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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

Forschungsschwerpunkt "Inklusive Bildung"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Die "Inklusive Bildung" ist ein Forschungsschwerpunkt des BMBF in der Bildungsforschung (Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung). Denn für eine erfolgreiche Realisierung und Gestaltung inklusiver Bildung, benötigen die Verantwortlichen in Bildungspolitik, -verwaltung und -praxis notwendiges Wissen. Dieses Wissen stellt das BMBF durch Forschungsförderung bereit. Ziel ist es, allen Lernenden eine gleichberechtigte Teilhabe an hochwertiger Bildung zu ermöglichen und somit nachhaltig zu einer inklusiven Gesellschaft beizutragen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bridging in Biodiversity Science (BIBS)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Das Verbundprojekt "Bridging in Biodiversity Science" (BIBS) versucht, die seit Langem bestehende Trennung der Biodiversitätsforschung in einzelne Fachdisziplinen, Skalen und Systeme zu überwinden; in diesem Brückenkonzept werden verschiedene sich schnell verändernde Ökosysteme untersucht und Emp-fehlungen für politische Entscheidungsträgerinnen und -träger und die breite Öffentlichkeit erarbeitet. Innerhalb BIBS spielt die Verknüpfung von Wissenschaft und Gesellschaft eine große Rolle. Ein vielversprechendes Werkzeug ist dabei die Bürgerwissenschaft (Citizen Science, CS). Hier können "Nicht-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler" aktiv an Forschungsprojekten teilnehmen. Eine Citizen Science-Koordination wurde daher am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Forschungsverbund Berlin e.V. angelegt, welche die Etablierung von Citizen Science-Projekten unterstützt. Die Kommunikationsplattform "Stadtwildtiere" soll die Gesellschaft über Stadtwildtier-Themen informieren und Bürgerinnen und Bürger dazu motivieren, sich aktiv an Forschungsprojekten zu beteiligen.

Insgesamt wurden sieben Citizen Science-Projekte innerhalb von BIBS initiiert, an denen man sich derzeit noch aktiv beteiligen kann. Es besteht eine enge Kooperation mit dem Leibniz-Netzwerk Citizen Science und der Plattform BürgerSchaffenWissen, an dem auch der BIBS-Partner Museum für Naturkunde Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung beteiligt ist und zu der "BürgerWissen-AG Citizen Science Berliner Raum". Auf europäischer Ebene kooperiert BIBS in der European Citizen Science Association (ECSA). Durch BIBS-Engagement an den verschiedensten Veranstaltungen wurden neue Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler angeworben, so auf der Woche der Umwelt des Bundespräsidenten und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) 2016 und bei sich jährlich wiederholenden Veranstaltungen: a. Lange Nacht der Wissenschaften, b. Langer Tag der Stadtnatur, c. Mind the Lab, d. Berliner Science Week, e. Girls Day und f. Geo-Tag der Natur. In diversen Artikeln von Kulturprogrammzeitschriften der Stadt Berlin wurde dafür geworben, sich als Bürgerwissenschaftlerin bzw. Bürgerwissenschaftler zu engagieren. Auch Seniorinnen und Senioren wurden bei einer Veranstaltung der Seniorenuniversität Lichtenberg und bei einem Vortrag in einer Seniorenresidenz als Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler angeworben. Durch Workshops "Wie man CS richtig macht" bei der Stiftung Naturschutz und am Potsdam Graduate School wurden die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer als zukünftige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren geschult. Im Rahmen des Lehr-Lern-Laborprogramms "NatLab" der Freien Universität Berlin und durch das in 2019 etablierte BIBS-Programm "Schools go Science" wurden zudem Schülerinnen und Schüler für die BIBS-Themen interessiert und zum eigenen Engagement aufgefordert.

