Navigation und Service

- -

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

Umsetzung des NAP BNE durch die Länder im schulischen Bereich

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) wurden für den Bereich der schulischen Bildung die fünf genannten Handlungsfelder sowie prioritäre Ziele und geeignete Maßnahmen formuliert, die eine zielgerichtete Implementierung von BNE im schulischen Bereich ermöglichen können. Hierbei geht es insbesondere darum, das Konzept der nachhaltigen Entwicklung als selbstverständliche Aufgabe der Bildungsverwaltung und des Bildungswesens zu verstehen, BNE in der Lehr- und (pädagogischen) Fachkräftebildung zu integrieren und strukturell in den Lehr- und Bildungsplänen sowie am Lernort und im Sozialraum Schule zu verankern und dabei die Partizipation von Kindern, Jugendlichen und Zivilgesellschaft als (Mit-)Gestaltungsinstrument sinnvoll zu berücksichtigen.

Die Länder entscheiden im Rahmen ihrer Zuständigkeit, wie sie diese fünf Handlungsfelder mit Maßnahmen hinterlegen.

Seit der Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) im Juni 2017 haben die Länder eine kontinuierliche, detaillierte und umfangreiche Berichterstattung ihrer BNE-Maßnahmen etabliert, deren aktueller Stand auch die Grundlage für diesen Bericht darstellt. Es ist festzustellen, dass BNE im Bereich Schule deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Die Verankerung in den Bildungssystemen der Länder ist auf durchaus unterschiedliche Art und Weise und unterschiedlich stark vorangeschritten. Auffallend ist, dass neben der Einbindung in bereits bestehende Strukturen und Projekte zum Teil auch neue Strukturen etabliert wurden (zum Beispiel Koordinierungsstellen, Unterstützungsagenturen, Arbeitskreise, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in der Schulverwaltung und den Landesinstituten sowie regionale und schulstandortbezogene Fachberatungssysteme).

Die Kultus- und Schulministerien erachten den Kompetenzerwerb von Schülerinnen und Schülern im Sinne einer BNE verstärkt als wichtige Aufgabe des Bildungssystems Schule. Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Diskussionen um die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft zu betrachten, an denen sich auch die Schülerinnen und Schüler lebhaft beteiligen.

Es hat sich daher durchgesetzt, neben der weiterhin vorhandenen Förderung beziehungsweise Unterstützung von Wettbewerben, Veranstaltungen und Einzelaktionen BNE als Querschnittsaufgabe im schulischen Lernen zu verankern. Immer mehr Länder erachten gesetzliche oder untergesetzliche Verankerungen von BNE für wesentlich. Zunehmend entwickeln sie Konzepte, die die Grundlage für die Implementierung von BNE etwa in die Lehrplanerstellung und die schulische Fortbildung bilden. Alle Länder unterstützen Programme für Vorreiterschulen beziehungsweise Schullabel für BNE, zum Teil gefördert als landeseigene Initiativen, die außerschulische Bildungsakteurinnen und -akteure als Schulpartnerinnen und -partner beteiligen und Netzwerke bilden. Auch im Lehramtsstudium ist BNE zunehmend verankert, wenn auch noch nicht durchgehend, da abhängig von länderspezifischen Bedingungen, Studienstandort und Fakultät. Viele Länder nutzen bei der fachlichen Umsetzung von BNE den "Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung". Auf Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK) wird der Orientierungsrahmen derzeit um die gymnasiale Oberstufe erweitert. Die erweiterte Fassung soll bis 2022 vorliegen.

Außerdem sind im Berichtszeitraum weitere BNE-Landesstrategien entstanden, zum Teil mit ausdrücklichen Bezugnahmen auf die jeweiligen Landesnachhaltigkeitsstrategien. Einige Länder haben erste (zählbare) Indikatoren für den Grad der Verankerung von BNE festgelegt.

Damit ist die systematische und auf Dauer angelegte Verankerung von BNE, wie sie der NAP BNE fordert, im Bildungsbereich Schule deutlich vorangeschritten. Insbesondere in den Handlungsfeldern I bis IV gelang es, Erträge zu erzielen, die maßgeblichen Akteursgruppen im Bereich Schule zu Gute kommen.

