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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bildungsbereich

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

BNE in den Bildungsplänen – Status Quo

Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist in allen Bildungsplänen als Querschnittsaufgabe verankert. Bei anstehenden Überarbeitungen oder Neufassungen soll sie – wo dies notwendig erscheint – perspektivisch noch deutlicher und grundlegender positioniert werden.

Darüber hinaus gibt es in einigen Bundesländern gesetzliche Grundlagen und Rahmenbedingungen, die eine breite Verstetigung der engagierten BNE-Frühpädagogik in der Kindertagesbetreuung unterstützen. Letzteres wird bei den folgenden Handlungsfeldern thematisiert.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Best-Practice-Beispiele

Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Flankierend zu den in den Handlungsfeldern I–IV beschriebenen Aktivitäten und generell kommt es für die Erreichung des Zieles einer strukturellen Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der frühkindlichen Bildung darauf an, Vernetzungsstrukturen zu etablieren. Austausch, Anregungen und Symbiosen sind förderlich für eine verbesserte Implementation des Konzeptes der BNE. Das Best Practice-Prinzip, ein Profitieren und Lernen von anderen, ist nützlich auf dem Weg "Vom Projekt zur Struktur".

Beispiele gelungener Praxis und Vorhaben in diesem Sinne gibt es in allen Bundesländern.

So plant Mecklenburg-Vorpommern Konsultationskitas mit BNE-Schwerpunkt; in Berlin gibt es eine solche Kita bereits. Auch die Bildungsinitiative KITA21 hat so genannte "Leuchtturmkitas", die als herausragend ausgezeichnet werden und für Hospitationen zur Verfügung stehen.

Baden-Württemberg unterstützt das Projekt "KITA.weltbewusst.2030" und führt dazu aus: "Ziel: (…) Bildung für nachhaltige Entwicklung stärken bzw. stärker verankern und sichtbar machen. Vernetzung unterschiedlicher Organisationen, kommunale Politik und Verwaltung, Trägerinstitutionen, Bildungsanbieter, aktive Kitas etc.; Entwicklung regionaler Bildungslandschaften; Förderung von Kompetenzen der pädagogischen Fachkräfte, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Lehrenden und Studierenden."

Niedersachsen hat die "Richtlinie BRÜCKE". "Die Richtlinie unterstützt Vorhaben zur Unterstützung und Begleitung des Übergangs von der Kindertagesbetreuung in die Grundschule unter Berücksichtigung der individuellen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen von Kindern." Damit "soll die Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen gestärkt und nachhaltig verankert werden."

Nordrhein-Westfalen will in dem ressortübergreifenden Projekt "Stärkung und Unterstützung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Elementarbildung" den Austausch und die Vernetzung für Akteurinnen und Akteure der Kinder- und Jugendhilfe berücksichtigen.

In Hamburg gibt es seitens der Koordinierungsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung einen E-Mail-Verteiler, über den Informationen rund um BNE und darüber hinaus weitergeleitet werden. Adressaten sind Anbietende, Akteurinnen und Akteure, Interessierte, Träger, die an KITA21 beteiligten Kitas sowie alle im Bereich Kindertagesbetreuung der Sozialbehörde (des Länderministeriums) arbeitenden Kolleginnen und Kollegen. Die Informationsweiterleitung beinhaltet zum Beispiel auch Veranstaltungseinladungen und Newsletter aus dem Kreis der Adressaten. So ist über die Jahre ein reger Austausch entstanden, der die Vernetzung im Bereich frühkindlicher BNE unterstützt.

In Bremen unterstützt das "Netzwerk Natur/Umwelt/Technik" den Austausch für Fachkräfte aus dem Elementar- und Primarbereich im Rahmen einer jährlich stattfindenden Fachtagung.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Nachhaltigkeitsaspekte bei Bewirtschaftung und Beschaffung

Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Damit Kindertageseinrichtungen die Bildungsarbeit im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) umsetzen können und Nachhaltigkeitsaspekte auch bei der Bewirtschaftung und Beschaffung berücksichtigen können, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Unterstützung.

So werden Handreichungen oder Leitfäden erstellt und den Einrichtungen zur Verfügung gestellt (Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und Schleswig-Holstein).

Thüringen forciert auch in diesem Handlungsfeld die Partizipation. "Mit Unterstützung fachlicher Empfehlungen des Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) (…) werden (…) vielfältige Mitbestimmungsmöglichkeiten für Kinder und Eltern (…) etabliert."

