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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

BNE in den Bildungsplänen – Status Quo

Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist in allen Bildungsplänen als Querschnittsaufgabe verankert. Bei anstehenden Überarbeitungen oder Neufassungen soll sie – wo dies notwendig erscheint – perspektivisch noch deutlicher und grundlegender positioniert werden.

Darüber hinaus gibt es in einigen Bundesländern gesetzliche Grundlagen und Rahmenbedingungen, die eine breite Verstetigung der engagierten BNE-Frühpädagogik in der Kindertagesbetreuung unterstützen. Letzteres wird bei den folgenden Handlungsfeldern thematisiert.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bundesweites Netzwerk zur Förderung von BNE in der Lehrkräftebildung

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global das bundesweite Netzwerk Lehrkräfte(fort)bildung zur Umsetzung des BMZ/KMK-Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung in der zweiten und dritten Phase der Lehrerbildung.

Seit 2019 sind alle Bundesländer in dem Netzwerk Lehrkräftefortbildung mit Institutionen der Lehrkräftebildung, den entwicklungspolitischen Landesnetzwerken sowie den BNE-Landeskoordinationen vertreten. Das Themenspektrum der jährlichen Netzwerktagungen umfasste Grundsatzfragen von BNE in der Lehrkräftebildung (Speyer 2017), Erfahrungen mit der Umsetzung modularer BNE-Fortbildungsstrukturen (Göttingen 2018), Digitalisierung und BNE (Hamburg 2019) sowie Reflexions- und Erfahrungsräume in der BNE (Speyer 2020).

Wichtiges Ergebnis ist die Erarbeitung einer Handreichung für die Qualifizierung von BNE-Multiplikatorinnen und -Multiplikatoren, die 2021 veröffentlicht werden soll. Sie umfasst neben der Beschreibung von sieben BNE-Qualifikationsmodulen zur Lehrkräfteausbildung die Auswertung einer exemplarischen modularen Fortbildungsmaßnahme in Niedersachsen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fortbildungsangebote zu nachhaltigem Wassermanagement

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Hochschule

Das deutsche Nationalkomitee für die Wasserprogramme der UNESCO (Intergovernmental Hydrological Programme, IHP) und der Weltmeteorologieorganisation (WMO) (Hydrology and Water Resources Programme, HWRP), dem das AA vorsitzt, organisiert seit 2007 mit der Ruhr-Universität Bochum jährliche Sommerschulen für internationale Studierende v.a. aus Entwicklungsländern. 2019 stand dabei das Thema "Grundwasser und Landwirtschaft" im Mittelpunkt; 2020" Grundwasser und Energie". Das IHP-/HRWP-Nationalkomitee bietet zudem mit dem UNESCO-Lehrstuhl an der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen) Online-Kurse (sogenannte Massive Open Online Course, MOOC) zum Thema Hydrologie an.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Berücksichtigung von BNE/Nachhaltigkeit im Hochschulrecht

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Hochschule

BNE und Nachhaltigkeit (NH) sind schon seit geraumer Zeit grundsätzlich in den Hochschulgesetzen verankert. Verpflichtungen im Kontext BNE/NH lassen sich aus den in den geltenden Hochschulgesetzen verankerten Aufgaben der Hochschulen ableiten.

Bei abgeschlossener (Sachsen-Anhalt), laufender (Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz) oder geplanter Novellierung (Berlin, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Saarland, Schleswig-Holstein) werden das Ob und Wie einer (geeigneten, weitergehenden bzw. expliziteren) Verankerung von BNE/NH im jeweiligen Landeshochschulgesetz geprüft. So ist zum Beispiel das novellierte Hochschulgesetz für Mecklenburg-Vorpommern Ende 2019 mit einem ergänzten § 3 Absatz 1 ("Die Hochschulen orientieren sich in Forschung, Lehre, Weiterbildung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung") in Kraft getreten. Ähnlich formuliert das Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt vom 02.07.2020 in § 3 Abs. 8: "Die Hochschulen leisten ihren Beitrag zu einer nachhaltigen, friedlichen und demokratischen Welt."

