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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

Ausbau Ganztag

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Schule

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD für die 19. Legislaturperiode sieht vor, bis 2025 im Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII) einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für alle Kinder im Grundschulalter zu schaffen. Die Bundesregierung sieht die Einführung des Rechtsanspruchs als wichtigen Beitrag an, um Bildungschancen von Kindern sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Zudem dürfte die Einführung dieses Rechtsanspruchs zu höheren Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen sowie geringere Ausgaben für Sozialtransfers führen, wie das im Januar 2020 vorgelegte Gutachten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) "Fiskalische Wirkungen eines weiteren Ausbaus ganztägiger Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter" zeigt. 

  • Es bedarf zur weiteren Umsetzung noch einer Änderung des SGB VIII, mit der der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung eingeführt wird, sowie eines Finanzhilfegesetzes.
  • Ende 2020 ist das Investitionsprogramm zum beschleunigten Infrastrukturausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder gestartet. Ziel dieses Investitionsprogramms des BMFSFJ und Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Höhe von 750 Millionen Euro ist es, den Ganztagsausbau zu beschleunigen und so den Weg zu einem bundesweiten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung zu ebnen. Mit den Mitteln können Planung, Neubau, Umbau, Erweiterung, Modernisierung und Sanierung von Ganztagsangeboten finanziert und Ausstattungen, wie zum Beispiel Kücheneinrichtungen, Mobiliar sowie Sport- und Spielgeräte beschafft werden. Weitere Investitionsmittel des Bundes in Höhe von bis zu 2,75 Milliarden Euro werden zur Verfügung gestellt, wenn sich Bund und Länder auf den Umfang und die Finanzierung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter geeinigt haben. Die entsprechenden Verhandlungen werden derzeit geführt (Stand 08.01.21).

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Kinderfreundliche Kommunen

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Kommunen

Der 2012 gegründeten Verein "Kinderfreundliche Kommunen e.V." ist ein langjähriger, verlässlicher Partner des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bei der Stärkung der Kinderrechte. Trägerinnen und Träger sowie Vertreterinnen und Vertreter des Vereins sind das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. und das Deutsche Komitee für UNICEF e.V. Das BMFSFJ fördert die Erweiterung der Initiative "Kinderfreundliche Kommunen e.V." derzeit durch den Baustein "Kinderrechte in der Arbeit der Kommunalaufsicht und Kommunen".

Der Verein zeichnet Städte und Gemeinden als "Kinderfreundliche Kommunen" aus, die unter starker Beteiligung von Kindern und Jugendlichen für die lokale Umsetzung der Kinderrechte aus der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (VN; United Nations, UN) verbindliche Ziele und einen Aktionsplan entwickeln. Derzeit sind 31 Kommunen im Programm, 15 davon sind bereits mit einem Siegel ausgezeichnet.

Da nach dem Verständnis des Vereins bei der Umsetzung kinderfreundlicher Kommunen Kinderrechts- und Umweltaspekte miteinander verzahnt sind, spielen ökologische Themen in den Aktionsplänen der Kommunen eine wichtige Rolle. Drei Beispiele für Städte, die Projekte zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in ihre Aktionspläne aufgenommen haben:

Auf Grundlage der Agenda 2030 widmet sich die Stadt Eltville den Themen Nachhaltigkeit und Gemeinwohlökonomie ("Fairtrade-Stadt") in einem integrierten Stadtentwicklungsprozess. Die Stadt wurde mehrfach als "TOP3" der nachhaltigen Kleinstädte beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet und nahm am Kongress der Nachhaltigkeit teil. Die Kritik und die Forderungen der "Fridays-for-Future"-Bewegung greift die Stadt dankbar auf, indem sie Jugendlichen auf kommunaler Ebene die Möglichkeit gibt, aktiv an der aktuellen Klimadebatte mitzuarbeiten und basisdemokratisch zu handeln.