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Aktivitäten in den Bundesländern

Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Der Vertreter der Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK) in der Nationalen Plattform Bildung für Nachhaltige Entwicklung (NAP BNE), Dr. Dirk Bange (Hamburg), hat im Sommer 2020 über die Bund-Länder-AG "Kindertagesbetreuung" eine Abfrage zu den BNE-Aktivitäten der Bundesländer durchgeführt. Rückmeldungen aus 14 Bundesländern sind erfolgt und bilden die Basis der folgenden Ausführungen. Daneben sei auf die Ausführungen der JFMK in der "Zwischenbilanz zum Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung" (Berlin 2020, S. 55 –57) verwiesen.

BNE in der frühkindlichen Bildung hat in allen Bundesländern gerade vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und globalen Entwicklungen eine wachsende Bedeutung. Mit ihrem Augenmerk auf Wertebildung und Partizipation unterstützt sie die Kinder darin, Beteiligungs- und Gestaltungskompetenzen zu erlangen und damit bewusst handelnde Akteurinnen und Akteure zu sein.

Bei der Verankerung der BNE wird vor allem Wert daraufgelegt, die Kindertagesbetreuungseinrichtungen zu Lernorten nachhaltiger Entwicklung werden zu lassen und den Kindern damit ein gutes Fundament für ihren weiteren Lebensweg zu bieten. Das Bildungskonzept der BNE trägt zur Qualitätssteigerung der Bildungsangebote bei.

Einige Bundesländer haben Gesamtstrategien zur BNE und Nachhaltigkeitsstrategien bzw. entwerfen diese zurzeit (zum Beispiel Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein).

In Hessen wurde im Rahmen der landesweiten Nachhaltigkeitsstrategie ein Kooperationsprojekt durchgeführt, das der umfassenden Information diente. Ziel war die Verankerung von BNE im Lehrplan für sozialpädagogische Fachschulen.

In diversen Gestaltungs- und Entscheidungsgremien wird die strukturelle Verankerung von BNE in der frühkindlichen Bildung auf Länderebene vorangetrieben. Dabei wird auf die Beteiligung vielfältiger Akteurinnen und Akteure aus Regierung, Verwaltung und Zivilgesellschaft geachtet, also eine breite Basis mit unterschiedlichen Sichtweisen sichergestellt.

Es gibt überall Initiativen und Projekte, die die Notwendigkeit zur Verankerung von BNE als übergreifendes Konzept in der frühkindlichen Bildung beispielhaft unterstützen.

In Nordrhein-Westfalen (NRW) wird seit 2019 ein Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) gefördert, dass die "Stärkung und Unterstützung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Elementarbildung" in NRW zum Ziel hat und ressortübergreifend durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI) unterstützt wird. Der Projektträger, die Innowego eG, organisiert Fachveranstaltungen und Diskussionen mit Vertreterinnen und Vertretern von Kitas, Trägern, den Landschaftsverbänden sowie aus dem Aus- und Weiterbildungsbereich. Außerdem soll ein Fachpapier zur Fortschreibung der Landesstrategie NRW für BNE bezogen auf den Elementarbereich entwickelt werden.

Weiterführender Link:

Publikationen auf dem BNE-Portal

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Träger etablieren BNE

Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Bei der Ausgestaltung eines institutionellen Auftrags von Trägern muss berücksichtigt werden, dass die Träger ihre pädagogische Ausrichtung im Rahmen der in den Bundesländern jeweils gültigen gesetzlichen Grundlagen für die Kindertagesbetreuung gestalten.

Demnach fungieren die Länderministerien hierbei steuernd, aber nicht anordnend.

Es gilt also, die Träger für die Etablierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in ihren Einrich-tungen zu motivieren, sie ausreichend zu beteiligen und ggf. gesetzliche Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass die Verankerung in institutionellen Konzepten als sinnvoll erkannt und vollzogen wird.

Dies vorausgeschickt ergeben sich aus den Rückläufen der Bundesländer unterschiedliche Ansatzpunkte, um die Träger zur institutionellen Verankerung der frühkindlichen BNE zu veranlassen.

