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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

Förderung "Ressourceneffizienter Stadtquartiere für die Zukunft"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Kommunen

In der Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) "Ressourceneffiziente Stadtquartiere für die Zukunft" (RES:Z) werden zwölf inter- und transdisziplinäre Vorhaben unter Beteiligung von über 20 Modellkommunen gefördert, in denen umsetzungsorientierte Konzepte für Wasserwirtschaft, Flächennutzung und Stoffstrommanagement als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung von Stadtquartieren erforscht, entwickelt und erprobt werden.

Unter Verwendung der Ergebnisse der einzelnen Forschungsvorhaben wird als ein zentrales Endergebnis der Fördermaßnahme ein frei verfügbares Schulungsmodul für kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Planerinnen und Planer entwickelt. Dieses Schulungsmodul soll Fachwissen und neue Erkenntnisse beinhalten und die Möglichkeit bieten, neue Methoden zur Umsetzung in konkreten Stadtquartieren anzuwenden und zu üben.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Übergreifend

Im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) werden von der Renewables Academy AG (RENAC) mit nationalen und internationalen Partnerinnen und Partnern vorrangig Bildungsangebote zur Weiter- und Höherqualifizierung von Fachkräften im Energie- und Finanzsektor in Partnerländern Lateinamerikas, der Middle East and North Africa-Region (MENA-Region) und Südostasiens erarbeitet. Hochschulische Studiengänge, berufliche Bildungsmaßnahmen und non-formale Bildungsorte vermitteln Multiplikatorinnen und Multiplikatoren das Wissen und die Kompetenzen zur Entwicklung, Einführung und Anwendung von nachhaltigen Energietechnologien und befähigen, Barrieren für Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu beseitigen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Nachwuchsgruppen "Globaler Wandel – 4+1"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Die Nachwuchsgruppen "Globaler Wandel – 4+1" leisten mit neuen und innovativen Forschungsideen und Fragestellungen zu Themen wie dem Klimawandel oder der zunehmenden Knappheit von Rohstoffen und Wasser wichtige Beiträge, um die Prozesse des Globalen Wandels zu verstehen und zukünftige Entwicklungen gestaltbar zu machen.

Ziel dieser Nachwuchsförderung ist es auch, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Leitung von wissenschaftlichen Teams zu qualifizieren, um ihre Chancen zu erhöhen, sich in ihrem Forschungsfeld zu etablieren und ihnen Perspektiven für wissenschaftliche Karrieren in Deutschland und Europa zu eröffnen. Die Fördermaßnahme "Nachwuchsgruppen Globaler Wandel -4+1" läuft seit 2013. Bislang wurden in zwei Förderrunden insgesamt 32 Nachwuchsgruppen gefördert.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Unterrichtshilfen und Handreichungen

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Weiterhin werden im Auftrag der Länder zum Teil detaillierte Unterrichtshilfen und Handreichungen herausgegeben, unter anderem in Baden-Württemberg, Berlin ("Nachhaltige Entwicklung in globalen Zusammenhängen"), Rheinland-Pfalz (Handreichungen "Globale Entwicklung konkret", GEko) und Sachsen-Anhalt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Lehrkräftefort- und -weiterbildung

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Im Bereich der Lehrkräftefort- und -weiterbildung gibt es neben den vielfältigen Angeboten privater Träger inzwischen ein breites Angebot staatlicher Programme, unter anderem Online-Fortbildung als "Massive Open Online Course" (MOOC) zu den Leitperspektiven und Fortbildungsangebote im Rahmen des "Bildungsplans" in Baden-Württemberg, Fortbildungsangebote (Verankerung im Schwerpunktprogramm für die Lehrkräftefortbildung) in Bayern, jährlicher Fachtag für Lehrkräfte zu BNE in Berlin, Qualifizierung von Lehrkräften durch das Beratungs- und Unterstützungssystem (BUSS) der staatlichen Schulämter zu Nachhaltigkeitsthemen in Brandenburg, SDG-Fortbildungen in Bremen, phasenübergreifendes Konzept der Implementierung von BNE in der Lehrkräftebildung in Hamburg, BNE-Fortbildungen in Hessen, unter anderem landesweiter virtueller BNE-Kongress "BNE-Schule der Zukunft Hessen 2030", jährliche BNE-Fortbildungsangebote innerhalb der Führungskräfteschulung, der Inklusionsfortbildung, der Sommerakademie für Lehrkräfte durch das Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V) und BNE-Sommerkurse des IQ M-V und des Landesinstituts für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) für Lehrkräfte aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, BNE-Zertifikate in Vorbereitung bei der Leuphana-Universität in Niedersachsen, gemeinsame Fortbildungsinitiative "BNE und Lehrerfortbildung" der fünf Bezirksregierungen und des Ministeriums für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen, Fortbildung im Rahmen des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung und der Klimaschutzinitiative in Sachsen, schulinterne Lehrerfortbildungen (SCHILF) in Sachsen-Anhalt, BNE-Fortbildungen durch das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH).

© Linn Stöckmann, SKB-Bremen

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Förderung von BNE-Schulentwicklungsprozessen im Rahmen von Länderinitiativen

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global in Kooperation mit den Ländern Länderinitiativen zum BMZ/KMK-Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung, die unter anderem Maßnahmen zur Umsetzung des Whole System Approaches (WSA) enthalten.

