunen?" und gab Einblicke in die Pflicht- und freiwilligen Aufgaben von Kommunen. Im anschließenden Gallerywalk konnten die Gäste konkrete Umsetzungen und Good-Practice-Beispiele kennenlernen. Die Kommunen Alb-Donau-Kreis, Dortmund, Dresden, Greifswald, Hamburg, München, die Fachstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kommunen (FABINEK) sowie die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) und das UNESCO Institute for Lifelong Learning (UIL) gaben Einblicke in ihre Arbeit.
Hintergrundinformationen
Die BNE-Foren beraten als Arbeitsgremien die Nationale Plattform BNE und erstellen Expertisen und Handlungsempfehlungen. Das Forum Kommunen arbeitet daran, dass Gemeinden und Städte sich verstärkt für Bildung für nachhaltige Entwicklung öffnen, um diese strukturell in ihren Abläufen und in der Kommunikation zu verankern.
Die BNE-Partnernetzwerke vernetzen Akteurinnen und Akteure untereinander und sind Impulsgeber für die Umsetzung vor Ort. Das Partnernetzwerk Kommunen bietet kommunalen BNE-Verantwortlichen Raum für Austausch und Vernetzung.
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