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Alltagsbildung im Klassenzimmer: Jetzt als Verbraucherschule bewerben! : Meldung vom

Bis zum 30. September 2025 können sich Schulen für die Auszeichnung Verbraucherschule bewerben. Bereits zum achten Mal würdigt der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) das Engagement von Schulen für Verbraucherbildung.

Betrügerische Internetseiten, unseriöse Finanztipps auf Social Media oder Greenwashing: Fallstricke lauern im Alltag junger Verbraucherinnen und Verbraucher überall. Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche in der Schule auf diesen Alltag vorbereitet werden. Schulen, die sich besonders engagieren, ehrt der vzbv mit der Auszeichnung Verbraucherschule in Gold, Silber und Bronze. In der vergangenen Auszeichnungsrunde wurden 103 Schulen mit der geehrt. Allgemein- und berufsbildende Schulen können sich ab sofort bis zum 30. September 2025 bewerben. 

"Junge Menschen sind viel häufiger Verbraucher:innen als ihnen selbst vielleicht bewusst ist. Werbeflut, Green Claims aber auch Fake-Shops oder Phishing-Mails gehören mittlerweile zum Verbraucheralltag. Verbraucherschulen setzen hier an. Sie sorgen dafür, dass sich Kinder und Jugendliche besser in ihrem Konsumalltag zurecht zu finden und die gesellschaftlichen Auswirkungen von Konsum reflektieren", so Anne de Vries, Referentin im Team Verbraucherbildung des vzbv. 

Um die Auszeichnung bewerben: So geht's!

Schulen können sich bewerben, wenn sie in den Schuljahren 2023/2024 und/oder 2024/2025 engagiert Maßnahmen umgesetzt haben, die lebensweltbezogen, partizipativ und ressourcenschonend sind. Diese Maßnahmen sollen sich auf die vier miteinander verknüpften Handlungsfelder der Verbraucherbildung beziehen:

  1. Ernährung und Gesundheit
  2. Finanzen, Marktgeschehen und Verbraucherrecht
  3. Nachhaltiger Konsum und Globalisierung
  4. Medien und Information

Die Bewerbung zur Auszeichnung Verbraucherschule ist über ein neues digitales Bewerbungstool möglich.

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Die Auszeichnung Verbraucherschule Gold setzt im Sinne des Whole School Approachs eine Verankerung von Verbraucherbildung im Unterricht, in der Schulentwicklung sowie in der Schule als Ganzes voraus. Die Auszeichnung Verbraucherschule Gold ist Teil des Schullabel-Indikators der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.

Der Verbraucherzentrale Bundesverbands e.V. ist auch Mitglied in der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (NP BNE). Vorständin Ramona Pop bringt dort ihre Expertise zum Thema Verbraucherschutz ein.  

Weiterführende Links

Zum Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)

Mehr über die Auszeichnung Verbraucherschule

Mehr über die Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (NP BNE)

BNE – einfach erklärt!

BNE steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung. BNE richtet sich an Menschen in allen Lebenslagen: von der Geburt bis ins hohe Alter. BNE will erreichen, dass alle Menschen lernen, nachhaltig zu handeln und sich für Nachhaltigkeit zu engagieren. Nachhaltig heißt, dass alle Menschen heute und in Zukunft gut leben und sich frei entfalten können und wir unsere Lebensgrundlagen und unsere Umwelt auch für die Zukunft erhalten. Denn: Unsere Entscheidungen und Handlungen haben oftmals Folgen für andere Menschen heute oder in Zukunft. Deshalb sollen darüber alle Kinder und Erwachsene weltweit Informationen erhalten und lernen, was jeder Einzelne und was wir gemeinsam tun können, um nachhaltig zu handeln – zum Beispiel in der Kindertagesstätte, in der Schule, im Beruf oder im Sportverein vor Ort.

BNE hilft, die 17 weltweiten Ziele  für eine gute gemeinsame Zukunft aller Menschen zu erreichen. Diese Ziele wurden von den Vereinten Nationen beschlossen. Auf Englisch heißen diese Ziele: Sustainable Development Goals oder kurz SDGs.

Das gehört zu BNE:

  • Gemeinsam ausprobieren, lernen und erforschen.
  • Kritisch nachfragen.
  • Themen wie Umwelt, aber auch Wohlstand, Kunst, Politik und das Miteinander.
  • Weltweit denken und vor Ort handeln.
  • Vor Ort mitmachen und mitentscheiden, zum Beispiel
    • einen Wald schützen und erhalten,
    • einen neuen Spielplatz fordern,
    • sich für mehr Radwege einsetzen,
    • Bus und Bahnangebote vor Ort verbessern,
    • Müllsammelaktionen durchführen,
    • ein Insektenhaus bauen,
    • Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort unterstützten oder
    • in einem Verein oder anderen Gruppen mitmachen und mit anderen Menschen über eine gute Zukunft nachdenken und aktiv werden.

Mehr Infos gibt’s auf Was ist BNE?