Navigation und Service

- -

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

Stiftung Innovation in der Hochschullehre

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Gute Absolventinnen und Absolventen sind die nachhaltige Sicherung der Innovationskraft Deutschlands. Damit die Hochschullehre zukunftsfähig bleibt, aktuellen Herausforderungen verantwortungsvoll begegnen und neue Bedarfe stetig aufnehmen kann, muss sie sich kontinuierlich und dynamisch anpassen. Diese Dynamik nachhaltig zu stärken, ist Ziel der Stiftung Innovation in der Hochschullehre: Es sollen wegweisende Projekte zu strukturell-strategischen Anpassungen, thematischen Neuausrichtungen und innovativen Ansätzen in der Hochschullehre gefördert werden. Die Stiftung soll Hochschulen und ihre Lehrenden motivieren, sich nachhaltig für gute Lehre einzusetzen. Ferner soll sie den deutschlandweiten Austausch und die (internationale) Vernetzung der Lehrenden und anderer Akteurinnen und Akteure effektiv organisieren und den Wissenstransfer in die Breite langfristig unterstützen. Ab 2021 wird die Stiftung mit 150 Millionen Euro jährlich dauerhaft gefördert, zunächst alleine durch den Bund und ab 2024 mit einer Länderbeteiligung von 40 Millionen Euro.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fortlaufende Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE)

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Hochschule

In den Ländern gibt es eine Vielzahl von Strategien und Maßnahmen, die auch mit Bezug zu den die Länder betreffenden Handlungsaufforderungen des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) für den Bereich Hochschulen/Wissenschaft zu sehen sind, deren Weiterentwicklung und Aktualisierung für die Relevanz von BNE und Nachhaltigkeit (NH) sensibilisieren und die weitere Umsetzung des Nationalen Aktionsplans BNE befördern. Themenfelder in der Zuständigkeit der Länder sind

  • Nachhaltigkeitsstrategien der Länder,
  • Verankerung von BNE im Hochschulbereich,
  • Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit den Hochschulen und
  • Finanzierungs- und Anreizsysteme.

 

Die für diese Themenfelder im NAP BNE festgeschriebenen Maßnahmen sind in fortlaufender Umsetzung. Dabei werden Bewährtes – auch unter Berücksichtigung internationaler Entwicklungen und im Zusammenwirken insbesondere mit den Hochschulen – weiterentwickelt und die Berücksichtigung von BNE/NH-Aspekten in den Beratungen und Aspekte von BNE/NH verstärkt bei aktuellen Beschlüssen der Kultusministerkonferenz eingebracht. Auf die Empfehlungen zur Digitalisierung in der Hochschullehre (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 14.03.2019) wird beispielhaft verwiesen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Medien für Lehrerinnen und Lehrer zur Gesundheitserziehung und -förderung in der Schule

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Bildungsbereich
Schule

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist das themenübergreifende Schwerpunktthema der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken und sie in ihrem Entwicklungsprozess zu unterstützen. Die gesundheitliche Aufklärung von Kindern und Jugendlichen ist in institutionelle und soziale Zusammenhänge eingebettet. Neben der Familie, dem Kindergarten, dem Jugendfreizeitbereich stellt die Schule als Lebens- und Lernraum ein zentrales Interventionsfeld für präventive Maßnahmen dar.

In der Schule können Heranwachsende aus allen sozialen Schichten über einen Zeitraum von zwölf bis 13 Jahren erreicht werden. Zudem ist die Schule gemäß ihres Erziehungs- und Bildungsauftrages verpflichtet, an der Gesundheitserziehung mitzuwirken.

Die in den Schulen tätigen Lehrerinnen und Lehrer sind deshalb für die BZgA eine wichtige Zielgruppe. Sie wirken als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, weil sie direkten Zugang zu den Kindern und Jugendlichen haben, und sie sind aufgrund ihrer Ausbildung und ihrer lehrplangemäßen Aufgaben in der Lage, gesundheitsrelevantes Wissen und Verhalten zu vermitteln und es in den Schulalltag zu integrieren.

