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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

SDG Kommunikationsoffensive

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Übergreifend

Für die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung auf nationaler und internationaler Ebene gilt es, bei Akteuren aus allen gesellschaftlichen Bereichen, also aus – Staat, Wirtschaft und Gesellschaft – eine neue Kultur der Nachhaltigkeit zu fördern und sie zum gemeinsamen, nachhaltigen Handeln zu bewegen. Aus Sicht des BMZs besteht daher insbesondere im non-formalen Bereich eine große Chance, die Agenda 2030 bekannter zu machen, vor Ort zu verankern und in konkrete Lern- und Handlungsmöglichkeiten zu übertragen.

Mit seiner SDG Kommunikationsoffensive leistet das BMZ einen Beitrag dazu, die Agenda 2030 in die Breite zu tragen und verschiedene gesellschaftliche Akteure zu nachhaltigem Handeln zu motivieren. Hierzu gehört die Zusammenarbeit mit reichweitenstarken zivilgesellschaftlichen Organisationen wie dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Transfair e.V., der World Benchmarking Alliance (WBA) oder dem Deutschen Roten Kreuz (DRK). Diese Organisationen tragen die Kommunikation zur Agenda 2030 sowohl in die breite Öffentlichkeit als auch in ihre internen Strukturen und stellen dort Verbindungen zwischen der Agenda 2030 und dem konkreten (Verbands-) Handeln her. Der Fokus liegt dabei stets auf handlungsorientierter Kommunikation und dem Beitrag jeder und jedes Einzelnen zu der globalen nachhaltigen Entwicklung.

Im Rahmen der Kommunikationsoffensive wurden beispielsweise auch mehrere Stopps der "Tour der Nachhaltigkeit" in verschiedenen deutschen Städten gestaltet. Bei jeder Veranstaltung stand die Bedeutung der Agenda 2030 für das tägliche Leben und Handeln im Zentrum. Der Fokus lag dabei auf niedrigschwelligen Mitmachaktionen, die Begeisterung für die Agenda 2030 schaffen sollen. Weitere Anknüpfungspunkte der Kampagne sind die Zusammenarbeit mit der UN SDG Action Campaign sowie die Vergabe des Deutschen Nachhaltigkeitspreis, die gute Beispiele für die Umsetzung der Agenda 2030 prämieren und die allgemeine Bevölkerung informieren.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Geschäftsstelle BNE bei der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Das BMBF fördert eine bei der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. (DUK) angesiedelte Geschäftsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) (siehe Details in Kapitel 1 und 2).

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Kompetenzzentrum für Prozessbegleitung und Prozessevaluation (BiNaKom)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Kommunen

Der Nationale Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) hebt die Bedeutung bildungsbereichsübergreifender Unterstützungsleistungen in kommunalen Bildungslandschaften hervor. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt "Bildung – Nachhaltigkeit – Kommune: BNE-Kompetenzzentrum für Prozessbegleitung und Prozessevaluation (BiNaKom, Verbundleitung: Deutsches Jugendinstitut e.V.)" begleitet für eine Laufzeit von zunächst drei Jahren seit Juli 2020 circa 50 Modellkommunen bundesweit bei der systematischen Weiterentwicklung und Implementierung von BNE auf lokaler Ebene.

Ziel des Kompetenzzentrums ist es, BNE entlang der Bildungskette auf kommunaler Ebene strukturell zu verankern und damit eine notwendige Voraussetzung für eine ganzheitlich nachhaltige Entwicklung in Kommunen zu schaffen. BiNaKom wird hierfür Ansätze und Initiativen einer BNE auf kommunaler Ebene stärker mit dem datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement verknüpfen und Prozesse vor Ort empiriebasiert begleiten und kontinuierlich optimieren (formative Evaluation).

