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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

Modellversuchsförderschwerpunkt "Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung" (BBNE)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Im Auftrag und aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Rahmen des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (WAP BNE) die Modellversuche im Förderschwerpunkt "Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE)". Das Fördervolumen für drei Förderlinien beträgt zwölf Millionen Euro. Zwölf der insgesamt 18 Modellversuche befassen sich mit der Kompetenzentwicklung zu nachhaltigkeitsrelevanten Aspekten in der betrieblichen Ausbildung in kaufmännischen Berufen (zum Beispiel Kaufleute im Einzel-, Groß- und Außenhandel oder für Speditions- und Logistikdienstleistungen) sowie in Berufen des Lebensmittelhandwerks und der -industrie (zum Beispiel Bäckerin/Bäcker, Fleischerin/Fleischer, Fachkräfte für Lebensmitteltechnik, Milchtechnologin/Milchtechnologe). Sechs weitere Modellversuche entwickeln und erproben Gestaltungsmöglichkeiten, um insbesondere ausbildende Unternehmen zu nachhaltig(er)en Lernorten weiterzuentwickeln. An den 18 Modellversuchen sind insgesamt über 220 Unternehmen und über 85 zuständige Stellen wie Industrie- und Handelskammern (IHK) und Handwerkskammern (HWK), Branchen- und Arbeitgeberverbände oder Gewerkschaften als Praxis- und Strategiepartnerinnen und -partner der Modellversuche beteiligt. So konnten bereits einige Erfolge auf Projektebene erreicht werden, zum Beispiel die Etablierung verschiedener Weiterbildungen und Qualifikationen für ausbildendes Personal sowie für Auszubildende verschiedener Branchen, ein in Kooperation mit der Brancheninitiative Chemie3 veröffentlichter Grundsatzleitfaden für nachhaltigkeitsorientierte berufliche Bildung in der Chemieindustrie oder die Implementierung nachhaltiger Lehr-Lerninhalte in die Ausbildung der Bäckerinnen und Bäcker in mehreren Ausbildungsakademien der Bäckerinnung Nord.

Von 2020 bis 2022 wird mit der neuen Förderrichtlinie "BBNE Transfer" noch stärker das Ziel verfolgt, die wissenschaftlich fundierten und in der Praxis erprobten Ergebnisse der Modellversuche weiter zu verbreiten und zu verstetigen und damit noch mehr "vom Projekt zur Struktur" zu bringen. Seit November 2020 wird im Rahmen von sieben Modellversuchen die nachhaltigkeitsbezogene Weiterbildung des betrieblichen Ausbildungspersonals gefördert.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Interdisziplinäres Fernstudium Umweltwissenschaften (infernum)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Das Interdisziplinäre Fernstudium Umweltwissenschaften (infernum) ist ein universitäres nachhaltigkeitsrelevantes Weiterbildungsangebot für beruflich qualifizierte Fach- und Führungskräfte, das seit 20 Jahren von der FernUniversität in Hagen in wissenschaftlicher Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen und der Fraunhofer Academy angeboten wird. 

infernum richtet sich an Studierende mit und ohne ersten akademischen Abschluss. Studierende, die bereits einen ersten Hochschulabschluss erworben haben, können bei infernum den akademischen Grad "Master of Science" (MSc) im Fach Umweltwissenschaften erlangen. Studierende ohne akademische Vorbildung können sich im Zertifikatsstudium individuell zu umweltwissenschaftlichen Themen weiterbilden.

