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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

Ihre Auswahl

Forschungspartnerschaften für die Bewertung komplexer Prozesse im System Erde in der Region Südliches Afrika - SPACES

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit der Maßnahme "Science Partnerships for the Adaptation to Complex Earth System Processes in Southern Africa" (SPACES) soll das Wissen über die Funktionsweise des Systems Erde im südlichen Afrika verbessert werden. Im weltweiten Vergleich sind im südlichen Afrika die klimawandelbedingten Folgen wie Dürren, Überschwemmungen und Nahrungsmittelknappheit in den letzten Jahren deutlich sichtbar geworden. Die Wechselwirkungen zwischen Geosphäre, Atmosphäre und Ozean sowie die Interaktionen zwischen Land und Meer sowie Biosphäre und Atmosphäre stehen daher im Mittelpunkt dieses Forschungsprogramms. Ziel ist es, Mensch und Umwelt besser auf die negativen Folgen des Klimawandels vorzubereiten und widerstandsfähige und anpassungsfähige Landnutzungssysteme zu entwickeln. Diese sollen die Menschen in ihrer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise unterstützen und resiliente Ökosysteme und ihre natürlichen Ressourcen für künftige Generationen bewahren.

Das SPACES-Programm wird durch ein Kapazitätsaufbauprogramm begleitet, das mit den in SPACES-Projekten involvierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eng abgestimmt ist und durch Maßnahmen wie Sommerschulen, Ausbildung auf Forschungsschiffen, Forschungsaufenthalte, Vernetzungsaktivitäten und Workshops mit Entscheidungsträgern begleitet wird.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fortbildungen zur Qualitätssicherung in der Rechtspflege

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Zur Qualitätssicherung in der Rechtspflege lässt das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) in Umsetzung des Pakts für den Rechtsstaat Fortbildungskonzepte zur Vermittlung psychologischer, digitaler und interkultureller Kompetenzen für Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte erarbeiten. Die Fortbildung wird durch ein plattform-gestütztes eLearning mit Präsenzteil ("Blended Learning") für die Themen "Entwicklungsgerechte, vollständige und suggestionsfreie Kindesanhörung" (psychologische Kompetenz), "Schwierige interkulturelle Kommunikation im gerichtlichen Alltag" (interkulturelle Kompetenz) und "Digitale Kompetenz für Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte" (digitale Kompetenz) entwickelt werden. Mit diesem Konzept wird die Fortbildung von Praktikerinnen und Praktikern modern ausgestaltet: Durch eine zeitlich flexibel nutzbare eLearning-Phase, einen kurzen auf das eLearning abgestimmten Präsenzteil sowie eine länderübergreifende Plattform wird für Fortbildungen in der Justiz ein neues Format geschaffen, das die Fortbildungsmöglichkeiten praktisch ergänzen kann.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Aufbau der Pan-Afrikanischen Universität (PAU)

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Hochschule

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) engagiert sich bereits in der dritten (und letzten) Förderphase für den Aufbau der Pan-Afrikanischen Universität (PAU). Das Programm hat zum Ziel, das international anerkannte Pan African University Institute of Water and Energy Sciences in Algerien zu befähigen, zur nachhaltigen Entwicklung der Hochschulbildung und der angewandten Forschung in Afrika beizutragen und die Nachhaltigkeitsdimensionen Wasser, Energie und Anpassung an den Klimawandel in der Ausbildung junger Menschen voranzutreiben.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Modellversuchsförderschwerpunkt "Berufsbildung für Nachhaltige Entwicklung im Transfer für Ausbildungspersonal" (BBNE-Transfer)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt von 2020 bis 2022 weitere 2,5 Millionen Euro für die vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführte Transferförderung besonders tragfähiger und bewährter Ergebnisse der bisherigen Modellversuche aus dem BBNE-Förderschwerpunkt bereit. Die neue Förderung "Berufsbildung für Nachhaltige Entwicklung im Transfer für Ausbildungspersonal" (BBNE-Transfer) fokussiert insbesondere auf die Weiterbildung und Qualifizierung des ausbildenden Personals, um diese für eine nachhaltige und nachhaltigkeitsorientierte Ausbildung, auch im Kontext von durch Digitalisierung veränderten Arbeitsbedingungen, zu befähigen. Damit setzt das BMBF gemeinsam mit dem BIBB Zusagen aus der Nationalen Weiterbildungsstrategie und dem Klimaschutzprogramm der Bundesregierung um. Gleichzeitig wird mit der neuen Förderung zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) und zu den Zielen des neuen BNE-Weltaktionsprogramms "Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs" (ESD for 2030) beigetragen. Der Start der neuen Transferprojekte ist für den Herbst 2020 vorgesehen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Erweiterung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung auf die gymnasiale Oberstufe

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert über Engagement Global die Umsetzung, Aktualisierung und Weiterentwicklung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung des BMZ und der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK) unter anderem auf gymnasiale Oberstufe, einschließlich der Entwicklung von begleitenden Lern- und Lehrmaterialien.