Zentrale Aufgabe des Kompetenzzentrums mit vier bundesweit verteilten Standorten ist die Prozessbegleitung der ausgewählten Modellkommunen, die unterschiedliche Entwicklungsstände im Bereich BNE aufweisen. Sie werden in regional differenzierter Zuständigkeit auf Basis eines Beratungskonzeptes begleitet, welches den individuellen Gegebenheiten der jeweiligen Kommune nach einem Baukastenprinzip angepasst wird. Hierbei kommt eine Vielzahl verschiedener Formate zum Tragen. Diese reichen von individuellen, regionalspezifischen bis zu interkommunal-übergreifenden und speziellen europäischen Formaten. Das Vorhaben verknüpft seine Arbeit von Beginn an mit Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und des Wissenstransfers.

Die Angebote des Kompetenzzentrums knüpfen an bestehende Strukturen, Prozesse, Maßnahmen und Produkte aus kommunalen Bildungslandschaften, den Ländern und des Bundes an. Die Erkenntnisse aus dem Fördervorhaben fließen in die Beratung der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (NP BNE), des BMBF und weiterer Gremien, insbesondere des Bildungsbereichs Kommunen, ein.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Verankerung von BNE in den Lehrplänen der Fächer

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

In den Bildungs- beziehungsweise Lehrplänen der Länder zeigen sich in allen Ländern inzwischen in vielen Fächern thematische Verknüpfungen von BNE und Globalem Lernen – allerdings in unterschiedlicher Tiefe und auf Grundlage unterschiedlicher BNE-Verständnisse insbesondere hinsichtlich eines transformatorischen Anspruchs von BNE. Schwerpunkte bilden Fächer wie Sachunterricht in der Grundschule, Geographie und Politik bei den Gesellschaftswissenschaften, Biologie, Physik bei den Naturwissenschaften in den weiterführenden Schulen. BNE und Globales Lernen findet sich auch in rahmenden Dokumenten auf der Ebene von Bildungs- und Erziehungszielen. In Bayern wurde BNE in die Lehramtsprüfungsordnung (§ 33 in LPO I, Ordnung für die Erste Prüfung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen) aufgenommen. In Hamburg ist BNE im erziehungswissenschaftlichen Studium aller Lehrämter (Drucksache 21/11562 vom 9.1.2018) verankert.

In vielen Ländern, unter anderem Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein wurden beziehungsweise werden Bildungs- beziehungsweise Lehrpläne unter Berücksichtigung von BNE als Querschnittsaufgabe überarbeitet. Im Saarland wird ein "Basiscurriculum BNE" als Grundlage für die nachfolgende Lehrplanarbeit erstellt.

Es werden Überschneidungen und Bezüge hergestellt zu angrenzenden Querschnittsthemen wie Verbraucherbildung und ökonomischer Bildung, Mobilitätserziehung, kultureller Bildung, Demokratie- und Menschenrechtsbildung, Friedenserziehung und vermehrt auch zu digitaler Bildung.

© Michael Woizick

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Schulbücher

Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)

Bildungsbereich
Schule

Aufgreifen von Arbeiten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in Schulbüchern: Ein wichtiger Begleitnutzen der Arbeit des WBGU ist das Aufgreifen der Gutachtenthemen in Schulbüchern.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

An bestehende Strukturen anknüpfen

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Bund und Länder kooperieren bei der Förderung des Freiwilligen Ökologischen Jahres, welches vielfältige Anknüpfungspunkte für eine gelebte BNE bietet. Die Platzzahl konnte im Berichtszeitraum mancherorts kontinuierlich erweitert werden (zum Beispiel Bremen: 40 Plätze im Jahrgang 2017/2018 über 50 Plätze im Jahrgang 2019/2020 auf 70 Plätze beginnend mit dem Jahrgang 2020/2021).

