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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

Netzwerk der UNESCO-Projektschulen

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Schule

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stellt einen zentralen Bildungsansatz in der Arbeit der rund 280 UNESCO-Projektschulen in Deutschland dar. Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Akteurinnen und Akteur außerhalb der Schule entwickeln gemeinsam Konzepte und Maßnahmen, wie BNE im Schulprofil verankert und im Schulalltag gelebt werden kann.

Seit 2019 begleitet die Deutsche UNESCO-Kommission e.V. (DUK) 31 UNESCO-Projektschulen in einem Pilotprojekt dabei, ein Nachhaltigkeits-Qualitätsprofil für ihre Schule zu erarbeiten. In dem Projekt, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert und gemeinsam mit Fachpartnerinnen und Fachpartnern umgesetzt wird, entwickeln die Schulgemeinschaften gemäß des Whole Institution Approach (WIA) eigene Ziele und Maßnahmen für einen ganzheitlichen Wandel hin zu einem nachhaltigen Schulalltag. Ein parallel dazu entstehender Methodenbaukasten unterstützt den Transfer in das deutsche und auch (ost-)europäische Bildungssystem. Das Projekt knüpft an das von 26 UNESCO-Projektschulen in Deutschland erfolgreich umgesetzte internationale Climate Action Projekt der UNESCO (2016–2018) an. Im Rahmen des Projekts schlossen sich weltweit rund 250 Schulen des UNESCO Associated Schools Network aus 25 Ländern zusammen, um sich zum Klimawandel auszutauschen und gemeinsam Projekte und Methoden für den Schulalltag zu entwickeln. Gewonnene Erkenntnisse aber auch offenen Fragestellungen aus der Arbeit der UNESCO-Projektschulen mit dem WIA bzw. BNE im Einsatz für die Bildungsagenda 2030 wurden 2017 und 2019 im Rahmen von Schulleitungstagungen im Auswärtigen Amt (AA) bundesweit im Netzwerk geteilt und diskutiert.

Praktische Umsetzungsimpulse für BNE an den Schulen erhalten die UNESCO-Projektschulen darüber hinaus auf den bundesweiten Fachtagungen sowie den Tagungen und Konferenzen auf Länderebene. Die Fachtagungen 2018 und 2019 rückten mit jeweils über 200 Teilnehmenden die Themen der Bildungsagenda 2030 und der Demokratiebildung und Partizipation in den Mittelpunt, die Online-Tagung 2020 die Frage nach einer zukunftsfähigen BNE im Kontext einer digitalisierten Welt. Die Förderung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Schule und Kommune bildet einen wichtigen Fokus der UNESCO-Projektschulen (vgl. Handlungsfeld V des Bildungsbereichs Schule des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) und zeigt sich unter anderem auch an der Einbindung in den Fachtagungen 2018 und 2019.

Auf der Ebene einzelner UNESCO-Projektschulen sind bereits sehr erfolgreiche Umsetzungskonzepte für BNE erkennbar, wie sich auch in der entsprechenden Auszeichnung als BNE-Lernorte oder auch im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategien einzelner Bundesländer zeigt. Die UNESCO-Projektschulen geben ihre Unterrichtskonzepte und Lernmaterialien auch an andere Bildungseinrichtungen wie Universitäten oder Lehrerfortbildungsinstitute weiter und stellen diese öffentlich zur Verfügung. Neben Handlungsfeld III zahlen die Aktivitäten der UNESCO-Projektschulen auch auf die Handlungsfelder I, II, IV und V des Bildungsbereichs Schule im NAP BNE ein.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "Waldfibel"

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Übergreifend

Zum internationalen Waldjahr 2011 hat das BMEL eine Taschenbroschüre mit dem Titel "Entdecke den Wald – Die kleine Waldfibel" herausgegeben. Die Waldfibel erklärt wichtige Pflanzen und Tiere unserer Wälder, Themenseiten geben Hinweise zum richtigen Verhalten im Wald, erklären die Aufgaben des Waldes und die Arbeitsweise einer nachhaltigen Forstwirtschaft. Eine inhaltlich identische Waldfibel-App greift die Möglichkeiten der neuen digitalen Medien auf und macht die Waldfibel mit ihren Inhalten für Smartphones und Tabletts zugänglich. Für Leseanfänger und Kinder mit Förderbedarf gibt es die kleine Waldfibel in einfacher Sprache. Sämtliche Publikationen sind stark nachgefragt und werden fortlaufend aktualisiert.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Stärkung der Weiterbildungsförderung