Nach den Beschlüssen des KMK Schulausschusses vom September 2019 und der KMK Amtschefskonferenz von November 2019 erfolgt die Erweiterung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung auf die gymnasiale Oberstufe. Der Gesamtprozess wird durch die KMK/BMZ Projektgruppe begleitet. Sie besteht aus Vertretern von Bundesländern, Wissenschaft, Zivilgesellschaft. Die Leitung der KMK-BMZ Projektgruppe erfolgt durch die KMK-Berichterstatter BNE gemeinsam mit Engagement Global.

Die Beiträge zu den einzelnen Fächern werden von Facharbeitskreisen erstellt, die aus einer Leitung sowie insgesamt bis zu fünf Fachdidaktikerinnen und -didaktiker, Schulpraktikerinnen und -praktiker mit Schwerpunkt Sekundarstufe II und/oder Vertreterinnen und -vertreter der schulischen Unterstützungssysteme wie der Lehrkräftebildung, der Lehrplanentwicklung, der Zivilgesellschaft usw. bestehen. Insgesamt sind 16 Facharbeitskreise geplant. Sie erstellen die jeweiligen Beiträge des OR GOS in den Fächern: Deutsch, Neue Fremdsprachen, Alte Sprachen, Bildende Kunst, Musik und Darstellendes Spiel, Sozialkunde/Politische Bildung, Geographie, Geschichte, Fächergruppe Religion/Philosophie/Ethik, Wirtschaft, Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Informatik und Sport). Im Rahmen der Erweiterung werden für jedes Fach detaillierte Unterrichtsbeispiele erstellt, die als Unterrichtsmaterialien sofort einsetzbar sind und beispielhaft zeigen, wie BNE in der gymnasialen Oberstufe umgesetzt werden kann.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Kompetenzzentren für Klimawandel und angepasstes Landmanagement in Afrika

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit den Kompetenzzentren für Klimawandel und nachhaltiges Landmanagement (Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management, SASSCAL und West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use, WASCAL) hat das BMBF im südlichen und westlichen Afrika, den vom Klimawandel besonders stark betroffenen Regionen, wissenschaftliche Strukturen und akademische Ausbildung aufgebaut, damit die beteiligten Staaten eigene Expertise weiterentwickeln und selbst valide Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihre Landnutzung und Wasserversorgung treffen können. Darüber hinaus werden die Kapazitäten der beteiligten Länder gestärkt, z.B. selbst Klimaprognosen und Szenarien zu entwickeln, Handlungsoptionen aufzuzeigen und in internationalen Verhandlungsprozessen (zum Beispiel United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), Convention on Biological Diversity (CBD) etc.) die Interessen der Länder zu vertreten. Das BMBF hat die Zentren seit ihrer Einrichtung im Jahr 2010 mit rund 140 Millionen Euro unterstützt, im Zeitraum von Mitte 2017 bis Mitte 2021 erhalten die Zentren insgesamt 41,16 Millionen Euro vom BMBF. Bis zum Jahr 2023 sind weitere gemeinsame Forschungsaktivitäten, die Einrichtung neuer Graduiertenschulen und die Ausweitung der Institutionen selbst geplant. Bisher konnten mehr als 550 PhD.-, Master- und Bachelorstudierende zu Klima-, Energie- und Landwirtschaftsfragen speziell für den afrikanischen Arbeitsmarkt in Politik, Wissenschaft und Praxis ausgebildet werden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fördermaßnahme "Kommunen innovativ"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Kommunen

