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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Internationale Klimaschutzinitiative – Trainingsprogramm „Energiewende für globalen Klimaschutz“ von Agora Energiewende

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Das durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) geförderte Trainingsprogramm "Energiewende für globalen Klimaschutz" von Agora Energiewende bildet Fachkräfte unabhängiger, nicht-regierungsgebundener Institute beziehungsweise Think Tanks als Change Agents beziehungsweise Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Umsetzung der Energiewende in den jeweiligen Partnerländern aus. Modulare Lehrinhalte vermitteln an Teilnehmende neben Fach- auch Querschnittskompetenzen, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu verbreiten, aktiv politische Prozesse mitzugestalten und einen Beitrag zur Umsetzung des Pariser Abkommens zu leisten.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Moderatorinnen und -Moderatoren

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Unter anderem in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen (für den Orientierungsrahmen Globale Entwicklung) und Schleswig-Holstein werden BNE-Moderatorinnen und -Moderatoren beziehungsweise -Multiplikatorinnen und -Multiplikatoren ausgebildet.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) – Plan International Deutschland

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Schule

Im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) integrierte Plan International Deutschland Lernziele und -inhalte zum Aufbau und zur Stärkung der Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen an den Klimawandel in die Bildungssysteme von Indonesien, den Philippinen und Thailand. Formale und non-formale Bildungskonzepte erweiterten das Wissen der jungen Bevölkerung über die Auswirkungen des Klimawandels, statteten sie mit erforderlichen Fertigkeiten aus und konnten einen Paradigmenwechsel anstoßen, der kinderorientierte gemeindebasierte Anpassungsmaßnahmen ermöglichte.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bilaterale Kooperationsprojekte

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Als Maßnahme zur Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung finanziert und betreibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bilaterale Kooperationsprojekte im Agrarbereich in ausgewählten Partnerländern. Ziel ist es, in den Partnerländern sowohl die nachhaltige, effiziente und ressourcenschonende Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte zu fördern, den rechtlichen Rahmen einer nachhaltigen Landwirtschaft zu unterstützen sowie die dortigen Selbstorganisationskräfte im Agrarbereich zu stärken. Auf Fachebene wird Know-how durch Weiterbildungsangebote an politische Entscheidungsträgerinnen und -träger, Beraterinnen und Berater, Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Agrarsektor im Partnerland weitergegeben. Konkret ausgestaltet wird dies durch politische und fachliche Dialoge, Vermittlung von praktischem Fachwissen mithilfe von Schulungen und Seminaren sowie Fachinformationsfahrten, innerhalb derer Agrarbetriebe themenspezifisch besucht werden. Darüber hinaus gibt es Austauschprogramme für Fachkräfte aus dem Agrarbereich sowie Nachwuchsförderungsprogramme durch Unterstützung von Agrarcolleges in den Partnerländern sowie Hospitationsmöglichkeiten in deutschen Fachbetrieben.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Zusammenarbeit mit Schulbuchverlagen und offene Bildungsmaterialien

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global in Zusammenarbeit mit Verlagen, Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktikern und Vertreterinnen und Vertretern von Zivilgesellschaft die Entwicklung von Lern- und Lehrmaterialien auf Grundlage des BMZ/KMK-Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung.

im Rahmen des Umsetzungsprozesses des Orientierungsrahmens werden unter anderem Schulbuchverlage beraten. 2018 wurden die Verlagsleitungen und weitere Führungskräfte der Verlage für Bildungsmedien über die aktuellen Entwicklungen im Bereich BNE in einer Veranstaltung am Rande der Bildungsmesse didacta informiert. In einer Fortbildung für Redakteure und Autoren konnte im November 2019 in Kooperation mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus sowie Arche Nova e.V. konkret für Verlagsmitarbeitende gezeigt werden, wie Verlage BNE in ihren Materialien nutzen können. Eine Handreichung für Verlage soll 2021 vorgelegt werden.

Im Bereich von "Open Educational Resources", (OER, offene Bildungsmaterialien) wurden im Jahr 2019 ein Positionspapier zur wechselseitigen Ergänzung von BNE und offenen Bildungsmaterialien sowie zahlreiche entsprechende Materialien veröffentlicht. Des Weiteren wurden Erklärvideos als OER zu Themen der Nachhaltigen Entwicklung erstellt, die sich sowohl für den direkten Einsatz im Unterricht als auch für die Integration in andere Materialien eignen.

