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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

Fördermaßnahme "GRoW – Globale Ressource Wasser"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Auch im Rahmen von internationalen Forschungsvorhaben und Kooperationen sind Bildungsmaßnahmen für die relevanten Akteurinnen und Akteure vor Ort ein entscheidender Faktor zur Sicherstellung des Erfolgs der Projekte. So werden zum Beispiel in der Fördermaßnahme "GRoW – Globale Ressource Wasser" Aus- und Weiterbildungsprogramme für eine verbesserte und vorausschauende Bewirtschaftung der globalen Wasserressourcen entwickelt. Ziel ist es, die Steuerungskompetenz im Wassersektor international zu verbessern. Damit wird auch ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen im Wassersektor geleistet.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fördermaßnahme "WavE – Zukunftsfähige Technologien und Konzepte zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit durch Wasserwiederverwendung und Entsalzung"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Im Rahmen der Fördermaßnahme "WavE – Zukunftsfähige Technologien und Konzepte zur Erhöhung der Wasserverfügbarkeit durch Wasserwiederverwendung und Entsalzung" werden nachhaltige Systemlösungen entwickelt, um dem steigenden Wasserbedarf weltweit zu begegnen. Zur erfolgreichen Umsetzung der Technologien und Konzepte in die Praxis und zur Förderung des Bewusstseins für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser sind Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung (Capacity Development) sowie zum Wissenstransfer unerlässlich. In "WavE" werden beispielsweise zielgruppenorientierte Workshops und Fachseminare durchgeführt (etwa mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Industrie, Behörden, Kommunen sowie Anwenderinnen und Anwendern), Materialien für die schulische und außerschulische Bildung konzipiert (zum Beispiel Lehr- und Lernportal zum Thema Wasser) sowie öffentlichkeitswirksame Medien zur Wissensvermittlung erstellt und eingesetzt (unter anderem Informationsfilme und interaktive Präsentationsmedien).

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit dem Projekt "Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit" hat das BMBF im Rahmen der "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative" (SISI) die Entwicklung videobasierter Lehr- und Lernangebote zu Grundlagenwissen zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)/Nachhaltigkeit im Hochschulkontext gefördert. Lehr- und Lernangebote der Virtuellen Akademie zum forschenden Lernen haben es Studierenden außerdem ermöglicht, sich aktiv mit dem Forschungsprozess auseinanderzusetzen, sich auszutauschen und ihre eigenen Ergebnisse der Community zur Verfügung zu stellen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Universität Hamburg – Graduiertenschule School of Integrated Climate and Earth System Sciences (SICSS)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Die Graduiertenschule School of Integrated Climate and Earth System Sciences (SICSS) erforscht am Centrum für Erdsystemwissenschaften und Nachhaltigkeit (CEN) fächerübergreifend die verschiedenen Aspekte des Klimawandels und seinen Einfluss auf die Natur und die menschliche Gesellschaft. Die Schule ist Teil des Exzellenzclusters "Climate, Climate Change and Society" (CLICCS). Das Verständnis des Klimas und des Klimawandels über die individuelle Forschungsdisziplin hinaus sowie die Verknüpfung verschiedener Forschungsdisziplinen in den Erdsystem- und Klimawissenschaften bilden den zentralen innovativen Ansatz der Schule. Die SICSS fördert in allen Phasen der Ausbildung (Master of Science, MSc – Promotion, Ph.D. – Postdoktorand, PostDoc) mit einem strukturierten Programm die fachliche sowie überfachliche Qualifikation ihrer Mitglieder.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

"Initiative Nachhaltigkeit in der Wissenschaft" (SISI)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit der 2012 gestarteten "Initiative Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative" (SISI) unterstützt das BMBF Hochschulen, außeruniversitäre Forschungsorganisationen und Studierendeninitiativen dabei, Nachhaltigkeit in den verschiedenen Bereichen des Wissenschaftssystems zu implementieren. Dabei verfolgt das BMBF einen gesamtinstitutionellen Ansatz, den sogenannten "Whole Institution Approach", der auch im Weltaktionsprogramm Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) seine Entsprechung findet. Damit bringt das BMBF die Transformation der Hochschullandschaft zu mehr Nachhaltigkeit weiter voran. Im Rahmen von SISI werden innovative Pilotvorhaben gefördert, die dazu beitragen, die nachhaltige Entwicklung im Wissenschaftssystem institutionell zu implementieren und zu professionalisieren.