Einzelne Länder sehen jedoch über die Aufnahme von BNE/NH in den allgemeinen Aufgabenkatalog der Hochschulen hinaus keine Notwendigkeit für eine weitergehende Berücksichtigung im Hochschulgesetz. Sie gehen unter Hinweis auf die Verantwortung der Hochschulen davon aus, dass Nachhaltigkeit im Rahmen der akademischen Selbstverwaltung vor Ort rechtlich gestaltet werden soll und wird (Grundordnungen der Hochschulen) oder greifen das Thema, wie beispielsweise in Thüringen, ergänzend im Zusammenhang mit der jeweils geltenden Rahmenvereinbarung mit den einzelnen Hochschulen auf.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Akademische Ausbildung für Geflüchtete

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Hochschule

Die Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein (DAFI) ist ein Sur-Place-Stipendienprogramm für anerkannte Flüchtlinge zum Studium an einer Universität, Fachhochschule oder äquivalenter Institution. Deutschland nimmt mit seinem Engagement für die Hochschulbildung von Flüchtlingen international eine Vorreiterrolle ein. Akademische Bildung erweitert die Chancen junger Flüchtlinge und ihrer Familien, ein selbstständiges Erwerbsleben zu führen und ist damit ein wichtiger Schritt zur Verbesserung ihrer Lebenssituation.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Initiative "Gutes Aufwachsen mit Medien"

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Übergreifend

Die Initiative Gutes Aufwachsen mit Medien unterstützt Eltern und pädagogische Fachkräfte bei ihrer Erziehungsverantwortung im digitalen Zeitalter. Sie bietet Kindern und Jugendlichen altersgerechte Zugänge zur Medienwelt. Übergreifendes Ziel der Initiative ist es, Rahmenbedingungen für ein gutes Aufwachsen mit Medien zu schaffen. Gefördert vom BMFSFJ ist die Initiative ein bundesweiter Zusammenschluss relevanter Akteure. Die Akteure entwickeln Angebote zur Stärkung der Medienkompetenz; forschen praxisorientiert, um den bestehenden Kenntnisstand zu erweitern; qualifizieren Fachkräfte und unterstützen sie in der Medienarbeit vor Ort, zum Beispiel durch lokale Netzwerke; beraten Familien zu Themen der Medienerziehung und Medienbildung; bieten eine digitale Landschaft mit guten und sicheren Kindermedien; schaffen mit Wettbewerben und Jugendredaktionen Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, kreativ und offen Medien einzusetzen. Ein Initiativbüro bündelt Informationen, macht die Angebote der Akteure sichtbarer und regt zum öffentlichen Austausch und zur Weiterentwicklung im Bereich des erzieherischen Kinder- und Jugendmedienschutzes an.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Virtuelle Lehrangebote/OER und Vernetzung

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Hochschule

In Umsetzung der Digitalisierungsstrategien der Länder (Digitale Agenda, Digitalisierungsoffensive) werden Entwicklung und Bereitstellung hochwertiger Open Educational Resources (OER)-Inhalte über (Landes)Portale und auch in länderübergreifenden Verbünden weiterverfolgt, auf- und ausgebaut und gefördert. Beispielhaft zu nennen sind der Virtuelle Campus Rheinland-Pfalz, die Virtuelle Hochschule Bayern und das Netzwerk Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern, die Hamburg Open Online University, die Virtuelle Akademie der Universität Bremen und eine Vielzahl digitaler Angebote (Studiengänge, Module) mit Nachhaltigkeitsbezug.

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Digitale Hochschule NRW fördern im Rahmen der landesweiten Digitalisierungsoffensive die hochschulübergreifende Produktion und Nutzung von digitalen Lehr-/Lernangeboten mit dem Förderprogramm "OERContent.nrw". Die hier entwickelten Lehr- und Lerninhalte sollen künftig in das neue Online-Landesportal ORCA.nrw (Open Resources Campus NRW) eingestellt werden und damit allen Studierenden und Lehrenden in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehen.

Im Freistaat Sachsen hat sich am Hochschuldidaktischen Zentrum ein landesweiter Facharbeitskreis "Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Hochschullehre" gebildet, der zum Austausch, Vernetzung und stärkerer Verankerung von BNE in der Hochschullehre beitragen will. Entsprechende landesweite Fortbildungsangebote wurden bereits entwickelt und angeboten. Beispielhalft wird eine Veranstaltung zum "Nachhaltigkeits-Empowerment in der Lehre – Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Impulsgeber für engagierte Lehre" angeboten.