© Jon A. Juárez

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Entwicklung von Indikatoren im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Der Nationale Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) definiert als Ziele in allen Bildungsbereichen die Entwicklung von BNE-Indikatoren. Diese sollen Implementation, Entwicklung sowie Umsetzungshürden von BNE systematisch und kontinuierlich erfassen. In den bestehenden Datenpools des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Eurobarometer und Eurostat fehlen bislang entsprechende empirische Zugänge. Indikatoren, Messgrößen und Ansätzen sollen für BNE sowie in der Forschung für nachhaltige Entwicklung eine signifikante Dynamik auslösen (siehe auch FONA³ – Rahmenprogramm des BMBF). Der Entwicklung eines Indikators bzw. eines Indikatoren-Sets zur Erfassung von BNE – als inhaltliche und institutionelle Querschnittsaufgabe – kommt deshalb auf nationaler wie internationaler Ebene eine zentrale Bedeutung zu.

Das BMBF trägt mit der Förderbekanntmachung "Entwicklung von Indikatoren im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung" vom 17. August 2017 dazu bei, fundierte Erkenntnisse zu Fragen der Indikatorenentwicklung in Bezug auf BNE in den Bildungsbereichen zu generieren. Im Zeitraum von 2019 bis 2021 fördert das BMBF hierfür insgesamt vier Verbundvorhaben. Drei Vorhaben sind im schulischen Bereich verortet, eines im Bereich der beruflichen Bildung. Sie erforschen Input, Output und Outcome Indikatoren, um BNE im allgemeinbildenden und berufsschulischen Bereich integrationsfähig zu machen, auf nationaler Ebene die Anforderungen an BNE in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zu messen, die Umsetzung des NAP BNE zu überprüfen und die Berichterstattung für beziehungsweise über BNE zu sichern. Eines der Vorhaben entwickelt zudem ein Testverfahren zur Erfassung der Systemkompetenz als möglichem BNE-Indikator. Alle Verbundpartner entwickeln und diskutieren kontinuierlich – gemeinsam mit weiteren Beteiligten unter anderem der statistischen Ämter – Vorschläge für einen Pars pro toto–Indikator und einen übergreifenden Indikator. Die Forschungsergebnisse können somit bei der Konzeption neuer Programme Berücksichtigung finden und bei Bedarfsanalysen zur Planung von BNE-Angeboten helfen, auch über die untersuchten Bildungsbereiche Schule und Berufliche Bildung hinaus. Auch international, im Kontext der Entwicklung eines globalen Indikators für das Unterziel 4.7. der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs), stoßen die deutschen Aktivitäten zur BNE-Indikatorik-Forschung auf großes Interesse: Die UNESCO hat an Netzwerktreffen mitgewirkt, 2021 ist ein deutscher Input auf dem Global Forum on Education for Sustainable Development and Global Citizenship Education der UNESCO geplant.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Initiative "Gutes Aufwachsen mit Medien"

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Übergreifend

Die Initiative Gutes Aufwachsen mit Medien unterstützt Eltern und pädagogische Fachkräfte bei ihrer Erziehungsverantwortung im digitalen Zeitalter. Sie bietet Kindern und Jugendlichen altersgerechte Zugänge zur Medienwelt. Übergreifendes Ziel der Initiative ist es, Rahmenbedingungen für ein gutes Aufwachsen mit Medien zu schaffen. Gefördert vom BMFSFJ ist die Initiative ein bundesweiter Zusammenschluss relevanter Akteure. Die Akteure entwickeln Angebote zur Stärkung der Medienkompetenz; forschen praxisorientiert, um den bestehenden Kenntnisstand zu erweitern; qualifizieren Fachkräfte und unterstützen sie in der Medienarbeit vor Ort, zum Beispiel durch lokale Netzwerke; beraten Familien zu Themen der Medienerziehung und Medienbildung; bieten eine digitale Landschaft mit guten und sicheren Kindermedien; schaffen mit Wettbewerben und Jugendredaktionen Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, kreativ und offen Medien einzusetzen. Ein Initiativbüro bündelt Informationen, macht die Angebote der Akteure sichtbarer und regt zum öffentlichen Austausch und zur Weiterentwicklung im Bereich des erzieherischen Kinder- und Jugendmedienschutzes an.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Übergreifend

