Achter Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung beschlossen : Meldung vom
Die Bundesregierung hat den Achten Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung beschlossen. Er zeigt Fortschritte in Schulen, Berufsbildung und Kommunen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeitskompetenz.
Das Bundeskabinett hat am 24. Juni den von der Bundesbildungsministerin Karin Prien vorgelegten Achten Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) beschlossen. Der Bericht vermittelt ein breites Bild, wie sich die Verankerung von BNE auf Bundes- und Länderebene, in den Kommunen sowie auch in der internationalen Zusammenarbeit entwickelt hat.
Bundesbildungsministerin Karin Prien: "Mit Bildung für nachhaltige Entwicklung setzen wir uns gemeinsam mit den Mitgliedstaaten der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (engl.: United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, kurz: UNESCO) dafür ein, im Bildungssystem die notwendigen Zukunftskompetenzen zur Gestaltung drängender gesellschaftlicher Herausforderungen zu vermitteln. BNE setzt dabei auf die Beteiligung der Lernenden in allen Bildungsbereichen und leistet damit einen Beitrag zu besserer Bildung und einer resilienten Demokratie. Ich freue mich, über die hohe Dynamik in diesem Bereich, die in dem achten Bericht der Bundesregierung zum Ausdruck kommt."
Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 umsetzen
Der Bericht der Bundesregierung zeigt: Die breite Zusammenarbeit und Vernetzung der Akteure Kontext mit der Nationalen Plattform BNE wirkt. BNE als kompetenzorientiertes Bildungskonzept und Schlüssel zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN) ist inzwischen in vielen Strategien auf Bundes- und Länderebene als ein Hebel von Wandlungsprozessen eingebunden.
Nachhaltigkeit als Ziel bereits in der Schule einbinden
Auch bei der Verankerung in Lehrplänen in den einzelnen Bildungsbereichen wurden deutliche Fortschritte erzielt. Ein neuer Indikator in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, Schulen mit BNE-Label, zeigt beispielhaft, wie sich die Verankerung von BNE entwickelt. BNE-Labels, wie beispielsweise die UNESCO-Projektschulen, stehen für eine ganzheitliche Verankerung von BNE in Unterricht und Schulentwicklung in Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes ("Whole School Approach"). Nach der ersten Erhebung 2024 ist jede achte Schule bundesweit mit einem BNE-Label ausgezeichnet. Der Indikator hat eine erkennbare Entwicklung bei Schulen und Labels ausgelöst, innovative Qualitätsentwicklung in Schule mit BNE voranzutreiben.
Nachhaltigkeit in der Ausbildung fördern
Das Programm "Nachhaltig im Beruf" hat einen Akzent gesetzt, um BNE besser in der Beruflichen Bildung zu verankern. Das Programm zielt vor allem auf die Kompetenzentwicklung des Ausbildungspersonals. Neue berufsübergreifende Standards für Umweltschutz und Nachhaltigkeit, sogenannte Standardberufsbildpositionen, werden in Berufsschule und Ausbildung umgesetzt.
Wachsende Entwicklung zeigt zudem die querschnittliche Verankerung und Vernetzung von BNE in Förderprogrammen in anderen Bildungsbereichen, wie Bildung im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich, bei kultureller oder politischer Bildung.
Ein besonderes Anliegen der Bundesregierung ist es, die Jugendbeteiligung zu stärken. Eine wichtige Rolle spielt hier die Förderung von Jugendbeteiligungsformaten wie das Jugendforum youpan im BNE-Prozess. Das Bundesbildungsministerium hat zudem einen neuen Schwerpunkt aufgelegt, um Schülerfirmen zu fördern, die Nachhaltigkeitskonzepte unternehmerisch umsetzen.
Zum Hintergrund dieses Berichts
Auf der Grundlage des Beschlusses des Deutschen Bundestages vom 29. Juni 2000 legt die Bundesregierung einmal pro Legislaturperiode einen Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vor. Der achte Bericht befasst sich mit dem Stand und der Entwicklung von BNE in Deutschland in der 20. Legislaturperiode, das heißt im Zeitraum Oktober 2021 bis März 2025 mit Perspektive in die 21. Legislaturperiode.
Der Bericht umfasst die Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der BNE-Gremien sowie der kommunalen Spitzenverbände und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure. Der liegt auf wesentlichen Entwicklungen, strategischen Schwerpunkten und Ergebnissen des nationalen und internationalen Prozesses der Verankerung von BNE im Bildungssystem. Auch die Ergebnisse des Nationalen Monitorings sind einbezogen. Details zu Einzelmaßnahmen und Programmen aus den Ländern sowie Beispiele aus der Praxis sind im Anhang ergänzend zu den jeweiligen Bildungsbereichen und Handlungsfeldern auf Länderebene und Bundesebene aufbereitet.
Der Bericht ist nach Bildungsbereichen untergliedert und orientiert sich an den Handlungsfeldern der UNESCO Roadmap BNE 2030. Dadurch wird erkenntlich, welchen Beitrag die nationale BNE-Umsetzung zur Erreichung der jeweiligen internationalen Handlungsfelder leistet.
Achter Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zum Download