Die BZgA entwickelt seit mehr als 20 Jahren spezielle Medien für Lehrerinnen und Lehrer zur Gesundheitserziehung und -förderung in der Schule. Sie erscheinen in der Schriftenreihe "Gesundheit und Schule". Seit einigen Jahren werden sie ergänzt um Medien für Eltern/Erziehungsberechtigte.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Schulprogramm

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert über Engagement Global im Rahmen seines Schulprogramms die Zusammenarbeit mit den deutschen Ländern und der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK), um zur strukturellen Einbindung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in die Curricula, in die Lehr- und Bildungspläne, in die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften und zur Einbeziehung von BNE in die Schul- und Unterrichtsentwicklung beizutragen. Ein Kernstück des Programms ist das Angebot an die Länder, in jedem Kultusministerium die Einrichtung einer Landeskoordinatorenstelle BNE zu unterstützen.

Seit Frühjahr 2017 wurden in elf Bundesländern Landeskoordinationsstellen eingerichtet: Baden-Württemberg (Kooperation bis 30.09.2020), Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Sachsen. Die Landeskoordinationen sind überwiegend bei den obersten Kultusbehörden des jeweiligen Bundeslands angesiedelt. In einzelnen Ländern wurde aufgrund des Zuschnitts von Zuständigkeiten für übergreifende Themen ein gewisser Stellenanteil an einem Landesinstitut angesiedelt.

Im Zentrum der Arbeit der Landeskoordinationen steht die BNE-Verankerung in normsetzenden Dokumenten und curricularen Vorgaben, den Angeboten der Länder zur Lehrkräfteaus- und -fortbildung sowie zur Schulentwicklung. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind Materialentwicklung und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Bildungsträgern. Aus detaillierten Übersichten der BNE-Maßnahmen der einzelnen Bundesländer, wie sie auch dem aktuellen KMK-Bericht zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms und zum Nationalen Aktionsplan zugrunde liegen, geht hervor, dass der Einsatz von Landeskoordinationen vor allem im zentralen Handlungsfeld "BNE als Aufgabe des Bildungswesens" zu einem deutlichen Anstieg von Aktivitäten der Bundesländer geführt hat. Durch die Einrichtung einer an den Schwerpunktsetzungen der Länder orientierten zentralen koordinierenden Stelle für BNE in der schulischen Bildung konnte in der Mehrzahl der Bundesländer die strukturelle Verankerung von BNE gezielt im Sinne von Bildung für Nachhaltige Entwicklung vorangetrieben und vertieft werden. Durch einen Ausbau von Austauschformaten für den wachsenden Kreis hieran beteiligter Akteure konnten Synergiepotentiale bei der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans – gerade auch hinsichtlich der Zusammenarbeit staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure – deutlich stärker genutzt werden als zuvor.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Transformationsprozesse begleiten und unterstützen

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Der Transformationsprozess, der darauf abzielt, langfristig eine systemische Veränderung des Bildungssystems zu bewirken und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vom Projekt in die Struktur zu bringen, findet in den Ländern vor allem durch die in den Handlungsfeldern I–IV und VI–VII aufgeführten Ziele und Maßnahmen statt.

Narrative zur Transformation werden zudem durch wohnortnahe, barrierefreie BNE-Lehr- und Erlebnispfade entwickelt (Bayern). In Brandenburg werden die Ausstellungen der Besucherzentren der Nationalen Naturlandschaften barrierefrei gestaltet und EU-Förderprojekte erhalten ein besseres Ranking, wenn sie barrierefrei ausgerichtet sind. Sachsen-Anhalt bietet Beratungs- und Qualifizierungsangebote für BNE Akteure an, um Bilder und Narrative verstärkt in digitalen Kommunikationsmedien und bei der Erstellung pädagogischer Konzepte in den BNE-Einrichtungen zu nutzen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im östlichen Afrika