© Engagement Global

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE als fester Bestandteil von Fort- und Weiterbildungen

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist in vielen Ländern mittlerweile fester Bestandteil des Angebots von Fort- und Weiterbildungen im Bereich der frühkindlichen Bildung.

Baden-Württemberg verbindet den BNE-Ideenwettbewerb "Kleine Helden" mit der Erzieherinnen- und Erzieher-Weiterbildung. Bayern bietet BNE-Workshops und Fachtage für pädagogische Fachkräfte von Kita-Trägerinnen und -Trägern, die das landeseigene Qualitätssiegel "ÖkoKids" tragen, an. Das bayrische Pilotvorhaben "Kita im Aufbruch – Prozessbegleitung Richtung Nachhaltigkeit" verfolgt das Ziel einer strukturellen und ganzheitlichen Verankerung von BNE in allen Bereichen einer Kindertageseinrichtung. Bremen setzt bei trägerübergreifenden Fortbildungsangeboten für Erzieherinnen und Erzieher einen Schwerpunkt beim Thema Klimaschutz. Eine Aus- und Weiterbildung zur BNE-Fachkraft ermöglicht die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz. Rheinland-Pfalz fördert zudem durch die Ausbildungen zum "Naturtrainer" oder "KinderGartenpaten" das ehrenamtliche Engagement in der Kita, vor allem von Seniorinnen und Senioren. Schleswig-Holstein bietet sowohl eine Fortbildungsreihe für Erzieherinnen und Erzieher als "BNE-Begleiterinnen und -Begleiter im Elementarbereich" an wie auch BNE-Weiterbildungen für Kitas durch das "Bildungszentrum für Natur, Umwelt und Ländliche Räume". Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) und das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren (MSGJFS) (Schirmherrschaft durch den Minister im MSGJFS) unterstützen in Schleswig-Holstein als Kooperationspartner die "S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung" bei der Zertifizierung von Kitas durch die "Bildungsinitiative KITA 21".

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "Global Nachhaltige Kommune"

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Kommunen

Das Projekt „Global Nachhaltige Kommune“ (GNK) ist partizipativ aufgebaut. Im Rahmen von Steuerungsgruppensitzungen werden die Akteursgruppen einer Stadt in die Strategieentwicklung eingebunden. Die Teilnehmenden repräsentieren unter anderem Bildungseinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen oder Verbände und zivilgesellschaftliche Organisationen. Bei dem Beteiligungsformat werden über die Aktivitäten der einzelnen Handlungsfelder diskutiert, unter anderem auch zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Zudem unterstützt das BMZ Nachhaltigkeitskonferenzen, die von den Kommunen in Eigeninitiative organisiert und durchgeführt werden. Ziel ist es, die Agenda 2030 in der Breite der Bevölkerung zu verankern. In vielen Praxisbereichen ergeben sich Überschneidungen zu BNE, vor allem im Sinne non-formalen Lernens. Eine trennscharfe Abgrenzung der für die Konferenzen gewählten Themenfelder von BNE ist selten möglich. Aus diesem Grund sollten die Schnittstellen und Synergiepotenziale noch stärker herausgestellt und ausgebaut werden.

© Engagement Global

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Lernort/Sozialraum, Kooperation und BNE

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

In allen Ländern beruht Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auf der engen Kooperation mit außerschulischen Bildungspartnerinnen und -partnern. Landesregierungen unterstützen deren Qualitätsentwicklung durch Auditierung und Zertifizierung, unter anderem "NUN (norddeutsch und nachhaltig)-Zertifizierung" von außerschulischen Bildungseinrichtungen als gemeinsame Länderinitiative von Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, Zertifikat "Bildungsträger für nachhaltige Entwicklung" in Hessen, BNE-Zertifizierung von außerschulischen Bildungs- und Weiterbildungsanbietern in Nordrhein-Westfalen, "LernOrte Nachhaltigkeit" in Rheinland-Pfalz, "Zukunft bilden – BNE zertifiziert" als gemeinsame Zertifizierungsstelle in Rheinland-Pfalz und Saarland und "Thüringer Qualitätssiegel BNE".