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Im Zeitalter der Digitalisierung und vielfältigen Veränderungen in Branchen, Betrieben und Berufen ist eine kontinuierliche berufliche Weiterbildung unerlässlich für die Sicherung individueller Beschäftigungsfähigkeit. Die Förderung der beruflichen Weiterbildung stellt daher einen wichtigen Schwerpunkt der (aktiven) Arbeitsmarktpolitik dar.

Mit dem am 1. Januar 2019 in Kraft getretenen Qualifizierungschancengesetz wurden die Fördermöglichkeiten weiterentwickelt und der Zugang von beschäftigten und arbeitslosen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zur beruflichen Weiterbildungsförderung erheblich verbessert, um insbesondere qualifikatorische Anpassungsbedarfe vor dem Hintergrund des digitalen Strukturwandels und fortschreitender Automatisierungsprozesse zu unterstützen. Es eröffnet Beschäftigten, deren berufliche Tätigkeiten durch Technologien ersetzt werden können, die in sonstiger Weise vom Strukturwandel bedroht sind oder die eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben, nun grundsätzlich unabhängig von Qualifikation, Alter und Betriebsgröße einen Zugang zur beruflichen Weiterbildungsförderung nach dem Dritten und Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III und SGB II). Zuschüsse können in Abhängigkeit von der Betriebsgröße sowohl an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch an Arbeitgeber zu den Lehrgangskosten als auch zum Arbeitsentgelt gezahlt werden. Hierbei ist, anders als zuvor, die Förderung der Weiterbildung auch während des Bezugs von Kurzarbeitergeld möglich. Zudem kann Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern seitdem eine Anpassung und Fortentwicklung ihrer beruflichen Kompetenzen ermöglicht werden, wenn sie berufliche Tätigkeiten ausüben, die durch Technologien ersetzt werden können, in sonstiger Weise vom Strukturwandel betroffen sind oder eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben.

Mit dem Gesetz zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung ("Arbeit-von-morgen-Gesetz") vom Mai 2020 wurden insbesondere die Förderleistungen für besonders vom Strukturwandel betroffene Beschäftigte und Betriebe noch einmal ausgebaut. Zudem wurde für Personen ohne Berufsabschluss ein grundsätzlicher Rechtsanspruch auf Förderung einer berufsabschlussorientierten Weiterbildung eingeführt. Auch kann Qualifizierung in der Transfergesellschaft nunmehr unabhängig von Alter und Berufsabschluss sowie auch über das Ende des Bezugs von Transferkurzarbeitergeld hinaus gefördert werden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Lehr- und (pädagogische) Fachkräfteausbildung für eine nachhaltige Entwicklung

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

In der Lehramtsausbildung ist Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der fachlichen und allgemeindidaktischen Ausbildung zunehmend verankert. Je nach Hochschulgesetzgebung der Länder differieren die Hebel hinsichtlich der verpflichtenden Implementierung von BNE in den Studiengängen der Lehrämter beziehungsweise dem Studium Universale. Zu nennen sind unter anderem Baden-Württemberg (verpflichtender Erwerb von BNE-Querschnittskompetenzen in allen Lehramtsstudiengängen), Bayern (BNE in Lehramtsprüfungsordnung LPO I, Erstes Staatsexamen), Hamburg (BNE im erziehungswissenschaftlichen Studium der Lehrämter), Hessen (Implementierung von BNE an den fünf Lehrkräfte ausbildenden Universitäten),  Rheinland-Pfalz (unter anderem als Querschnittsthema in den Bildungswissenschaften), Thüringen (integraler Bestandteil der Lehrkräftebildung gemäß § 2 Abs. 2 Thüringer Laufbahngesetz, ThürLbG).

