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Indikatoren für BNE

Ist Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) messbar? Kann man sichtbar machen, wie sich BNE entwickelt? Um nachvollziehen zu können, wie BNE im Laufe der Zeit umgesetzt wird, wurden verschiedene Indikatoren in diversen Projekten entwickelt – ein Überblick.

Um herauszufinden, wie gut BNE in Deutschland in den verschiedenen Bildungsbereich bereits verankert ist, helfen Indikatoren. Indikatoren sind Messgrößen, die Sachverhalte anzeigen, die nicht unmittelbar messbar sind. Sie sind wichtig in Monitoringprozessen, um Entwicklungen über die Zeit sichtbar zu machen.

BNE-Indikator für die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Einige der hier vorgestellten Indikatoren wurden mit dem Ziel entwickelt, Messinstrumente für die BNE-Berichterstattung zu liefern. Relevant ist hier zum Beispiel die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (DNS). In die Weiterentwicklung der DNS 2025 wurde erstmals ein BNE-Indikator aufgenommen, " Schulen mit BNE-Label". Der Entwicklung des Indikators ging der Förderbereich "Entwicklung von Indikatoren im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung" 2019 bis 2021 voraus (siehe unten).

Schulen mit BNE-Label

Der Schullabelindikator macht die Verankerung von BNE im Bildungssystem sichtbar. Er wurde vom ehemaligen Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz der Länder auf der Grundlage wissenschaftlicher Vorarbeiten entwickelt. Der Indikator misst bundesweit den Anteil der Schulen, die für ihr Engagement für BNE mit einem Label ausgezeichnet wurden. Nach dem Ergebnis der ersten Erhebung traf das im Schuljahr 2023/2024 bundesweit auf mehr als jede zehnte Schule (rund 12 Prozent) zu. Für die Erhebung wurden insgesamt 27 BNE-Labels (bundeslandspezifisch und -übergreifend) ausgewählt. Sie stehen für eine Verankerung von BNE in der Entwicklung des Unterrichts und der Schule als Ganzes.

Die BNE-Labels wurden im Jahr 2024 von der Kultusministerkonferenz (KMK) auf der Grundlage von zuvor von ihr beschlossenen Kriterien ausgewählt. Die Erarbeitung und Operationalisierung der Kriterien sowie eine Vorauswahl der BNE-Labels erfolgte im Rahmen einer Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und Wissenschaft auf BNE-Fachebene. Der Schullabelindikator wurde im Verbundprojekt "E-I-BNEs" (Entwicklung von Indikatoren zur Erfassung von BNE im schulischen Bildungsbereich) entwickelt, das im Rahmen des im Förderbereich "Entwicklung von Indikatoren im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung" (siehe unten) gefördert wurde.

CLUB OF ROME Schulen (bundesweit)

Ziel des LabelsUnter dem Motto "Global denken, lokal Handeln" werden an CLUB OF ROME Schulen Lernformen umgesetzt, in denen die Schülerinnen und Schüler lernen, Beobachtungen aus ihrer direkten Lebenswelt in globale Zusammenhänge einzuordnen und andersherum die Auswirkungen globaler Entwicklungen auf ihre eigene Umwelt zu übertragen. Wir fassen diese Lernformen unter dem Begriff Zukunftsalphabetisierung zusammen. Die Auseinandersetzung mit der Lebenswelt und dem Erlernen von selbstwirksamen Lernformen sollen den Schülerinnen und Schülern helfen, Widerstände zu überwinden und einen optimistischen Blick in die Zukunft zu entwickeln.
BNE im UnterrichtFester Bestandteil unserer Arbeit ist die curricular verankerte Arbeit an den SDGs, verbunden mit Lernmethoden, die die Schülerinnen und Schüler Selbstwirksamkeit erfahren lassen. Auf Tagungen tauschen wir uns über Unterrichtskonzepte aus, die die 21st-Century-Skills vermitteln, die die Schülerinnen und Schülern ihre Arbeits- und Lernprozesse reflektieren lassen, die ihnen ermöglichen, sich eigenständig Wissen anzueignen und zu einer reflektierten Werte- und Handlungsorientierung kommen lassen (Stichwort "Deeper Learning").
BNE als Leitbild der Schule Für alle Schulen unseres Netzwerkes ist der CLUB OF ROME ein wesentlicher Bestandteil der schulischen Identität. Label und SDGs werden an vielen Stellen sichtbar gemacht, durch unsere jährlichen großen Netzwerkkonferenzen tauschen wir uns über aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen, die an Schulen gestellt werden, aus, informieren uns über Konzepte des modernen Lernens und organisieren und planen Umsetzungsmöglichkeiten. Durch gegenseitige Schulbesuche holen sich die Schulen regelmäßig Rückmeldungen zu ihrer Arbeit ein und befruchten so die pädagogische Arbeit, zudem vertiefen die Besuche die große Identifikation mit dem Netzwerk.

Kampagne Fairtrade-Schools (bundesweit)

Ziel des Labels

Die Fairtrade-Schools-Kampagne bietet Schulen aller Schulformen in ganz Deutschland die Möglichkeit, sich für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen von Produzent*innen im globalen Süden einzusetzen und aktiv Verantwortung zu übernehmen. Um den Titel zu erhalten, sind nachweislich fünf Kriterien zu erfüllen:

  1. Gründung eines Schulteams
  2. Erstellung eines Kompasses
  3. regelmäßiges Angebot von mindestens zwei fairen Produkten
  4. Thematisierung des fairen Handels im Unterricht
  5. Durchführung mindestens einer Aktion im Schuljahr

Seit 2012 sind bereits rund 1000 Schulen dabei. Getragen wird die Kampagne von Fairtrade Deutschland e.V.

BNE im UnterrichtDie Kampagne leistet im Sinne von BNE und einer transformativen Bildung einen Kompetenzaufbau. Insbesondere Schülerinnen und Schüler eignen sich Wissen über nachhaltigen Konsum und Produktion sowie die Wirkung des fairen Handels im globalen Süden an. Dabei lernen sie Folgen ihres eigenen Handelns zu erkennen und in Bezug auf entwicklungspolitische Fragestellungen zu bewerten. Die Schülerinnen und Schüler werden motiviert, sich in ihrem Umfeld aktiv für nachhaltigen Konsum und fairen Handel einzusetzen. Jugendbeteiligung uns Selbstwirksamkeit werden gefördert.