Mit den entlang der Handlungsfelder des NAP BNE aufgeführten Länderaktivitäten ist keine Hervorhebung verbunden. Es handelt sich um eine exemplarische Nennung ohne Anspruch auf Vollzähligkeit, die der Illustration der vielfältigen Projekte und Maßnahmen in den verschiedenen Ländern dienen soll.

_________________________________________________

Die Textbeiträge der KMK im Kapitel Schule basieren auf dem Beschluss des 421. Schulausschusses der KMK, 26./27.11.2020, TOP 21. Für diesen Zweck wurde eine umfangreiche Befragung aller Länder hinsichtlich der Implementierung von BNE in den Schulen durchgeführt, in der die Länder ihre BNE-Aktivitäten aufgeführt haben.

Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Eine gute Ausbildung wird noch stärker als bisher entscheidend für einen guten und nachhaltigen Einstieg in das Berufsleben sein. Zudem kommt ihr als wesentliche Grundlage für weitere berufliche Entwicklungen und Qualifizierungen eine hohe Bedeutung zu. Im Rahmen des Gesetzes zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung ("Arbeit-von-morgen-Gesetz") sind deshalb die Möglichkeiten der Ausbildungsförderung weiterentwickelt worden.

Seit 2015 hat sich das bislang befristete Instrument der Assistierten Ausbildung etabliert und findet Rückhalt bei den beteiligten Akteurinnen und Akteuren. Im Zuge der Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung wurde die Assistierte Ausbildung mit dem "Arbeit-von-morgen-Gesetz" als dauerhaftes Unterstützungsinstrument gesetzlich verankert und weiterentwickelt. Die Assistierte Ausbildung beinhaltet eine individuell an den Bedürfnissen des jungen Menschen ausgerichtete, kontinuierliche Unterstützung und sozialpädagogische Begleitung. Im Rahmen der optionalen Vorphase kann die Integration in eine betriebliche Berufsausbildung unterstützt werden. Ziele während einer Berufsausbildung (begleitende Phase) sind der Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten, die Förderung fachtheoretischer Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie die Stabilisierung des Berufsausbildungsverhältnisses. Zudem können auch Teilnehmende an einer Einstiegsqualifizierung sowie der jeweilige Betrieb durch die begleitende Phase der Assistierten Ausbildung unterstützt werden.

Durch die Neuregelungen können nun auch junge Menschen, die als Tagespendler im grenznahen Ausland leben und die in Deutschland eine Ausbildung absolvieren, mit der Assistierten Ausbildung gefördert werden.

Junge Menschen können ausbildungsbegleitende Hilfen erhalten, wenn sie zusätzliche Unterstützung benötigen, um eine betriebliche Berufsausbildung beginnen, fortsetzen oder erfolgreich abschließen zu können. Um parallele Strukturen zu glätten, werden die ausbildungsbegleitenden Hilfen im Jahr 2021 mit der Assistierten Ausbildung zusammengeführt.

Bislang erhielten Teilnehmende an einer Einstiegsqualifizierung ausschließlich die vereinbarte Praktikumsvergütung durch die Arbeitgeberin bzw. den Arbeitgeber. Je nach Wegstrecke können dafür allerdings erhebliche Fahrkosten anfallen. Aufgrund dessen wurde eine Regelung geschaffen, durch die Teilnehmenden nach dem SGB III ab dem 1. August 2020 die Fahrkosten erstattet werden können. Fahrkosten für Teilnehmende aus dem Rechtskreis SGB II sind wie bisher auch als Absetzbeträge zu berücksichtigen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE als Querschnittsaufgabe in der Frühpädagogik

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Die frühe Kindheit ist eine entscheidende und sensible Phase in der Entwicklung von Kindern. Hier eignen sie sich bestimmte Grundfertigkeiten, Werthaltungen und Überzeugungen für die Zukunft an. Die Entwicklung entsprechender Kompetenzen und Einstellungen entscheidet darüber, wie sie sich selbst in ihrem weiteren Leben ihren Mitmenschen und der Umwelt gegenüber verhalten.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wird damit zu einer Querschnittsaufgabe in der Frühpädagogik, die auf die Persönlichkeitsentwicklung sowie soziales Denken und nachhaltiges Handeln gerichtet ist. Zur Umsetzung dieser Zielstellung ist das in der Kindertagesbetreuung tätige Personal entsprechend zu qualifizieren. Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat sich hierzu im "Handlungsfeld (HF) III: BNE in die Aus- und Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften integrieren" zum Ziel gesetzt, den Themenbereich Bildung für nachhaltige Entwicklung BNE als Bestandteil in die Ausbildung an Fachschulen und Fachakademien aufzunehmen.