© Jan Laackmann - Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) – Internationale Klimaschutzstipendien der Alexander von Humboldt-Stiftung

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Hochschule

Das durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) geförderte Stipendienprogramm für Internationalen Klimaschutz der Alexander von Humboldt-Stiftung richtet sich an Nachwuchsführungskräfte aus der Wissenschaft, Wirtschaft sowie aus staatlichen oder nichtstaatlichen Organisationen und fördert den Austausch von Wissen, Methoden und Techniken im Bereich Klima- und Ressourcenschutz. Das Programm unterstützt nunmehr den 10. Jahrgang internationaler Klimaschutzstipendiatinnen und -stipendiaten aus Entwicklungs- und Schwellenländern.

Im Rahmen der IKI entwickelte die Universität Bonn mit Partnerorganisationen und Hochschulen der Elfenbeinküste und Ghanas einen interdisziplinären Master-Studiengang zur Nutzung und Förderung von Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik im Zusammenhang mit Biodiversität und Ökosystemleistungen und zur Unterstützung der Arbeit des Weltrats für Biologische Vielfalt (IPBES) in Westafrika. Neben dem Wissens- und Kompetenzaufbau dient der Studiengang auch als regionale Vernetzungsplattform für Expertinnen und Experten und wurde erstmals im Jahr 2020 von Studierenden 15 westafrikanischer Länder absolviert.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE als Aufgabe der Bildungssysteme der Länder: Gesetzliche und untergesetzliche Verankerung von BNE

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wird im Jahr 2020 von den Kultus- und Schulministerien verstärkt als wichtige Aufgabe des Bildungssystems Schule verstanden. Die meisten Länder haben BNE als Querschnittsaufgabe des schulischen Lernens gesetzlich und untergesetzlich verankert: unter anderem ressortübergreifende "Gesamtstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Baden-Württemberg, BNE als fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel ("LehrplanPLUS") in Bayern, Verankerung von "nachhaltiger Entwicklung/Lernen in globalen Zusammenhängen" in den Schulgesetzen von Berlin (insbesondere § 3 Abs. 3) und Brandenburg, BNE als Aufgabe des Bildungssystems in der Landesverfassung Brandenburgs, "Hamburger Masterplan BNE“, BNE als "besondere Bildungs- und Erziehungsaufgabe" im hessischen Schulgesetz (Neufassung 30.6.2017, § 6 Abs. 4), Verwaltungsvorschrift "Bildung für nachhaltige Entwicklung an allgemeinbildenden Schulen" und Verankerung von BNE im Schulgesetz (§§ 3 und 5) in Mecklenburg-Vorpommern, für Anfang 2021 geplanter BNE-Erlass in Niedersachsen, Verankerung von BNE in den Schulgesetzen des Landes (§ 1: "Verantwortungsbewusstsein (…) für die globalen Nachhaltigkeitsziele fördern“) sowie "Zukunftskonzeption Bildung für Nachhaltige Entwicklung 2015+" in Rheinland-Pfalz, Sachsen vom 26.4.2017 (§ 1 Abs. 6), Sachsen-Anhalt (§ 1 Abs 2 (7).

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bildung als Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung.

Parlamentarischer Beirat für nachhaltige Entwicklung (PBnE)

Bildungsbereich
Übergreifend

Im Frühjahr 2004 wurde der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung (PBnE) erstmalig durch den Deutschen Bundestag eingesetzt. Zu den Aufgaben des Beirats zählt nicht nur die parlamentarische Begleitung der nationalen und europäischen Nachhaltigkeitsstrategie, sondern auch der Arbeit der Bundesregierung und des Bundestages mit Blick auf Fragestellungen der Nachhaltigkeit. Zum einen bringt der Beirat Vorschläge zur Fortentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie ein und nimmt Stellung zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen, zum anderen bewertet er bei Gesetzentwürfen und Verordnungen die Nachhaltigkeitsprüfung der Bundesregierung im Rahmen der Gesetzesfolgenabschätzung und leitet selbstständig entsprechende gutachterliche Stellungnahmen an die federführenden Ausschüsse des Bundestages weiter. Zum anderen sorgt der Beirat mit öffentlichen Anhörungen für den notwendigen gesellschaftlichen Dialog und stößt mit regelmäßig veröffentlichten Positionspapieren wichtige Debatten zum Thema "Nachhaltige Entwicklung" an.