Naturpark-Schule (bundesweit)

Ziel des Labels

Ziel des Kooperationsprojekts zwischen Naturpark und Schule ist es, Schülerinnen und Schüler einen ganzheitlichen Zugang zu regionalrelevanten Themen zu ermöglichen und ihnen die Besonderheiten aus Natur und Kultur im Umfeld der Schule praxisorientiert und spannend zu vermitteln. Orientiert am jeweiligen Bildungsplan der Bundesländer werden ausgesuchte Themen unter Einbeziehung von außerschulischen Kooperationspartnerinnen und -partnern vermittelt und in Form von Projekten dauerhaft im Lehrplan der Schule verankert.
BNE im UnterrichtZusätzlich zur reinen Wissensvermittlung zu verschiedenen ökologischen, ökonomischen und sozialen Themen der jeweiligen Region gehört vor allem die Vermittlung von verschiedenen Kompetenzen im Sinne einer BNE zu den Grundlagen des Projekts. Kinder werden in die Lage versetzt, zu hinterfragen, welche Rolle sie bei den behandelten Themen spielen und welche Gestaltungsmöglichkeiten sie haben. Ganz nebenbei lernen sie dabei Begriffe und Zusammenhänge einer nachhaltigen Entwicklung kennen. Sie werden in die Lage versetzt, nachhaltige Lebens- und Konsumentscheidungen zu treffen und aktiv zur nachhaltigen Gestaltung der Gesellschaft beizutragen.
BNE als Leitbild der Schule Durch praxisnahes Lernen an konkreten Themen vor Ort wird Nachhaltigkeit erlebbar gemacht. Der Schulalltag wird ganzheitlich gestaltet – ökologisch, sozial und ökonomisch. Dies stärkt die Identifikation

Schools for Earth (bundesweit)

Ziel des Labels

Das "Schools for Earth"-Schullabel von Greenpeace unterstützt Schulen auf ihrem Weg Richtung Klimaneutralität und Nachhaltigkeit. Ziel ist es BNE als integralen Bestandteil der Schulkultur, des Unterrichts und des Schulbetriebs zu etablieren. Dies geschieht im Sinne des Whole School Approach, um langfristige positive Veränderungen in der Schulentwicklung zu erzielen und das Engagement der gesamten Schulgemeinschaft in diesem Bereich zu stärken und zu würdigen.
BNE im UnterrichtDas "Schools for Earth"-Label integriert gesellschaftliche Herausforderungen in den Unterricht, indem es zukunftsrelevante Lernbezüge insbesondere aus Politik, Wirtschaft, Sozial- und Naturwissenschaften schafft, die an der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler anknüpfen. Es fördert Gestaltungskompetenzen, eine diversitätsbewusste Lernkultur und Selbstwirksamkeitserfahrungen, indem Lösungsansätze diskutiert und erprobt sowie globale Perspektiven berücksichtigt werden. So werden Schülerinnen und Schüler aktiv eingebunden und zu Engagement motiviert.
BNE als Leitbild der Schule Das "Schools for Earth"-Label trägt dazu bei, dass BNE als zentrales Element im Leitbild verankert und im Schulalltag sichtbar sowie für die gesamte Schulgemeinschaft erfahrbar wird.  Es unterstützt Schulen dabei, Nachhaltigkeit systematischer und umfassender zu integrieren. Die gesamte Schulgemeinschaft ermittelt dabei partizipativ ihre CO2-Bilanz und setzt eigene Klimaschutzmaßnahmen um. Zusätzlich fördert das Label den Peer-to-Peer-Austausch durch die Vernetzung mit anderen Schulen und Akteuren über Community-Calls und -Plattformen, wodurch Schulleben, Schulbetrieb und Vernetzung gestärkt werden.

Internationale Nachhaltigkeitsschule - Umweltschule in Europa (bundesweit)

Ziel des Labels

Die Auszeichnung ist Teil des globalen Eco-School-Netzwerks der Foundation for Environmental Education (FEE), das in Deutschland seit 1994 von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) vertreten wird. Vergeben wird sie durch die jeweilige Landes- oder Bundeskoordination.

Unter dem Motto "vom Projekt zur Struktur" laden wir alle Schulen ein, sich zu bewerben, um BNE schrittweise umzusetzen und zu verstetigen. Unser Ziel ist es, Schulen auf dem Weg zu nachhaltigen Lernorten zu begleiten und Schülerinnen und Schüler beim Entwickeln von Gestaltungskompetenzen zu unterstützen – als Teil eines weltweiten Netzwerkes gleichgesinnter Schulen!

BNE im UnterrichtDie Schule bewirbt sich jährlich oder zweijährlich mit zwei Projekten in zwei Handlungsfeldern. Dabei erleben Schülerinnen und Schüler Selbstwirksamkeit, indem sie gemeinsam Lösungen für reale, lokale Herausforderungen an ihrer Schule, im Alltag oder in der Gemeinde entwickeln. Sie agieren nicht nur als Lernende, sondern als aktive Mitgestaltende ihres Umfelds. Besonders wichtig ist uns ihre umfassende Partizipation in allen Projektphasen. Ebenso entscheidend für den Erfolg ist die enge Verknüpfung der Projekte mit dem Unterricht und dem schulischen Alltag.
BNE als Leitbild der Schule Die Teilnahme an der Auszeichnung ist ein wertvoller Impuls, um BNE langfristig im Schulalltag zu verankern. Die verliehene Flagge oder Plakette erinnert die Schulgemeinschaft sichtbar an dieses Ziel. Rückmeldungen zu Fortschritten und die Vernetzung mit anderen Schulen, etwa über regionale Netzwerktreffen, fördern Motivation und Austausch. Aktionen, Wettbewerbe und Kampagnen binden BNE ins Schulleben ein. Wir vermitteln weltweite Schulpartnerschaften. Auch die Verankerung im Leitbild, außerschulische Kooperationen, Informieren & Involvieren der Schulgemeinschaft und Öffentlichkeit und nachhaltiger Ressourcenumgang sind zentrale Aspekte.

UNESCO-Projektschulen (bundesweit)

[in Bearbeitung]

Verbraucherschule Gold (bundesweit)

Ziel des LabelsSchulen, die als Verbraucherschule Gold ausgezeichnet sind, befähigen ihre Schülerschaft, reflektierte und verantwortungsbewusste Konsumentscheidungen zu treffen. Sie tragen dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler verstehen, wie sich Konsum auf Umwelt und Gesellschaft auswirkt, welche individuellen Hebel bestehen und wo unternehmerisches oder politisches Handeln gefragt ist. Verbraucherschulen Gold schaffen am Lernort und im Unterricht Lernanlässe, die Schülerinnen und Schüler befähigen aktiv eine ökologisch gerechte und sozial verträgliche Umwelt zu gestalten und das schulische Umfeld demokratisch einzubeziehen.
BNE im UnterrichtSchülerinnen und Schüler aktiv und praxisnah für einen bewussteren und nachhaltigeren Konsum zu sensibilisieren gelingt dann, wenn man lebensnahe Fragen und Entscheidungen junger Menschen im Unterricht thematisiert: Unter welchen Bedingungen wird das günstige T-Shirt hergestellt? Ist der Müsliriegel mit dem Klimalabel wirklich CO2-neutral produziert? Woran erkennt man Fake News und Desinformation? Die Verbraucherschulen Gold setzen sich mit alltäglichen Fragen des individuellen Konsums und dem einer Gesellschaft von morgen auseinander, ohne die politische Dimension aus der Verantwortung zu nehmen.
BNE als Leitbild der Schule Verbraucherschulen Gold engagieren sich für eine nachhaltige Zukunft und wenden die erworbenen Kompetenzen direkt an. Das Gemüse aus dem Schulgarten für ein Mittagessen verwerten, im Repair-Café den Fahrradschlauch flicken oder eine Kleidertausch-Aktion auf dem Schulhof veranstalten. Das weckt Interesse für Fragen der Nachhaltigkeit und bringt die Schulgemeinschaft zusammen. Gemeinsames Engagement motiviert die gesamte Schulgemeinschaft, sich langfristig mit zukunftsfähigen Handlungsoptionen auseinanderzusetzen und Zusammenhalt zu stärken. Auch über die Landesgrenzen hinweg, denn Verbraucherschulen inspirieren und vernetzten sich bundesweit.