Mit dem "Kompetenzorientierten Qualifikationsprofil für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern an Fachschulen und Fachakademien" (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom
1. Dezember 2011 in der Fassung vom 24. November 2017) wird der Rahmen definiert, der für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern an Fachschulen und Fachakademien für Sozialpädagogik in den Ländern verbindlich zugrunde zu legen ist. Dieses definiert das Anforderungsniveau des Berufes und enthält die Formulierung der beruflichen Handlungskompetenzen, über die eine qualifizierte Fachkraft verfügen muss, um den Beruf dem Anforderungsniveau entsprechend kompetent ausüben zu können.

Um der besonderen und übergreifenden Bedeutung zu entsprechen, wurde die Thematik "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in den Bereich der Querschnittsaufgaben integriert. Hierzu wurde der Abschnitt "Wertevermittlung" mit folgender Aussage ergänzt:

"Neben die Entwicklung sozial verantwortlichen Denkens und Handelns tritt die Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung BNE. Sozialpädagogische Fachkräfte sind fähig, das Bewusstsein für die Verantwortlichkeit zu ökologisch nachhaltigem Handeln bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu entwickeln und zu fördern.

Darüber hinaus besteht im HF 5 "Institution und Team entwickeln" 29 ein weiterer Anknüpfungspunkt zur Gesamtthematik (der auf das pädagogische Prinzip der Vorbildfunktion abzielt):

"Sie (Anmerkung: die Erzieherinnen und Erzieher) gestalten und organisieren ihre eigene Arbeit in Abstimmung mit den institutionellen Vorgaben und unter Beachtung arbeitsrechtlicher Aspekte. Sie vollziehen betriebswirtschaftliche Vorgänge der Einrichtung nach und handeln ökonomisch und ökologisch bewusst sowie dienstleistungsorientiert."

Zur weiteren Konkretisierung der inhaltlichen Ausgestaltung der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern hat die Kultusministerkonferenz am 18.06.2020 den "Rahmenlehrplan für die Fachschule für Sozialpädagogik" beschlossen. Dieser enthält verbindliche Anknüpfungspunkte, um das Prinzip der Nachhaltigkeit, das eine Vielfalt von sozialen, ökologischen, kulturellen sowie ethischen Fragen berührt, in der Ausbildung von frühpädagogischen Fachkräften zu verankern.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Steigerung der Qualität in der Kindertagesbetreuung

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Mit dem Gute-KiTa-Gesetz unterstützt der Bund die Länder von 2019 bis 2022 mit rund 5,5 Milliarden Euro dabei, die Qualität in der Kindertagesbetreuung in zehn möglichen Handlungsfeldern weiterzuentwickeln und die Teilhabe von Kindern zu verbessern. Im Handlungsfeld "Vielfältige pädagogische Arbeit" des Gesetzes können u.a. Maßnahmen gefördert werden, die BNE in der Kindertagesbetreuung stärken.