Der Studiengang zeichnet sich durch seine interdisziplinäre Ausrichtung, die fachliche Breite des Lehrangebotes und die Flexibilität der Studienorganisation aus: Das zentrale Ziel des Studiengangs ist die Vermittlung von interdisziplinärem umweltrelevantem Wissen. Die Studierenden eignen sich nachhaltige Gestaltungskompetenz an, um erfolgreiche und wissenschaftlich fundierte Lösungen für Umwelt- und Nachhaltigkeitsprobleme entwickeln zu können. infernum befähigt zum vernetzten Denken und vermittelt eine disziplinübergreifende Begriffs- und Verständnisbasis als Voraussetzung für die Arbeit in multidisziplinären Teams. Die Studierenden werden an interdisziplinäre Betrachtungsweisen und Begrifflichkeiten sowie das jeweilige methodische Handwerkszeug herangeführt. Das Curriculum umfasst Module aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften, den Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie zu interdisziplinären Querschnittsthemen. Je nach Vorbildung und Interessen stellen die Studierenden individuell ihr Studienprogramm zusammen. Durch die Verpflichtung zur interdisziplinären Belegung werden alle drei Nachhaltigkeitsdimensionen (Ökonomie, Ökologie und Soziales) berücksichtigt. Indem die Studierenden lernen, in den verschiedenen "Wissenschaftssprachen" zu kommunizieren, werden sie darüber hinaus optimal darauf vorbereitet, eine Vermittlerrolle zwischen Wissenschaft und Praxis einzunehmen und als Multiplikatoren zu agieren.

Das didaktische Lehr-/Lernkonzept ist lernendenzentriert und basiert auf einer Struktur des integrierenden Lernens (Blended-Learning-Struktur), die es den Studierenden ermöglicht, sich neben beruflichen und familiären Verpflichtungen weiterzubilden. Hierdurch wird ein wesentlicher Beitrag zur Realisierung des Lebenslangen Lernens geleistet.

Das Studienprogramm wird ergänzt durch Angebote, die auch einer breiteren Öffentlichkeit offenstehen (Tagungen, Vorlesungsreihen, Massive Open Online Course (MOOC) zum Thema Klimagerechtigkeit etc.).

Nach mehrmaligen Auszeichnungen als UN-Dekade-Projekt erhielt infernum in den Jahren 2016 und 2018 die Auszeichnung als "Netzwerk des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Kompetenznetzwerk Umweltrecht (KomUR)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Im BMBF-Rahmenprogramm "Forschung für Nachhaltige Entwicklung – FONA" wird das Kompetenznetzwerk Umweltrecht (KomUR) gefördert. Das Kompetenznetzwerk setzt sich zusammen aus dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und sechs Universitäten. Das Vorhaben dient dazu, die Entwicklung eines nachhaltigen Umweltrechts insbesondere durch entsprechende Arbeiten von Promovierenden voranzubringen. Diese promovieren zu zentralen Rechtsfragen ökologisch nachhaltiger Entwicklung, zum Beispiel zu Themen des Kreislaufwirtschafts-, Emissions-, Wasserhaushalts- und Klimaschutzrechts.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Modellversuchsförderschwerpunkt "Berufsbildung für Nachhaltige Entwicklung im Transfer für Ausbildungspersonal" (BBNE-Transfer)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt von 2020 bis 2022 weitere 2,5 Millionen Euro für die vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführte Transferförderung besonders tragfähiger und bewährter Ergebnisse der bisherigen Modellversuche aus dem BBNE-Förderschwerpunkt bereit. Die neue Förderung "Berufsbildung für Nachhaltige Entwicklung im Transfer für Ausbildungspersonal" (BBNE-Transfer) fokussiert insbesondere auf die Weiterbildung und Qualifizierung des ausbildenden Personals, um diese für eine nachhaltige und nachhaltigkeitsorientierte Ausbildung, auch im Kontext von durch Digitalisierung veränderten Arbeitsbedingungen, zu befähigen. Damit setzt das BMBF gemeinsam mit dem BIBB Zusagen aus der Nationalen Weiterbildungsstrategie und dem Klimaschutzprogramm der Bundesregierung um. Gleichzeitig wird mit der neuen Förderung zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) und zu den Zielen des neuen BNE-Weltaktionsprogramms "Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs" (ESD for 2030) beigetragen. Der Start der neuen Transferprojekte ist für den Herbst 2020 vorgesehen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Forschungsschwerpunkt "Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Mit dem Forschungsschwerpunkt "Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze" nimmt sich das BMBF des Problems der zunehmenden Plastikverschmutzung in der Umwelt und der dazu bestehenden Wissenslücken an. Bei den zu entwickelnden Lösungsansätzen steht auch die Rolle der Verbraucherin und des Verbrauchers im Fokus: Um den sorglosen Umgang mit Plastik zu verändern, die Akzeptanz von Substituten zu prüfen und zu einer höheren Recyclingquote beizutragen, entstehen auch vielfältige Bildungsprodukte für unterschiedliche Zielgruppen: Für die Jüngsten wurde das Pixi-Buch "Heddi und die Plastikhelden" herausgegeben, für Schülerinnen und Schüler werden Unterrichtsmaterialien entwickelt und die Citizen Science-Aktion "Plastikpiraten" durchgeführt. Das Fachpublikum wird mit themen- und zielgruppenspezifischen Workshops und Informationsmaterialien angesprochen, ebenso die Öffentlichkeit, zum Beispiel durch eine Wanderausstellung und Beteiligung an Langen Nächten der Wissenschaft.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Kompetenzzentren für Klimawandel und angepasstes Landmanagement in Afrika