Mehr Informationen zu Verbraucherschulen

Biosphärenschule Niedersächsisches Wattenmeer (Niedersachen)

Ziel des LabelsDas Label der Biosphärenschulen fördert die Integration gesellschaftlicher Herausforderungen im Unterricht, indem es praxisnahen, fächerübergreifenden Unterricht zu Naturschutz und nachhaltiger Entwicklung ermöglicht. Schülerinnen und Schüler werden aktiv durch Projekte, Exkursionen und Zusammenarbeit mit Partnern eingebunden, was ihr Engagement stärkt. Das Netzwerk motiviert sie, Verantwortung für ihre Region zu übernehmen und zeigt, dass ihr Einsatz Teil eines größeren Zusammenhanges ist. So werden Bewusstsein und Verantwortungsgefühl für gesellschaftliche Herausforderungen gefördert.
BNE im UnterrichtDie Biosphärenschulen fördern die Auseinandersetzung mit der Natur- und Kulturlandschaft des Wattenmeeres sowie mit Themen wie Naturschutz, nachhaltiger Entwicklung und regionaler Identifikation. Durch die Verankerung in den Lehrplänen, praxisnahen Unterricht, fächerübergreifende Projekte und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern werden diese gesellschaftlichen Herausforderungen aktiv in den Schulalltag eingebunden. Schülerinnen und Schüler werden dabei nicht nur theoretisch mit den ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Aspekten der Biosphärenregion vertraut gemacht, sondern erleben die Natur mit allen Sinnen.
BNE als Leitbild der Schule Das Label der Biosphärenschulen integriert BNE-Themen in den Unterricht und fördert fächerübergreifende Projekte. Die Zusammenarbeit im Netzwerk stärkt den Austausch mit anderen Schulen und Akteuren wie zum Beispiel den Nationalpark-Informationszentren und Partnern aus dem Partnernetzwerk der  Biosphärenregion, es fördert gemeinsame Initiativen und schafft eine nachhaltige Gemeinschaft. So wird BNE zum Leitbild, das das gesamte Schul- und Sozialraumleben positiv beeinflussen kann.

Biosphärenschule im Biospärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen (Rheinland-Pfalz)

Ziel des Labels

Biosphärenreservate sind Modellregionen, in denen das Zusammenleben von Mensch und Natur nachhaltig erprobt wird. Gemäß dem UNESCO-Programm "Der Mensch und die Biosphäre" entwickelt das Biosphärenreservat gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern zukunftsfähige Konzepte, um ein harmonisches Miteinander zwischen Mensch und Umwelt zu sichern. So werden auch mit den Biosphärenschulen gemeinsam passende, individuelle Konzepte entwickelt um die Schule nachhaltiger aufzustellen, BNE im Unterricht zu implementieren und einen stärkeren Fokus auf außerschulische, lebensweltnahe Lernsettings zu richten.

SDG 4, SDG 10,11,12,14,15, 16,17.

BNE im UnterrichtDie Schulen werden durch Mitarbeitende des Biosphärenreservates Pfälzerwald dabei begleitet ihr gemeinsam erstelltes Konzept zu mehr Nachhaltigkeit und BNE umzusetzen. Dabei werden auch Materialien zur Verfügung gestellt, Kontakt zu außerschulischen Partnern vermittelt und Lehrerfortbildungen angeboten. Im regelmäßigen Austausch wird erörtert welche Herausforderungen es für die Schulen gibt und welche Themen oder Grundlagen benötigt werden um sie zu bewältigen und den Weg zu gelebter BNE zu ebnen. Dazu gehört auch die Ermutigung partizipative Ansätze umzusetzen und die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt stärker an Entscheidungen zu beteiligen.
BNE als Leitbild der Schule Durch die Erarbeitung des Konzepts "Wir als Biosphärenschule" werden alle Dinge, die bereits im Bereich BNE laufen fokussiert, in die Gesamtwahrnehmung gerückt und gemeinsam weiterentwickelt. Die Lehrerfortbildungen mit Kolleginnen und Kollegen der anderen Schulen und die Netzwerktreffen fördern den Austausch und die Multiplikation von Best-Practice-Beispielen. In dem Prozess zur Biosphärenschule und in der Umsetzungsphase werden vielfältige Vernetzungen zu weiteren Partnerinnen und Partnern und auch den Kommunen gefördert, die schon viele tolle Kooperationen hervorgebracht haben. Sei es das Überlassen einer Streuobstwiese, die Ausstattung mit Gartengeräten.

Biosphärenschule Rhön (Hessen, Thüringen, Bayern)

Ziel des LabelsDas Label "Biosphärenschule Rhön" wurde eingeführt, um BNE in den regionalen Schulen vertieft zu verankern. Die Bildungsteams im UNESCO-Biosphärenreservats Rhön haben ein umfangreiches Bildungsangebot, das regelmäßig mobil an den Schulen durchgeführt wird. Trotzdem bleibt es ein punktuelles Angebot. Mit der Auszeichnung soll BNE in den Schulalltag integriert werden. Das Biosphärenreservat als Modellregion für nachhaltige Entwicklung gibt dafür den Rahmen vor, der alle Dimensionen der Nachhaltigkeit umfasst. Interessenskonflikte innerhalb des Biosphärenreservats (zum Beispiel Naturschutz und Windkraft) werden als Lernanlässe genutzt.
BNE im UnterrichtDie ausgezeichneten Schulen gehen eine intensive Partnerschaft mit den Verwaltungsstellen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön ein. Aus einem Katalog von Bildungsmodulen können sie Angebote auswählen, die direkt in der Schule oder im nahen Naturraum durchgeführt werden. Diese Angebote gehen über den Lehrplan hinaus, indem sie immer Themen des Biosphärenreservats einbringen. Weiterhin fordert das Label anhand konkreter Beispiele, auch im regulären Unterricht diese Aspekte aufzugreifen und die Sach-, Selbst- und Sozialkompetenzen für die nachhaltige Gestaltung der Gesellschaft zu fördern. Dies wird durch regelmäßige Fortbildungen unterstützt.
BNE als Leitbild der Schule

Großen Wert legt das Label auf die Verankerung von BNE im Schulalltag (Whole-School-Approach). In mindestens zwei von fünf Kategorien müssen sie besondere Aktivitäten nachweisen: Gesunde Ernährung, Naturschutz und Ökologie, Energie und Bauliche Maßnahmen, Soziales und Kooperation, Konsum.

Die Kooperation im Rahmen des Labels muss von der Schulleitung beschlossen werden und soll im Leitbild der Schule verankert werden.