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Schule

Die Deutsche UNESCO-Kommission e.V. (DUK) unterstützt mit Förderung des Auswärtigen Amts (AA) im östlichen Afrika die Stärkung von BNE-Ansätzen, zum Beispiel 2018 in Tansania, bei dem in einem Projekt zu Müllvermeidung und Recycling 15 Schulen und 40.000 Schülerinnen und Schüler erreicht wurden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Weiterbildungsangebote im Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN): Informationsveranstaltungen zur Praxis des ökologischen Landbaus

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Ziel ist die Stärkung der Wettbewerbsstellung ökologisch wirtschaftender landwirtschaftlicher Betriebe in Deutschland. Dafür finden deutschlandweit bedarfsorientiert Informationsseminare, Workshops und Schulungen statt. Erklärtes Ziel ist es, Informations-, Wissens- und Erfahrungsdefizite bei Landwirtinnen und Landwirten und Beratungskräften abzubauen. Die Maßnahme gliedert sich in zwei Veranstaltungsreihen auf: den Praktiker- und den Fachberatertagen.

Besonders gefragt sind Seminare für Landwirtinnen und Landwirte, die bereits ökologisch wirtschaften oder eine Umstellung ihres Betriebs in Richtung Bio erwägen, die sogenannten Praktikertage. Denn Kenntnisse zu produktionstechnischen und weiteren betriebs- und unternehmensbezogenen Fragen können maßgeblich zum Betriebserfolg beitragen. Hilfreich ist auch der gegenseitige Erfahrungsaustausch. In den Veranstaltungen liegt der Schwerpunkt auf der praxisorientierten Vermittlung von aktuellen Themen, Entwicklungen und Praktiken. Um diesen Maßnahmenbaustein wirkungsvoll umzusetzen, sind aktuelle Entwicklungen im ökologischen Landbau auszuarbeiten. Methodisch sind die Veranstaltungen so konzipiert, dass neben abwechslungsreichen Vorträgen von Fachkräften der Praxisbezug zum Beispiel durch die Besichtigung eines Praxisbeispiels (zum Beispiel ein landwirtschaftlicher Betrieb) gegeben ist, Diskussionen und Fragen der Teilnehmenden gefördert werden und praktische Beispielkalkulationen oder Modelle vorgestellt werden. 35 bis 45 Veranstaltungstage werden pro Jahr als Präsenzveranstaltung beziehungsweise in virtueller Form realisiert.

Bei den Fachberatertagen werden landwirtschaftliche Fachberaterinnen und Fachberater gezielt geschult. Denn sie brauchen sowohl eine hohe fachliche als auch methodische Kompetenz. Ferner ist auch für diese Gruppe ein wechselseitiger Erfahrungsaustausch langfristig sehr bedeutsam. Die Teilnahme von Beratungskräften für konventionell wirtschaftende Betriebe ist möglich. Die Inhalte sind vorrangig auf die Zielgruppe der Fachberatungskräfte für ökologisch wirtschaftende Betriebe ausgerichtet. Es werden 35 bis 45 Veranstaltungstage pro Jahr als Präsenzveranstaltung bzw. in virtueller Form als Fachdialoge, Workshops und Schulungen realisiert. Um sicherzustellen, dass die Veranstaltungen dem Bedarf der Fachberatungskräfte entsprechen, ist für die Planung des Veranstaltungsangebots ein Beraterbeirat mit Vertretern der wichtigsten Beraterorganisationen als beratendes Gremium eingesetzt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Erhalt von und Zugang zu Archiven und Bibliotheken