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit den Kompetenzzentren für Klimawandel und nachhaltiges Landmanagement (Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management, SASSCAL und West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use, WASCAL) hat das BMBF im südlichen und westlichen Afrika, den vom Klimawandel besonders stark betroffenen Regionen, wissenschaftliche Strukturen und akademische Ausbildung aufgebaut, damit die beteiligten Staaten eigene Expertise weiterentwickeln und selbst valide Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihre Landnutzung und Wasserversorgung treffen können. Darüber hinaus werden die Kapazitäten der beteiligten Länder gestärkt, z.B. selbst Klimaprognosen und Szenarien zu entwickeln, Handlungsoptionen aufzuzeigen und in internationalen Verhandlungsprozessen (zum Beispiel United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), Convention on Biological Diversity (CBD) etc.) die Interessen der Länder zu vertreten. Das BMBF hat die Zentren seit ihrer Einrichtung im Jahr 2010 mit rund 140 Millionen Euro unterstützt, im Zeitraum von Mitte 2017 bis Mitte 2021 erhalten die Zentren insgesamt 41,16 Millionen Euro vom BMBF. Bis zum Jahr 2023 sind weitere gemeinsame Forschungsaktivitäten, die Einrichtung neuer Graduiertenschulen und die Ausweitung der Institutionen selbst geplant. Bisher konnten mehr als 550 PhD.-, Master- und Bachelorstudierende zu Klima-, Energie- und Landwirtschaftsfragen speziell für den afrikanischen Arbeitsmarkt in Politik, Wissenschaft und Praxis ausgebildet werden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fördermaßnahme "Kommunen innovativ"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Kommunen