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Modellversuchsförderschwerpunkt "Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung" (BBNE)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Im Auftrag und aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Rahmen des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (WAP BNE) die Modellversuche im Förderschwerpunkt "Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE)". Das Fördervolumen für drei Förderlinien beträgt zwölf Millionen Euro. Zwölf der insgesamt 18 Modellversuche befassen sich mit der Kompetenzentwicklung zu nachhaltigkeitsrelevanten Aspekten in der betrieblichen Ausbildung in kaufmännischen Berufen (zum Beispiel Kaufleute im Einzel-, Groß- und Außenhandel oder für Speditions- und Logistikdienstleistungen) sowie in Berufen des Lebensmittelhandwerks und der -industrie (zum Beispiel Bäckerin/Bäcker, Fleischerin/Fleischer, Fachkräfte für Lebensmitteltechnik, Milchtechnologin/Milchtechnologe). Sechs weitere Modellversuche entwickeln und erproben Gestaltungsmöglichkeiten, um insbesondere ausbildende Unternehmen zu nachhaltig(er)en Lernorten weiterzuentwickeln. An den 18 Modellversuchen sind insgesamt über 220 Unternehmen und über 85 zuständige Stellen wie Industrie- und Handelskammern (IHK) und Handwerkskammern (HWK), Branchen- und Arbeitgeberverbände oder Gewerkschaften als Praxis- und Strategiepartnerinnen und -partner der Modellversuche beteiligt. So konnten bereits einige Erfolge auf Projektebene erreicht werden, zum Beispiel die Etablierung verschiedener Weiterbildungen und Qualifikationen für ausbildendes Personal sowie für Auszubildende verschiedener Branchen, ein in Kooperation mit der Brancheninitiative Chemie3 veröffentlichter Grundsatzleitfaden für nachhaltigkeitsorientierte berufliche Bildung in der Chemieindustrie oder die Implementierung nachhaltiger Lehr-Lerninhalte in die Ausbildung der Bäckerinnen und Bäcker in mehreren Ausbildungsakademien der Bäckerinnung Nord.

Von 2020 bis 2022 wird mit der neuen Förderrichtlinie "BBNE Transfer" noch stärker das Ziel verfolgt, die wissenschaftlich fundierten und in der Praxis erprobten Ergebnisse der Modellversuche weiter zu verbreiten und zu verstetigen und damit noch mehr "vom Projekt zur Struktur" zu bringen. Seit November 2020 wird im Rahmen von sieben Modellversuchen die nachhaltigkeitsbezogene Weiterbildung des betrieblichen Ausbildungspersonals gefördert.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fortbildungen zur Qualitätssicherung in der Rechtspflege

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Zur Qualitätssicherung in der Rechtspflege lässt das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) in Umsetzung des Pakts für den Rechtsstaat Fortbildungskonzepte zur Vermittlung psychologischer, digitaler und interkultureller Kompetenzen für Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte erarbeiten. Die Fortbildung wird durch ein plattform-gestütztes eLearning mit Präsenzteil ("Blended Learning") für die Themen "Entwicklungsgerechte, vollständige und suggestionsfreie Kindesanhörung" (psychologische Kompetenz), "Schwierige interkulturelle Kommunikation im gerichtlichen Alltag" (interkulturelle Kompetenz) und "Digitale Kompetenz für Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte" (digitale Kompetenz) entwickelt werden. Mit diesem Konzept wird die Fortbildung von Praktikerinnen und Praktikern modern ausgestaltet: Durch eine zeitlich flexibel nutzbare eLearning-Phase, einen kurzen auf das eLearning abgestimmten Präsenzteil sowie eine länderübergreifende Plattform wird für Fortbildungen in der Justiz ein neues Format geschaffen, das die Fortbildungsmöglichkeiten praktisch ergänzen kann.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Interdisziplinäres Fernstudium Umweltwissenschaften (infernum)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Das Interdisziplinäre Fernstudium Umweltwissenschaften (infernum) ist ein universitäres nachhaltigkeitsrelevantes Weiterbildungsangebot für beruflich qualifizierte Fach- und Führungskräfte, das seit 20 Jahren von der FernUniversität in Hagen in wissenschaftlicher Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen und der Fraunhofer Academy angeboten wird. 

infernum richtet sich an Studierende mit und ohne ersten akademischen Abschluss. Studierende, die bereits einen ersten Hochschulabschluss erworben haben, können bei infernum den akademischen Grad "Master of Science" (MSc) im Fach Umweltwissenschaften erlangen. Studierende ohne akademische Vorbildung können sich im Zertifikatsstudium individuell zu umweltwissenschaftlichen Themen weiterbilden.