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Erhalt und Zugang zu Zeugnissen der Geschichte und der Vielfalt literarischer Buchproduktion in Archiven und Bibliotheken ist fortlaufende Aufgabe und Herausforderung, um verfügbares Wissen zu erhalten und dauerhaft zu bewahren. Anhand unmittelbarer Quellen und verlässlicher Wissensbestände können somit auch zukünftige Generationen die Entwicklungen der Kultur und der Gesellschaft nachvollziehen und reflektieren, fakten-basierte Entscheidungen treffen und dadurch die Möglichkeit erhalten, sich zu beteiligen und die Zukunft verantwortungsbewusst mitzugestalten.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Verankerung von Nachhaltigkeit in den Künsten und Kulturwissenschaften

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) begrüßt Initiativen der von ihr geförderten Einrichtungen, die Debatte zum Thema Nachhaltigkeit stärker als bisher in den Künsten und Kulturwissenschaften zu verankern. Das Haus der Kulturen der Welt in Berlin zum Beispiel hat immer wieder mit speziellen Veranstaltungsreihen an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft dem Thema Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert eingeräumt. In Projekten wie "Anthropozän" oder "Über Lebenskunst" wurden überkommene Vorstellungen von Natur und von der Rolle des Menschen kritisch reflektiert und ein neues, interdisziplinäres Denken in Bezug auf die Herausforderungen der Zukunft gefordert.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Jugendstrategie der Bundesregierung

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Da politische Entscheidungen in allen Politikfeldern Auswirkungen auf junge Menschen haben können, wurde am 3. Dezember 2019 erstmalig eine Jugendstrategie der Bundesregierung "In gemeinsamer Verantwortung: Politik für, mit und von Jugend" verabschiedet. Basierend auf einem gemeinsamen jugendpolitischen Verständnis hat die Bundesregierung unter Beteiligung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen für neun jugendrelevante Handlungsfelder die Ausgangslage analysiert, Handlungsbedarfe identifiziert und Maßnahmen benannt. Die Jugendstrategie der Bundesregierung verfolgt das Ziel, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bestmögliche Bedingungen zu bieten, um die Herausforderungen der Lebensphase Jugend zu meistern und dabei die Interessen und Bedürfnisse der jungen Generation angemessen zu berücksichtigen.

Die ressortübergreifende Zusammenarbeit zur Verwirklichung dieses Ziels basiert auf den Prinzipien

  • Jugend beteiligen,
  • Jugend sichtbar machen und
  • gemeinsam Verantwortung übernehmen.

 

Es geht darum, junge Menschen ernst zu nehmen und ihnen wirksame Mitsprachemöglichkeiten zu eröffnen sowie die Mitbestimmung und Selbstbestimmung junger Menschen in sie betreffenden Belangen zu stärken. Es geht darum, Jugend sichtbar zu machen, damit ihre Belange ressortübergreifend im Blick bleiben. Kurzum: Es geht um das Handeln in gemeinsamer Verantwortung für und mit der jungen Generation.

Die Jugendstrategie wird deshalb nicht nur ressortübergreifend, sondern auch mithilfe von unterschiedlichen, möglichst breiten und fundierten Jugendbeteiligungsformaten entwickelt und umgesetzt. Zu den Formaten gehören die JugendPolitikTage, eine Jugendkonferenz, themen- und maßnahmenspezifische Jugend-Audits sowie Online-Konsultationen. Die einzelnen Beteiligungsformate greifen zum einen bei der Überprüfung der Umsetzung der Jugendstrategie und zum anderen bei der Umsetzung konkreter Vorhaben der Bundesregierung im Rahmen der Strategie. So wurden in den neun Handlungsfeldern auch zahlreiche Maßnahmen aufgenommen, die unter anderem die Verknüpfung partizipativer Ansätze mit Bildungsangeboten für nachhaltige Entwicklung stärken sollen. Die Möglichkeiten zur Jugendbeteiligung bei der Umsetzung der Jugendstrategie der Bundesregierung eröffnen neue und innovative Formate des inhaltlichen Dialogs zwischen den Ressorts der Bundesregierung und Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