Mit der Fördermaßnahme "Kommunen innovativ" verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, die Rolle der Kommunen als Initiatorinnen und Initiatoren, Partnerinnen und Partner und Adressatinnen und Adressaten von Forschung, Entwicklung und Innovation für eine nachhaltige, demographisch angepasste Entwicklung der Regionen in Deutschland zu stärken. Zentral hierbei ist, die räumlichen Auswirkungen des demografischen Wandels mit einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Stadt- und Regionalentwicklung in Deutschland zu gestalten. Die Vernetzung von Kommunen und die Beteiligung der Zivilgesellschaft sind wichtige Bestandteile in vielen der 30 geförderten Verbundvorhaben. Beispielweise wurden im Rahmen eines Vorhabens Qualifizierungsmaßnahmen für sogenannte "Dorfkümmerer" entwickelt, um das bürgerschaftliche Engagement für die nachhaltige Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes zu unterstützen. In einem weiteren Projekt steht die Bindung junger Menschen an ihre Heimatregion durch Sicherung von Ausbildung im Fokus. Im Rahmen eines kommunenübergreifenden Jugendmobilitätskonzeptes wurde ein mehrere Landkreise übergreifendes Praktikumsnetzwerk initiiert und zielgruppenorientierte Schulungsmodule erarbeitet, um Schülerinnen und Schüler bei der Praktikumssuche zu unterstützen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Bioökonomie umfasst die Erzeugung, Erschließung und Nutzung biologischer Ressourcen, Prozesse und Systeme, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen. Als übergreifender Ansatz adressiert die Bioökonomie 11 der 17 SDGs direkt; die "Nationale Bioökonomiestrategie" ist auf das Erreichen der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) ausgerichtet. Unter deren Dach bündelt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die sozial-, politik- und wirtschaftswissenschaftliche Forschung im Rahmen des Dachkonzepts "Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel". Das Konzept umfasst vier Module und eine Querschnittsmaßnahme, die jeweils durch Förderrichtlinien umgesetzt werden. Für die Ziele zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sind insbesondere die Maßnahmen zur Förderung von Nachwuchsgruppen (Modul 1) und neuer Formate der Kommunikation und Partizipation (Querschnittsmaßnahme) von Bedeutung, weil diese neben der Erforschung von nachhaltigkeitsrelevanten Fragen auch die langfristige Verankerung dieser Themen in Wissenschaft und Gesellschaft anstreben.

Mit der Förderung von Nachwuchsgruppen trägt das BMBF zu einem verlässlichen Umfeld für die Forschung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei und schafft so bestmögliche Qualifizierungsmöglichkeiten. Die Maßnahme zielt darauf ab, Bioökonomie und Nachhaltigkeit langfristig in den Sozial-, Politik und Wirtschaftswissenschaften, aber auch den Kultur- und Geisteswissenschaften zu verankern. Das geschieht auf direktem Weg während der fünfjährigen Förderperiode an Hochschulen, die bis zu sechs Forschenden als akademische Qualifizierungsphase (für eine Habilitation oder Promotion) dient. Strukturelle Wirkung entfaltet die Förderung dadurch, dass sich exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler Themen erarbeiten, die sie nach einem Ruf auf eine Professur langfristig in Forschung und Lehre festschreiben.

Als Querschnittsmaßnahme fördert das BMBF einen Ideenwettbewerb zu neuen Formaten der Kommunikation und Partizipation in der Bioökonomie. Die geförderten Verbünde setzen sich mit der Frage auseinander, wie eine gesellschaftliche Debatte über Transformationsprozesse im Zuge einer nachhaltigen Entwicklung initiiert und unterstützt werden können. Neuartige Dialogformate und Instrumente werden unter Einbindung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen entwickelt, erprobt und begleitend evaluiert. Die Ergebnisse werden – auch über die Laufzeit der Vorhaben hinweg – in Ausstellungen und anderen Formaten einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und regen dazu an, sich mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen und miteinander auszutauschen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "Nachhaltigkeit an Hochschulen" (HOCH-N)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit dem Projekt "Nachhaltigkeit an Hochschulen" (HOCH-N) fördert das BMBF im Rahmen der Initiative "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative"(SISI) einen Verbund von elf Hochschulen aus acht Bundesländern. Hierbei entstehen im Sinne des Whole Institution Approach für alle Hochschulbereiche (Forschung, Lehre, Betrieb, Governance, Berichterstattung, Transfer) anwendbare Handreichungen zur nachhaltigen Hochschulentwicklung. Denn damit Hochschulen organisationsweit nachhaltig werden, braucht es valide und operationalisierbare Hinweise, mit welchen Schritten dies gelingen kann. Im HOCH-N-Netzwerk sind über 210 Partnerinnen und Partner aus 113 deutschen Hochschulen aktiv beteiligt, damit wurden knapp ein Drittel aller deutschen Hochschulen in das HOCH-N-Netzwerk integriert. Darüber hinaus wurden durch die bundesweiten Veranstaltungen des Verbunds mehrere tausend Menschen erreicht. Im Jahr 2020 wurde aus HOCH-N heraus die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG Hoch N) gegründet, um das Netzwerk nach Auslaufen der BMBF-Förderung in die Zukunft zu tragen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Qualitätspakt Lehre