Auch die Nationalen Naturlandschaften sind stabile Strukturen, in denen sich non-formale und informelle BNE-Angebote optimal auf lokale Gegebenheiten anpassen lassen. Im Berichtszeitraum erreichte unter anderem Brandenburg eine Verbesserung der Stellensituation in Nationalen Naturlandschaften mit dem Schwerpunkt BNE.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Lernportale zu BNE

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Verschiedene Länder stellen ländereigene Lernportale zu BNE zur Verfügung, unter anderem "Future:N" aus Baden-Württemberg, Internetportal für politische Bildung für bayrische Schulen mit eigenem Bereich BNE, Hamburger Bildungsserver, hessisches BNE-Portal, BNE-Portal in Nordrhein-Westfalen bei der "Fach- und Koordinierungsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung", BNE-Portal des Bildungsservers Rheinland-Pfalz, sächsisches BNE-Portal/sächsisches Portal schulische Qualitätsentwicklung.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Landesstrategien BNE

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Außerdem wurden weitere Landesstrategien BNE entwickelt: "Rahmenlehrplan 1-10" in Berlin, "Hamburger "Masterplan BNE", Novellierung der Landesstrategie "Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW (2016–2020)" geplant für 2020/21 in Nordrhein-Westfalen, "Zukunftskonzeption BNE 2015+" in Rheinland-Pfalz, "Sächsische Landesstrategie BNE" 2019, Schleswig-Holstein (in Entwicklung), "Thüringer Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung" 2019, im Saarland sind BNE und Globales Lernen Teil der entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Internationale Klimaschutzinitiative – Trainingsprogramm „Energiewende für globalen Klimaschutz“ von Agora Energiewende

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Das durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) geförderte Trainingsprogramm "Energiewende für globalen Klimaschutz" von Agora Energiewende bildet Fachkräfte unabhängiger, nicht-regierungsgebundener Institute beziehungsweise Think Tanks als Change Agents beziehungsweise Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Umsetzung der Energiewende in den jeweiligen Partnerländern aus. Modulare Lehrinhalte vermitteln an Teilnehmende neben Fach- auch Querschnittskompetenzen, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu verbreiten, aktiv politische Prozesse mitzugestalten und einen Beitrag zur Umsetzung des Pariser Abkommens zu leisten.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Jugendbeteiligungsbüro youboX

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Mit dem Ziel der Einbindung junger Menschen in Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse zum Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit Mitte 2017 ein bei der Stiftung Bildung angesiedeltes Jugendbeteiligungsbüro, die "youboX" (Details siehe Kapitel 2).  

BNE ausbuchstabiert: Themen der youcoN aus der Sicht der Teilnehmenden. © Christopher Zentgraf - youpaN

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "Neue Ansichten – Überraschende Einsichten – Schöne Aussichten: Kultur und Nachhaltigkeitspolitik im Dialog"

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) wollten mit dem 2017 auf drei Jahre angelegten Projekt "Neue Ansichten – Überraschende Einsichten – Schöne Aussichten: Kultur und Nachhaltigkeitspolitik im Dialog" Kunstpraxis und Kulturpolitik sowie Wissenschaft und Nachhaltigkeitspolitik miteinander ins Gespräch bringen. Ziel war, neue Kommunikationsformate zur Kultur der Nachhaltigkeit im Sinne der Ziele der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und der von den Vereinten Nationen (United Nations, UN) beschlossenen "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" zu entwickeln sowie Anknüpfungspunkte kultureller Diskurse und künstlerischer Praxis an die Nachhaltigkeitspolitik aufzuzeigen.

Im Rahmen des Projekts wurde im Sommer 2017 ein sechswöchiges Artist in Residence-Stipendium auf der Insel Vilm ausgeschrieben. Es richtete sich an Kunstschaffenden aus den Sparten Bildende Kunst, Literatur und Musik. Aus den 142 Einreichungen wählte eine Jury drei Einzelbewerberinnen und -bewerber und ein Künstlerduo aus. Im Juni 2017 fand auf Vilm ein dreitägiger Workshop statt, an dem die am Projekt beteiligten Institutionen, die Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Expertinnen und Experten aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, des Kunstbetriebs und Initiatoren von Transformationsprojekten teilnahmen. Der Austausch gab wichtige inhaltliche Impulse für das weitere Projekt.