Sowohl im Konzept "Kinderfreundliches Stuttgart" als auch im Aktionsplan legt die Stadt Stuttgart einen Fokus auf die Erweiterung von Spielmöglichkeiten im öffentlichen Raum. Die 2019 erfolgreich gestarteten temporären Spielstraßen und die Fußverkehrschecks für sichere Freizeit- und Schulwege werden verstetigt. Erfahrungen und Ergebnisse fließen in aktuelle stadtweite Konzepte wie den "Masterplan Urbane Bewegungsräume" ein. Während der durch Corona bedingten Schließung von Spielplätzen im Frühjahr 2020 wurden temporäre Spiel- und Bewegungsräume auf Straßen, in Parks und auf Sportanlagen erprobt, um dem Recht von Kindern und Jugendlichen nach Bewegung und Spiel im öffentlichen Raum Rechnung zu tragen.

Die Kommune Weil am Rhein bietet seit 2016 ein niedrigschwelliges Nachtsportangebot in Turnhallen für Jugendliche während der Wintermonate an, das von als Coach ausgebildeten Jugendlichen betreut wird. Außerdem entstehen unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen weitere generationsübergreifende Spiel-, Sport- und Gesundheitsangebote im neuen Rheinpark.

© Kinderfreundliche Kommunen e.V.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Initiative "Gutes Aufwachsen mit Medien"

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Übergreifend

Die Initiative Gutes Aufwachsen mit Medien unterstützt Eltern und pädagogische Fachkräfte bei ihrer Erziehungsverantwortung im digitalen Zeitalter. Sie bietet Kindern und Jugendlichen altersgerechte Zugänge zur Medienwelt. Übergreifendes Ziel der Initiative ist es, Rahmenbedingungen für ein gutes Aufwachsen mit Medien zu schaffen. Gefördert vom BMFSFJ ist die Initiative ein bundesweiter Zusammenschluss relevanter Akteure. Die Akteure entwickeln Angebote zur Stärkung der Medienkompetenz; forschen praxisorientiert, um den bestehenden Kenntnisstand zu erweitern; qualifizieren Fachkräfte und unterstützen sie in der Medienarbeit vor Ort, zum Beispiel durch lokale Netzwerke; beraten Familien zu Themen der Medienerziehung und Medienbildung; bieten eine digitale Landschaft mit guten und sicheren Kindermedien; schaffen mit Wettbewerben und Jugendredaktionen Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, kreativ und offen Medien einzusetzen. Ein Initiativbüro bündelt Informationen, macht die Angebote der Akteure sichtbarer und regt zum öffentlichen Austausch und zur Weiterentwicklung im Bereich des erzieherischen Kinder- und Jugendmedienschutzes an.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bundesprogramm Mehrgenerationshäuser

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Im Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus (2017-2020) werden bundesweit rund 530 Mehrgenerationenhäuser (MGH) gefördert, die Treffpunkte für alle Menschen vor Ort sind, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und kulturellem Hintergrund. Die MGH arbeiten in unterschiedlichen Handlungsfeldern und orientieren sich dabei an den konkreten Bedarfen vor Ort. Im Jahr 2019 besuchten rund 62.700 Personen täglich die MGH, in denen sich rund 40.000 Menschen freiwillig engagierten und rund 22.450 Angebote insgesamt stattfanden, davon rund 60 mit aktiver Generationenbegegnung.

Die Angebote der MGH sind in der Regel generationenübergreifend konzipiert wie im Bereich "Generationenübergreifende Bildung", in dem zum Beispiel Jugendliche gemeinsam mit Erwachsenen einen Sprachkurs besuchen oder eine Geschichts- oder Biografiewerkstatt initiieren. Einige Angebote richten sich aber auch an spezielle Zielgruppen, wie im Bereich "Jugendgerechte Gesellschaft, Förderung von (benachteiligten) Kindern und Jugendlichen". Zu den 1.523 Angeboten in diesem Handlungsfeld gehörten im Jahr 2019 beispielsweise Theater- und Musikgruppen für Jugendliche, Lern- und Hausaugabenhilfen für Schülerinnen und Schüler, Sprachkurse für Jugendliche mit Flucht- oder Migrationshintergrund, die organisatorische Unterstützung von Jugendparlamenten und vielfältige Formen niedrigschwelliger Jugendsozialarbeit.