Der Studiengang zeichnet sich durch seine interdisziplinäre Ausrichtung, die fachliche Breite des Lehrangebotes und die Flexibilität der Studienorganisation aus: Das zentrale Ziel des Studiengangs ist die Vermittlung von interdisziplinärem umweltrelevantem Wissen. Die Studierenden eignen sich nachhaltige Gestaltungskompetenz an, um erfolgreiche und wissenschaftlich fundierte Lösungen für Umwelt- und Nachhaltigkeitsprobleme entwickeln zu können. infernum befähigt zum vernetzten Denken und vermittelt eine disziplinübergreifende Begriffs- und Verständnisbasis als Voraussetzung für die Arbeit in multidisziplinären Teams. Die Studierenden werden an interdisziplinäre Betrachtungsweisen und Begrifflichkeiten sowie das jeweilige methodische Handwerkszeug herangeführt. Das Curriculum umfasst Module aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften, den Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie zu interdisziplinären Querschnittsthemen. Je nach Vorbildung und Interessen stellen die Studierenden individuell ihr Studienprogramm zusammen. Durch die Verpflichtung zur interdisziplinären Belegung werden alle drei Nachhaltigkeitsdimensionen (Ökonomie, Ökologie und Soziales) berücksichtigt. Indem die Studierenden lernen, in den verschiedenen "Wissenschaftssprachen" zu kommunizieren, werden sie darüber hinaus optimal darauf vorbereitet, eine Vermittlerrolle zwischen Wissenschaft und Praxis einzunehmen und als Multiplikatoren zu agieren.

Das didaktische Lehr-/Lernkonzept ist lernendenzentriert und basiert auf einer Struktur des integrierenden Lernens (Blended-Learning-Struktur), die es den Studierenden ermöglicht, sich neben beruflichen und familiären Verpflichtungen weiterzubilden. Hierdurch wird ein wesentlicher Beitrag zur Realisierung des Lebenslangen Lernens geleistet.

Das Studienprogramm wird ergänzt durch Angebote, die auch einer breiteren Öffentlichkeit offenstehen (Tagungen, Vorlesungsreihen, Massive Open Online Course (MOOC) zum Thema Klimagerechtigkeit etc.).

Nach mehrmaligen Auszeichnungen als UN-Dekade-Projekt erhielt infernum in den Jahren 2016 und 2018 die Auszeichnung als "Netzwerk des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Kompetenznetzwerk Umweltrecht (KomUR)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Im BMBF-Rahmenprogramm "Forschung für Nachhaltige Entwicklung – FONA" wird das Kompetenznetzwerk Umweltrecht (KomUR) gefördert. Das Kompetenznetzwerk setzt sich zusammen aus dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und sechs Universitäten. Das Vorhaben dient dazu, die Entwicklung eines nachhaltigen Umweltrechts insbesondere durch entsprechende Arbeiten von Promovierenden voranzubringen. Diese promovieren zu zentralen Rechtsfragen ökologisch nachhaltiger Entwicklung, zum Beispiel zu Themen des Kreislaufwirtschafts-, Emissions-, Wasserhaushalts- und Klimaschutzrechts.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW)

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Kommunen

Ziel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist es, kommunale Entwicklungspolitik zur Normalität in deutschen Kommunen zu machen und damit dazu beitragen, die Agenda 2030 und ihre 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) lokal zu verankern. Wir setzen uns dafür ein, dass die globalen Wirkungen lokalen Handelns noch stärker im kommunalen Alltag berücksichtigt werden. Unabhängig von ihren kommunalen Pflichtaufgaben müssen Kommunen auch für das globale Gemeinwohl Verantwortung übernehmen.

