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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

BNE-Kompetenzzentrum

Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund

Bildungsbereich
Kommunen

Die kommunale Bildungslandschaft ist ein Leitbild der Bildungspolitik vor Ort. Die Kommunen begreifen Bildung als einen zentralen Faktor kommunaler Zukunftsentwicklung. Eine nachhaltige Ausrichtung dieser kommunalen Bildungslandschaften gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung, dabei stellt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) einen zentralen Schlüssel dar. Ein BNE-Kompetenzzentrum als Unterstützungsstruktur für Kommunen, hilft BNE vor Ort weiter zu entwickeln und in den Kommunen zu verankern (siehe auch 3.7.2. Übergreifende Themen, BMBF, „BNE-Kompetenzzentrum für Prozessbegleitung und Prozessevaluation“ (BiNaKom). Damit können neue Impulse gesetzt werden. Dies ermöglicht Kommunen, ein passgenaues Vorgehen bei der Verankerung von BNE. Die kommunalen Spitzenverbände unterstützten das BMBF mit ihrer Expertise in den Vorbereitungen für ein solches Zentrum und begleiten auch weiterhin beratend in Form eines Projektbeirats. Begleitende Pressearbeit zum Auftakt der BNE-Kompetenzzentrums, der Austausch in den Fachgremien der kommunalen Spitzenverbänden sowie die gezielte Information der Mitgliedschaft sind Teil des Engagements der kommunalen Spitzenverbände.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Einbindung von BNE in Landesnachhaltigkeitsstrategien der Länder

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Viele Länder stellen – parallel zum Vorgehen im Bund – Bezüge zu den landeseigenen Nachhaltigkeitsstrategien her oder verweisen auf die Länderaktivitäten im Rahmen von UN-Nachhaltigkeitsziels 4 (Sustainable Development Goals, SDGs) beziehungsweise Unterziel 4.7; u.a. in Baden-Württemberg, Brandenburg (BNE als einer der fünf Schwerpunkte), Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen (Ausweisung von BNE als landespezifisches Politikfeld), Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Thüringen; Mecklenburg-Vorpommern in Vorbereitung (Grundlage: "BNE-Eckpunktepapier für Schulen in Mecklenburg-Vorpommern").

Erstmals wird BNE mit Indikatoren mit Bezug zu SDG 4 beziehungsweise SDG 4.7 in einigen Landesnachhaltigkeitsstrategien der Länder hinterlegt, so in Nordrhein-Westfalen 2020 (Anzahl an SDG-Schulen, MINT-Schulen, BNE-zertifizierte außerschulische Bildungs- und Weiterbildungsanbieter), Rheinland-Pfalz (Kriterium: im Bereich Nachhaltigkeit zertifizierte Schulen); geplant in Berlin (Kriterium: SDG-Schulen).

Auch beziehen die Länder BNE und Globales Lernen in die entwicklungspolitische Arbeit ein, so unter anderem in Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt.

© Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Aufbau von Qualitätsmanagement- und Zertifizierungssystemen

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Eng verbunden mit den oben genannten Unterstützungsstrukturen ist der Aufbau von Qualitätsmanagement- und Zertifizierungssystemen für non-formale und informelle BNE in vielen Ländern.