Mit der Fördermaßnahme "Kommunen innovativ" verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, die Rolle der Kommunen als Initiatorinnen und Initiatoren, Partnerinnen und Partner und Adressatinnen und Adressaten von Forschung, Entwicklung und Innovation für eine nachhaltige, demographisch angepasste Entwicklung der Regionen in Deutschland zu stärken. Zentral hierbei ist, die räumlichen Auswirkungen des demografischen Wandels mit einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Stadt- und Regionalentwicklung in Deutschland zu gestalten. Die Vernetzung von Kommunen und die Beteiligung der Zivilgesellschaft sind wichtige Bestandteile in vielen der 30 geförderten Verbundvorhaben. Beispielweise wurden im Rahmen eines Vorhabens Qualifizierungsmaßnahmen für sogenannte "Dorfkümmerer" entwickelt, um das bürgerschaftliche Engagement für die nachhaltige Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes zu unterstützen. In einem weiteren Projekt steht die Bindung junger Menschen an ihre Heimatregion durch Sicherung von Ausbildung im Fokus. Im Rahmen eines kommunenübergreifenden Jugendmobilitätskonzeptes wurde ein mehrere Landkreise übergreifendes Praktikumsnetzwerk initiiert und zielgruppenorientierte Schulungsmodule erarbeitet, um Schülerinnen und Schüler bei der Praktikumssuche zu unterstützen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Qualitätspakt Lehre

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Nachhaltige Entwicklung im Qualitätspakt Lehre

Eines der wichtigsten Ziele des Ende 2020 ausgelaufenen Bund-Länder-Programms "Qualitätspakt Lehre" (QPL) war die Verbesserung der Studienbedingungen und der Lehrqualität an deutschen Hochschulen. Das Bund-Länder-Programm unterstützte die Hochschulen dabei, ihr Personal für die Lehre, Betreuung und Beratung zu qualifizieren. Weitere Ziele waren die nachhaltige Sicherung und Weiterentwicklung einer qualitativ hochwertigen Hochschullehre.

Universität Konstanz – Lehrangebote zu nachhaltiger Entwicklung

Die Universität Konstanz koordinierte und organisierte Blockveranstaltungen für Studierende im Bachelor- und Masterstudium, unter anderem zu den Themen Einführung in Corporate (Social) Responsibility, (C(S)R) Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft, Ringvorlesung "Nachhaltigkeit", Nachhaltigkeit in der Modeindustrie, Kulturbetrieb und Nachhaltigkeit, nachhaltige Unternehmensführung und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln. Für die Lehrveranstaltungen wurden überwiegend externe Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft akquiriert, die den Studierenden praxisnah berufsrelevante Kompetenzen vermittelten.

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Das Thema nachhaltige Entwicklung ist an der Fachhochschule Eberswalde und der daraus entstandenen "Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde" beständig weiterentwickelt worden. Unter dem Motto "Mit der Natur für den Menschen" agierte die Hochschule im Einklang mit Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. In diesem Rahmen sollten alle Prozesse und Abläufe in den Fachbereichen, aber auch in Verwaltung und Forschung, nach dem Vorsorgeprinzip gestaltet sein. Somit wurden langfristig Entwicklungschancen für heutige und zukünftige Generationen gesichert und gerecht verteilt. Neben dem Bezug zur Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung standen Umweltleistungen beim Betrieb der Hochschule ebenso wie das soziale Miteinander im Vordergrund der eigenen Hochschulentwicklung.

Hochschule Bochum

An der Hochschule Bochum wurde ein neues berufsbefähigendes und anwendungsorientiertes Studienangebot "Nachhaltigkeitswissenschaften" mit zwei Professuren zu den Themen "Nachhaltigkeit (sozialwissenschaftliche Ausrichtung)" und "Nachhaltigkeitsentwicklung/ Organisationsentwicklung/ Innovationsmanagement" implementiert. Zahlreiche Veranstaltungsreihen innerhalb des Studiengangs konnten durch das Projekt ermöglicht werden. Der Masterstudiengang"Nachhaltige Entwicklung" wurde eingerichtet.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Unterstützung für gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit der Philipp Schwartz-Initiative (PSI) steht ein Sonderprogramm für die Aufnahme und Integration gefährdeter Wissenschaftler/innen in Deutschland zur Verfügung. Gefährdeten Forschenden soll ein sicherer Aufenthaltsort gewährt und ein beruflicher Neustart ermöglicht werden. PSI leistet durch Aufnahme und Integration gefährdeter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wissenschaftsfreiheit.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fachgespräch zu verfassungsrechtlichen Themen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Im Rahmen der langjährigen und kontinuierlichen Zusammenarbeit fand ein Online-Fachgespräch mit Professor Dr. Udo Steiner, ehemaliger Richter des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG), und Richterinnen und Richtern des montenegrinischen Verfassungsgerichts über verschiedene verfassungsrechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie statt. Das BMJV strebt an, den Einfluss der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts als Orientierungsmaßstab auf diejenige des montenegrinischen Verfassungsgerichts zu erhöhen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Nachhaltige Bewirtschaftung von Walnuss-Wildobstwäldern und Weiden im Süden Kirgisistans