Bereits im Jahr 2010 hatte der Beirat in einer Entschließung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an die Bundesländer appelliert, BNE strukturell in der schulischen und beruflichen Bildung zu verankern. 2012 betonte der Beirat in einer Unterrichtung zum "Fortschrittsbericht 2012 zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie" erneut die Rolle der Bildung im gesellschaftlichen Transformationsprozess in Richtung Nachhaltigkeit.

Auch in der 19. Wahlperiode setzt sich der Beirat intensiv mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auseinander. In seinem Positionspapier "Nachhaltigkeit: Bildung und Engagement – Bildung als Schlüssel für nachhaltige Entwicklung stärken" (Ausschussdrucksache 19(26)55) hat der Beirat die Bedeutung von BNE als Schlüssel für eine zukunftsfähige Gesellschaft unterstrichen. Im Rahmen von zwei öffentlichen Fachgesprächen hatten die Mitglieder des Beirats zudem die Gelegenheit, sich mit Sachverständigen zu diesem Themenkreis auszutauschen (37. Sitzung am 29. Januar 2020 zum Thema "Lebenslanges Lernen – Lerninhalte für Bildung für nachhaltige Entwicklung" und 39. Sitzung am 12. Februar 2020 zum Thema "Strukturanforderungen an ein zukunftsfähiges Bildungssystem"). Dabei wurde insgesamt deutlich, dass in Hochschulen, Berufsschulen, Bildungsstätten, Betrieben, Schulen, Kindertagesstätten und Kommunen, ebenso wie an zahlreichen Orten des informellen Lernens das Bewusstsein für die Bedeutung sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit stetig wächst. Nicht nur Schülerinnen und Schüler protestieren für mehr Klimaschutz, auch Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher sowie Ausbildende zeigen großes Interesse an Ideen und Strategien zur Vermittlung von Nachhaltigkeit. Umso wichtiger ist es aus Sicht des Beirats, diese Themen langfristig in den Bildungs-strukturen zu verankern und somit verantwortungsbewusstes Denken und Handeln zu ermöglichen.

Für alle Bildungsbereiche gilt es, den Grundgedanken von BNE einer nachhaltigeren Ausgestaltung der Bildungsinstitutionen zugrunde zu legen, nach dem Bildung für alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen ungeachtet ihres sozioökonomischen Hintergrunds, ihres Geschlechts oder anderer Faktoren inklusiv zugänglich sein soll. Der PBnE weist darauf hin, dass die Indikatoren "Frühe Schulabgängerinnen und Schulabgänger" sowie "Ausländische Schulabsolventinnen und -absolventen" der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie bisher einen nicht zielkonformen Trend aufweisen. Die Bundesregierung sollte gemeinsam mit den Ländern, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft weiterhin darauf hinwirken, dass die entsprechenden Ziele der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie rechtzeitig erreicht werden.

Weiterführender Link:

Positionspapier "Nachhaltigkeit: Bildung und Engagement – Bildung als Schlüssel für nachhaltige Entwicklung stärken" (PDF extern | 210 KB)

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Programm "Bildung trifft Entwicklung" (BtE)

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Im Auftrag und mit Mitteln des BMZ führt Engagement Global das "Programm Bildung trifft Entwicklung" (BtE), durch. BtE ist ein bundesweites niedrigschwelliges Programm zum Globalen Lernen/Bildung für nachhaltige Entwicklung, bei dem besonders die Erfahrungen und Kompetenzen von rückgekehrten Fach- und Nachwuchskräften aus der Entwicklungszusammenarbeit und von Menschen aus Ländern des Globalen Südens eingebunden werden. BtE qualifiziert und vermittelt Referentinnen und Referenten für Bildungsveranstaltungen im Globalen Lernen. Eine-Welt-Themen werden bei diesen Bildungsveranstaltungen durch Referentinnen und Referenten mit authentischen Erfahrungen aus dem Globalen Süden durch einen mindestens einjährigen Aufenthalt in Entwicklungsländern erfahrbar gemacht.