Das BMBF wird die SISI-Initiative mit einer weiteren Förderphase fortsetzen und neu ausrichten. Ziel der neuen Förderphase ist es, Transformationspfade für mehr Nachhaltigkeit an Hochschulen zu entwickeln, die auf möglichst viele Hochschulen übertragen werden können. Hierzu sollen ab 2022 Forschungsverbünde gefördert werden. Das neue Förderangebot wird in einem Agendaprozess sowohl hinsichtlich möglicher Inhalte als auch Formate gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft und Praxis diskutiert und entwickelt. Abschluss und Höhepunkt des Agendaprozesses ist das 5. SISI-Symposium "Hochschulen gemeinsam für Nachhaltigkeit", das im März 2021 als Online-Veranstaltung stattfindet.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Das "Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder": Wissenschaft wird weiblicher

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit dem "Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen" wird seit 2008 ein Anreiz zur nachhaltigen Verbesserung der Gleichstellung und insbesondere der Gleichstellungstrukturen in der Wissenschaft gesetzt. Nach positiven Evaluationen der ersten beiden Programmphasen startete 2018 die dritte Phase des Programms. Im Rahmen eines wettbewerblichen Auswahlverfahrens sind die Hochschulen aufgefordert, ihre zukunftsorientierten Gleichstellungskonzepte (beziehungsweise deren Weiterentwicklung) einem hochkarätigen Gremium von Expertinnen und Experten zur Begutachtung vorzulegen. Die strukturelle Verankerung, die Nachhaltigkeit der Gleichstellungsbemühungen sowie die Stärkung der Nachwuchswissenschaftlerinnen an den Hochschulen sind zentrale Begutachtungskriterien. Auf diese Weise erfolgen eine Sensibilisierung und ein Bedeutungszuwachs für das Thema Chancengleichheit von Frauen und Männern. Es wird ein Anstoß gegeben, die Gleichstellung an der eigenen Hochschule kritisch zu prüfen und die Gleichstellungsaktivitäten zu systematisieren und konzeptionell weiterzuentwickeln.

Hochschulen, deren Gleichstellungskonzepte positiv begutachtet wurden, können eine Förderung von drei – in der dritten Phase bei Auszeichnung des Konzepts mit dem Prädikat "Gleichstellung: ausgezeichnet!" von bis zu vier – Erstberufungen von Wissenschaftlerinnen auf unbefristete W2- und W3-Professuren in Form einer Anschubfinanzierung über max. fünf Jahre erhalten. So wird die Anzahl von Wissenschaftlerinnen in Spitzenfunktionen im Wissenschaftsbereich gesteigert. Darüber hinaus sind Hochschulen im Fall der Förderung von Regelprofessuren (das heißt nicht vorgezogenen Berufungen) aufgefordert, zusätzliche Gleichstellungsmaßnahmen in angemessener Höhe umzusetzen. Durch diese Regelung werden weitere Aktivitäten zur nachhaltigen Verbesserung der Repräsentanz von Frauen auf allen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen angestoßen. Die Ergebnisse der Programmevaluationen zeigen, "dass das Professorinnenprogramm seine Ziele – die Erhöhung des Professorinnenanteils und die Verstärkung von strukturellen Gleichstellungswirkungen – umfassend erreicht" (GESIS 2017; cews public 22).

Weiterführender Link:

Das Professorinnenprogramm des BMBF

© istock by GettyImages

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Forschungsförderrichtlinie "Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte in der inklusiven Bildung"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Ziel der Forschungsförderrichtlinie "Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte in der inklusiven Bildung" ist es, pädagogische Fachkräfte entlang der gesamten Bildungsbiografie besser auf inklusive Bildungssettings vorzubereiten. Hierfür werden unter anderem Rahmenbedingungen sowie Vor- und Nachteile unterschiedlicher (inklusiver und exklusiver) Förderbedingungen im Hinblick auf Kompetenzerwerb und -zuwachs geklärt sowie in der breiten Praxis anwendbare Instrumente und Methoden entwickelt.