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Nachhaltige Entwicklung im Qualitätspakt Lehre

Eines der wichtigsten Ziele des Ende 2020 ausgelaufenen Bund-Länder-Programms "Qualitätspakt Lehre" (QPL) war die Verbesserung der Studienbedingungen und der Lehrqualität an deutschen Hochschulen. Das Bund-Länder-Programm unterstützte die Hochschulen dabei, ihr Personal für die Lehre, Betreuung und Beratung zu qualifizieren. Weitere Ziele waren die nachhaltige Sicherung und Weiterentwicklung einer qualitativ hochwertigen Hochschullehre.

Universität Konstanz – Lehrangebote zu nachhaltiger Entwicklung

Die Universität Konstanz koordinierte und organisierte Blockveranstaltungen für Studierende im Bachelor- und Masterstudium, unter anderem zu den Themen Einführung in Corporate (Social) Responsibility, (C(S)R) Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft, Ringvorlesung "Nachhaltigkeit", Nachhaltigkeit in der Modeindustrie, Kulturbetrieb und Nachhaltigkeit, nachhaltige Unternehmensführung und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln. Für die Lehrveranstaltungen wurden überwiegend externe Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft akquiriert, die den Studierenden praxisnah berufsrelevante Kompetenzen vermittelten.

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Das Thema nachhaltige Entwicklung ist an der Fachhochschule Eberswalde und der daraus entstandenen "Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde" beständig weiterentwickelt worden. Unter dem Motto "Mit der Natur für den Menschen" agierte die Hochschule im Einklang mit Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. In diesem Rahmen sollten alle Prozesse und Abläufe in den Fachbereichen, aber auch in Verwaltung und Forschung, nach dem Vorsorgeprinzip gestaltet sein. Somit wurden langfristig Entwicklungschancen für heutige und zukünftige Generationen gesichert und gerecht verteilt. Neben dem Bezug zur Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung standen Umweltleistungen beim Betrieb der Hochschule ebenso wie das soziale Miteinander im Vordergrund der eigenen Hochschulentwicklung.

Hochschule Bochum

An der Hochschule Bochum wurde ein neues berufsbefähigendes und anwendungsorientiertes Studienangebot "Nachhaltigkeitswissenschaften" mit zwei Professuren zu den Themen "Nachhaltigkeit (sozialwissenschaftliche Ausrichtung)" und "Nachhaltigkeitsentwicklung/ Organisationsentwicklung/ Innovationsmanagement" implementiert. Zahlreiche Veranstaltungsreihen innerhalb des Studiengangs konnten durch das Projekt ermöglicht werden. Der Masterstudiengang"Nachhaltige Entwicklung" wurde eingerichtet.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Geschäftsstelle BNE bei der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Das BMBF fördert eine bei der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. (DUK) angesiedelte Geschäftsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) (siehe Details in Kapitel 1 und 2).

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Kompetenzzentrum für Prozessbegleitung und Prozessevaluation (BiNaKom)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Kommunen

Der Nationale Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) hebt die Bedeutung bildungsbereichsübergreifender Unterstützungsleistungen in kommunalen Bildungslandschaften hervor. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt "Bildung – Nachhaltigkeit – Kommune: BNE-Kompetenzzentrum für Prozessbegleitung und Prozessevaluation (BiNaKom, Verbundleitung: Deutsches Jugendinstitut e.V.)" begleitet für eine Laufzeit von zunächst drei Jahren seit Juli 2020 circa 50 Modellkommunen bundesweit bei der systematischen Weiterentwicklung und Implementierung von BNE auf lokaler Ebene.