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das Programm "Nachhaltige Bewirtschaftung von Walnuss-Wildobstwäldern und Weiden im Süden Kirgisistans" (Laufzeit: 2018 bis 2023) beweist, dass sich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Programme unterschiedlichster Fokussierung integrieren lässt. In diesem im Kern auf (ökologisch) nachhaltige Wirtschaftsentwicklung ausgerichteten Programm wird in einem Handlungsfeld die Verankerung von BNE-Themen in Schulcurricula anvisiert und Lehrkräfte in Schulen bei der Entwicklung und Umsetzung innovativer Methoden der Umweltbildung unterstützt und zu Umweltbildung fortgebildet. Damit werden Voraussetzungen geschaffen, dass Schülerinnen und Schüler Kompetenzen entwickeln und ihr Umweltbewusstsein steigern, die für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung bedeutsam sind.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Barenboim-Said-Akademie

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Bildung im Geist eines demokratischen Humanismus und Erziehung durch Musik leistet auch die Barenboim-Said-Akademie. Mit ihrer Eröffnung im Jahr 2016 hat die Ausbildung von jungen Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Israel und der arabischen Region im pädagogischen Geist Daniel Barenboims und Edward Saids begonnen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Verankerung von BNE in den Lehrplänen der Fächer

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

In den Bildungs- beziehungsweise Lehrplänen der Länder zeigen sich in allen Ländern inzwischen in vielen Fächern thematische Verknüpfungen von BNE und Globalem Lernen – allerdings in unterschiedlicher Tiefe und auf Grundlage unterschiedlicher BNE-Verständnisse insbesondere hinsichtlich eines transformatorischen Anspruchs von BNE. Schwerpunkte bilden Fächer wie Sachunterricht in der Grundschule, Geographie und Politik bei den Gesellschaftswissenschaften, Biologie, Physik bei den Naturwissenschaften in den weiterführenden Schulen. BNE und Globales Lernen findet sich auch in rahmenden Dokumenten auf der Ebene von Bildungs- und Erziehungszielen. In Bayern wurde BNE in die Lehramtsprüfungsordnung (§ 33 in LPO I, Ordnung für die Erste Prüfung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen) aufgenommen. In Hamburg ist BNE im erziehungswissenschaftlichen Studium aller Lehrämter (Drucksache 21/11562 vom 9.1.2018) verankert.

In vielen Ländern, unter anderem Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein wurden beziehungsweise werden Bildungs- beziehungsweise Lehrpläne unter Berücksichtigung von BNE als Querschnittsaufgabe überarbeitet. Im Saarland wird ein "Basiscurriculum BNE" als Grundlage für die nachfolgende Lehrplanarbeit erstellt.

Es werden Überschneidungen und Bezüge hergestellt zu angrenzenden Querschnittsthemen wie Verbraucherbildung und ökonomischer Bildung, Mobilitätserziehung, kultureller Bildung, Demokratie- und Menschenrechtsbildung, Friedenserziehung und vermehrt auch zu digitaler Bildung.

© Michael Woizick

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Jährliche Fortbildung der Deutschen Richterakademie zu "Rosenburg-Erkenntnissen"

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Im Rahmen der Fortbildung für Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte bei der Deutschen Richterakademie veranstaltet das BMJV einmal jährlich eine Fortbildung mit dem Titel "Das Rosenburg-Projekt und die Folgerungen daraus", die das Aufarbeitungsprojekt des BMJV über Nationalsozialismus-Kontinuitäten (NS) im Bundesministerium der Justiz in der Zeit von 1949/50 bis 1973 zum Inhalt hat. In der Fortbildung werden Fragen des Berufsethos von Juristinnen und Juristen thematisiert sowie psychologische, sozialpädagogische und interkulturelle Aspekte der Rosenburg-Erkenntnisse behandelt, was auch die Themenkomplexe Urteile und Vorurteile, Antisemitismus sowie Rassismus umfasst.

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Internationale Klimaschutzinitiative – Trainingsprogramm „Energiewende für globalen Klimaschutz“ von Agora Energiewende

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Das durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) geförderte Trainingsprogramm "Energiewende für globalen Klimaschutz" von Agora Energiewende bildet Fachkräfte unabhängiger, nicht-regierungsgebundener Institute beziehungsweise Think Tanks als Change Agents beziehungsweise Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Umsetzung der Energiewende in den jeweiligen Partnerländern aus. Modulare Lehrinhalte vermitteln an Teilnehmende neben Fach- auch Querschnittskompetenzen, um die Nutzung erneuerbarer Energien zu verbreiten, aktiv politische Prozesse mitzugestalten und einen Beitrag zur Umsetzung des Pariser Abkommens zu leisten.

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