Weiterführender Link:

Forschungsförderrichtlinie "Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte in der inklusiven Bildung"

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Citizen -Science- Aktion "Plastikpiraten"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Seit dem Wissenschaftsjahr 2016*17 Meere und Ozeane erheben Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren aus Schulklassen oder Jugendgruppen bundesweit Daten zu Kunststoffvorkommen an und in deutschen Fließgewässern. Die Citizen Science-Aktion "Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!", die zwischenzeitlich im Rahmen des Forschungsschwerpunktes "Plastik in der Umwelt" durchgeführt wird, hat eine doppelte Mission: Durch die Beteiligung der Jugendlichen ist möglich, mehr Datensätzen zur Plastikbelastung der Gewässer in Deutschland zu erhalten als durch wissenschaftliche Studien alleine.

Gleichzeitig sollen die beteiligten Schülerinnen und Schüler für die Problematik sensibilisiert werden, denn die Vermeidung von Plastikmüll in der Umwelt ist auch eine Aufgabe des Einzelnen. Die bisherigen Ergebnisse aus inzwischen sechs Zählzeiträumen lassen sich auf einer digitalen Deutschlandkarte einsehen. Die Kieler Forschungswerkstatt arbeitet mit den gewonnenen Daten weiter: Aus der Analyse der Plastikbelastung eines Flusses von der Quelle bis zur Mündung lassen sich wirksame Schutzmaßnahmen ableiten.

Aufgrund des großen Erfolgs der Aktion wird sie im Herbst 2020 parallel in den drei Ländern der Trio-Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union 2020/2021, Deutschland, Slowenien und Portugal, durchgeführt ("PlasticPirates Go Europe!"). Damit können zusätzliche Daten aus anderen europäischen Flussgebieten gewonnen und Jugendliche in mehreren Ländern an das Thema herangeführt werden.

Weiterführender Link:

"PlasticPirates Go Europe!"

© BMBF/Plastic Pirates – Go Europe!

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Fördermaßnahme "Integriertes Wasserressourcen-Management Iran"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Innerhalb des vom BMBF geförderten Verbundprojektes "Integriertes Wasserressourcenmanagement Iran" (IWRM Iran) im Einzugsgebiet des Zayandeh Rud (FKZ: WM1353A-G, Laufzeit: 03/2015–04/2019) wurde das Deutsch-Iranische Trainingszentrum (German Iranian Training Center, GITC) für berufliche Bildung im Wasserfach gegründet. Das GITC ist am Isfahan Higher Education and Research Institute in Isfahan angesiedelt, einem Fortbildungszentrum des Energieministeriums. In den Fortbildungszentren des Energieministeriums werden eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums und der nachgeordneten Behörden geschult. Mit dem GITC wird mittel- bis langfristig ein unabhängiges Bildungszentrum mit dem Fokus auf Wasser und Abwasser aufgebaut, das der Fortbildung sowie dem deutsch-iranischen Erfahrungsaustausch und Technologietransfer dient.

Das GITC steht auf drei Säulen:

1) Bildungsmodule: Fortbildungen im Bereich des Wasser- und Abwassermanagements (Themen: Modellierung, nachhaltige Bewirtschaftung von Grund- und Oberflächenwasser, Bewässerungstechnik, Kläranlagenbetrieb, Kanalwartung und -betrieb); Training-of-Trainer-Maßnahmen "made in Germany".

2) Deutsche Technologien im Einsatz: Praktische Schulungen an Hand von Pilotprojekten aus dem Verbundprojekt IWRM Zayandeh Rud und von deutschen Technologien, die im Iran bereits eingesetzt werden.

3) Forum für deutsch-iranische Zusammenarbeit ("Showroom"): Hier wird deutschen Unternehmen die Möglichkeit geboten, ihre Technologien zu präsentieren und entsprechende Trainings anzubieten, aber auch Konferenzen, Workshops oder Ortsbesichtigungen zu organisieren oder daran teilzunehmen.