Im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) werden von der Renewables Academy AG (RENAC) mit nationalen und internationalen Partnerinnen und Partnern vorrangig Bildungsangebote zur Weiter- und Höherqualifizierung von Fachkräften im Energie- und Finanzsektor in Partnerländern Lateinamerikas, der Middle East and North Africa-Region (MENA-Region) und Südostasiens erarbeitet. Hochschulische Studiengänge, berufliche Bildungsmaßnahmen und non-formale Bildungsorte vermitteln Multiplikatorinnen und Multiplikatoren das Wissen und die Kompetenzen zur Entwicklung, Einführung und Anwendung von nachhaltigen Energietechnologien und befähigen, Barrieren für Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu beseitigen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Förderrichtlinie "Förderbezogene Diagnostik in der inklusiven Bildung"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Der Diagnostik und der diagnosebasierten Förderung kommt in der inklusiven Bildung eine zentrale Funktion zu, um zum Beispiel die vielfältigen – auch persönlichen und lebensweltlichen – jeweiligen Lernausgangslagen aller Lernenden zu erfassen sowie Lernverläufe zu dokumentieren. Ziel der Förderrichtlinie "Förderbezogene Diagnostik in der inklusiven Bildung" ist es, einen Beitrag zur (Weiter-)Entwicklung einer alltagsintegrierten Diagnostik und ihrer Rahmenbedingungen zu leisten, um die Voraussetzung für inklusive Bildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene über alle Bildungsetappen hinweg sowie in den Übergangen zu verbessern.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BMBF-Grundsatzpapier Partizipation

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Das 2016 veröffentlichte Grundsatzpapier des BMBF zur Partizipation bietet Orientierung, wie die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern wirksam umgesetzt werden kann. Es fasst die Leitlinien der Bürgerbeteiligung sowie die wesentlichen Partizipationsprozesse im BMBF zusammen und führt in die Typologie der Partizipation im Bereich Forschung ein. Das Grundsatzpapier wird gegenwärtig in einem partizipativen Prozess weiterentwickelt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "Waldfibel"

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Übergreifend

Zum internationalen Waldjahr 2011 hat das BMEL eine Taschenbroschüre mit dem Titel "Entdecke den Wald – Die kleine Waldfibel" herausgegeben. Die Waldfibel erklärt wichtige Pflanzen und Tiere unserer Wälder, Themenseiten geben Hinweise zum richtigen Verhalten im Wald, erklären die Aufgaben des Waldes und die Arbeitsweise einer nachhaltigen Forstwirtschaft. Eine inhaltlich identische Waldfibel-App greift die Möglichkeiten der neuen digitalen Medien auf und macht die Waldfibel mit ihren Inhalten für Smartphones und Tabletts zugänglich. Für Leseanfänger und Kinder mit Förderbedarf gibt es die kleine Waldfibel in einfacher Sprache. Sämtliche Publikationen sind stark nachgefragt und werden fortlaufend aktualisiert.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Verwirklichung von Inklusion auf allen Ebenen des Bildungssystems

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Bildungsbereich
Übergreifend

Für den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen stellt die Verwirklichung von Inklusion auf allen Ebenen des Bildungssystems einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung dar. Alle Lernenden müssen die Möglichkeit haben, die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen einschließlich der Bedeutung von Menschenrechten, Gleichstellung und Inklusion zu erlangen. Dies wird in einem mehrgliedrigen Bildungssystem nur partiell gelingen. Obwohl bei der schulischen Inklusion punktuelle Fortschritte zu verzeichnen sind und der Anteil der an Förderschulen unterrichteten Kinder zurückgegangen ist, hat  Deutschland auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungssystem im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention noch ein weites Stück vor sich.

Auf Länderebene gilt es daher weiterhin Bildungsstrukturen aufzubauen, in der Kinder und Jugendliche mit Behinderungen ihr Recht auf Chancengleichheit, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe verwirklichen und ihre Fähigkeiten entfalten können. Dazu gehört es auch, einen anerkannten Schulabschluss erwerben zu können. Noch immer sind fast die Hälfte aller Schulabgehenden ohne Abschluss Förderschülerinnen und -schüler.