Unser Projekt "Globale Nachhaltige Kommune" (GNK) der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global unterstützt Kommunen bei der Aneignung der SDGs und der Verzahnung von Maßnahmen der Entwicklungspolitik und Nachhaltigkeit im Sinne der Agenda 2030. Ziel ist es, Verwaltungsabläufe und Dienstleistungen so nachhaltig wie möglich zu gestalten und die globale Verantwortung dabei in den Vordergrund zu stellen. Wir unterstützen Kommunen dabei, Nachhaltigkeitsstrategien im Kontext der Agenda 2030 zu entwickeln und konkret umzusetzen. Die Relevanz kommunaler Nachhaltigkeitsberichterstattung für eine verbesserte Steuerung einer nachhaltigen Entwicklung steigt vor Ort wie international. Vor diesem Hintergrund bieten wir durch die Maßnahmen des Projektes GNK Beratung zu den Instrumenten des Nachhaltigkeitsmanagements und in der Erstellung von Nachhaltigkeitsstrategien mit dem Fokus auf Globale Verantwortung an. 

GNK wurde als Leuchtturmprojekt 2019 von dem Staatssekretärsausschuss für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Aktuell wird das Projekt 117 Kommunen in neun Bundesländern angeboten und erzielt durch den Länderansatz mit einer gleichzeitigen Beratung von mehreren Kommunen große Wirkung. Wertvolle Synergien und Schnittstellen zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ergeben sich bei den einzelnen Bausteinen der Prozessberatung. Einzelne Kommunen legen neben anderen Handlungsfeldern ihren Schwerpunkt auf Bildung, speziell auch BNE, und entwickeln ein Handlungsprogramm zu diesem Themenfeld. Hier wäre eine Anschlussberatung zu BNE durch andere Institutionen wünschenswert, da dies nicht von der Servicestelle wahrgenommen wird. Ihre Aufgabe liegt ausschließlich in der Prozessberatung und in der Fachberatung zu Themenfeldern der kommunalen Entwicklungspolitik.

Der vorläufige Entwurf des Berichtsrahmens Nachhaltige Kommune (BNK) im Kontext des Deutschen Nachhaltigkeitskodex‘ für Kommunen dient für uns als Grundlage für die Erstellung kommunaler Nachhaltigkeitsstrategien und -berichte. Die Verzahnung von Entwicklungspolitik und Nachhaltigkeit ist die Voraussetzung für einen kommunalen Nachhaltigkeitskodex im Sinne der Agenda 2030. GNK ist seit langem im BNE-Fachkreis Kommunen vertreten. Neben Fachbeiträgen durch die Servicestelle werden BNE-Kommunen regelmäßig zu Fachveranstaltungen eingeladen, um eine Plattform für Fachaustausch voranzutreiben und ein Netzwerk aus GNK- und BNE-Kommunen zu etablieren. Zu diesem Zweck steht GNK im regen Austausch mit dem BNE-Kompetenzzentrum und gleichzeitig ist die SKEW auch im Beirat des BMBF-geförderten Projekts BiNaKom vertreten (siehe auch 3.7.2. Übergreifende Themen, BMBF, "BNE-Kompetenzzentrum für Prozessbegleitung und Prozessevaluation" (BiNaKom).

© Engagement Global

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Aufbau der Pan-Afrikanischen Universität (PAU)

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Hochschule

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) engagiert sich bereits in der dritten (und letzten) Förderphase für den Aufbau der Pan-Afrikanischen Universität (PAU). Das Programm hat zum Ziel, das international anerkannte Pan African University Institute of Water and Energy Sciences in Algerien zu befähigen, zur nachhaltigen Entwicklung der Hochschulbildung und der angewandten Forschung in Afrika beizutragen und die Nachhaltigkeitsdimensionen Wasser, Energie und Anpassung an den Klimawandel in der Ausbildung junger Menschen voranzutreiben.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Weiterbildungsangebote im Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN): Qualifizierungsmaßnahmen zur Lebensmittelverarbeitung

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Die Nachfrage nach Öko-Lebensmitteln wächst kontinuierlich. Für die deutsche Landwirtschaft erwachsen hieraus neue Marktchancen. Wo es so viel Dynamik gibt, braucht es unterstützende Bildungsangebote. Neben den acht Veranstaltungsreihen für den agrarischen Bereich realisiert das BÖLN daher für die Lebensmittelverarbeitung ein eigenes praxisorientiertes Weiterbildungsprogramm.