Auch in den Angeboten im Bereich "Erhöhung der Arbeitsmarktnähe und Integration in Ausbildung und Beschäftigung" stehen Jugendliche häufig im Fokus. Zu den 672 Angeboten der im Jahr 2019 in diesem Handlungsfeld tätigen MGH zählten beispielsweise Unterstützungsangebote für Schulabbrechende, Bewerbungstrainings, Vermittlungshilfen in Ausbildung und Arbeit sowie Ausbildungsbegleitungen, wie auch die Bereitstellung und Vermittlung von Plätzen für Jugendfreiwilligendienstleistende.

Seit dem 1. Januar 2021 wird die Arbeit der MGH im neuen "Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander" fortgeführt. Zu den wesentlichen Zielen des Förderprogramms zählen die Förderung attraktiver gesellschaftlicher Perspektiven und Teilhabemöglichkeiten für Jugendliche, die Sicherung von Bildungs-, Freizeit- und Kulturangeboten, die Stärkung der Ortsbindung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie die Verhinderung von (Kinder-) Armut und sozialer beziehungsweise gesellschaftlicher Polarisierung. Das "Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander" bietet den MGH mit einer achtjährigen Laufzeit Planungssicherheit für die bedarfsgerechte Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer Angebote.

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Gedenkstättenfahrten

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Seit 2015 werden Fahrten junger Menschen zwischen 14 und 26 zu Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus im In- und im Ausland gefördert. Durch diese erinnerungspädagogische Arbeit werden Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Mechanismen der systematischen rassistischen, antisemitischen und fremdenfeindlichen Ausgrenzung aufgezeigt und deren Folgen erfahrbar gemacht. Diese Form des informellen Lernens leistet einen wichtigen Beitrag für ein tolerantes und friedliches Miteinander. Denn wer vor Ort erlebt hat, wohin Nationalismus und Rassismus führen, wird mit viel größerer Überzeugung für die freiheitliche Demokratie, eine vielfältige Gesellschaft und ein friedliches Europa eintreten und diese Überzeugung auch an die nächste Generation weitergeben.

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Projekt "JUGEND STÄRKEN: Zukunft gestalten"

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Im Projekt unterstützen bei den Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V. (WJD) organisierte Unternehmerinnen und Unternehmer beziehungsweise Führungskräfte junge Menschen mit schlechteren Startchancen ehrenamtlich beim Übergang von der Schule in den Beruf. Die Wirtschaftsjuniorinnen und -junioren bieten dazu Einblicke in ihre Unternehmen und Bewerbungstrainings an und organisieren jährlich den bundesweiten Aktionstag "Ein Tag Azubi". Damit fördern sie die Entwicklung junger Menschen und tragen so zu einer nachhaltigen Entwicklung bei.

Durch das Projekt werden zwei bundesweite Netzwerke – das Unternehmernetzwerk der Wirtschaftsjunioren Deutschland und das JUGEND STÄRKEN-Netzwerk – zusammengebracht, um lokale Kooperationen zwischen Wirtschaft und Jugendsozialarbeit anzuregen.

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Jugendstrategie der Bundesregierung

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Da politische Entscheidungen in allen Politikfeldern Auswirkungen auf junge Menschen haben können, wurde am 3. Dezember 2019 erstmalig eine Jugendstrategie der Bundesregierung "In gemeinsamer Verantwortung: Politik für, mit und von Jugend" verabschiedet. Basierend auf einem gemeinsamen jugendpolitischen Verständnis hat die Bundesregierung unter Beteiligung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen für neun jugendrelevante Handlungsfelder die Ausgangslage analysiert, Handlungsbedarfe identifiziert und Maßnahmen benannt. Die Jugendstrategie der Bundesregierung verfolgt das Ziel, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bestmögliche Bedingungen zu bieten, um die Herausforderungen der Lebensphase Jugend zu meistern und dabei die Interessen und Bedürfnisse der jungen Generation angemessen zu berücksichtigen.

Die ressortübergreifende Zusammenarbeit zur Verwirklichung dieses Ziels basiert auf den Prinzipien

  • Jugend beteiligen,
  • Jugend sichtbar machen und
  • gemeinsam Verantwortung übernehmen.