Der Beauftragte setzt sich für ein inklusives Schulsystem und die gleichberechtigte Bildungsteilhabe von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderungen an Bildung ein. Gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. (DUK) und der Bertelsmann-Stiftung als weitere Projektträger des Jakob Muth-Preises für inklusive Schule hat er im Berichtszeitraum insgesamt neun Preisträgerinnen und Preisträger für außerordentliche Leistungen im Bereich schulischer Inklusion ausgezeichnet.

Mit seinem Kulturprogramm "Kultur im Kleisthaus" trägt der Beauftragte zudem zur Bildung für nachhaltige Entwicklung bei. Regelmäßig finden hier barrierefreie Ausstellungen, (Hör-) Filmvorführungen, Lesungen, Konzerte und Podiumsdiskussionen statt. Die Veranstaltungen sind ausdrücklich inklusiv, also für alle Menschen zugänglich. Die Werke von Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderungen erhalten dabei einen ebenso großen Raum wie die Arbeiten anderer Kulturschaffender.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "Gut Essen macht stark"

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Übergreifend

Im Zeitraum vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2019 förderte das BMEL im Rahmen von IN FORM das Vorhaben der Verbraucherzentralen "Gut Essen macht stark". Schwerpunkt des Projekts ist die Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche durch mehr Integration und Teilhabe an der Gemeinschaftsverpflegung sowie an Ernährungsbildungsaktionen. Alle Aktivitäten des Projektes fanden in der Gebietskulisse der "Sozialen Stadt" statt. Ziel des Projektes war es, die Kitas bei der Etablierung eines gesundheitsförderlichen Verpflegungsangebots, Ernährungsbildungsmaßnahmen und einer gelingenden Elternarbeit im Ernährungsbereich zu unterstützen. Die jeweiligen Angebote richteten sich dabei nach dem Bedarf der Kitas. In den Schulen lag der Schwerpunkt auf der Ernährungsbildung. Dabei werden Aspekte der Nachhaltigkeit als Teil der Ernährungsbildung berücksichtigt. Entsprechend der Ressortvereinbarung zwischen BMEL und Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) wird das Projekt im Rahmen der "Ressortübergreifenden Strategie Soziale Stadt" bis zum Jahr 2024 weitergeführt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Forschungsschwerpunkt "Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Mit dem Forschungsschwerpunkt "Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze" nimmt sich das BMBF des Problems der zunehmenden Plastikverschmutzung in der Umwelt und der dazu bestehenden Wissenslücken an. Bei den zu entwickelnden Lösungsansätzen steht auch die Rolle der Verbraucherin und des Verbrauchers im Fokus: Um den sorglosen Umgang mit Plastik zu verändern, die Akzeptanz von Substituten zu prüfen und zu einer höheren Recyclingquote beizutragen, entstehen auch vielfältige Bildungsprodukte für unterschiedliche Zielgruppen: Für die Jüngsten wurde das Pixi-Buch "Heddi und die Plastikhelden" herausgegeben, für Schülerinnen und Schüler werden Unterrichtsmaterialien entwickelt und die Citizen Science-Aktion "Plastikpiraten" durchgeführt. Das Fachpublikum wird mit themen- und zielgruppenspezifischen Workshops und Informationsmaterialien angesprochen, ebenso die Öffentlichkeit, zum Beispiel durch eine Wanderausstellung und Beteiligung an Langen Nächten der Wissenschaft.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Patenschaftsprogramm "Menschen stärken Menschen"

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Übergreifend

Mit dem Patenschaftsprogramm "Menschen stärken Menschen"hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Anfang 2016 ein Programm ins Leben gerufen, das mit Hilfe von bürgerschaftlichem Engagement die Integration und gesellschaftliche Teilhabe fördert. Seit 2018 unterstützt das Programm neben Geflüchteten auch Patenschaften für Menschen, die sich in benachteiligenden Lebenssituationen befinden.