Wie können wir durch das Zusammenspiel von Kunst und Wissenschaft aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen artikulieren? Wie Transformationsprozesse kritisch begleiten und wie den Weg in eine nachhaltige Zukunft ebnen? Mit diesen Fragen hatte das UBA im Rahmen des Projektes im Juni 2018 Kunstschaffende eingeladen, sich in einem Tandem-Stipendium für eine Zusammenarbeit mit Fachleuten des UBA zu bewerben. Durch das Tandem-Stipendium sollte der kulturelle Diskurs zwischen Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeitspolitik befördert werden. Im Mittelpunkt standen dabei neue Formen der Erkenntnisproduktion, die in der Schnittmenge von Kunst und Wissenschaft entstehen. Unter den knapp 90 Einreichungen wählte eine Jury vier junge Kunstschaffende aus, die zu konkreten Fragen gemeinsam mit ihrem wissenschaftlichen Part aus dem Amt arbeiten sollten. Das Stipendienprogramm "Tandem" wurde von den Mitarbeitenden des UBA und den beteiligten Kunstschaffenden sehr engagiert verwirklicht. Der Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft/Umweltpolitik/Verwaltung wurde von allen Teilnehmenden als bereichernd beschrieben. Die Erfahrungen und Ergebnisse werden in einer Publikation dokumentiert.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Wissenschaftliche Beratung und Nationales Monitoring zu BNE (FU Berlin)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Das BMBF fördert die wissenschaftliche Beratung und ein nationales Monitoring zu BNE, angesiedelt am Institut Futur der Freien Universität Berlin (siehe Kapitel 2).

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Moderatorinnen und -Moderatoren

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Unter anderem in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen (für den Orientierungsrahmen Globale Entwicklung) und Schleswig-Holstein werden BNE-Moderatorinnen und -Moderatoren beziehungsweise -Multiplikatorinnen und -Multiplikatoren ausgebildet.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) – Plan International Deutschland

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Schule

Im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) integrierte Plan International Deutschland Lernziele und -inhalte zum Aufbau und zur Stärkung der Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen an den Klimawandel in die Bildungssysteme von Indonesien, den Philippinen und Thailand. Formale und non-formale Bildungskonzepte erweiterten das Wissen der jungen Bevölkerung über die Auswirkungen des Klimawandels, statteten sie mit erforderlichen Fertigkeiten aus und konnten einen Paradigmenwechsel anstoßen, der kinderorientierte gemeindebasierte Anpassungsmaßnahmen ermöglichte.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bilaterale Kooperationsprojekte

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Als Maßnahme zur Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung finanziert und betreibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bilaterale Kooperationsprojekte im Agrarbereich in ausgewählten Partnerländern. Ziel ist es, in den Partnerländern sowohl die nachhaltige, effiziente und ressourcenschonende Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte zu fördern, den rechtlichen Rahmen einer nachhaltigen Landwirtschaft zu unterstützen sowie die dortigen Selbstorganisationskräfte im Agrarbereich zu stärken. Auf Fachebene wird Know-how durch Weiterbildungsangebote an politische Entscheidungsträgerinnen und -träger, Beraterinnen und Berater, Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Agrarsektor im Partnerland weitergegeben. Konkret ausgestaltet wird dies durch politische und fachliche Dialoge, Vermittlung von praktischem Fachwissen mithilfe von Schulungen und Seminaren sowie Fachinformationsfahrten, innerhalb derer Agrarbetriebe themenspezifisch besucht werden. Darüber hinaus gibt es Austauschprogramme für Fachkräfte aus dem Agrarbereich sowie Nachwuchsförderungsprogramme durch Unterstützung von Agrarcolleges in den Partnerländern sowie Hospitationsmöglichkeiten in deutschen Fachbetrieben.

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