Darüber hinaus unterstützen Bundesprogramme die Qualität in der Kinderbetreuung:

  • Das Programm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" richtet sich an Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichen Förderbedarf besucht werden.
  • Im Bundesprogramm "Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung" werden niedrigschwellige Angebote gefördert, die den Zugang zur Kindertagesbetreuung vorbereiten und unterstützend begleiten.
  • Mit der "Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher: Nachwuchs gewinnen, Profis binden" werden Länder und Träger dabei unterstützt, pädagogische Fachkräfte zu gewinnen, langfristig im Beruf zu halten und Aufstiegschancen zu ermöglichen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Muster-Resolution "2030 – Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten"

Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund

Bildungsbereich
Kommunen

Die Muster-Resolution "2030 – Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten"des Deutschen Städtetages, des Deutschen Landkreistages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sowie des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) wurde inzwischen von über 150 Kommunen unterzeichnet. Damit haben Kommunen ihre Bereitschaft signalisiert, kommunale Strategien für ein Nachhaltigkeitsmanagement zu verfolgen, globale Partnerschaften zu vertiefen, sich an Maßnahmen zur Bekämpfung der negativen Folgen des Klimawandels zu beteiligen oder einen besseren Zugang zu bezahlbarer nachhaltiger Energie zu schaffen.

Weiterführender Link:

SDG-Internetportal

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bundesweites Traineeprogramm Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Die Biobranche braucht qualifizierten und motivierten Fach- und Führungsnachwuchs. Dafür sorgt das Traineeprogramm Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft. Mit einer Mischung aus Training on-the-job (im Unternehmen) und Training off-the-job (überbetriebliche Ausbildungselemente) werden junge Akademikerinnen und Akademiker für eine Tätigkeit in Unternehmen der ökologischen Land- und Lebensmittelbranche qualifiziert. Zielgruppe sind junge Hochschul- und Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen vorwiegend aus den Studiengängen Agrarwissenschaft, Gartenbau, Ernährungswissenschaft, Lebensmitteltechnologie, Betriebswirtschaft und Marketing.

Die jährlich 25 teilnehmenden Ausbildungsunternehmen bilden die gesamte Wertschöpfungskette ab. Dazu zählen Unternehmen der ökologischen Lebensmittelerzeugung, -verarbeitung und des Handels, aber auch Bio-Kontrollstellen, Bio-Beratungseinrichtungen oder übergreifend tätige Organisationen der Biobranche.

Ergänzt werden die Präsenzeinheiten durch eLearning-Angebote. Bei der Vermittlung von Fachwissen bieten diese eine methodisch sinnvolle Möglichkeit, die Trainees individuell auf die Inhalte der Präsenzseminare vorzubereiten.

In Zusammenarbeit mit weiteren Fachkräften entwickelte das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) Online-Trainings als Selbstlerneinheiten zu vier Themenfeldern:

  1. Grundlagen der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft,
  2. Gesetze und Richtlinien zur Erzeugung, der Verarbeitung und des Handels ökologischer Produkte,
  3. Wertschöpfungsketten: Bio-Produktion praktisch und
  4. Wertschöpfungsketten: Die Chancen und Herausforderungen.

Diese Trainings werden im Rahmen des Traineeprogramms und bei kooperierenden Hochschulen in der Lehre eingesetzt. Sie ergänzen die Präsenzveranstaltungen dieser Ausbildungsprogramme. Darüber hinaus ist geplant, diese Online-Trainings auch Unternehmen der Biobranche für ihre neuen Mitarbeitenden zur Nutzung anzubieten. Dies wird nach der Erprobung der Materialien im ersten Jahrgang 2020/2021 erfolgen. Digitale Lernformate ermöglichen zudem eine langfristige Nutzung der in diesem Kontext entwickelten Inhalte auch für Zielgruppen über das Traineeprogramm hinaus und in weiteren Maßnahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

Weitere Informationen zum Traineeprogramm finden Sie unter:

Traineeprogramm Ökolandbau

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Das "Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder": Wissenschaft wird weiblicher

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit dem "Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen" wird seit 2008 ein Anreiz zur nachhaltigen Verbesserung der Gleichstellung und insbesondere der Gleichstellungstrukturen in der Wissenschaft gesetzt. Nach positiven Evaluationen der ersten beiden Programmphasen startete 2018 die dritte Phase des Programms. Im Rahmen eines wettbewerblichen Auswahlverfahrens sind die Hochschulen aufgefordert, ihre zukunftsorientierten Gleichstellungskonzepte (beziehungsweise deren Weiterentwicklung) einem hochkarätigen Gremium von Expertinnen und Experten zur Begutachtung vorzulegen. Die strukturelle Verankerung, die Nachhaltigkeit der Gleichstellungsbemühungen sowie die Stärkung der Nachwuchswissenschaftlerinnen an den Hochschulen sind zentrale Begutachtungskriterien. Auf diese Weise erfolgen eine Sensibilisierung und ein Bedeutungszuwachs für das Thema Chancengleichheit von Frauen und Männern. Es wird ein Anstoß gegeben, die Gleichstellung an der eigenen Hochschule kritisch zu prüfen und die Gleichstellungsaktivitäten zu systematisieren und konzeptionell weiterzuentwickeln.