 

Es geht darum, junge Menschen ernst zu nehmen und ihnen wirksame Mitsprachemöglichkeiten zu eröffnen sowie die Mitbestimmung und Selbstbestimmung junger Menschen in sie betreffenden Belangen zu stärken. Es geht darum, Jugend sichtbar zu machen, damit ihre Belange ressortübergreifend im Blick bleiben. Kurzum: Es geht um das Handeln in gemeinsamer Verantwortung für und mit der jungen Generation.

Die Jugendstrategie wird deshalb nicht nur ressortübergreifend, sondern auch mithilfe von unterschiedlichen, möglichst breiten und fundierten Jugendbeteiligungsformaten entwickelt und umgesetzt. Zu den Formaten gehören die JugendPolitikTage, eine Jugendkonferenz, themen- und maßnahmenspezifische Jugend-Audits sowie Online-Konsultationen. Die einzelnen Beteiligungsformate greifen zum einen bei der Überprüfung der Umsetzung der Jugendstrategie und zum anderen bei der Umsetzung konkreter Vorhaben der Bundesregierung im Rahmen der Strategie. So wurden in den neun Handlungsfeldern auch zahlreiche Maßnahmen aufgenommen, die unter anderem die Verknüpfung partizipativer Ansätze mit Bildungsangeboten für nachhaltige Entwicklung stärken sollen. Die Möglichkeiten zur Jugendbeteiligung bei der Umsetzung der Jugendstrategie der Bundesregierung eröffnen neue und innovative Formate des inhaltlichen Dialogs zwischen den Ressorts der Bundesregierung und Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

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Patenschaftsprogramm "Menschen stärken Menschen"

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Übergreifend

Mit dem Patenschaftsprogramm "Menschen stärken Menschen"hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Anfang 2016 ein Programm ins Leben gerufen, das mit Hilfe von bürgerschaftlichem Engagement die Integration und gesellschaftliche Teilhabe fördert. Seit 2018 unterstützt das Programm neben Geflüchteten auch Patenschaften für Menschen, die sich in benachteiligenden Lebenssituationen befinden.

Das Patenschaftsprogramm "Menschen stärken Menschen"soll für die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern gute Rahmenbedingungen fördern und zugleich Menschen unterstützen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten und ihre Potenziale entfalten zu können. Insbesondere junge Menschen, denen eine Perspektive für die Zukunft fehlt, werden unterstützt, damit sie gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Im Berichtszeitraum seit 2017 konnten über 96.000 Patenschaften (Stand Dezember 2020) gestiftet werden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Das Programm "Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen" fördert von 2015 bis 2021 die Qualifizierung von Fachkräften aus der Eltern- und Familienbildung zu zertifizierten Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern. Die (weiter-)qualifizierten Fachkräfte stehen Eltern und Familien in Einrichtungen der Familienbildung oder anderen Einrichtungen mit eltern- bzw. familienbezogenen Angeboten als kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in Fragen kindlicher Bildungs- und Entwicklungsprozesse zur Seite und entwickeln niedrigschwellige Angebote zur Stärkung von Erziehungskompetenzen und Alltagsbildung. Eltern und Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf im Hinblick auf die Bildung und Entwicklung der Kinder finden in Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern fachkundige Vertrauenspersonen vor Ort. Das ESF-Bundesprogramm "Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen" setzt mit der Förderung der Qualifizierung von Fachkräften zu Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern auf die präventive Wirkung von Familienbildung und leistet einen Beitrag zum Wohlergehen der Familien sowie zur Verringerung von Chancenungleichheit, Armutsrisiko und sozialer Exklusion.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Jugendmigrationsdienste

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Bundesweit werden an über 470 Standorten die Jugendmigrationsdienste gefördert. Sie begleiten junge Menschen mit Migrations- und/oder Fluchthintergrund, die vergleichsweise geringere Chancen als Jugendliche ohne Migrationshintergrund haben. Durch individuelle Förderung, Beratung und durch Gruppenangebote soll die Teilhabe am Schul-, Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gefördert und gestärkt werden. Die Jugendmigrationsdienste dienen als Verbindungsstelle zu den Regeleinrichtungen vor Ort und sind somit Teil eines Netzwerks zur Unterstützung junger Menschen zwischen dem 12. und 27. Lebensjahr. Seit dem 01.01.2017 sind die Jugendmigrationsdienste auch für alle jungen Flüchtlinge geöffnet, die sich rechtmäßig oder aufgrund einer ausländerrechtlichen Duldung in Deutschland aufhalten.