Das Patenschaftsprogramm "Menschen stärken Menschen"soll für die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern gute Rahmenbedingungen fördern und zugleich Menschen unterstützen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten und ihre Potenziale entfalten zu können. Insbesondere junge Menschen, denen eine Perspektive für die Zukunft fehlt, werden unterstützt, damit sie gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Im Berichtszeitraum seit 2017 konnten über 96.000 Patenschaften (Stand Dezember 2020) gestiftet werden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

SDG Kommunikationsoffensive

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Übergreifend

Für die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung auf nationaler und internationaler Ebene gilt es, bei Akteuren aus allen gesellschaftlichen Bereichen, also aus – Staat, Wirtschaft und Gesellschaft – eine neue Kultur der Nachhaltigkeit zu fördern und sie zum gemeinsamen, nachhaltigen Handeln zu bewegen. Aus Sicht des BMZs besteht daher insbesondere im non-formalen Bereich eine große Chance, die Agenda 2030 bekannter zu machen, vor Ort zu verankern und in konkrete Lern- und Handlungsmöglichkeiten zu übertragen.

Mit seiner SDG Kommunikationsoffensive leistet das BMZ einen Beitrag dazu, die Agenda 2030 in die Breite zu tragen und verschiedene gesellschaftliche Akteure zu nachhaltigem Handeln zu motivieren. Hierzu gehört die Zusammenarbeit mit reichweitenstarken zivilgesellschaftlichen Organisationen wie dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Transfair e.V., der World Benchmarking Alliance (WBA) oder dem Deutschen Roten Kreuz (DRK). Diese Organisationen tragen die Kommunikation zur Agenda 2030 sowohl in die breite Öffentlichkeit als auch in ihre internen Strukturen und stellen dort Verbindungen zwischen der Agenda 2030 und dem konkreten (Verbands-) Handeln her. Der Fokus liegt dabei stets auf handlungsorientierter Kommunikation und dem Beitrag jeder und jedes Einzelnen zu der globalen nachhaltigen Entwicklung.

Im Rahmen der Kommunikationsoffensive wurden beispielsweise auch mehrere Stopps der "Tour der Nachhaltigkeit" in verschiedenen deutschen Städten gestaltet. Bei jeder Veranstaltung stand die Bedeutung der Agenda 2030 für das tägliche Leben und Handeln im Zentrum. Der Fokus lag dabei auf niedrigschwelligen Mitmachaktionen, die Begeisterung für die Agenda 2030 schaffen sollen. Weitere Anknüpfungspunkte der Kampagne sind die Zusammenarbeit mit der UN SDG Action Campaign sowie die Vergabe des Deutschen Nachhaltigkeitspreis, die gute Beispiele für die Umsetzung der Agenda 2030 prämieren und die allgemeine Bevölkerung informieren.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Geschäftsstelle BNE bei der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Das BMBF fördert eine bei der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. (DUK) angesiedelte Geschäftsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) (siehe Details in Kapitel 1 und 2).

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Ernährungsinformationen und Ernährungsbildungsmaßnahmen des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE)

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Übergreifend

Das Anfang 2017 vom BMEL in der Bundesanstalt für Landwirtschaft eingerichtete Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) leistet mit seinen Ernährungsinformationen und Ernährungsbildungsmaßnahmen einen wesentlichen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). So wird das Thema Nachhaltigkeit bei allen Konzepten und Materialien konsequent mitgedacht. Denn Nachhaltigkeit in der Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährungskompetenz. Die vom BZfE entwickelten Materialien unterstützen Lehrkräfte bei einer praxisorientierten Ernährungsbildung. Beispiele sind der "Ernährungsführerschein" für die Grundschulen, "SchmExperten" für weiterführende Schulen oder "Was hat mein Essen mit dem Klima zu tun?". Neben der schulischen Ernährungsbildung wurden auch Materialien für den Bereich der Erwachsenenbildung in Zusammenarbeit mit der Europauniversität Flensburg entwickelt. Zielgruppen sind dabei Personen mit eingeschränkten Deutschkenntnissen. Mit verschiedenen Aufgaben werden stets das Lesen und Schreiben trainiert und das Bewusstsein für Ernährung, Bewegung und Gesundheit gefördert. Darüber hinaus stellt das BZfE zahlreiche Verbraucherinformationen zum Thema nachhaltiger Konsum zur Verfügung.

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