Bayern verleiht jährlich und jeweils für drei Jahre das Qualitätssiegel "Umweltbildung.Bayern" an außerschulische Einrichtungen, Netzwerke und selbstständig Tätige im Bereich Umweltbildung/BNE. Berlin und Sachsen-Anhalt erarbeiten derzeit in einem partizipativen Prozess landesweite BNE-Leitbilder. Der "Qualitätskatalog für außerschulische Anbieterinnen und Anbieter von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Land Brandenburg" bildet die Grundlage für die im Jahr 2020 erstmalig vergebenen Zertifizierungen. Seit 2018 zertifiziert Nordrhein-Westfalen außerschulische Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen als "Einrichtung der Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Zusätzlich bietet auch der Gütesiegelverbund Weiterbildung NRW e.V., als anerkannte Zertifizierungsstelle des Landes NRW, die BNE-Zertifizierung NRW an. Die hier zugrundeliegenden BNE-Qualitätskriterien wurden speziell für die Einrichtungen der gemeinwohlorientierten Weiterbildung entwickelt. Hessen verleiht gemeinsam mit den Umwelt-, Kultus- und, Sozialministerien- und unter Mitwirkung des Wirtschaftsministeriums die Auszeichnung als "Zertifizierter Bildungsträger BNE für nachhaltige Entwicklung in Hessen“. Thüringen verleiht "Qualitätssiegel Bildung für nachhaltige Entwicklung für non-formale außerschulische Anbieter*innen" aus allen Bildungsstufen. Im Rahmen der "NUN – Norddeutsch und Nachhaltig" Zertifizierung für außerschulische Lernorte werden in mittlerweile vier Bundesländern (Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein) seit knapp 15 Jahren außerschulische Lernorte für ihre BNE-Arbeit ausgezeichnet. Auch Rheinland-Pfalz und das Saarland verfügen über ein gemeinsames Qualitätsmanagement- und Zertifizierungssystem für außerschulische BNE-Bildungsanbieter.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "Gut Essen macht stark"

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Übergreifend

Im Zeitraum vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2019 förderte das BMEL im Rahmen von IN FORM das Vorhaben der Verbraucherzentralen "Gut Essen macht stark". Schwerpunkt des Projekts ist die Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche durch mehr Integration und Teilhabe an der Gemeinschaftsverpflegung sowie an Ernährungsbildungsaktionen. Alle Aktivitäten des Projektes fanden in der Gebietskulisse der "Sozialen Stadt" statt. Ziel des Projektes war es, die Kitas bei der Etablierung eines gesundheitsförderlichen Verpflegungsangebots, Ernährungsbildungsmaßnahmen und einer gelingenden Elternarbeit im Ernährungsbereich zu unterstützen. Die jeweiligen Angebote richteten sich dabei nach dem Bedarf der Kitas. In den Schulen lag der Schwerpunkt auf der Ernährungsbildung. Dabei werden Aspekte der Nachhaltigkeit als Teil der Ernährungsbildung berücksichtigt. Entsprechend der Ressortvereinbarung zwischen BMEL und Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) wird das Projekt im Rahmen der "Ressortübergreifenden Strategie Soziale Stadt" bis zum Jahr 2024 weitergeführt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE in die Fachgremien tragen

Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund

Bildungsbereich
Kommunen

Die kommunalen Spitzenverbände befassen sich in ihren eigenen Fachgremien verstärkt mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). In den regelmäßig tagenden Fachausschüssen der kommunalen Spitzenverbände wird BNE auf die Tagesordnung gesetzt, um die Kommunen für BNE zu sensibilisieren, die Vernetzung zwischen den Kommunen zu intensivieren und um andererseits den fachlichen Diskurs und damit die Entwicklung vor Ort im Sinne einer BNE zu fördern und sie dadurch in der Konzeption und Umsetzung ihres BNE-Engagements unterstützen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Gestaltungskompetenz für eine chancengerechte und inklusive BNE fördern 

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Einen freien Zugang zu hochwertiger Bildung für alle zu ermöglichen – dieser Leitgedanke steht über dem Ziel 4 der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs). Die Fördervorhaben "Weltaktionsprogramm als Chance – BNE trifft Jugendsozialarbeit" und ab 2021" Jugendsozialarbeit – mit Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Zukunft" (Bayern) befähigen benachteiligte junge Menschen im Sinn einer Bildung für nachhaltigen Entwicklung (BNE).

Die Ziele einer BNE – Gestaltungskompetenz erlangen, Partizipation ermöglichen, Selbstwirksamkeit und Chancengleichheit in einer demokratischen Gesellschaft erfahren – zeigen viele Parallelen mit dem sozialpädagogischen Ansatz, sodass sich beide Bereiche sehr gut ergänzen. Zunehmend bedeutend wird das Querschnittsthema Digitalisierung, zum Beispiel mit der Frage, wie digitale Medien einen niedrigschwelligen Zugang zu Nachhaltigkeitsthemen und Teilhabemöglichkeiten bieten können.