Handlungsbedarf ergibt sich dabei im Hinblick auf die Weiterentwicklung der technischen Rahmenbedingungen, der Inhalte der Angebote und der Anerkennung der entsprechenden Studienleistungen. Nicht zuletzt deshalb unterstützt die AG "Digitalisierung im Hochschulbereich" der Kultusministerkonferenz (KMK) den Austausch und die Entwicklung von digitalen Lernmaterialien und Lehr-/Lernangeboten über Hochschul- und Ländergrenzen hinweg. Hierzu stehen die Länderportale in engem Austausch.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Unternehmerisches Denken und Handeln für die SDGs fördern

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Junges unternehmerisches Denken und Handeln unter dem Leitbild nachhaltigen Wirtschaftens fördert Baden-Württemberg durch Juniorenfirmen. In einer einjährigen Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler mit realen Unternehmen erlernen und erproben sie das Zusammenspiel ökonomischer, ökologischer und sozialer Ziele.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Förderung "Ressourceneffizienter Stadtquartiere für die Zukunft"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Kommunen

In der Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) "Ressourceneffiziente Stadtquartiere für die Zukunft" (RES:Z) werden zwölf inter- und transdisziplinäre Vorhaben unter Beteiligung von über 20 Modellkommunen gefördert, in denen umsetzungsorientierte Konzepte für Wasserwirtschaft, Flächennutzung und Stoffstrommanagement als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung von Stadtquartieren erforscht, entwickelt und erprobt werden.

Unter Verwendung der Ergebnisse der einzelnen Forschungsvorhaben wird als ein zentrales Endergebnis der Fördermaßnahme ein frei verfügbares Schulungsmodul für kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Planerinnen und Planer entwickelt. Dieses Schulungsmodul soll Fachwissen und neue Erkenntnisse beinhalten und die Möglichkeit bieten, neue Methoden zur Umsetzung in konkreten Stadtquartieren anzuwenden und zu üben.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Übergreifend

Im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) werden von der Renewables Academy AG (RENAC) mit nationalen und internationalen Partnerinnen und Partnern vorrangig Bildungsangebote zur Weiter- und Höherqualifizierung von Fachkräften im Energie- und Finanzsektor in Partnerländern Lateinamerikas, der Middle East and North Africa-Region (MENA-Region) und Südostasiens erarbeitet. Hochschulische Studiengänge, berufliche Bildungsmaßnahmen und non-formale Bildungsorte vermitteln Multiplikatorinnen und Multiplikatoren das Wissen und die Kompetenzen zur Entwicklung, Einführung und Anwendung von nachhaltigen Energietechnologien und befähigen, Barrieren für Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu beseitigen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bundesprogramm Mehrgenerationshäuser

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Im Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus (2017-2020) werden bundesweit rund 530 Mehrgenerationenhäuser (MGH) gefördert, die Treffpunkte für alle Menschen vor Ort sind, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und kulturellem Hintergrund. Die MGH arbeiten in unterschiedlichen Handlungsfeldern und orientieren sich dabei an den konkreten Bedarfen vor Ort. Im Jahr 2019 besuchten rund 62.700 Personen täglich die MGH, in denen sich rund 40.000 Menschen freiwillig engagierten und rund 22.450 Angebote insgesamt stattfanden, davon rund 60 mit aktiver Generationenbegegnung.

Die Angebote der MGH sind in der Regel generationenübergreifend konzipiert wie im Bereich "Generationenübergreifende Bildung", in dem zum Beispiel Jugendliche gemeinsam mit Erwachsenen einen Sprachkurs besuchen oder eine Geschichts- oder Biografiewerkstatt initiieren. Einige Angebote richten sich aber auch an spezielle Zielgruppen, wie im Bereich "Jugendgerechte Gesellschaft, Förderung von (benachteiligten) Kindern und Jugendlichen". Zu den 1.523 Angeboten in diesem Handlungsfeld gehörten im Jahr 2019 beispielsweise Theater- und Musikgruppen für Jugendliche, Lern- und Hausaugabenhilfen für Schülerinnen und Schüler, Sprachkurse für Jugendliche mit Flucht- oder Migrationshintergrund, die organisatorische Unterstützung von Jugendparlamenten und vielfältige Formen niedrigschwelliger Jugendsozialarbeit.

Auch in den Angeboten im Bereich "Erhöhung der Arbeitsmarktnähe und Integration in Ausbildung und Beschäftigung" stehen Jugendliche häufig im Fokus. Zu den 672 Angeboten der im Jahr 2019 in diesem Handlungsfeld tätigen MGH zählten beispielsweise Unterstützungsangebote für Schulabbrechende, Bewerbungstrainings, Vermittlungshilfen in Ausbildung und Arbeit sowie Ausbildungsbegleitungen, wie auch die Bereitstellung und Vermittlung von Plätzen für Jugendfreiwilligendienstleistende.