Hochschulen, deren Gleichstellungskonzepte positiv begutachtet wurden, können eine Förderung von drei – in der dritten Phase bei Auszeichnung des Konzepts mit dem Prädikat "Gleichstellung: ausgezeichnet!" von bis zu vier – Erstberufungen von Wissenschaftlerinnen auf unbefristete W2- und W3-Professuren in Form einer Anschubfinanzierung über max. fünf Jahre erhalten. So wird die Anzahl von Wissenschaftlerinnen in Spitzenfunktionen im Wissenschaftsbereich gesteigert. Darüber hinaus sind Hochschulen im Fall der Förderung von Regelprofessuren (das heißt nicht vorgezogenen Berufungen) aufgefordert, zusätzliche Gleichstellungsmaßnahmen in angemessener Höhe umzusetzen. Durch diese Regelung werden weitere Aktivitäten zur nachhaltigen Verbesserung der Repräsentanz von Frauen auf allen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen angestoßen. Die Ergebnisse der Programmevaluationen zeigen, "dass das Professorinnenprogramm seine Ziele – die Erhöhung des Professorinnenanteils und die Verstärkung von strukturellen Gleichstellungswirkungen – umfassend erreicht" (GESIS 2017; cews public 22).

Weiterführender Link:

Das Professorinnenprogramm des BMBF

© istock by GettyImages

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

"SDG-Indikatoren für Kommunen"

Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund

Bildungsbereich
Kommunen

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (VN) (United Nations, UN) und die Überprüfung der Entwicklungen durch Indikatoren stellen einen Handlungsrahmen für deutsche Kommunen dar. Das Präsidium des Deutschen Städtetags (DST) bekräftigte in seinem aktuellen Beschluss (September 2020) die Weiterentwicklung des Projektes zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) "SDG-Indikatoren für Kommunen" als geeigneten Referenzrahmen für ein kommunales Nachhaltigkeitsmanagement. In dem SDG-Internetportal kann jede Kommune mit über 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern den Stand der eigenen Entwicklung gemessen an den Zielen der Agenda 2030 ablesen oder sich mit einer Kommunen eigener Wahl vergleichen. Dabei wurden für alle SDGs Nachhaltigkeitsindikatoren für deutsche Kommunen identifiziert; das gilt auch für SDG 4 "Hochwertige Bildung".

Weiterführender Link:

SDG-Internetportal

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Aktivitäten in den Bundesländern

Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Der Vertreter der Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK) in der Nationalen Plattform Bildung für Nachhaltige Entwicklung (NAP BNE), Dr. Dirk Bange (Hamburg), hat im Sommer 2020 über die Bund-Länder-AG "Kindertagesbetreuung" eine Abfrage zu den BNE-Aktivitäten der Bundesländer durchgeführt. Rückmeldungen aus 14 Bundesländern sind erfolgt und bilden die Basis der folgenden Ausführungen. Daneben sei auf die Ausführungen der JFMK in der "Zwischenbilanz zum Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung" (Berlin 2020, S. 55 –57) verwiesen.

BNE in der frühkindlichen Bildung hat in allen Bundesländern gerade vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und globalen Entwicklungen eine wachsende Bedeutung. Mit ihrem Augenmerk auf Wertebildung und Partizipation unterstützt sie die Kinder darin, Beteiligungs- und Gestaltungskompetenzen zu erlangen und damit bewusst handelnde Akteurinnen und Akteure zu sein.

Bei der Verankerung der BNE wird vor allem Wert daraufgelegt, die Kindertagesbetreuungseinrichtungen zu Lernorten nachhaltiger Entwicklung werden zu lassen und den Kindern damit ein gutes Fundament für ihren weiteren Lebensweg zu bieten. Das Bildungskonzept der BNE trägt zur Qualitätssteigerung der Bildungsangebote bei.