Als Teil der "Biosphärenfamilie" verpflichtet sich die Schule, jährlich an einer Fortbildung und einem

Mehr Informationen zu Biosphären-Kitas und Biosphären-Schulen

Biosphärenschule Schwäbische Alb (Baden-Württemberg)

Ziel des LabelsDas Zertifizierungssystem für Schulen zur Biosphärenschule bietet ein modellhaftes Instrument für Schulen, sich intensiv mit Themen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb im Sinne der BNE auseinanderzusetzen und diese so in ihrer Institution zu verankern. Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, Zusammenhänge zu verstehen, Entwicklungen zu bewerten und vor allem selbst ins Handeln zu kommen.  Durch die gemeinsam durchgeführten Natur- und Umweltschutzmaßnahmen wird die Idee der Biosphärenschule im eigenen Handeln konkret.
BNE im UnterrichtDer Auszeichnung zur Biosphärenschule Schwäbische Alb liegt ein handlungs- und lösungsorientierter Bildungsansatz mit begleitenden Lerngängen mit außerschulischen Expertinnen und Experten zugrunde. Kern ist die Erarbeitung und spiralcurriculare Integration von Unterrichtsmodulen über Themen des Biosphärengebiets, unter Einbeziehung aller Aspekte der Nachhaltigkeit. Biosphärenschulen bieten Raum, um nachhaltiges Handeln im persönlichen Verantwortungsbereich auszuprobieren. Sie befähigen Kinder und Jugendliche diese Verhaltensweisen einzuüben und zu stärken.
BNE als Leitbild der Schule Im Netzwerk sind neben den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften auch die weitere Schulgemeinschaft, die Schulträger und Schulämter, Elternschaft sowie viele weitere Personen aus verschiedenen Bildungsbereichen vereint. Durch die hohe Praxisorientierung entwickeln Schülerinnen und Schülern aber auch Lehrkräfte eine wertschätzende Haltung, sie identifizieren sich stärker mit ihrer direkten Lebensumgebung und haben in Folge eine höhere Bereitschaft, sich für die Natur einzusetzen. Es entsteht ein lokales Netzwerk mit unterschiedlichen Akteuren sowie zwischen den Schulen des Netzwerks Biosphärenschulen. Der Erfahrungsaustausch trägt zur Schulentwicklung bei.

Zertifizierte BNE-Schule Rheinland-Pfalz (Rheinland-Pfalz)

Ziel des Labels Das Pädagogische Landesinstitut und das Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz unterstützen Schulen dabei, BNE als Kern einer ganzheitlichen Schulentwicklung im Sinne des gesamtinstitutionellen Ansatzes (Whole-School-Approach) umzusetzen. Nachhaltigkeit als Ziel formeller und informeller Bildung soll entlang der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele von der gesamten Schulgemeinschaft kurz-, mittel und langfristig umgesetzt werden. Nicht zuletzt trägt die dreistufige BNE-Zertifizierung in Rheinland-Pfalz so positiv zur qualitativen Schulentwicklung bei.
BNE im UnterrichtSchulische BNE fördert fächerübergreifend das Verständnis für komplexe Probleme. Sie verlangt neben kritischem Denken auch systemisches Denken und proaktives Handeln. Die dreistufige rheinland-pfälzische BNE-Zertifizierung fordert hierfür neben anderen starken Kriterien, Schülerinnen und Schülern über vielfältige Beteiligungsstrukturen Möglichkeiten einzuräumen, den Lernprozess partizipativ selbst mitzugestalten. So werden Schülerinnen und Schülern ganz praktische Lernerfahrungen über den reinen Unterricht hinaus geboten.
BNE als Leitbild der Schule Bei der Verankerung von BNE im Schulprogramm spielen neben Schulleitung, Kollegium und Elternschaft weitere inner- und außerschulische Stakeholder eine wichtige Rolle. BNE-Aktivitäten wie Energie- und Umweltmanagement, Demokratie-, Klima- oder Mobilitätsbildung als Teile des Schullebens gelingen durch Kooperationen mit anderen Schulen und außerschulischen Akteuren. Laufende Unterstützung erhalten BNE-zertifizierte Schulen in Rheinland-Pfalz landesweit durch die spezialisierte BNE-Beratungsgruppe des pädagogischen Landesinstituts und durch regelmäßige regionale Netzwerktreffen.

Mehr Informationen zu zertifizierten BNE-Schulen in Rheinland-Pfalz

BNE-Schule Waldeck-Frankenberg (Hessen)

Ziel des LabelsBNE soll allen Menschen helfen, die Welt, in der sie leben, besser zu verstehen und daraus folgend durch ihr nachhaltiges Handeln zu schätzen und zu schützen. Das Programm "BNE-Schulen Waldeck-Frankenberg" würdigt und begleitet Grund- und Förderschulen die sich auf den Weg machen langfristig nachhaltige Strukturen zu schaffen. Neben der Teilnahme einzelner Klassen am "BNE-Diplom – Clever macht Zukunft" erarbeiten teilnehmende Schulen zwei Projekte, durch die nachhaltige Entwicklung zentral im Schulalltag verankert und für die gesamte Schulgemeinschaft erlebbar und begreifbar gemacht werden soll.
BNE im UnterrichtDie "BNE-Schulen Waldeck-Frankenberg" verpflichten sich fortlaufend mit Klassen am "BNE-Diplom - Clever macht Zukunft" teilzunehmen. Hierbei werden sechs selbstständig ausgewählte Themenfelder wie "Landwirtschaft", "Klima" oder "Fairer Handel" behandelt. Neben einer thematischen Aufbereitung im Unterricht werden die Themenfelder in Zusammenarbeit mit außerschulischen Lernorten wie dem HessenForst oder dem GeoPark GrenzWelten durchgeführt, welche für erlebnis- und handlungsorientierte Lehreinheiten stehen. Bei der Auswahl und Umsetzung der beiden Nachhaltigkeitsprojekte wird die gesamte Schulgemeinde aktiv und interdisziplinär eingebunden.
BNE als Leitbild der Schule Teilnehmende Schulen machen es sich zur Aufgabe die Schülerinnen und Schüler aktiv in die Gestaltung des Schullebens mit einzubeziehen – so pflegen alle "BNE-Schulen Waldeck-Frankenberg" einen Klassenrat bzw. Schülerversammlung oder sind dabei dies in einem der Projekte als festen Bestandteil des Schulalltags einzuführen. Bei anderen Projekten wie dem Aufbau eines Schulgartens oder der Anlage eines naturnahen Schulhofs vernetzten sich die Schulen bei ihrer Zusammenarbeit mit außerschulischen Bildungsanbietern wie beispielsweise NABU-Ortsgruppen. Darüber hinaus werden regelmäßig regionale Austauschtreffen für die BNE-Schulen organisiert.