"Zu gut für die Tonne!"-Bundespreis

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Die Arbeit mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ist im Rahmen von "Zu gut für die Tonne!" von besonderer Relevanz. Mit dem "Zu gut für die Tonne!"-Bundespreis zeichnet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) deshalb jährlich herausragende Projekte aus, die sich in besonderer Weise für mehr Lebensmittelwertschätzung und eine Reduzierung der Lebensmittelabfälle einsetzen. Eine weitere Plattform für Aktivitäten von engagierten Privatpersonen, Verwaltungen, Vereinen, Verbänden und Unternehmen bietet die 2020 erstmals stattfindende bundesweite Aktionswoche "Deutschland rettet Lebensmittel!", welche durch die Bündelung vielfältiger Aktivitäten für mehr Lebensmittelwertschätzung werben soll.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BMBF-Grundsatzpapier Partizipation

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Das 2016 veröffentlichte Grundsatzpapier des BMBF zur Partizipation bietet Orientierung, wie die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern wirksam umgesetzt werden kann. Es fasst die Leitlinien der Bürgerbeteiligung sowie die wesentlichen Partizipationsprozesse im BMBF zusammen und führt in die Typologie der Partizipation im Bereich Forschung ein. Das Grundsatzpapier wird gegenwärtig in einem partizipativen Prozess weiterentwickelt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Weitere Weiterbildungsangebote für Landwirtinnen und Landwirte im Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Der ökologische Landbau gilt als ein besonders "informations- und wissensintensives" Managementsystem (siehe ZöL 2017). Deshalb initiiert, koordiniert und betreut das BÖLN vielfältige Weiterbildungs- und Informationsangebote. Es realisiert zurzeit neun verschiedene Wissenstransfer-, Praxis- und Weiterbildungsveranstaltungsreihen vor allem für die Landwirtschaft. Hierbei gibt es Veranstaltungsreihen, die bestimmte Themen wie Tiergesundheit oder Praxisfragen herausgreifen und solche die Prozesse, wie die Überlegung zum Einstieg in den Ökolandbau, die Umstellung auf den Ökolandbau oder die Entwicklung von bestimmten Betriebszweigen, in den Fokus stellen. Auch hier bestimmt der praktische Bedarf die Zielsetzung.

Orientierungs- und Einführungsseminare Ökolandbau

Zur nachhaltigen Stärkung der Angebotsseite in Deutschland bedarf es landwirtschaftlicher Unternehmerinnen und Unternehmer, die in die Produktionsweise des ökologischen Landbaus neu einsteigen. Die Umstellung auf den ökologischen Landbau ist ein großer Schritt für die beteiligten Familien, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Wirtschaftspartnerinnen und -partner. Die Entscheidung, die Wirtschaftsweise des Betriebs zu ändern, muss daher gründlich vorbereitet und die möglichen Entwicklungswege geplant werden.

Die Orientierung- und Einführungsseminare geben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter anderem im Rahmen einer Exkursion zu geeigneten Betrieben einen Einblick in die Praxis des Ökolandbaus. Praktikerinnen und Praktiker vermitteln Basiswissen über die ökologische Landwirtschaft und Beraterinnen und Berater berichten über die Voraussetzungen, Notwendigkeiten, Chancen und Risiken einer Umstellung.

Die Seminare bieten Betriebsleiterinnen und Betriebsleitern Hilfe bei der Entscheidung, ob eine Umstellung für den eigenen Betrieb möglich und sinnvoll sein kann. Von Herbst 2017 bis 2020 wurden insgesamt circa 25 Seminare an verschiedenen Standorten in ganz Deutschland durchgeführt.