Einige Bundesländer haben Gesamtstrategien zur BNE und Nachhaltigkeitsstrategien bzw. entwerfen diese zurzeit (zum Beispiel Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein).

In Hessen wurde im Rahmen der landesweiten Nachhaltigkeitsstrategie ein Kooperationsprojekt durchgeführt, das der umfassenden Information diente. Ziel war die Verankerung von BNE im Lehrplan für sozialpädagogische Fachschulen.

In diversen Gestaltungs- und Entscheidungsgremien wird die strukturelle Verankerung von BNE in der frühkindlichen Bildung auf Länderebene vorangetrieben. Dabei wird auf die Beteiligung vielfältiger Akteurinnen und Akteure aus Regierung, Verwaltung und Zivilgesellschaft geachtet, also eine breite Basis mit unterschiedlichen Sichtweisen sichergestellt.

Es gibt überall Initiativen und Projekte, die die Notwendigkeit zur Verankerung von BNE als übergreifendes Konzept in der frühkindlichen Bildung beispielhaft unterstützen.

In Nordrhein-Westfalen (NRW) wird seit 2019 ein Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) gefördert, dass die "Stärkung und Unterstützung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Elementarbildung" in NRW zum Ziel hat und ressortübergreifend durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI) unterstützt wird. Der Projektträger, die Innowego eG, organisiert Fachveranstaltungen und Diskussionen mit Vertreterinnen und Vertretern von Kitas, Trägern, den Landschaftsverbänden sowie aus dem Aus- und Weiterbildungsbereich. Außerdem soll ein Fachpapier zur Fortschreibung der Landesstrategie NRW für BNE bezogen auf den Elementarbereich entwickelt werden.

Weiterführender Link:

Publikationen auf dem BNE-Portal

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Teilnahme an beruflicher Weiterbildung im Strukturwandel erhöhen

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Die aktuelle COVID-19 Pandemie verstärkt den digitalen und ökologischen Wandel. Weiterbildung und Qualifizierung sind damit mehr denn je eine zentrale Antwort auf die daraus resultierenden Herausforderungen. Die unter der Federführung von BMAS und BMBF und der Beteiligung von 15 weiteren Partnern aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Bundesländern und der Bundesagentur für Arbeit erarbeitete Nationale Weiterbildungsstrategie (NWS) setzt hier an. Das am 12. Juni 2019 verabschiedete Strategiepapier beinhaltet zehn Handlungsziele, unter denen auch die Maßnahmen und Commitments der einzelnen Akteurinnen und Akteure aufgeführt und benannt werden.

Bis Februar 2021 wurden von Seiten des BMAS unter anderem folgende Maßnahmen auf den Weg gebracht:

1. Das BMAS hat mit dem Qualifizierungschancengesetz den Zugang zur Weiterbildungsförderung für Beschäftigte und arbeitslose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erleichtert und die Förderung erheblich verbessert. Beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten unabhängig von Qualifikation, Lebensalter und Betriebsgröße grundsätzlich Zugang zur Weiterbildungsförderung, wenn deren berufliche Tätigkeiten durch Technologien ersetzt werden können, die in sonstiger Weise vom Strukturwandel bedroht sind oder die eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben.

2. Mit dem "Arbeit-von-morgen-Gesetz" wurden insbesondere die Förderleistungen strukturwandelbedingter Qualifizierungen für besonders gravierend betroffene Beschäftigte und Unternehmen ausgeweitet und zugleich ein Anreiz gesetzt, Zeiten von Kurzarbeit zur Weiterbildung betroffener Beschäftigter zu nutzen.

3. Darüber hinaus sollen mit dem Bundesförderprogramm "Aufbau von Weiterbildungsverbünden" die Weiterbildungsbeteiligung der Beschäftigten in KMU gesteigert und regionale Wirtschafts- und Innovationsnetzwerke gestärkt werden. Es werden zunächst bis zu 40 Projekte (Laufzeit: 36 Monate) gefördert. Die ersten zwei Projekte sind im Dezember 2020 gestartet.