Der Einstieg in die Verarbeitung von Erzeugnissen in Bio-Qualität oder solchen, die maßgeblich und belegbar nachhaltigen Kriterien bei der landwirtschaftlichen Produktion unterworfen sind, ist mit einem hohen und kontinuierlichen Weiterbildungsbedarf bei den Mitarbeitenden der verarbeitenden Unternehmen verbunden. Aus diesem Grund sind praxisorientierte Weiterbildungsangebote zur Stärkung der ökologischen und nachhaltigen Lebensmittelverarbeitung für Entscheidungsträger des Lebensmittelhandwerks, der Außer-Haus-Verpflegung, der verarbeitenden Ernährungswirtschaft und für Institutionen, die diese entsprechend des benannten Ziels beraten, kontrollieren und ausbilden oder im Bereich der regionalen Wertschöpfung vernetzend tätig sind, notwendig. Die Veranstaltungsreihe geht auf aktuelle Trends (Verbraucherkommunikation), Chancen und Herausforderungen (Marketing) und auf aktuelle Entwicklungen bei der Verarbeitung ein. und den Akteuren der Lebensmittelverarbeitung

Wichtige Themen im Rahmen der vertikalen Kommunikation der Marktpartnerinnen und -partner der Wertschöpfungskette sind die quantitative und qualitative Rohstoffsicherung, eine hochwertige Produktqualität, ein verbessertes Qualitätsmanagement sowie Glaubwürdigkeit und Transparenz bei Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Die oben genannten Themen wurden und werden in den Seminaren für die Verarbeitung aufgegriffen. Qualifizierungsmaßnahmen gibt es für die Zielgruppen Bäcker- und Konditorenhandwerk, Fleischerhandwerk, sonstige Branchen des Lebensmittelhandwerks, Ernährungswirtschaft inklusive Lebensmittelindustrie und Köchinnen und Köche.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Modellversuchsförderschwerpunkt "Berufsbildung für Nachhaltige Entwicklung im Transfer für Ausbildungspersonal" (BBNE-Transfer)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt von 2020 bis 2022 weitere 2,5 Millionen Euro für die vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführte Transferförderung besonders tragfähiger und bewährter Ergebnisse der bisherigen Modellversuche aus dem BBNE-Förderschwerpunkt bereit. Die neue Förderung "Berufsbildung für Nachhaltige Entwicklung im Transfer für Ausbildungspersonal" (BBNE-Transfer) fokussiert insbesondere auf die Weiterbildung und Qualifizierung des ausbildenden Personals, um diese für eine nachhaltige und nachhaltigkeitsorientierte Ausbildung, auch im Kontext von durch Digitalisierung veränderten Arbeitsbedingungen, zu befähigen. Damit setzt das BMBF gemeinsam mit dem BIBB Zusagen aus der Nationalen Weiterbildungsstrategie und dem Klimaschutzprogramm der Bundesregierung um. Gleichzeitig wird mit der neuen Förderung zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) und zu den Zielen des neuen BNE-Weltaktionsprogramms "Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs" (ESD for 2030) beigetragen. Der Start der neuen Transferprojekte ist für den Herbst 2020 vorgesehen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Grenzüberschreitende Hochschulzusammenarbeit – UNESCO- Lehrstühle

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Hochschule

Das Auswärtige Amt (AA) hat 2019 die erste internationale Konferenz der deutschen UNESCO-Lehrstühle finanziert, die von diesen zusammen mit der Deutschen UNESCO-Kommission in Wuppertal organisiert wurde. Ergebnis der Wuppertaler Tagung war, dass sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus über 15 Ländern selbst dazu verpflichteten, ihre Arbeit in den Dienst der Agenda 2030 zu stellen und an Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auszurichten, zivilgesellschaftliche Gruppen stärker in ihre Forschung einzubeziehen und enger mit der Politik zu kooperieren. Zudem werden sie wissenschaftliche Partnerschaften zwischen dem Globalen Süden und Norden weiter vertiefen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Erweiterung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung auf die gymnasiale Oberstufe

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert über Engagement Global die Umsetzung, Aktualisierung und Weiterentwicklung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung des BMZ und der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK) unter anderem auf gymnasiale Oberstufe, einschließlich der Entwicklung von begleitenden Lern- und Lehrmaterialien.