Faire Schule (Berlin, Brandenburg, Hamburg)

Ziel des LabelsDas Programm Faire Schule bündelt BNE in der Zusammenarbeit mit Schulen auf drei Zielebenen: die Ermutigung zu ökologischer Verantwortung, die Stärkung globaler Verantwortung durch Globales Lernen sowie eines fairen Umgangs miteinander im Sinne einer demokratischen Schulkultur. Schulen, die dazu Aktivitäten im Unterricht, im Regelalltag der Schule sowie im Schulprogramm verankern, werden in einem Auszeichnungsprozess vom EPIZ – Zentrum für Globales Lernen zertifiziert. Die Auszeichnung gilt für zwei Jahre, eine kontinuierliche Zusammenarbeit wird angestrebt.
BNE im UnterrichtIm Schulentwicklungsprogramm Faire Schule setzen Schulen gemeinsam erarbeitete Schwerpunkte in die Praxis um. Der aktuelle Schwerpunkt legt den Fokus auf die Biodiversitätskrise, den Erhalt von Ökosystemen und die Bedeutung biokultureller Vielfalt. Gemeinsam mit Schulen sowie lokalen und globalen Kooperationspartnern werden fächerübergreifende systemische Zugänge für Zielgruppen aller Schulformen entwickelt, um Unterricht zukunftstauglich zu gestalten sowie die Perspektiven indigener Völker und lokaler Gemeinschaften über Ökosysteme einzubeziehen.
BNE als Leitbild der Schule Schulen sind Orte, an denen Zukunft erprobt wird. Sie können einen wichtigen Beitrag für eine gerechtere Welt leisten, indem sie Themen wie globale Solidarität, Chancengleichheit und Gerechtigkeit stärken, einen konstruktiven Umgang mit soziokulturellen Konflikten pflegen und auf einen verantwortungsbewussten Ressourcenverbrauch in schulischen Belangen achten. Das Faire Schule Programm orientiert sich am Whole School Approach – Veränderungen sollen im Unterricht, im Kollegium, in außerunterrichtlichen Aktivitäten, in der Organisationsentwicklung und Beschaffungspraxis der Schule stattfinden.

Grenzenlos-Schule (Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)

Ziel des LabelsDas Ziel von "Grenzenlos" ist es, Schülerinnen und Schüler an beruflichen Schulen praxisnah auf die globalisierte Arbeitswelt vorzubereiten und sie für Nachhaltigkeitsthemen zu sensibilisieren aktiv an Lösungen mitzuwirken. Indem Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika den Unterricht mitgestalten und die Ziele der Agenda 2030 praxisnah mit Methoden des Globalen Lernens vermitteln, werden die Schüler und Schülerinnen aktiv dazu angeregt die Perspektive zu wechseln und solidarisch, nachhaltig und verantwortungsvoll zu Handeln und BNE im Unterricht und in ihrer Schule mitzugestalten.
BNE im UnterrichtGrenzenlos-Schulen führen BNE-Lehrkooperationen mit Studierenden aus Afrika, Asien und Lateinamerika durch. Thematisch orientieren diese sich an den Zielen der Agenda 2030 und globalen Herausforderungen. Dank interaktiver Methoden und der authentischen Vermittlung dieser Themen durch zertifizierte Studierende aus dem Globalen Süden, stärken die Lehrkooperationen die BNE-Kernkompetenzen "Erkennen, Bewerten, Handeln" der Schülerinnen und Schüler. Interaktive Methoden, projektbasiertes Lernen, Diskussionen, praktische Aktivitäten oder eigene Forschungsprojekte regen zum Nachdenken an, fördern die Eigeninitiative und machen das Lernen greifbar.
BNE als Leitbild der Schule Berufsbildende Schulen, die sich als "Grenzenlos-Schule" zertifizieren lassen, stärken ihr Profil im Bereich BNE und verankern den Whole School Approach im Leitbild. Sie vermitteln BNE als Schlüsselkompetenz für den globalisierten Arbeitsmarkt. Von den Zertifizierungsfeiern mit politischer Beteiligung geht öffentliche Wirkung aus. Grenzenlos-Schulen sind Vorbilder für andere berufsbildende Schulen in ihrer Region. So werden die Schulen zu einem aktiven Teil eines nachhaltigen Netzwerks im Sozialraum, was die Wirkung und Reichweite ihres Engagements deutlich erhöht.

Grüner Aal (Baden-Württemberg)

Ziel des LabelsDer Grüne Aal soll als Auszeichnung Bildungseinrichtungen motivieren und unterstützen, die BNE im Whole Institution Approach umzusetzen. Zu der Umsetzung im Rahmen eines Managementsystems (Nachhaltigkeits-Team, Leitbild, Projekte und Prozesse) und des Curriculums kommt die Praxis im Rahmen von Projekten (auch extracurricular) und die konkrete praktische Umsetzung nachhaltigkeitsrelevanter Themen wie Energie, Wasser, Inklusion, Natur, Kultur ... durch die Schule. Durch eine Nachhaltigkeitserklärung werden Interne und Externe über die Nachhaltigkeitsziele und Ergebnisse der Bildungseinrichtung informiert. 
BNE im UnterrichtEine Bildungseinrichtung im Grünen Aal muss die BNE im Unterricht umsetzen. Dabei wird nicht nur an die klassischen Fächer wie Naturwissenschaften und Gemeinschaftskunde gedacht, sondern alle Fächer sind aufgefordert, sich mit Inhalten und Kompetenzen der BNE zu beschäftigen und die Themen der BNE partizipativ aufzugreifen. Eine besondere Rolle spielen erlebnisorientierte Methoden wie Planspiele und Projekte und das Zusammenwirken von wissenschaftlichen Erkenntnissen und normativer Reflexion. Die BNE und die Nachhaltigkeitskompetenzen sollen nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt werden.
BNE als Leitbild der Schule Das Nachhaltigkeitsteam der Bildungseinrichtung setzt sich aus Akteuren der unterschiedlichen Bereiche zusammen. Damit wird die Kommunikation und das Verständnis untereinander gestärkt. Grüner Aal und BNE-Leitbild werden in Gesamtlehrerkonferenz und Schulkonferenz vorgestellt und verabschiedet. Das Team der PG BNE der Agenda21 Aalen unterstützt die Schule. Der Grüne Aal ist Ansporn für die Lernenden und Leitfaden für Lehrende. In der Nachhaltigkeitserklärung wird durch die Vorworte von Leitung und Träger die Verantwortung betont. Das Audit und die Auszeichnungsfeier binden Peers anderer Schulen sowie Vertreter der Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft ein.

Klimaschule Bayern (Bayern)

[in Bearbeitung]

Klimaschule Sachsen (Sachsen)

Ziel des Labels

Sächsische Klimaschulen haben das Ziel, die Schulgemeinschaft für BNE, vor allem im Handlungsfeld Klimaschutz und Klimaanpassung, zu sensibilisieren und damit verbundene Werte zu vermitteln. Das Handeln der Schulgemeinschaft soll an den Nachhaltigkeitsdimensionen Effizienz, Konsistenz und Suffizienz ausgerichtet sein. Klimaschulen etablieren Klimabildung im Unterricht, im Schulleben, innerhalb der Schulorganisation und Schulentwicklung (Whole School Approach) und verwirklichen Klimaschutz-, Klimaanpassungs- und Umweltschutzmaßnahmen, unterstützt durch die Initiative, an ihrer Schule.
BNE im UnterrichtZiel der Arbeit der Klimaschulen ist ein Beitrag zur BNE mit dem Fokus auf Klimabildung, Klimaschutz und Klimaanpassung. Lehrkräfte von Klimaschulen können an spezifischen Fortbildungen, unter anderem zum Thema Klimawandel, teilnehmen und bekommen Lehr- und Lernmaterialen zur Verfügung gestellt. Partizipation und Mitgestaltung ist ein besonderer Schwerpunkt der Klimaschularbeit. Unterstützend dafür können Schulen unter anderem den Klimapavillion (eine interaktive Präsentation) sowie den Klimakoffer mit einer Ausstattung für klimabezogene Experimente ausleihen, die so konzipiert sind, dass die Lernenden Maßnahmen selbst vorschlagen und umsetzen können.
BNE als Leitbild der Schule Die Klimaschularbeit ist im Leitbild der Klimaschulen verankert, das heißt sie wird mit Beachtung des Stimmrechts der Schulträger von der Schulkonferenz beschlossen. Alle Beteiligten in Klimaschulen partizipieren bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen und erfahren so Selbstwirksamkeit. Klimaschulen setzen sich u.a. für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Strom, Wasser und Wärme ein und sparen so Betriebskosten für den Schulbetrieb. Zentrale Vernetzungsplattform der Klimaschulen ist die jährlich stattfindende Klimaschulkonferenz. Auf dieser und den Regionaltreffen können sich die Klimaschulen zu ihren Erfahrungen und Ideen austauschen.