4. Mit dem Beschäftigungssicherungsgesetz wurde der Anreiz gestärkt, Zeiten der Kurzarbeit für berufliche Weiterbildung zu nutzen, indem u.a. die Förderung der beruflichen Weiterbildung für diese Fälle vereinfacht und fortentwickelt wurde.

Ein Umsetzungsbeitrag des BMBF im Rahmen der NWS ist der Innovationswettbewerb INVITE, der, die übergeordneten Ziele der NWS aufgreifend, zur Transparenz und Kohärenz des Weiterbildungsmarktes in der berufsbezogenen Weiterbildung beitragen soll. In INVITE werden Projekte gefördert, die bestehende Weiterbildungsplattformen vernetzen, Schnittstellenlösungen und Standards entwickeln sowie durch individualisierte, KI-unterstützte Tools die Nutzerfreundlichkeit und Auffindbarkeit von Weiterbildungsangeboten erhöhen sollen. Damit zahlt INVITE auf das Ziel ein "allen Menschen in Deutschland genau die Weiterbildung zu ermöglichen, die am besten zu ihrer Lebenslage und ihren individuellen Lernbedürfnissen passt – und das möglichst unkompliziert" (Bundesministerin Anja Karliczek). Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung steigern und neue Lernortkooperationen initiieren: Das sind die Ziele von InnoVET. Die 17 Projekte entwickeln und erproben vier Jahre lang attraktive und hochwertige Qualifizierungsangebote für die berufliche Bildung. Diese schaffen Anreize für junge Menschen, eine Aus- oder Weiterbildung zu beginnen. Die Qualifizierungsangebote orientieren sich an den Bedarfen der Unternehmen und tragen dazu bei, hochqualifizierte Fachkräfte auszubilden. Die Projekte sind in sechs Themenclustern aktiv: Gleichwertigkeit schaffen, Branchen stärken, Digitalen Wandel gestalten, Ausbildungsqualität steigern, Lernortkooperation ausbauen und Hybride Bildungsmodelle erproben.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Geschlechterklischees aufbrechen - Initiative "Klischeefrei"

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Neben den bekannten Projekten Boys’Day, Girls’Day und meinTestgelaende 2.0 zielt die Initiative Klischeefrei seit 2016 darauf, eine Berufs- und Studienwahl frei von einengenden Geschlechterklischees bundesweit zu etablieren. Sie bietet allen am Berufswahlprozess Beteiligten (frühkindliche Bildung, Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Institutionen, Berufsberatung, Eltern) vielfältige Unterstützung, damit sie Mädchen und Jungen bei einer Berufswahl begleiten können, die sich nach ihren Stärken und Neigungen richtet – und nicht nach Geschlechterklischees.

Die Servicestelle berät und vernetzt alle Beteiligten und betreibt die Webseite Initiative "Klischeefrei" . Dort finden sich klischeefrei gestaltete Materialien und Maßnahmen zur Berufswahl, Beispiele gelungener Praxis sowie Hintergrundinformationen. Eine stetig wachsende Zahl an Partnerorganisationen (Stand Februar 2021: 310) sind bisher beigetreten mit der Verpflichtung, sich innerhalb und außerhalb ihrer Organisationen aktiv für eine moderne, geschlechterunabhängige Berufs- und Studienorientierung junger Menschen einzusetzen.

Schirmherrin der Initiative ist Frau Elke Büdenbender, Ehefrau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.

Weiterführender Link:

Initiative "Klischeefrei"

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Modellkommunen unterstützen

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Kommunen

Damit Landschaften für Bildung für nachhaltige Entwicklung-(BNE) entlang der individuellen Bildungsbiografien einen Beitrag zu gesellschaftlicher Transformation im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung leisten können, sollten sie eng in kommunale Strukturen eingebettet sein.