Das bayerische Pilotvorhaben "Naturschwärmer – ein Familienprojekt für wissbegierige, naturverliebte Weltverbesserer" resultiert aus den pandemiebedingten Einschränkungen, die die kontaktintensiven Angebote der Umweltbildung/BNE massiv betreffen. Im Mittelpunkt steht eine Webseite, die alle Aktivitäten und Maßnahmen digital bündelt. Von dem Angebot profitieren vor allem auch Corona-Risikogruppen wie Menschen der Generation 60+, die vom notwendigen "Social Distancing" oft verstärkt betroffen sind. Als barrierearmer Lernort der informellen Bildung für nachhaltige Entwicklung in Berlin kommt dem "Schöneberger Südgelänge" durch eine barrierearme Stadt-Naturerfahrung kombiniert mit ebenfalls barrierearmen Projekten eine Pilotfunktion zu (unter anderem partizipativ mit blinden und sehbehinderten Menschen erarbeitete Ausstellung mit eigener Webseite, "Bahnbrechende Natur"). In Bremen zielt die kostenfreie Broschüre "17 Ziele – in Leichter Sprache", darauf ab, in der breiten Bevölkerung Aufmerksamkeit für die SDGs zu schaffen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Forschungsschwerpunkt "Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Mit dem Forschungsschwerpunkt "Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze" nimmt sich das BMBF des Problems der zunehmenden Plastikverschmutzung in der Umwelt und der dazu bestehenden Wissenslücken an. Bei den zu entwickelnden Lösungsansätzen steht auch die Rolle der Verbraucherin und des Verbrauchers im Fokus: Um den sorglosen Umgang mit Plastik zu verändern, die Akzeptanz von Substituten zu prüfen und zu einer höheren Recyclingquote beizutragen, entstehen auch vielfältige Bildungsprodukte für unterschiedliche Zielgruppen: Für die Jüngsten wurde das Pixi-Buch "Heddi und die Plastikhelden" herausgegeben, für Schülerinnen und Schüler werden Unterrichtsmaterialien entwickelt und die Citizen Science-Aktion "Plastikpiraten" durchgeführt. Das Fachpublikum wird mit themen- und zielgruppenspezifischen Workshops und Informationsmaterialien angesprochen, ebenso die Öffentlichkeit, zum Beispiel durch eine Wanderausstellung und Beteiligung an Langen Nächten der Wissenschaft.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Auszeichnung von Vorreiterschulen für BNE

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Schule

Bei der Auszeichnung von Vorreiterschulen für BNE kooperieren die Umweltressorts der Länder mit den Schul- und Kultusministerien und weiteren Akteurinnen und Akteuren (siehe hierzu im Detail Kapitel 3.3.4.1, KMK Schule, "Vorreiterschulen für BNE und Globales Lernen"). Im "Schuljahr der Nachhaltigkeit" des Hessischen Umweltministeriums werden Nachhaltigkeitsthemen in Lernwerkstätten jeweils in einem ganzen Jahrgang einer Grundschule bearbeitet und im Rahmen des "Whole School Approaches" mit der gesamten Schulgemeinde umgesetzt. Die Grundschulen können sich um die Auszeichnungen "Schuljahr" beziehungsweise "Schule der Nachhaltigkeit" bewerben und gehören dann zum Schulnetzwerk "Nachhaltigkeit lernen in Hessen".

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Aktive Beteiligung am NAP BNE Prozess

Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund

Bildungsbereich
Kommunen

Die kommunalen Spitzenverbände tragen die Wertschätzung für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowohl im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramm BNE (WAP BNE) (2015–2019) sowie für das 2020 gestartete neue UNESCO-Programm "Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs" ("ESD for 2030") mit. Die kommunalen Spitzenverbände beteiligen sich sowohl in den Gremien der Nationalen Plattform BNE (NP BNE) als auch im Forum Kommunen. Sie stehen darüber hinaus im Austausch mit BNE relevanten Akteurinnen und Akteuren auf der Bundes- und der Länderebene. Bei der Entwicklung und Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) waren und sind sie beteiligt und werben bei ihren Mitgliedern für die Förderung von BNE-Maßnahmen, der Förderung und Unterstützung von BNE-Netzwerken und der strukturellen Verankerung von BNE vor Ort.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt zur Rechtsmedizin