Mehr Informationen zu Klimaschulen in Sachsen

Netzwerk der Nachhaltigkeitsschulen Sachsen-Anhalts, NeNaST (Sachsen-Anhalt)

Ziel des LabelsDas Label richtet sich an alle Schulen des Landes, welche sich auf den Weg gemacht haben, ihre Schulprogrammarbeit im Hinblick der BNE zu bündeln und zu verstetigen. Somit ordnet sich das Label gut ein in die Strategie des Aktionsprogramms, vom Einzelprojekt zur Struktur.
BNE im UnterrichtBNE ist an den Labelschulen ein wesentliches Prinzip sowohl der Unterrichtsarbeit als auch der fächerübergreifenden Projektarbeit. Unterstützt werden die Bestrebungen der Schulen durch die, in Überarbeitung befindlichen Lehrpläne der Grund- und Sekundarschulen beziehungsweise dem fertiggestellten Lehrplan für die gymnasiale Oberstufe.
BNE als Leitbild der Schule Die Netzwerkschulen haben die Aufgabe, im Sinne eines Whole School Approach ein ganzheitliches Schulprogramm zu formulieren, welches sie an ihrer Schule auch leben. Im Schulprogramm der Schulen sind eindeutige BNE-Bezüge erkennbar hervorzuheben. Nach drei Jahren sind die Nachhaltigkeitsschulen aufgefordert, das Schulprogramm zu überarbeiten.

Nationalpark-Schule Eifel (Nordrhein-Westfalen)

[in Bearbeitung]

Nationalpark-Schule Hunsrück-Hochwald (Rheinland-Pfalz, Saarland)

Ziel des LabelsNationalpark-Kitas/-Schulen beschäftigen sich inhaltlich intensiv mit dem Nationalpark, dessen Anliegen und Werten. Ziel der Kooperation ist eine dauerhafte gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit in den Themen Nationalpark, Nachhaltigkeit sowie Naturschutz. Diese sollen die Kinder bzw. Jugendlichen über den gesamten Zeitraum ihrer Kita- beziehungsweise Schullaufbahn begleiten und die Wahrnehmung des Schutzgedankens, eine Identifizierung mit dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald und die Wertschätzung für Wildnis und Natur fördern.
BNE im UnterrichtDa im Rahmen der Nationalparkthematik insbesondere die Wildnisbildung im Fokus steht, werden gesellschaftlichen Themen wie zum Beispiel Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Ressourcennutzung und so weiter aufgegriffen. Dazu stehen Lernmaterialien zur Verfügung, die in der Einrichtung bearbeitet werden können, aber in erster Linie sind die Schulen und Kitas dazu eingeladen, unsere Angebote im Schutzgebiet wahrzunehmen und sich ein Bild vom Prozessschutz zu machen. Daraus resultieren unter anderem Überlegungen, in welchem Rahmen dies sinnvoll ist und welche weiteren Maßnahmen zum Schutz der Natur und Umwelt getroffen werden können.
BNE als Leitbild der Schule Die Zertifizierung ermutigt die Schulen und Kitas zu Ausflügen in die Natur, Unterricht im Außenbereich und der Umsetzung verschiedenster Projekte rund um die im Kontext zum Nationalpark stehenden Thematiken. Dabei kommen oft auch unterschiedliche Klassenstufen zusammen, zum Beispiel in Form AGs. Auch die Schulen untereinander stehen bei den Netzwerktreffen im Austausch und teilen ihre Erfahrungen miteinander.

Schule der Nachhaltigkeit (Saarland)

Ziel des Labels

Ziel ist es, BNE als ganzheitlichen Schulentwicklungsansatz ("Whole School Approach") zu etablieren, um so frühzeitig BNE als eine zentrale gesamtgesellschaftliche Aufgabe hervorzuheben. Dabei soll die Kooperation mit (regionalen) außerschulischen Bildungspartnern gefördert werden und unterstützend wirken. Das Konzept der Schule der Nachhaltigkeit ist begründet auf der Grundlage der Agenda 2030 und ihren 17 SDGs sowie dem Nationalen Aktionsplan BNE. Aktuelle Herausforderungen und Chancen der globalen Entwicklung wie Klimawandel, nachhaltiger Konsum und Energiewende, Geschlechter- und soziale Gerechtigkeit sind hierbei von zentraler Bedeutung.
BNE im Unterricht

Zu den Basiskriterien des Siegels, die nach den Handlungsfeldern des NAP BNE erstellt sind, gehört die unterrichtliche Implementierung von BNE. Ein weiteres Kriterium ist die Etablierung eines partizipativen Gremiums aus Erziehungsberechtigten, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften zur Gestaltung der BNE an der Schule.

Eine partizipativ zusammengesetzte Steuergruppe unterstützt die Schulen durch Beratung und Begleitung im Prozess, sowie zertifizierte Schulen durch finanzielle Förderung. Der Bildungscampus im Saarland bietet ein breites Fortbildungsprogramm unter anderem zu dem saarländischen Basiscurriculum BNE, zu dem 22 Lernbausteine erstellt wurden.

BNE als Leitbild der Schule Zur Aufnahme ins Netzwerk "Schulen der Nachhaltigkeit" haben die Schulen BNE als feste Strategie in ihrem Leitbild verankert. Zur stärkeren Vernetzung sowie Impulsaustausch und Qualitätssicherung unserer ausgezeichneten Schulen findet jährlich eine Netzwerkveranstaltung statt. An dieser findet Austausch untereinander, mit Fachexperten und außerschulischen BNE-Akteuren statt. Darüber hinaus begleitet die Steuergruppe die Schulen und berät in allen Belangen zur BNE. Alle vier Jahre müssen die Schulen eine Rezertifizierung durchlaufen.