Die Zielgruppen sind zunächst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des iranischen Energieministeriums sowie der nachgeordneten Behörden und Unternehmen. Später soll das Angebot des GITC auf weitere Interessengruppen wie den Privatsektor ausgeweitet werden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) widmet sich auf unterschiedlichen Wegen der naturwissenschaftlichen Bildung in der frühen Bildung und stellt dabei die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Pädagoginnen und Pädagogen in den Mittelpunkt. Kita-Fachkräften in Studium, Aus- und Weiterbildung sowie Lehrenden an Fach- und Hochschulen und Weiterbildnerinnen und Weiterbildnern wird durch unterschiedliche Publikations- und Veranstaltungsformate vielfältiges Wissen zur Verfügung gestellt und zugleich Impulse für die Umsetzung naturwissenschaftlicher Bildung im pädagogischen Alltag gegeben. So ging beispielsweise eine Expertengruppe unter anderem den Fragen nach: Was lässt sich über Natur erfahren, welches "Naturwissen" vermitteln? Welche Kompetenzen benötigen Kita-Fachkräfte dafür? Nicht zuletzt damit wurde die Basis für einen Wegweiser Weiterbildung gelegt, der Grundlagen früher naturwissenschaftlicher Bildung und deren Stellenwert für die Aus- und Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte beschreibt. Aber auch die Praxis wird auf Veranstaltungen in den Blick genommen, so wie beispielsweise bei der Tagung "Frühe naturwissenschaftliche Bildung! (Wie) Geht das?" im Jahr 2018. Der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis stellt so auch wiederkehrend bei allen Formaten der WIFF einen wichtigen Aspekt dar. Mit dem seit 2014 erscheinenden "Fachkräftebarometer frühe Bildung – FKB", einem Projekt der WiFF, werden auf Basis amtlicher Daten umfassende Informationen über Personal, Arbeitsmarkt, Erwerbssituation sowie Ausbildung und Qualifizierung in der Frühpädagogik geliefert.

Weiterführender Link:

Fachkräftebarometer

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Forschung und Entwicklung-Programmlinie (FuE) "Zukunft der Arbeit"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Infolge des digitalen und demografischen Wandels in der Arbeitswelt sind die Bereiche "Lernen" und "Arbeit" zunehmend enger miteinander verknüpft. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Kompetenzentwicklung für die digitale Arbeitswelt der Zukunft im Rahmen des Dachprogramms "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen". Das BMBF investierte für das Dachprogramm von 2014 bis 2020 circa 1 Milliarde Euro.

In der speziell auf sozio-technische Innovationen ausgerichteten Forschungsprogrammlinie "Zukunft der Arbeit" (1) werden Vorhaben gefördert, die Herausforderungen, Chancen und Folgewirkungen der Digitalisierung der Arbeitswelt in neun FuE-Handlungsfeldern adressieren, beispielsweise:

  • Soziale Innovationen durch neue Arbeitsprozesse möglich machen.
  • Arbeiten im Datennetz – digitale Arbeitswelten gestalten.
  • Kompetenzen im Arbeitsprozess entwickeln.
  • Zukunft der Arbeit durch Nachhaltigkeit sichern – ökonomisch, ökologisch, sozial.

 

Die Handlungsfelder der Programmlinie "Zukunft der Arbeit" wurden in FuE-Förderschwerpunkten zu folgenden Themen (2) umgesetzt: "Betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel", "Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen", "Arbeit in der digitalisierten Welt", "Gesundheit in der Arbeitswelt", "Mittelstand – innovativ und sozial", "Arbeit in hybriden Wertschöpfungssystemen" sowie "Arbeiten an und mit Menschen".

Weiterhin wurden mit dem Innovationslabor für die Industriearbeit der Zukunft "FutureWorkLab" (3) und den regionalen Kompetenzzentren der Arbeitsforschung neue Instrumente zur Verzahnung von Arbeitsforschung, betrieblicher Praxis und Hochschulausbildung eingeführt. Demnach ist hier eine inhaltliche Fokussierung auf regionale Bedarfe und Spezifika vorgesehen. Der Schwerpunkt der Kompetenzzentren aus der ersten Wettbewerbsrunde liegt auf neuen Formen von Arbeit und Organisation mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz.

Mit dem Wissenschaftsjahr 2018 "Arbeitswelten der Zukunft" (4) wurde eine breite gesellschaftliche Diskussion über die Gestaltungsmöglichkeiten für die Arbeit von morgen durchgeführt.  Mitmachaktionen, Workshops, Diskussionsrunden und Projekte haben Optionen für diese Zukunftsaufgaben erarbeitet. Überdies veranstaltete das BMBF im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft die Europäische Arbeitsforschungstagung beyondwork2020 (5) am 21.–22.10.2020 virtuell mit rund 1500 Teilnehmenden. Hier entstand eine europäische Plattform zur Definition von Forschungsbedarfen und einem interdisziplinären Austausch im Feld der Arbeitsgestaltung.