Mit BtE wird auch das Ziel verfolgt, junge Menschen zu Engagement im Rahmen der entwicklungs­politischen Bildungsarbeit zu motivieren und zu qualifizieren sowie ihre Rolle als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu stärken. Der größte Teil der Veranstaltungen findet mit jungen Menschen als Teilnehmenden statt. Die Nutzung digitaler Medien für das Globale Lernen und den Austausch mit Südpartnern im Rahmen des "CHAT der WELTEN" ist ein weiterer Schwerpunkt von BtE.

Weiterführender Link:

"Programm Bildung trifft Entwicklung" (BtE)

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Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE)

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Im Bereich der beruflichen Bildung bündelt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) seine Angebote in dem Förderprogramm „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung befördern. Über grüne Schlüsselkompetenzen zu klima- und ressourcenschonendem Handeln im Beruf (BBNE)“ im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF). BBNE verbindet Inhalte nachhaltiger Entwicklung mit Aspekten der Beruflichkeit und setzt dabei Methoden und pädagogische Zielsetzungen der BNE im Verständnis politischer Bildung sowie der praxis- und erlebnisorientierten offenen Jugendarbeit ein.

Auf Talentsuche gehen, Berufe kennenlernen und erfahren, wie dort nachhaltiges Handeln möglich ist – dies zeigen bundesweit angebotene Workcamp-Projekte.

Für Auszubildende und Ausbildungspersonal in Bauberufen bieten die geförderten Projekte Kurse zur gewerkeübergreifenden Zusammenarbeit in der energetischen Gebäudesanierung.

Für Projekte der zweiten BBNE-Förderrunde stellen das BMU und die Europäische Union (EU) im Zeitraum von 2019 bis 2022 rund 9,5 Millionen Euro europäische Mittel und rund 7,7 Millionen Euro aus Bundesmitteln bereit. 14 Projekte der zweiten Förderrunde sind zum Jahresbeginn 2019 gestartet.

Übersicht bisheriger Projekte und Hintergrund zum Programm unter:

Nachhaltige Arbeitswelt
Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) (ESF)

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Förderung der Internetplattform "Die Eine Welt Internet Konferenz" (EWIK)

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global die Bündelung von Online-BNE-Materialien zum BMZ/KMK-Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung auf der Internetplattform Die Eine Welt Internet Konferenz (EWIK).

Die im Rahmen der Länderinitiativen zur Umsetzung des Orientierungsrahmens entwickelten Materialien zu BNE bzw. zum Globalen Lernen werden dem EWIK-Portal zur Verfügung gestellt. Bis Ende 2020 wurden mehr als 80 umfangreiche Lern- und Lehrmaterialien zu Möglichkeiten der Berücksichtigung von BNE in Schule erstellt. Damit wird ein großes Spektrum sowohl an Themen wie auch an didaktischen Grundsätzen und strukturellen Vorgaben des Orientierungsrahmens der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Insgesamt werden jedes Jahr rund 25.000 Downloads von BNE-Materialien auf der EWIK-Plattform getätigt.

Weiterführender Link:

Internetplattform "Die Eine Welt Internet Konferenz" (EWIK)

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Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN)

Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE)

Bildungsbereich
Übergreifend

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) fördert mit den Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) seit 2016 das Nachhaltigkeitsengagement von Akteurinnen und Akteuren aus der Zivilgesellschaft, der Politik und der Verwaltung über die Grenzen der Bundesländer hinweg. Die RENN verknüpfen bundesweit bestehende Nachhaltigkeits-Initiativen, begeistern neue Akteurinnen und Akteure für das Thema und strukturieren den Austausch von Erfahrungen und Meinungen. Jedes Jahr organisieren die RENN über 100 Veranstaltungen zu den brennenden Fragen der Nachhaltigkeit und geben in zahlreichen Publikationen praktische Tipps zur Umsetzung der 17 UN- Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) vor Ort. Beim "Projekt Nachhaltigkeit" zeichnen die RENN in Kooperation mit dem RNE jedes Jahr 40 Initiativen und Projekte aus, die sich besonders erfolgreich für eine nachhaltige Entwicklung in der gesamten Breite der Gesellschaft einsetzen. Seit Ende 2019 verantwortet RENN.süd den Nachhaltigen Warenkorb. Dieser bietet Konsumalternativen und Tipps für nachhaltige Lebensweise.

Weiterführender Link:

Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN)

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