In Hamburg soll dazu beispielsweise perspektivisch unter anderem ein Beschluss der Vertragskommission Kinderta-gesbetreuung (VK Kita) herbeigeführt werden: ein Entscheidungs- und Steuerungsgremium, in dem die Kita-Verbände vertreten sind. Eine Selbstverpflichtung der Träger soll durch eine Änderung des Landerahmenvertrages Kita als bindendes Element dienen. Darüber hinaus soll es, initiiert von der zuständigen Sozialbehörde (dem Länderministerium), begleitend unterstützende und beratende Maßnahmen wie Handreichungen, Fortbildungen und gegebenenfalls Fachtagungen geben. Außerdem sollen Regelungen und Vorschriften gemeinsam mit den Trägern auf fördernde und hemmende Aspekte überprüft werden, damit gegebenenfalls eine BNE-fördernde Anpassung erfolgen kann. Brandenburg gibt an: "Die Aufgabe der Kita, mit den Kindern alltagsintegriert verantwortungsvoll mit der Umwelt umzugehen, ist bereits im Brandenburgischen Kita-Gesetz verankert. Eine explizite Nennung der BNE wird im Rahmen der Kita-Rechtsreform in Brandenburg geprüft und gegebenenfalls ab 2023 gesetzlich verankert".

Dazu gibt es sicher noch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten, über die in den einschlägigen Bund-Länder-Gremien beraten werden könnte. Ein anregender Austausch hierzu wäre dienlich und könnte zu einer Best Practice-Praxis beitragen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Steuerungselemente zur Fachkräfte-Unterstützung

Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Hessen setzt an mehreren Stellen an. Das dort konzipierte Projekt "Initiative von Anfang an – Bildung für nachhaltige Entwicklung in der frühen Kindheit" gliedert sich in vier Bausteine. Baustein 1 "Mehr Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Bildungs- und Erziehungsplan (BEP)", Baustein 2 "Auf die Eltern kommt es an", Baustein 3 "Mehr BNE in die Ausbildung" und Baustein 4 "Zukunfts(t)räume: Lernorte der Zukunft" als Auszeichnungsveranstaltung sind die Komponenten des Projektes. Darüber hinaus erhalten "Bildungsträger der BNE (…) die Möglichkeit einer Zertifizierung. (…) Eine Zertifizierungskommission der beteiligten Ministerien Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV), Hessisches Kultusministerium (HKM) und Hessisches Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) begutachtet die Angebote, die Zertifikate werden durch die jeweiligen Ministerinnen und Minister erteilt."

Auch Bayern hat Maßnahmen umfangreicher Art ergriffen. Das Staatsinstitut für Frühpädagogik hat einen Orientierungsrahmen zur Konzeptentwicklung erstellt, der online verfügbar ist ( Orientierungsrahmen 2018, PDF ). Daneben gibt es Projekte wie "ÖkoKids – KindertageseinRICHTUNG NACHHALTIGKEIT" oder "Eine Welt Kita: fair und global" ( Eine Welt Kita ), die vielfältige Anregungen und Unterstützungsangebote beinhalten.

Auf Projektausrichtung setzen auch Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Mecklenburg-Vorpommern fördert durch das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung "derzeit das Modellprojekt ‚Kita 2030 – Nachhaltigkeit erleben, Zukunft gestalten".

In Sachsen gibt es einen Kinder-Garten-Wettbewerb "Unser Kinder-Garten – Ein nachhaltiger Bildungsraum", der ein Begleitprogramm vorhält.

Hamburg hat in der zuständigen Sozialbehörde (Länderministerium) die Koordinierungsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung eingerichtet, die die BNE-Aktivitäten des Landes im frühkindlichen Bildungsbereich ministeriell begleitet und BNE-Akteurinnen und -Akteure sowie -Interessierte koordinierend berät und unterstützt.

In Bremen unterstützt die "Koordinierungsstelle Umwelt Bildung Bremen" die BNE-Aktivitäten für den frühkindlichen Bereich.

Weiterführende Links:

Orientierungsrahmen 2018, PDF
Eine Welt Kita

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE als Gesamtstrategie

Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

In Schleswig-Holstein wurde "Nachhaltige Entwicklung (…) im § 19 Abs. 4 des neuen KiTaG (ab Januar 2021) als Querschnittsthema und Fördervoraussetzung berücksichtigt."

Baden-Württemberg ist dabei, die frühkindliche Bildung im Entwurf der BNE-Gesamtstrategie des Landes zu verankern, die es auch in Schleswig-Holstein gibt.