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

In Marokko setzte die IRZ, Zuwendungsempfängerin des BMJV, mit Mitteln des Auswärtigen Amts das Projekt "Zusammenarbeit mit dem Königreich Marokko auf dem Gebiet der Rechtsmedizin" um. Es sollte zur Stärkung der mit der Rechtsmedizin zusammenarbeitenden Institutionen zum Schutz und zur Einhaltung der Menschenrechte beitragen und über internationale rechtliche Grundlagen der Arbeit in der Rechtsmedizin fortbilden. Durchgeführt wurden umfangreiche Fortbildungen für die Richterschaft und Staatsanwaltschaft zu Kernbereichen der Rechtsmedizin. Das Projekt leistete zudem Beratungen zum Gesetzentwurf für eine Berufsordnung zur Rechtsmedizin, der Anfang 2020 durch das marokkanische Parlament verabschiedet wurde.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Berufliche Integration von Personen mit Migrationshintergrund

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Der Erwerb guter Sprachkenntnisse ist wesentliche Voraussetzung für gesellschaftliche Eingliederung und spielt eine zentrale Rolle auch bei der Integration in Ausbildung und Arbeit. Mit der Verordnung über die berufsbezogene Deutschsprachförderung, die am 1. Juli 2016 in Kraft trat, wurde deshalb in Deutschland erstmals in den Strukturen der Regelförderung ein Angebot von Berufssprachkursen etabliert, die vorrangig darauf ausgerichtet sind, die Chancen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu verbessern.

Die Kurse der berufsbezogenen Deutschsprachförderung stehen Ausländerinnen und Ausländern ebenso offen wie deutschen Staatsangehörigen mit Migrationshintergrund und berufsbezogenem Sprachförderbedarf. Teilnahmeberechtigt sind Personen, die ausbildungssuchend, arbeitsuchend oder arbeitslos gemeldet sind, aber auch Personen, die ein bestimmtes Sprachniveau zur Berufsanerkennung benötigen sowie Auszubildende, Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Einstiegsqualifizierung und Beschäftigte.

In der Regel dienen die Berufssprachkurse dem arbeitsweltlich ausgerichteten Spracherwerb ab dem Niveau B 1 bis zum Niveau C 1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) Zusätzlich werden Spezialberufssprachkurse der Sprachniveaus A 2 sowie B 1 mit sozialpädagogischer Begleitung angeboten, die sich vor allem an Personen richten, die an einem Integrationskurs ordnungsgemäß teilgenommen, aber das Sprachniveau B 1 nicht erreicht haben, sowie Spezialberufssprachkurse mit fachspezifischem Unterricht für einzelne Berufsgruppen oder im Zusammenhang mit Verfahren zur Berufsanerkennung.

Darüber hinaus verfolgt das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" das Ziel, Personen mit Migrationshintergrund zu den erforderlichen Qualifizierungen oder Anpassungsqualifizierungen zu verhelfen, die zur vollen Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen im Kontext der Anerkennungsgesetze des Bundes (Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz, BQFG) und der Länder (L-BQFG) benötigt werden oder die eine bildungsadäquate Erwerbsmöglichkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ermöglichen. Dazu gehört auch der Aufbau beziehungsweise die Weiterentwicklung von interkulturellen Kompetenzen der Arbeitsmarktakteure.

Nach erfolgreichem Verlauf der ersten Förderrunde von 2015 bis 2018 begann am 1. Januar 2019 die zweite Förderrunde des Programmes innerhalb der Förderperiode des Europäischen Sozialfonds (ESF) bis 2022. In dieser Förderrunde wurde das Programm um eine flächendeckende Struktur der Beratungsangebote "Faire Integration" für Geflüchtete und Drittstaatsangehörige sowie um einen vierten Schwerpunkt: "Regionale Fachkräfteplattform – Einwanderung" erweitert. Im Rahmen dieser Erweiterung wurden flankierend zur Einführung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes in jedem Bundesland sogenannte "Regionale Koordinationsstellen Fachkräfteeinwanderung" eingerichtet.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Seminare zur Verfassungsbeschwerde