Nach den Beschlüssen des KMK Schulausschusses vom September 2019 und der KMK Amtschefskonferenz von November 2019 erfolgt die Erweiterung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung auf die gymnasiale Oberstufe. Der Gesamtprozess wird durch die KMK/BMZ Projektgruppe begleitet. Sie besteht aus Vertretern von Bundesländern, Wissenschaft, Zivilgesellschaft. Die Leitung der KMK-BMZ Projektgruppe erfolgt durch die KMK-Berichterstatter BNE gemeinsam mit Engagement Global.

Die Beiträge zu den einzelnen Fächern werden von Facharbeitskreisen erstellt, die aus einer Leitung sowie insgesamt bis zu fünf Fachdidaktikerinnen und -didaktiker, Schulpraktikerinnen und -praktiker mit Schwerpunkt Sekundarstufe II und/oder Vertreterinnen und -vertreter der schulischen Unterstützungssysteme wie der Lehrkräftebildung, der Lehrplanentwicklung, der Zivilgesellschaft usw. bestehen. Insgesamt sind 16 Facharbeitskreise geplant. Sie erstellen die jeweiligen Beiträge des OR GOS in den Fächern: Deutsch, Neue Fremdsprachen, Alte Sprachen, Bildende Kunst, Musik und Darstellendes Spiel, Sozialkunde/Politische Bildung, Geographie, Geschichte, Fächergruppe Religion/Philosophie/Ethik, Wirtschaft, Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Informatik und Sport). Im Rahmen der Erweiterung werden für jedes Fach detaillierte Unterrichtsbeispiele erstellt, die als Unterrichtsmaterialien sofort einsetzbar sind und beispielhaft zeigen, wie BNE in der gymnasialen Oberstufe umgesetzt werden kann.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Verwirklichung von Inklusion auf allen Ebenen des Bildungssystems

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Bildungsbereich
Übergreifend

Für den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen stellt die Verwirklichung von Inklusion auf allen Ebenen des Bildungssystems einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung dar. Alle Lernenden müssen die Möglichkeit haben, die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen einschließlich der Bedeutung von Menschenrechten, Gleichstellung und Inklusion zu erlangen. Dies wird in einem mehrgliedrigen Bildungssystem nur partiell gelingen. Obwohl bei der schulischen Inklusion punktuelle Fortschritte zu verzeichnen sind und der Anteil der an Förderschulen unterrichteten Kinder zurückgegangen ist, hat  Deutschland auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungssystem im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention noch ein weites Stück vor sich.

Auf Länderebene gilt es daher weiterhin Bildungsstrukturen aufzubauen, in der Kinder und Jugendliche mit Behinderungen ihr Recht auf Chancengleichheit, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe verwirklichen und ihre Fähigkeiten entfalten können. Dazu gehört es auch, einen anerkannten Schulabschluss erwerben zu können. Noch immer sind fast die Hälfte aller Schulabgehenden ohne Abschluss Förderschülerinnen und -schüler.

Der Beauftragte setzt sich für ein inklusives Schulsystem und die gleichberechtigte Bildungsteilhabe von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderungen an Bildung ein. Gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. (DUK) und der Bertelsmann-Stiftung als weitere Projektträger des Jakob Muth-Preises für inklusive Schule hat er im Berichtszeitraum insgesamt neun Preisträgerinnen und Preisträger für außerordentliche Leistungen im Bereich schulischer Inklusion ausgezeichnet.

Mit seinem Kulturprogramm "Kultur im Kleisthaus" trägt der Beauftragte zudem zur Bildung für nachhaltige Entwicklung bei. Regelmäßig finden hier barrierefreie Ausstellungen, (Hör-) Filmvorführungen, Lesungen, Konzerte und Podiumsdiskussionen statt. Die Veranstaltungen sind ausdrücklich inklusiv, also für alle Menschen zugänglich. Die Werke von Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderungen erhalten dabei einen ebenso großen Raum wie die Arbeiten anderer Kulturschaffender.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

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