In Bayern unterstützt das "Zentrum für nachhaltige Kommunalentwicklung" mit praxisnahen Fortbildungs- und Informationsangeboten Kommunen dabei, ihre Entwicklung an Nachhaltigkeitszielen auszurichten, indem es konkrete und lokal angepasste Handlungsoptionen aufzeigt und den Austausch zwischen Kommunen fördert. Dieses Ziel der verfolgt auch das Projekt "Pfälzerwald: SDG-Modellregion für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz (2019-2021)", welches gemeinsam mit 8 ausgewählten Modellkommunen kommunale Nachhaltigkeitsstrategien inklusive konkreter SDG-Aktionspläne entwickelt und bei der Umsetzung unterstützt.

Weiterführender Link:

Zentrum für nachhaltige Kommunalentwicklung in Bayern

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Hochschulwettbewerb im Wissenschaftsjahr

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Beim Hochschulwettbewerb im Wissenschaftsjahr des BMBF sollen insbesondere Studierende, Promovierende und junge Forschende an Hochschulen in Deutschland für eine aktive Beteiligung am Wissenschaftsjahr gewonnen werden. Sie sind dazu aufgerufen, Projekte zum Thema des Wissenschaftsjahres zu entwickeln, die auf interaktive Art und Weise ihre jeweilige Forschung für die Bevölkerung verständlich machen und deren gesellschaftliche Bedeutung aufzeigen. Die besten Ideen werden mit jeweils 10.000 Euro zur Umsetzung belohnt.

Bereits seit dem Wissenschaftsjahr 2013 ruft Wissenschaft im Dialog den Wettbewerb gefördert vom BMBF aus. Die thematische Bandbreite der Wissenschaftsjahre und die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der vermittelten Inhalte sollen sich auch in den Projekten des Hochschulwettbewerbs widerspiegeln. Das Format und die Ausrichtung des Hochschulwettbewerbs sind besonders dazu geeignet, eine der wichtigsten Zielgruppen – junge Forschende – als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aktiv in die Entwicklung innovativer Formate der Wissenschaftskommunikation zu integrieren und damit gleichzeitig die Kommunikation und Verbreitung des Wissenschaftsjahres zu fördern. Darüber hinaus festigt das Format die Verankerung des Wissenschaftsjahres nachhaltig an den Standorten und in den Hochschulen selbst und erhält damit eine starke und breite lokale Aufmerksamkeit.

Die Internetseite Hochschulwettbewerb ist als Blogpage angelegt. Sie kann von den Teams selbst mit Inhalten bestückt werden und stellt das zentrale Medium des Wettbewerbs dar. Die Teams kommunizieren hier selbstständig ihren Projektverlauf, Höhepunkte und Ergebnisse.

Weiterführender Link:

Hochschulwettbewerb

© Franziska Schultheiss / WiD

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Initiative "BioBitte – Mehr Bio in öffentlichen Küchen"

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Die deutschlandweite Informationsinitiative BioBitte – eine Maßnahme der Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau (ZöL) soll dazu beitragen soll, das Marktpotenzial für Bio-Produkte in der Außer-Haus-Verpflegung besser auszuschöpfen. Wegen ihres großen Warenumsatzes und ihrer besonderen Vorbild- und Multiplikatorenfunktion für die Privatwirtschaft und private Haushalte nimmt die ZöL dabei insbesondere die öffentliche Verpflegung und das öffentliche Beschaffungswesen in den Blick. Mit BioBitte sollen daher möglichst viele Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung im Zuständigkeitsbereich des Bundes, der Länder sowie der Kommunen und die dort entscheidungsbefugten Akteurinnen und Akteure erreicht und für das Thema "Bio" sensibilisiert werden. Insbesondere die Kommunen können mit dem großen Bereich der Kita- und Schulverpflegung eine Vorreiterrolle übernehmen. Die Initiative bietet den Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung und Praxis mit zielgruppengerechten Informationsmaterialien Hilfestellung bei der Einführung beziehungsweise Ausweitung des Einsatzes von Bio-Lebensmitteln an und ermöglicht es, sich auf Informationsveranstaltungen zu vernetzen und auszutauschen.

Aktuelle Informationen, Wissenswertes und praktische Tipps unter:

Initiative "BioBitte – Mehr Bio in öffentlichen Küchen Initiative "BioBitte – Mehr Bio in öffentlichen Küchen

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Anzahl der Einträge: 29