Weiterführende Links:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Programmlinie "Zukunft der Arbeit"
Future Work Lab
Wissenschaftsjahr 2018 "Arbeitswelten der Zukunft"
Konferenz "beyondwork 2030"

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Die Forschungsbörse des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Schule

Über die Onlineplattform Forschungsbörse des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) werden seit 2010 bundesweit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Schulen vermittelt. Ein großer Teil der Forschenden kommt dabei aus Forschungsbereichen zu nachhaltiger Entwicklung.

Lehrkräfte können in der Forschungsbörse nach Expertinnen und Experten suchen und diese in den Unterricht, zu Projekttagen oder Workshops einladen. Die Vermittlung der Forschenden ist für die Schulen kostenfrei. Schülerinnen und Schüler treten durch die Forschungsbörse in direkten und persönlichen Kontakt mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Sie lernen aktuelle Wissenschaft aus erster Hand – und jenseits der Lehrbücher und des Curriculums – kennen und bekommen konkrete Einblicke in die Berufspraxis, die aktuellen Themen und die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens. Die Rückmeldungen von Lehrkräften und von Schülerinnen und Schülern zur Forschungsbörse sind durchgehend positiv und lassen erkennen, dass durch die persönliche Vermittlung wissenschaftliche Fragestellungen, Methoden und Ziele von den Schülerinnen und Schülern mit Neugierde aufgenommen und reflektiert werden. Viele Lehrkräfte nutzen regelmäßig den Service der Forschungsbörse, etwa zur Gestaltung von Themenschwerpunkten und Projektwochen. Im Schnitt finden pro Jahr rund 150 Unterrichtsbesuche statt. Im Zeitraum von Mitte 2017 bis Mitte 2021 wurden über die Forschungsbörse rund 15.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. 

Bundesweit beteiligen sich derzeit über 1.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ehrenamtlich in der Forschungsbörse. Im Austausch mit jungen Menschen können sie hier ihre Vermittlungskompetenz ausbauen und so einen persönlichen Beitrag zum Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit leisten. Zudem bekommen sie die Möglichkeit ihre eigene Forschungsarbeit vorzustellen und durch die Reflexion mit den Schülerinnen und Schülern neue Perspektiven auf diese zu gewinnen. Beeindruckt sind viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach dem Besuch an den Schulen insbesondere von der Aufgeschlossenheit der Schülerinnen und Schüler und deren Bereitschaft, sich eingehend und auch kritisch mit Themen aus der Forschung zu befassen. Die Forschungsbörse konnte in den letzten Jahren ein breites Netzwerk an Partnern aufbauen. In der Kommunikation wird sie von wissenschaftlichen Institutionen und Bildungsverbänden unterstützt. Neben der überregionalen medialen Bewerbung der Onlineplattform Forschungsbörse werden ausgewählte Schultermine von lokaler und regionaler Pressearbeit begleitet.

Weiterführender Link:

Forschungsbörse

© BMBF/Forschungsbörse

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Die SchulKinoWochen von Vision Kino in den Wissenschaftsjahren

