BNE zum Hören: Startchancen-Programm, Kommune und BNE : Meldung vom
Die aktuelle Folge im Podcast "BNE zum Hören" beschäftigt sich mit der Schnittstelle zwischen dem Startchancen-Programm, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und der Rolle von Kommunen. Seit Anfang des Jahres produziert die Fachstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kommunen (FABINEK) den neuen Podcast.
"Es geht letztlich um einen breiten Bildungs- und Teilhabebegriff, nämlich bestmögliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen sicherzustellen unabhängig eben vom sozialen Herkommen," sagt Philipp Hackstein, Mitarbeiter am Institut "Arbeit und Qualifikation" der Universität Duisburg-Essen, über das Ziel des Startchancen-Programms in der Podcast-Folge "BNE zum Hören". Darüber hinaus geht es darum, welche Rolle Kommunen und der Sozialraum für eine erfolgreiche Umsetzung spielen und wie BNE dabei mitgedacht werden kann. Eine Schnittstelle zwischen dem Startchancen-Programm und BNE liegt in der Bildungsgerechtigkeit: "Menschen, die von Armut betroffen sind, tragen häufig deutlich weniger zur Klimakrise bei, werden aber besonders stark von ihren Folgen betroffen sein und sie haben oft einen ungleicheren Zugang zu BNE und nachhaltigkeitsbezogenem Wissen," erklärt Inga Thao My Bui, Mitarbeiterin an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau.
Die Wissenschaftlerin und der Wissenschaftler gehören beide dem interdisziplinären CHANCEN-Verbund an, der das Startchancen-Programm wissenschaftlich begleitet. Zusammen mit Moderatorin Dr. Lea Schütze, Leiterin von FABINEK, beleuchten sie in der Podcast-Folge verschiedene Möglichkeiten für Schulen und Kommunen, um das Startchancen-Programm mit BNE zusammenzubringen. Die Schnittstelle zur Kommune kann insbesondere über die Schule und ihre Rolle im Sozialraum hergestellt werden, denn Schulen sind wichtige Standortfaktoren im Quartier. In Kommunen arbeiten Schulträger und Akteure der Jugendhilfe eng mit Schulen zusammen.
Die Podcast-Gäste schließen mit dem Fazit, dass durch das Startchancen-Programm Schulen als Orte der sozialen und ökologischen Transformation im Sozialraum gestärkt werden, wenn kommunale Strukturen und BNE in die Umsetzung eingebunden werden.
Über das Startchancen-Programm
Das Startchancen-Programm ist das bislang größte Bildungsprogramm Deutschlands. Über 4.000 Schulen in sozial herausfordernden Lagen, v. a. Grundschulen, erhalten zehn Jahre lang Fördermittel in Höhe von insgesamt 20 Milliarden Euro. Das Ziel lautet klar: mehr Bildungsgerechtigkeit und den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg aufbrechen.
Das Programm besteht aus drei Säulen: Säule I - Investitionen in eine zeitgemäße und förderliche Lernumgebung, Säule II - Chancenbudgets für bedarfsgerechte Lösungen in der Schul- und Unterrichtsentwicklung und Säule III - Personal zur Stärkung multiprofessioneller Teams.
Weiterführende Links
Zu ersten Podcastfolge "BNE zum Hören" zum Thema Mitbestimmung gestalten: Neue Podcastfolge zu Partizipation in der Kommune