Im Rahmen des Modellprojekts Jugendmigrationsdienst im Quartier fördern das gemeinsam an bundesweit 16 Standorten Mikroprojekte zur Stärkung von Jugendlichen. Das Vorhaben wird insbesondere auch in den Themenfeldern Bildung und Kultur in sozial benachteiligten und strukturschwachen Stadt- und Ortsteilen umgesetzt. Es dient der Verbesserung des Miteinanders und der Erhöhung der gegenseitigen Akzeptanz der unterschiedlichen Menschen in den Wohnvierteln, der Aktivierung und Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier sowie dem nachhaltigen Ausbau bestehender Netzwerke und der Quartiersentwicklung.

Das Modellvorhaben Respekt Coaches/Anti-Mobbing-Profis der Jugendmigrationsdienste fördert bundesweit an rund 190 Standorten Respekt, Toleranz und den Abbau von Vorurteilen an Schulen. Schülerinnen und Schüler erfahren den Wert einer vielfältigen Gesellschaft. Ziel ist es, den Blickwinkel zu erweitern und unterschiedliche Weltanschauungen und Lebensweisen besser zu verstehen. Damit trägt das Programm langfristig zu einem gesunden Klassenklima und Zusammenhalt in der Schule bei. Die Jugendmigrationsdienste setzen das Programm in den Schulen gemeinsam mit Partnern der politischen Bildung und Radikalisierungsprävention um.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Ausbau der Kindertagesbetreuung

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Mit dem Sondervermögen Kinderbetreuungsausbau werden über vier Investitionsprogramme den Ländern seit 2008 Finanzhilfen in Höhe von insgesamt 4,4 Milliarden Euro für die Schaffung neuer Kita-Plätze zur Verfügung gestellt. Mit dem Konjunkturpaket "Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken" stellt der Bund zusätzlich eine Milliarde Euro in den Jahren 2020 und 2021 für den Ausbau der Kindestagesbetreuung bereit (5. Investitionsprogramm).

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Programm "JUGEND STÄRKEN im Quartier"

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Das Modellprogramm des Europäischen Sozialfonds (ESF) "JUGEND STÄRKEN im Quartier" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) unterstützt in der aktuellen ESF-Förderperiode Angebote für junge Menschen zur Überwindung von sozialen Benachteiligungen und individuellen Beeinträchtigungen am Übergang von der Schule in den Beruf. Der Schwerpunkt liegt in benachteiligten Quartieren, in denen die soziale und wirtschaftliche Lage junger Menschen besonders schwierig ist (zum Beispiel Gebiete des Städtebauförderungsprogramms der "Sozialen Stadt" und vergleichbaren Brennpunkten).

In der zweiten Förderrunde 2019 bis 2022 setzen 161 Modellkommunen in Kooperation mit freien Trägern Projekte zur Förderung junger Menschen im Themenfeld der Jugendsozialarbeit um.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Deutsche Sportjugend

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Im Bereich der sportlichen Kinder- und Jugendbildung engagiert sich die Deutsche Sportjugend (dsj) sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, um einen Beitrag zur Umsetzung der SDGs, insbesondere dem SDG 4 "Hochwertige Bildung", zu leisten. Dabei liegt jedoch ein ganzheitlicher Bildungsansatz mit Verknüpfungen weit über das SDG 4 hinaus zugrunde. Ziel der dsj und ihrer Aktivitäten ist die Stärkung von BNE im non-formalen Bildungsbereich Sportverein/-verband. Es sollen in den Strukturen des Jugendsports in Deutschland Kompetenzen vermittelt werden, die zur Umsetzung aller nachhaltigen Entwicklungsziele beitragen als auch Maßnahmen aufgezeigt werden, die eine nachhaltige Organisationsentwicklung begünstigen.