Biosphärenschule Biosphärenreservat Bliesgau (Saarland)

Ziel des Labels

Biosphärenschulen sind wichtige Lernorte für nachhaltige Entwicklung und identifizieren sich mit dem Leitbild und den Zielen des UNESCO-Biosphärenreservates. Sie sind ein wichtiger Baustein des lebenslangen Lernens im Biosphärenreservat Bliesgau. Biosphärenschulen ermöglichen Schülerinnen und Schülern eigene Umwelterfahrungen, stellen globale Bezüge her, vermitteln Kenntnisse über das Biosphärenreservat Bliesgau und die Nationalen Naturlandschaften und fördern durch vielfältige Methoden und Ansätze nachhaltiges Denken und Handeln.
BNE im UnterrichtDie Agenda 2030 mit den 17 Nachhaltigkeitszielen als Rahmen des Handelns wird zum Beispiel in den Schulgebäuden sichtbar. Globale Herausforderungen wie der Klimawandel und Artensterben werden in Projekten, bei Exkursionen und in Arbeitsgruppen anschaulicher und begreifbarer. An den Biosphärenschulen hat die Natur einen besonders hohen Stellenwert: es gibt Schulgärten, Hühner und Bienen werden gehalten, in den Schulküchen werden selbsterzeugte Lebensmittel verarbeitet. Die Region und besondere Lebensräume werden erwandert und es wird an Klimaschutz-Wettbewerben wie dem "Schulradeln" teil. Zur Abstimmung und Zusammenarbeit finden regelmäßig Arbeitstreffen statt.
BNE als Leitbild der Schule In den Schulen wird das Label und die Aktivitäten zum Beispiel in den sogenannten Biosphärenecken sichtbar. Die Schulen vernetzen sich mit regionalen Akteuren, zum Beispiel mit Obst- und Gartenbauvereinen, die praktische Aspekte in die Schulen bringen. Auch untereinander findet ein reger Austausch und gemeinsame Projekttage statt. Bei den Biosphärenfesten machen die Schulen mit eigenen Ständen mit und werden so sichtbar als aktiver Teil der großen Biosphärenfamilie. Ergänzend gibt es internationale Vernetzungen, wie zum Beispiel den Austausch einer Biosphärenschule mit einer Schule in einem polnischen Biosphärenreservat.

Schule der Zukunft, Landesprogramm in NRW (Nordrhein-Westfalen)

Ziel des LabelsDas Landesprogramm Schule der Zukunft (SdZ) zielt auf die Integration von BNE im schulischen Lernen in NRW. Neben einer zukunftsfähigen Veränderung von Bildung zielt SdZ darauf ab, Schulen zu Orten des Lernens und Handelns für eine nachhaltige Zukunft zu machen. Ein zentraler Beitrag besteht darin, Schulen zu ermutigen, sich aktiv mit gesellschaftlichen Herausforderungen wie Demokratie- oder Biodiversitätskrise, Ressourcenschutz oder sozialer Gerechtigkeit auseinanderzusetzen - durch gezielte Qualifizierungsangebote und die Vernetzung von Schulen untereinander, sowie mit außerschulischen Partnerinnen und Partnern.
BNE im UnterrichtSchule der Zukunft trägt dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur Wissen erwerben, sondern auch die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft reflektieren und die Fähigkeiten entwickeln, aktiv an Lösungsansätzen für aktuelle Problemlagen mitzuwirken – durch Qualifizierungsangebote für Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte durch das SdZ-Team oder die BNE-Regionalzentren in ganz NRW, über Inspiration und Know-How zu praktischen Projekten in den Schulen, zu denen sich die Schulen austauschen können, sowie durch die Dokumentation der Einbindung von BNE in die schulinternen Lehrpläne oder analoge Dokumente.
BNE als Leitbild der Schule Neben dem Austausch zu Good-Practice-Beispielen aus ganz NRW und darüber hinaus zielt SdZ auf die Vermittlung von Kooperationspartnerinnen und -partnern aus dem außerschulischen Bereich, die das Schulleben bereichern. Seien es Energiesparmaßnahmen, der Schulgarten oder der Einsatz für gute Lebensbedingungen für alle Menschen auf der Welt – BNE umzusetzen gelingt nur gemeinsam. Zudem geht es um eine ganzheitliche Ausrichtung an BNE im Sinne des Whole-School-Approaches – gemeinsam engagieren sich alle am Schulleben Beteiligten für eine nachhaltige, sozial gerechte und vielfältige Schule.

Schuljahr der Nachhaltigkeit /Schule der Nachhaltigkeit (Hessen)

Ziel des Labels

Das Schuljahr der Nachhaltigkeit (SdN) verfolgt das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an hessischen Grundschulen zu verankern. Passend zu den Hessischen Bildungsstandards für die dritte und vierte Klasse können neun Themenmodule mit Hilfe anschaulicher Materialien und spannender Experimente über ein Jahr verteilt mit jeweils einem gesamten Jahrgang der beteiligten Schulen umgesetzt werden. Die Grundschulkinder erfahren, was nachhaltige Entwicklung für ihre eigene und die Lebenswelt anderer Menschen rund um den Globus bedeutet.
BNE im UnterrichtDie neun Themenmodule des SdN befassen sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimaschutz, Biologische Vielfalt, Ernährung, Energie, Mobilität, Gewässerschutz, Abfall und Recycling, Konsum und Gerechtigkeit sowie bürgerschaftliches Engagement. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln bei der Umsetzung der Themenmodule Handlungsoptionen für eine nachhaltigere Welt und lernen, diese auch in ihrem eigenen Alltag umzusetzen. Das Denken in Zusammenhängen wird gefördert, Empathie und Reflexionsfähigkeit werden gestärkt. 
BNE als Leitbild der Schule Im Sinne des "Whole School Approach" werden die Themen der neun Module über den Unterricht hinaus aufgegriffen, um die gesamte Schulgemeinde für einen nachhaltigen Betrieb der Schule einzubinden. Neben Unterricht und Projekten werden auch Schulalltag und Schulentwicklung nach dem Leitbild der Nachhaltigkeit ausgerichtet. Die ausgezeichneten Schulen sind Teil des Schulnetzwerkes "Nachhaltigkeit lernen in Hessen", zu dem auch die Umweltschulen, UNESCO-Projektschulen, Grenzenlos-Schulen, Eine-Welt-Schulen, Fair-Trade-Schulen und die BNE-Schulen Waldeck-Frankenberg in Hessen gehören.

Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft (Hessen)

[in Bearbeitung]

Zukunftsschule Schleswig-Holstein (Schleswig-Holstein)

[in Bearbeitung]

Aktuelle Indikatoren

Indikator Ausbildungspersonal und Nachhaltigkeit "IndAuNa" im BIBB-Betriebspanel zu Qualifizierung und Kompetenzentwicklung

Aufbauend auf den Ergebnissen der Forschungsförderung zu "Entwicklung von Indikatoren im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2019-2021, siehe unten) setzt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) einen Indikator im Bereich der beruflichen Bildung um. Der Indikator "Weiterbildung des Ausbildungspersonals im Bereich Nachhaltigkeit" (IndAuNa) wird im Rahmen eines Sondermoduls des BIBB-Betriebspanels Qualifizierung und Kompetenzentwicklung (BIBB-Qualifizierungspanel) seit 2023 alle zwei Jahre erhoben. Er zeigt, in welchem Umfang Betriebe ihr Ausbildungspersonal zum Themenfeld Nachhaltigkeit weitergebildet haben. Neben der Weiterbildung des Ausbildungspersonals wurden auch Daten zur Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen in Betrieben und zur Frage, inwiefern Betriebe Nachhaltigkeitsthemen in der Ausbildung vermitteln, erhoben.