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Schule

Mit jährlich über 900.000 angemeldeten Schülerinnen und Schülern sowie deren Lehrkräften sind die SchulKinoWochen von Vision Kino eines der größten Filmbildungsprojekte Europas. Durchschnittlich nehmen circa 25 Prozent aller allgemeinbildenden Schulen in Deutschland am Projekt teil. Die SchulKinoWochen arbeiten eng mit den Kultusministerien und Bildungsinstituten der Länder zusammen. Schülerinnen und Schüler ab der 1. Jahrgangsstufe sollen durch das "Sehen von Filmen im Kino" in ihrer Film- und Medienkompetenz gestärkt werden sowie den Film und das Kino als ein gesellschaftliches wie kulturelles Gut schätzen lernen. Im Filmpool sind circa 280 Spiel-, Animations- und Dokumentarfilme und Filmklassiker, pädagogisch geeignet für alle Schularten und Jahrgangsstufen. Zusätzlich werden die Filmvorführungen durch Kinoseminare, Workshops oder Filmgespräche bereichert. Das Angebot der SchulKinoWochen wird zum größten Teil in der Primarstufe sowie der Sekundarstufe I in Anspruch genommen. Zu den Wissenschaftsjahren 2010 bis 2020 (ausgenommen 2013) realisierte Vision Kino, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, im Rahmen der bundesweiten SchulKinoWochen ein gesondertes Filmprogramm zum jeweiligen Themenschwerpunkt des Wissenschaftsjahres. Insgesamt meldeten sich in diesem Zeitraum über 420.000 Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte für die Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme an. Alle Themenschwerpunkte der vergangenen Wissenschaftsjahre haben dabei einen starken Fokus auf die Bereiche der nachhaltigen Entwicklung (Energie, Gesundheit, Nachhaltigkeit, digitale Gesellschaft, Zukunftsstadt, Meere und Ozeane, Arbeitswelten der Zukunft, Künstliche Intelligenz und Bioökonomie). Ergänzt wurde das Filmprogramm durch Sonderveranstaltungen mit renommierten Forscherinnen und Forschern aus der Forschungsbörse der Wissenschaftsjahre, die direkt im Anschluss an die Filmvorführung in den Dialog mit den Schülerinnen und Schülern getreten sind.

Weiterführende Links:

SchulKinoWochen
Forschungsbörse

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UNESCO-Internetseite zum SDG4-Monitoring

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Das BMBF förderte 2019 die Einrichtung einer Monitoring-Internetseite der UNESCO ("SCOPE – Scoping Progress in Education"), um die Fortschritte bei der Erreichung von SDG 4 weltweit zu dokumentieren. Auf dieser Internetseite werden wichtige Fakten und Trends in der Bildung weltweit zu fünf Themenbereichen zusammengefasst: 1. Zugang, 2. Chancengerechtigkeit, 3. Lernen, 4. Qualität und 5. Finanzierung. Sie ergänzt die Angaben und Informationen der Druckfassung des Weltbildungsberichts, dem Werkzeug der internationalen Gemeinschaft zur Überwachung und Messung von Fortschritten auf dem Weg zur Erreichung des Bildungsziels SDG 4.

Weiterführender Link:

Monitoring-Internetseite

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Förderbekanntmachung "Forschung zur kulturellen Bildung in ländlichen Räumen" (03.01.2019)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Die kulturelle Bildung hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Insbesondere in Städten und strukturstarken Regionen, die über eine größere Dichte an Kulturinstitutionen wie zum Beispiel Theater, Orchester und Museen verfügen, gibt es eine große Anzahl entsprechender Angebote der Kulturvermittlung. In ländlichen, peripheren Regionen sieht dies hingegen häufig anders aus. Dieser Unterschied ist nicht auf die kulturelle Bildung beschränkt; die Ausprägung von regionalen Disparitäten wird für das Bildungssystem insgesamt im Bildungsbericht 2018 als eine zentrale Herausforderung für das deutsche Bildungssystem benannt.

Bildungspolitisch stellt sich vor diesem Hintergrund die Frage, welche Rolle kulturelle Bildung in ländlichen Räumen spielt und spielen kann sowie nach angemessenen Formen ihrer zukünftigen Ausgestaltung und Förderung.

Das BMBF fördert im Rahmenprogramm Empirische Bildungsforschung Vorhaben, die sich durch einen bildungswissenschaftlich fundierten und in den Diskursen kultureller Bildung verankerten Forschungsansatz auszeichnen und auf der Grundlage einschlägiger Theoriebildung die spezifische Situation in ländlichen Räumen mittels quantitativer und/oder qualitativer sozialwissenschaftlicher Methoden empirisch untersuchen. Die Mehrzahl der Vorhaben bedient sich dabei interdisziplinärer Forschungsansätze (insbesondere aus den Bildungs-, Kultur-, Kunst-, Raum- und Sozialwissenschaften sowie der Humangeographie) und bindet lokale Akteurinnen und Akteure ein (im Sinne einer community of practice beziehungsweise research).

Derzeit werden 13 Einzelvorhaben, sieben Verbundvorhaben und ein Metavorhaben an der Universität Leipzig (Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen, MetaKLuB) gefördert.

Weiterführender Link:

Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen, MetaKLuB

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Anzahl der Einträge: 50