Gesetzliche Grundlagen zur Förderung von frühkindlicher BNE existieren in mehreren Bundesländern.

In Mecklenburg-Vorpommern ist Umweltbildung und BNE zum Beispiel in § 3 Abs. 1 Kindertagesförderungsgesetz (KiföG M-V) festgeschrieben.

Thüringen hat die "Form der ‚Kindermitwirkung‘ (…) gesetzlich geregelt". Sie wurde im Kindertagesbetreuungsgesetz (§12, Abs. 6 und 7, ThürKigaG) verankert." Damit ist dort "eine zentrale Komponente im Konzept von BNE, die Kultur der Partizipation" berücksichtigt.

Am Projekt BNE, das im Rahmen der Bildungsinitiative "Haus der kleinen Forscher" angeboten wird, beteiligen sich Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. In Thüringen wurde gar eine Kooperationsvereinbarung zwischen "dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS), der Stiftung Bildung für Thüringen, der Stiftung für Technologien, Innovation und Forschung Thüringen und der Stiftung Haus der kleinen Forscher" geschlossen. Im Jahr 2017 startete die Stiftung Haus der kleinen Forscher ein "Thüringer Modellnetzwerk BNE".

Die Ausbildung der Fachkräfte im eingangs beschriebenen, wünschenswerten Sinne vollzieht zum Beispiel Niedersachsen, das die Verankerung von BNE als Querschnittsaufgabe in den dafür vorsehen Rahmenrichtlinien festgeschrieben hat.

Weiterführender Link:

Stiftung Haus der kleinen Forscher

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE in der Aus- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte

Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Bei der Integration der frühkindlichen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in die Aus- und Weiterbildung beschreiten die Bundesländer unterschiedliche Wege.

Am Ende wird es darauf ankommen, BNE in den Ausbildungs-Curricula langfristig als eigenständiges Modul und als Querschnittsbereich zu etablieren. Nur damit wäre eine strukturelle, wirksame Verankerung in der Ausbildung möglich.

Kurzfristig setzen die Länder aber erst einmal andere Maßnahmen um. Meistens sind sie in der Fort- und Weiterbildung aktiv.

Brandenburg setzt auf Fortbildungen, "welche auf die Entwicklung der Gestaltungskompetenzen der Kinder abzielen (unter anderem Partizipation, Heterogenität und Upcycling). (…) BNE-Fortbildungen selbst werden frühestens ab 2023 gefördert."

Auch Hessen legt seinen Handlungsschwerpunkt auf Fortbildungen. "Im Kontext des Bildungs- und Erziehungsplans (BEP) für Kinder von 0 bis 10 Jahren wurde ein BNE/BEP-Fortbildungsmodul entwickelt, das seit dem 01.04.2020 von Fachkräften in Anspruch genommen werden kann." Das Modul heißt "BEP to the Future: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)" und schafft eine Verbindung zum BEP.

In Bayern bietet das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) Fortbildungen zu den Themenschwerpunkten an ( ifp.bayern.de ). Daneben "findet (alljährlich) ein bayernweiter Fachtag zu BNE im Elementarbereich am Staatsinstitut für Frühpädagogik statt."

Auch in Sachsen-Anhalt werden Fort- und Weiterbildungen angeboten. Hier geschieht dies über das Fortbildungsprogramm des Landesjugendamtes.

Hamburg bietet BNE-Fortbildungen in seinem Sozialpädagogischen Fortbildungszentrum (SPFZ) an und fördert die Bildungsinitiativen KITA21 und KLIMAfuchs, die die Fachkräfte durch verschiedene Angebote unterstützen ( kita21.de und klimafuchs-kita.de ).

Auch Schleswig-Holstein setzt auf die Förderung der Qualifizierung von Fachkräften, pädagogische Fachberatungen und Tagespflegepersonen durch mehrtägige Veranstaltungen, die durch die Bildungsinitiative KITA21/Stiftung S.O.F. und das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (BNUR) durchgeführt werden. Das Land hat darüber hinaus eine BNE-Handreichung veröffentlicht und unterstützt die Bildungsinitiative KITA21.

In Bremen werden im Rahmen von trägerübergreifenden Fortbildungen Veranstaltungen zu BNE angeboten. Zur Weiterentwicklung von BNE im Land Bremen besteht eine Kooperation mit der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau.

Weiterführende Links:

ifp.bayern.de
kita21.de
klimafuchs-kita.de

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