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Seitens des BMJV wurden in Albanien Seminare sowohl mit dem albanischen Verfassungsgericht als auch der albanischen Rechtsanwaltschaft zum Thema der Verfassungsbeschwerde durchgeführt. Hierbei wurde ein Handbuch, welches im Auftrag der IRZ unter deutsch-albanischer Co-Autorenschaft entwickelt worden war, einbezogen. Durch diese Seminare wurden die Öffentlichkeit und die juristischen Berufsstände für die Thematik des Verfassungsrechts sensibilisiert und zur Erhebung von Verfassungsbeschwerden ermutigt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Kompetenzzentren für Klimawandel und angepasstes Landmanagement in Afrika

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit den Kompetenzzentren für Klimawandel und nachhaltiges Landmanagement (Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management, SASSCAL und West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use, WASCAL) hat das BMBF im südlichen und westlichen Afrika, den vom Klimawandel besonders stark betroffenen Regionen, wissenschaftliche Strukturen und akademische Ausbildung aufgebaut, damit die beteiligten Staaten eigene Expertise weiterentwickeln und selbst valide Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihre Landnutzung und Wasserversorgung treffen können. Darüber hinaus werden die Kapazitäten der beteiligten Länder gestärkt, z.B. selbst Klimaprognosen und Szenarien zu entwickeln, Handlungsoptionen aufzuzeigen und in internationalen Verhandlungsprozessen (zum Beispiel United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), Convention on Biological Diversity (CBD) etc.) die Interessen der Länder zu vertreten. Das BMBF hat die Zentren seit ihrer Einrichtung im Jahr 2010 mit rund 140 Millionen Euro unterstützt, im Zeitraum von Mitte 2017 bis Mitte 2021 erhalten die Zentren insgesamt 41,16 Millionen Euro vom BMBF. Bis zum Jahr 2023 sind weitere gemeinsame Forschungsaktivitäten, die Einrichtung neuer Graduiertenschulen und die Ausweitung der Institutionen selbst geplant. Bisher konnten mehr als 550 PhD.-, Master- und Bachelorstudierende zu Klima-, Energie- und Landwirtschaftsfragen speziell für den afrikanischen Arbeitsmarkt in Politik, Wissenschaft und Praxis ausgebildet werden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "WebDays"

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Mit Förderung des Projekts "WebDays" wurde eine neue Form der Partizipation junger Verbraucherinnen und Verbraucher geschaffen. Sie haben ihnen die Möglichkeit gegeben, die technologischen Veränderungen in der Gesellschaft zu verstehen, zu begleiten und aktiv mitzugestalten.

Das Projekt diente damit auch der Ermittlung der Bedürfnisse und Erwartungen junger Menschen an eine sie unterstützende Verbraucherpolitik. Ihre Lebenswirklichkeit wurde angesichts des gesellschaftlichen Wandels und der Digitalisierung von Grund auf neu beleuchtet und die Verbraucherpolitik entsprechend den Wünschen und Erwartungen dieser Zielgruppe neu ausgerichtet.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Patenschaftsprogramm "Menschen stärken Menschen"

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Übergreifend

Mit dem Patenschaftsprogramm "Menschen stärken Menschen"hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Anfang 2016 ein Programm ins Leben gerufen, das mit Hilfe von bürgerschaftlichem Engagement die Integration und gesellschaftliche Teilhabe fördert. Seit 2018 unterstützt das Programm neben Geflüchteten auch Patenschaften für Menschen, die sich in benachteiligenden Lebenssituationen befinden.

Das Patenschaftsprogramm "Menschen stärken Menschen"soll für die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern gute Rahmenbedingungen fördern und zugleich Menschen unterstützen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten und ihre Potenziale entfalten zu können. Insbesondere junge Menschen, denen eine Perspektive für die Zukunft fehlt, werden unterstützt, damit sie gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Im Berichtszeitraum seit 2017 konnten über 96.000 Patenschaften (Stand Dezember 2020) gestiftet werden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

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