Vorgänger des "IndAuNa"-Indikators ist das Verbundprojekt "IBBNE" (Indikatoren berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung), das bereits im Förderbereich "Entwicklung von Indikatoren im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung" (siehe unten) gefördert wurde.

Zu den Ergebnissen der ersten Erhebung

BNE-Indikator Lehrkräftefortbildung "BILF" der Pädagogischen Hochschule Freiburg

Die Pädagogische Hochschule Freiburg entwickelte 2017 insgesamt drei BNE-Indikatoren, um das Angebot an BNE-Lehrkräftefortbildungen systematisch zu messen: BILF Basis, BILF Basis gew(ichtet). und BILF Pro. Als besonders geeignet stellte sich der BNE-Indikator BILF Pro heraus, der erhebt, welche BNE-relevante Lehrkräftefortbildungen (staatlich und staatlich anerkannt) angeboten werden. Durch seine längsschnittlichen Datenerfassung kann er Entwicklungen über die Zeit hinweg abbilden und analysieren. 2024 wurde der Indikator BILF Pro nochmals erhoben. Dies ermöglicht die Darstellung der Entwicklung des BNE-Fortbildungsangebotes für Lehrkräfte innerhalb der letzten sieben Jahre. Zusätzlich gelang es für einige Bundesländer, über die Belegungsdaten, Informationen bezüglich der tatsächlichen Nachfrage an BNE-Fortbildungen seitens der Lehrkräfte zu ermitteln.

Whole-Institution-Approach-Indikator "WIA-Skala" im Rahmen des BNE-Monitorings der Freien Universität Berlin

Der Whole-Institution-Approach (WIA) bezeichnet einen Prozess, bei dem Bildungseinrichtungen selbst zu Lern-, Experimentier- und Erfahrungsräumen für Nachhaltigkeit werden. In einer Studie des nationalen BNE-Monitorings der Freien Universität Berlin zum WIA und zu dessen Wirksamkeit aus dem Jahr 2024 wurde dafür ein Indikator entwickelt, getestet und bundesweit angewendet: die "WIA-Skala". Der Indikator ist ein Erhebungsinstrument, mit dem die erlebte Nachhaltigkeit in diversen Bereichen von Bildungseinrichtungen erfasst werden kann. Das Monitoring-Team der Freien Universität Berlin schlägt den WIA als zentrales Qualitätskriterium für BNE und das entwickelte Befragungsinstrument der WIA-Skala als Indikator für die Umsetzung vor. Die WIA-Skala, mit der das Erleben von Nachhaltigkeit in den verschiedenen Handlungsbereichen von Bildungseinrichtungen erfasst wird, steht zudem in verschiedenen Varianten zur Verfügung und kann in der Praxis als (Selbst-)Evaluations-Tool eingesetzt werden. Somit kann die WIA-Skala nicht nur für wissenschaftliche Studien, sondern auch als Teil der Organisationsentwicklung an Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen verwendet werden.

Mehr über die 2024 erschienene Studie zum Whole-Institution-Approach und zur WIA-Skala

Förderbereich "Entwicklung von Indikatoren im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung" 2019 bis 2021

Zur Entwicklung von BNE-Indikatoren wurde 2019 der Förderbereich "Entwicklung von Indikatoren im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung" eingerichtet. Dazu wurden vier Verbundprojekte ausgewählt. Ziel war, Beiträge zur Ermittlung eines Indikatoren-Sets für BNE und zur Entwicklung von Messinstrumenten für die BNE-Berichterstattung zu leisten, insbesondere für die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Mit dem Eingang des Schullabelindikators (siehe oben) in die Weiterentwicklung der DNS 2025 wurde dieser Prozess erfolgreich abgeschlossen.

Neben dem für die DNS ausgewählten Schullabelindikator entwickelten die Forschungsverbünde weitere relevante Input-, Output- und Outcome-Indikatoren für allgemeinbildende und berufsbildende Schulen sowie Ansätze, die auf andere Bildungsbereiche übertragbar sind.

"Sysko-BNE": Systemkompetenz im Bereich BNE messen

Unter Systemkompetenz wird die Fähigkeit verstanden, einen komplexen sozio-ökologischen Wirklichkeitsbereich auf lokaler und globaler Ebene als System zu verstehen. Zur Fähigkeit Systemkompetenz gehört zusätzlich vorausschauend handelnd darin eingreifen zu können. Wie lässt sich Systemkompetenz nun als Indikator im Bereich BNE messen? Um das herauszufinden, entwickelte "SysKo-BNE" anhand eines Kompetenzmodells für Systemkompetenz im Geographieunterricht ein Testverfahren. "SysKo-BNE" steht dabei für das Verbundprojekt "Messung von Systemkompetenz als Indikator im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Beteiligt waren: Leibniz-Insitut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF); Justus-Liebig-Universität Gießen, Didaktik der Geographie

"IBBNE": Indikatoren berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung

Wie kann die Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der beruflichen Bildung gemessen werden? Das vom Bildungsministerium geförderte und vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) durchgeführte Verbundprojekt "IBBNE" ("Indikatoren Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung") untersucht diese Frage und entwickelt Indikatoren, die den Stand nachhaltiger Entwicklung in Lernorten des sekundären Bildungsbereichs abbilden.

Dieser Indikator ist die Grundlage, auf dem später der Indikator Ausbildungspersonal und Nachhaltigkeit "IndAuNa" entwickelt wurde (siehe oben).

Beteiligt waren: f-bb, Forschungsinsitut Betriebliche Bildung gemeinnützige GmbH (Koordination); Universität Hamburg Institut für Berufsbildung- und Wirtschaftspädagogik (IBW); FHM, Fachhochschule des Mittelstands (FHM) GmbH - University of Applied Science, Center for Sustainable Governance (CSG); Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

"OIT-BNE": Anwendungsbezogene Entwicklung eines Outcome-Indikatoren-Tests

"OIT-BNE" steht für das Verbundprojekt "Anwendungsbezogene Entwicklung eines Outcome-Indikatoren-Tests zur Erfassung und Operationalisierung von BNE-Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in Deutschland". In dem Projekt entwickeln die Forscherinnen und Forscher ein Indikatoren-Set, das den Erfolg des Kompetenzaufbaus messen soll.

Beteiligt waren: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg; Pädagogische Hochschule Ludwigsburg (PH Ludwigsburg); Ackerdemia e.V. Verein für angewandte Bildung und nachhaltige Entwicklung (jetzt: Acker e.V.).

"E-I-BNEs": Entwicklung von Indikatoren zur Erfassung von BNE im schulischen Bildungsbereich

Wie kann die Verankerung von BNE in allgemeinbildenden Schulen gemessen werden? Das Verbundprojekt "E-I-BNEs" entwickelt Indikatoren, die die Fortschritte der Implementierung von BNE im schulischen Bereich messbar machen. "E-I-BNEs" steht für "Entwicklung von Indikatoren zur Erfassung von BNE für den schulischen Bildungsbereich".

Dieser Indikator ist die Grundlage, auf dem später der Schullabelindiaktor entwickelt wurde (siehe oben).

Beteiligt waren: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (Koordination); Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main; Humboldt-Universität zu Berlin; Pädagogische Hochschule Ludwigsburg (PH Ludwigsburg)