2018 wurde die Deutsche Sportjugend durch die Deutsche UNESCO-Kommission für ihr besonderes Engagement im Feld der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. In diesem Zuge schloss die dsj mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zwei Commitments zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung. In diesen beiden Commitments erklärte die dsj, Bilder und Erzählungen (Narrative) der Transformation zu entwickeln und die Stärkung und Anerkennung von Change Agents und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren BNE weiter auszubauen.

In den Jahren 2016 bis 2019 hat die dsj außerdem Juniorbotschafter*innen Bildung für nachhaltige Entwicklung im Alter von 18-26 Jahren ausgebildet. Darüber hinaus bot sie in den Jahren 2019 und 2020 Multiplikatorinnen aus verschiedenen Jugendsportorganisationen Workshops zu BNE an.

Seit 2020 ist die dsj Kooperationspartnerin von Sports4Future, einem Bündnis von Sportlerinnen und Sportlern, Sportvereinen und -verbänden, Fans und Förderern, die sich für die verbindende Kraft des Sports einsetzen, um gemeinsam den Herausforderungen der Klimakrise zu begegnen. In diesem Rahmen lässt die dsj ihren eigenen sozialen, ökonomischen und ökologischen Fußabdruck ermitteln. Ergebnisse werden für 2021 erwartet. Weitere Kooperationen und gemeinsame Projekte betreibt die dsj mit der Naturschutzjugend (Biodiv), UNICEF (Kinderrechte) und dem Sportkreis Heidelberg.

Im entwicklungspolitischen Kontext engagierte sich die dsj im Zuge der "Förderrichtlinie "weltwärts – Außerschulische Begegnungsprojekte im Kontext der Agenda 2030" zwischen 2016 und 2020 als strategischer Partner des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für die Erreichung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs). Inhalt solcher Begegnungsprojekte war die Verknüpfung des Sports mit einem der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele. Schwerpunkte für die Jugendbegegnungen im Sport lagen auf den SDGs 4 – Hochwertige Bildung, 5 – Geschlechtergerechtigkeit, 10 – Weniger Ungleichheiten und 17 – Partnerschaften.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD)

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ), (§ 4 Jugendfreiwilligendienstgesetz) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD) (§ 1 BFDG) sind Lern- und Orientierungsdienste. Das FÖJ bietet Gelegenheiten und Gestaltungsfreiräume für das Engagement junger Menschen zwischen 16 Jahren bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres. Der BFD hat die Aufgabe, lebenslanges Lernen zu fördern. Unterstützt von Pädagoginnen und Pädagogen werden eigenständige Projekte im FÖJ und BFD von den Teilnehmenden entwickelt und umgesetzt. In beiden Freiwilligendiensten sind im Rahmen der pädagogischen Begleitung insgesamt 25 Seminartage vorgeschrieben.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Steigerung der Qualität in der Kindertagesbetreuung

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Mit dem Gute-KiTa-Gesetz unterstützt der Bund die Länder von 2019 bis 2022 mit rund 5,5 Milliarden Euro dabei, die Qualität in der Kindertagesbetreuung in zehn möglichen Handlungsfeldern weiterzuentwickeln und die Teilhabe von Kindern zu verbessern. Im Handlungsfeld "Vielfältige pädagogische Arbeit" des Gesetzes können u.a. Maßnahmen gefördert werden, die BNE in der Kindertagesbetreuung stärken.

Darüber hinaus unterstützen Bundesprogramme die Qualität in der Kinderbetreuung:

  • Das Programm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" richtet sich an Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichen Förderbedarf besucht werden.
  • Im Bundesprogramm "Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung" werden niedrigschwellige Angebote gefördert, die den Zugang zur Kindertagesbetreuung vorbereiten und unterstützend begleiten.
  • Mit der "Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher: Nachwuchs gewinnen, Profis binden" werden Länder und Träger dabei unterstützt, pädagogische Fachkräfte zu gewinnen, langfristig im Beruf zu halten und Aufstiegschancen zu ermöglichen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

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