Umstellungs- und Betriebsentwicklungsseminare

Inhaltlich bauen die Umstellungs- und Betriebsentwicklungsseminare auf die Orientierungs- und Einführungsseminare auf. Liegt eine Entscheidung zur Umstellung vor, bieten diese ein wichtiges Informationsangebot. Die Umstellung auf den ökologischen Landbau ist üblicherweise ein komplexer und langwieriger Prozess, da der ökologische Landbau als ein besonders "informations- und wissensintensives" Managementsystem gilt. Eine fundierte Vorbereitung und eine intensive Beratung vor bzw. während einer Umstellung ist für eine erfolgreiche Umstellung von großer Bedeutung. Neben der Umstellung zur ökologischen Wirtschaftsweise ist die regelmäßige, systematische Weiterentwicklung des Betriebes, bzw. einzelner Betriebszweige ein wesentlicher Faktor erfolgreichen Wirtschaftens. Hier setzen die Betriebsentwicklungsseminare an. Eine Veranstaltungsreihe betrachtet bspw. die Betriebsentwicklung in Richtung auf mehr Tierwohl. Im Fokus stehen die Bedürfnisse der jeweiligen Tierart und die Gestaltung des Umfeldes, damit die Tiere die artspezifischen Bedürfnisse möglichst umfassend ausleben können. Neben Landwirten werden auch Berufs- und Fachschullehrerinnen und -lehrer, Beraterinnen und Berater, Tierärztinnen und -ärzte angesprochen. Gerade Lehrerinnen und Lehrer wie Beraterinnen und Berater haben eine starke Multiplikatorenfunktion und können somit die Seminarinhalte in ihrem jeweiligen Berufsfeld (Schüler und praktizierende Landwirte) einbringen.

Von 2019 bis Ende 2020 wurden insgesamt rund 20 meist zweitägige Seminare zu verschiedenen Schwerpunkten an Standorten über Deutschland verteilt durchgeführt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Hochschulförderung im Ausland

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Hochschule

Partnerschaften deutscher Hochschulen mit ausländischen Hochschulen und bilaterale Hochschulkooperationsprojekte stellen als Transnationale Bildungsprojekte (TNB) Leuchttürme deutscher Wissenschaftskooperation in den Partnerländern dar. Sie ermöglichen Bildungszugänge, Kompetenz- und Wissenstransfer in beide Richtungen und bauen in großem Maße interkulturelle Kompetenz auf. Die TNB leisten zudem einen Beitrag zur Wissenschaftsfreiheit, da akademische Werte wie die Freiheit von Wissenschaft und Forschung vermittelt werden und sie in manchen Fällen einen gewissen Schutz für Wissenschaftler bieten.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Forschungspartnerschaften für die Bewertung komplexer Prozesse im System Erde in der Region Südliches Afrika - SPACES

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit der Maßnahme "Science Partnerships for the Adaptation to Complex Earth System Processes in Southern Africa" (SPACES) soll das Wissen über die Funktionsweise des Systems Erde im südlichen Afrika verbessert werden. Im weltweiten Vergleich sind im südlichen Afrika die klimawandelbedingten Folgen wie Dürren, Überschwemmungen und Nahrungsmittelknappheit in den letzten Jahren deutlich sichtbar geworden. Die Wechselwirkungen zwischen Geosphäre, Atmosphäre und Ozean sowie die Interaktionen zwischen Land und Meer sowie Biosphäre und Atmosphäre stehen daher im Mittelpunkt dieses Forschungsprogramms. Ziel ist es, Mensch und Umwelt besser auf die negativen Folgen des Klimawandels vorzubereiten und widerstandsfähige und anpassungsfähige Landnutzungssysteme zu entwickeln. Diese sollen die Menschen in ihrer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise unterstützen und resiliente Ökosysteme und ihre natürlichen Ressourcen für künftige Generationen bewahren.

Das SPACES-Programm wird durch ein Kapazitätsaufbauprogramm begleitet, das mit den in SPACES-Projekten involvierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eng abgestimmt ist und durch Maßnahmen wie Sommerschulen, Ausbildung auf Forschungsschiffen, Forschungsaufenthalte, Vernetzungsaktivitäten und Workshops mit Entscheidungsträgern begleitet wird.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Anzahl der Einträge: 271