Ziel des Kompetenzzentrums ist es, BNE entlang der Bildungskette auf kommunaler Ebene strukturell zu verankern und damit eine notwendige Voraussetzung für eine ganzheitlich nachhaltige Entwicklung in Kommunen zu schaffen. BiNaKom wird hierfür Ansätze und Initiativen einer BNE auf kommunaler Ebene stärker mit dem datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement verknüpfen und Prozesse vor Ort empiriebasiert begleiten und kontinuierlich optimieren (formative Evaluation).

Zentrale Aufgabe des Kompetenzzentrums mit vier bundesweit verteilten Standorten ist die Prozessbegleitung der ausgewählten Modellkommunen, die unterschiedliche Entwicklungsstände im Bereich BNE aufweisen. Sie werden in regional differenzierter Zuständigkeit auf Basis eines Beratungskonzeptes begleitet, welches den individuellen Gegebenheiten der jeweiligen Kommune nach einem Baukastenprinzip angepasst wird. Hierbei kommt eine Vielzahl verschiedener Formate zum Tragen. Diese reichen von individuellen, regionalspezifischen bis zu interkommunal-übergreifenden und speziellen europäischen Formaten. Das Vorhaben verknüpft seine Arbeit von Beginn an mit Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und des Wissenstransfers.

Die Angebote des Kompetenzzentrums knüpfen an bestehende Strukturen, Prozesse, Maßnahmen und Produkte aus kommunalen Bildungslandschaften, den Ländern und des Bundes an. Die Erkenntnisse aus dem Fördervorhaben fließen in die Beratung der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (NP BNE), des BMBF und weiterer Gremien, insbesondere des Bildungsbereichs Kommunen, ein.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "Nachhaltigkeit lehren lernen. Förderung der BNE in der Hochschullehre"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Um die Kompetenzentwicklung von Lehrenden im Handlungsfeld Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu unterstützen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2020 das am Heidelberger Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg angesiedelte Vorhaben "Nachhaltigkeit lehren lernen. Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre".

Im Gegensatz zum BNE-bezogenen Bildungsangebot für die 2. Phase (Referendariat) und 3. Phase (Weiterbildung) der Lehrkräftebildung existierte bislang für Lehrende im Hochschulbereich kein bundesweites, strukturiertes Weiterbildungsangebot zur Umsetzung der BNE in der Lehre. Diese Lücke wird das Vorhaben schließen: An sieben ausgewählten Hochschulen und Universitäten entstehen fächerübergreifende Einführungsangebote zu den Grundlagen der BNE, Workshops zur Umsetzung der BNE in der Lehre für unterschiedliche Disziplinen sowie individuelle Beratungs- und Unterstützungsangebote (Coaching). Ziel ist es, Hochschullehrende als Ausbildende zukünftiger Lehrkräfte allgemein- und berufsbildender Schulen in BNE weiterzubilden. Dabei gilt es, BNE fächerbezogen und als Querschnittskompetenz strukturell zu verankern und Voraussetzungen zu schaffen, um BNE in die Breite zu tragen.

Die Erkenntnisse aus dem Fördervorhaben fließen in die Beratung der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (NP BNE), des BMBF und weiterer Gremien, insbesondere des Bildungsbereichs Hochschule, ein.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Jugendbeteiligungsbüro youboX

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Mit dem Ziel der Einbindung junger Menschen in Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse zum Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit Mitte 2017 ein bei der Stiftung Bildung angesiedeltes Jugendbeteiligungsbüro, die "youboX" (Details siehe Kapitel 2).  

BNE ausbuchstabiert: Themen der youcoN aus der Sicht der Teilnehmenden. © Christopher Zentgraf - youpaN

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Wissenschaftliche Beratung und Nationales Monitoring zu BNE (FU Berlin)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Das BMBF fördert die wissenschaftliche Beratung und ein nationales Monitoring zu BNE, angesiedelt am Institut Futur der Freien Universität Berlin (siehe Kapitel 2).

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

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