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Nationale Präsentation des UNESCO-Weltbildungsberichts 2026 "Zugang und Chancengerechtigkeit" in Berlin : Meldung vom

Der UNESCO-Weltbildungsbericht 2026 beschäftigt sich mit dem Thema "Zugang und Chancengerechtigkeit" und analysiert den weltweiten Stand der Bildung auf dem Weg zum Ziel 4 "Hochwertige Bildung" der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, kurz SDGs. In Berlin wurde der Bericht nun vorgestellt und diskutiert.

Der Weltbildungsbericht wird durch ein wissenschaftlich unabhängiges, von der UNESCO betreutes Redaktionsteam erstellt und erscheint alle ein bis zwei Jahre. Der Bericht 2026 zum Thema "Zugang und Chancengerechtigkeit" bildet den Anfang einer Reihe von drei Berichten anlässlich des "Countdown bis 2030".

Am 22. September 2026 fand die Nationale Präsentation des UNESCO-Weltbildungsberichts 2026 im Auswärtigen Amt statt. Die Veranstaltung wurde von der Deutschen UNESCO-Kommission gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ausgerichtet. 

Der Bericht zeigt: Trotz Fortschritten bestehen weiterhin erhebliche Ungleichheiten zwischen sowie innerhalb von Ländern. Weltweit ist jedes sechste Kind von Bildung ausgeschlossen; nur zwei von drei Jugendlichen schließen die Sekundarschule ab. Hauptgründe sind laut Bericht Bevölkerungswachstum, Krisen und sinkende Bildungsetats. Gleichzeitig lassen sich auch Fortschritte beobachten: Zum Beispiel besuchen heute deutlich mehr Kinder als noch im Jahr 2000 Primar- und Sekundarschulen.

Chancengerechtigkeit bleibt ein Problem. Der Bericht zeigt, dass es nicht eine Lösung gibt, die in allen Kontexten funktioniert. Vielmehr braucht es angepasste Lösungen und eine langfristige Ausrichtung von Strukturen und Rahmenbedingungen auf Chancengerechtigkeit. Der Weltbildungsbericht 2026 unterstreicht daher, dass zusätzliche Anstrengungen erforderlich sind, um inklusive und chancengerechte Bildung langfristig umzusetzen. 

Ein zentraler Befund des Berichts betrifft die Bildungsfinanzierung: Nicht einmal jedes zehnte Land weist eine stark auf Chancengleichheit ausgerichtete Finanzierung auf. Auch die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit im Bildungsbereich sind rückläufig. 

Für Deutschland spielen in dem Bericht der UNESCO besonders die Sektoren frühkindliche Bildung und Betreuung, schulische Bildung sowie berufliche Bildung und Weiterbildung eine zentrale Rolle. So wird im Bericht betont, dass die Überwindung von Bildungsungerechtigkeit entscheidend ist. Zudem wird die Integration von geflüchteten und migrierten Kindern und Jugendlichen in das Bildungssystem als prioritär eingestuft. Auch die Stärkung der frühkindlichen Bildung und Bildungsgerechtigkeit zwischen verschiedenen sozialen Gruppen spielen eine wichtige Rolle, was auch in der abschließenden Diskussion des Berichts in Berlin aufgegriffen wurde.

Der Weltbildungsbericht der UNESCO ist unter folgendem Link in deutscher Fassung verfügbar: Weltbildungsbericht 2026 - Deutsche UNESCO-Kommission

Weiterführende Links:

UNESCO SDG 4 - Education 2030

Das UNESCO-Programm "BNE 2030" in Deutschland