Seit dem 1. Januar 2021 wird die Arbeit der MGH im neuen "Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander" fortgeführt. Zu den wesentlichen Zielen des Förderprogramms zählen die Förderung attraktiver gesellschaftlicher Perspektiven und Teilhabemöglichkeiten für Jugendliche, die Sicherung von Bildungs-, Freizeit- und Kulturangeboten, die Stärkung der Ortsbindung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie die Verhinderung von (Kinder-) Armut und sozialer beziehungsweise gesellschaftlicher Polarisierung. Das "Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander" bietet den MGH mit einer achtjährigen Laufzeit Planungssicherheit für die bedarfsgerechte Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer Angebote.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fördermaßnahme "Stadt–Land–Plus"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Kommunen

In der BMBF-Fördermaßnahme "Stadt–Land–Plus" werden 22 Forschungsverbünde und ein Querschnittsvorhaben gefördert, um die Beziehungen zwischen Stadt und Land zu stärken. Die Fördermaßnahme richtet sich an Wissenschaft, Kommunen und kommunale Einrichtungen, Landnutzerinnen und Landnutzer und damit verbundene Wirtschaftszweige (Land- und Forstwirtschaft, Wohnungsbau, Tourismus, Naturschutz, Abfallwirtschaft), Regionalplanerinnen und -planer sowie Regionalentwicklerinnen und -entwickler. Sie ist Teil des BMBF-Rahmenprogramms "Forschung für Nachhaltige Entwicklung – FONA" und der Hightech-Strategie 2025 "Forschung und Innovation für die Menschen" im Handlungsfeld "Stadt und Land: Für ein lebenswertes Umfeld und zukunftsfähige Regionen".

In der Fördermaßnahme wird unter anderem ein frei verfügbares Schulungsmodul für kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Landnutzerinnen und Landnutzer basierend auf den Ergebnissen der Projekte erarbeitet. Das Schulungsmodul soll zertifiziert werden und für Fachkräfte sowie für die berufliche und akademische Ausbildung geeignet sein.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Nachwuchsgruppen "Globaler Wandel – 4+1"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Die Nachwuchsgruppen "Globaler Wandel – 4+1" leisten mit neuen und innovativen Forschungsideen und Fragestellungen zu Themen wie dem Klimawandel oder der zunehmenden Knappheit von Rohstoffen und Wasser wichtige Beiträge, um die Prozesse des Globalen Wandels zu verstehen und zukünftige Entwicklungen gestaltbar zu machen.

Ziel dieser Nachwuchsförderung ist es auch, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Leitung von wissenschaftlichen Teams zu qualifizieren, um ihre Chancen zu erhöhen, sich in ihrem Forschungsfeld zu etablieren und ihnen Perspektiven für wissenschaftliche Karrieren in Deutschland und Europa zu eröffnen. Die Fördermaßnahme "Nachwuchsgruppen Globaler Wandel -4+1" läuft seit 2013. Bislang wurden in zwei Förderrunden insgesamt 32 Nachwuchsgruppen gefördert.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Gedenkstättenfahrten

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Seit 2015 werden Fahrten junger Menschen zwischen 14 und 26 zu Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus im In- und im Ausland gefördert. Durch diese erinnerungspädagogische Arbeit werden Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Mechanismen der systematischen rassistischen, antisemitischen und fremdenfeindlichen Ausgrenzung aufgezeigt und deren Folgen erfahrbar gemacht. Diese Form des informellen Lernens leistet einen wichtigen Beitrag für ein tolerantes und friedliches Miteinander. Denn wer vor Ort erlebt hat, wohin Nationalismus und Rassismus führen, wird mit viel größerer Überzeugung für die freiheitliche Demokratie, eine vielfältige Gesellschaft und ein friedliches Europa eintreten und diese Überzeugung auch an die nächste Generation weitergeben.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "JUGEND STÄRKEN: Zukunft gestalten"

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Im Projekt unterstützen bei den Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V. (WJD) organisierte Unternehmerinnen und Unternehmer beziehungsweise Führungskräfte junge Menschen mit schlechteren Startchancen ehrenamtlich beim Übergang von der Schule in den Beruf. Die Wirtschaftsjuniorinnen und -junioren bieten dazu Einblicke in ihre Unternehmen und Bewerbungstrainings an und organisieren jährlich den bundesweiten Aktionstag "Ein Tag Azubi". Damit fördern sie die Entwicklung junger Menschen und tragen so zu einer nachhaltigen Entwicklung bei.

Durch das Projekt werden zwei bundesweite Netzwerke – das Unternehmernetzwerk der Wirtschaftsjunioren Deutschland und das JUGEND STÄRKEN-Netzwerk – zusammengebracht, um lokale Kooperationen zwischen Wirtschaft und Jugendsozialarbeit anzuregen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

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