Ziel der im Berichtszeitraum durchgeführten zehn Länderinitiativen zu einem Whole System Approach in BNE ist es, Erfahrung in der Begleitung von Schulen in diesem Bereich zu sammeln und entsprechende Netzwerke zur Weitergabe guter Praxisbeispiele aufzubauen. Projektpartner sind vor allem Bildungsministerien der Länder bzw. diesen unterstellte Landesinstitute, unter anderem in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. So wird zum Beispiel in Baden-Württemberg die strukturelle Verankerung von BNE im Schulentwicklungsprozess an sechs Schulen der Region Heidenheim anhand eines Whole System Approaches umgesetzt und durch ein neu etabliertes Schulnetzwerk für nachhaltigkeitsorientierte Schulen systematisch übertragen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bank "Jugend" im Aktionsbündnis Klimaschutz der Bundesregierung

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Im Aktionsbündnis Klimaschutz der Bundesregierung wurde 2019 eine Bank "Jugend" eingerichtet, in der Vertreterinnen und Vertreter von etwa 20 Jugendverbänden Mitglied sind. Zu den Mitgliedern zählen beispielsweise der Deutsche Bundesjugendring, die Katholische Landjugend Deutschlands, das Bundesjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und die Naturfreundejugend Deutschlands. Das Aktionsbündnis ist das zentrale Dialogforum zur kontinuierlichen Diskussion klimaschutzpolitischer Positionen zwischen den gesellschaftlichen Gruppen und mit der Bundesregierung. Es unterstützt die Bundesregierung bei der Erreichung der Klimaschutzziele für Deutschland und erkennt die Mitverantwortung seiner Mitglieder für das Ziel der treibhausgasneutralen Gesellschaft bis 2050 an.

Das Aktionsbündnis Klimaschutz begreift diesen Wandel als Chance für Modernisierung, Wohlstand, Innovation, Beschäftigung und eine nachhaltige Entwicklung – und unterstützt ihn aktiv. Das Aktionsbündnis soll insbesondere auch die Umsetzung der Maßnahmen des Klimaschutzprogramms 2030 unterstützen, eigene Aktivitäten der Aktionsbündnis-Mitglieder vernetzen und weitere Handlungsmöglichkeiten identifizieren. Neben der neuen Bank "Jugend" gibt es derzeit 15 weitere Bänke wie etwa "Verkehr", "Land- und Forstwirtschaft", "Entwicklungszusammenarbeit" oder "Kommunen". Die Bänke organisieren sich selbstständig, entwickeln ihre klimaschutzpolitischen Positionen und wählen für die Sitzungen ihre Sprecherinnen und Sprecher. Neben Vertreterinnen und Vertretern des BMU nehmen an den in der Regel zweimal jährlich stattfindenden Sitzungen auch Vertreterinnen und Vertreter weiterer Bundesministerien teil.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Nationale Klimaschutzinitiative (NKI)

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Das BMU fördert über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) zahlreiche Bildungsprojekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die sich mit ihren Aktivitäten an den Kriterien einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) orientieren.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Weiterbildungsangebote im Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN): Seminare zum Tiergesundheitsmanagement

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Die optimale Gestaltung der Haltungsbedingungen von Nutztieren verlangt eine sorgfältige Abwägung tierschutzfachlicher, ethischer und wirtschaftlicher Aspekte. In den Seminaren werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darin geschult, die vielschichtigen Zusammenhänge zu erkennen und die Tiergesundheit im eigenen Bestand objektiv zu beurteilen. Die Veranstaltungsreihe Tiergesundheitsmanagement greift hierbei die aktuelle Bedarfsmeldung der tierhaltenden Landwirtinnen und Landwirte auf.

Zentrale Aufgabe aller Tierhalterinnen und Tierhalter ist es, die Gesundheit ihrer Tiere zu erhalten. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wie artgerechte Haltungsbedingungen, wirksame Vorbeugung von Krankheiten, oder die bedarfsgerechte Fütterung. Die Seminare haben jeweils eine Nutztierart als thematischen Schwerpunkt. Es werden Seminare für Rinder- (Milch, Fleisch), Schweine-, Kleinwiederkäuer- (Schaf- und Ziege) und Geflügelhalterinnen und -halter angeboten.

Die Seminare stehen Leiterinnen und Leitern von landwirtschaftlichen Unternehmen offen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von beratenden und kontrollierenden Institutionen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Förderung der BNE in der "Initiative Nachhaltigkeit in der Wissenschaft" (SISI)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Im Rahmen der Initiative "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative" (SISI) verfolgt das BMBF einen gesamtinstitutionellen Ansatz, den sogenannten "Whole Institution Approach", um Nachhaltigkeit in der Wissenschaft zu verankern. Das BMBF fördert auch Forschungs- und Best-Practice-Vorhaben zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Mit der Neuausrichtung der SISI-Initiative, die 2020 in einem Agendaprozess gestartet ist, werden neben Akteurinnen und Akteuren aus der Nachhaltigkeitsforschung auch Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich der Hochschulbildung beteiligt. Somit leistet SISI im Rahmen seiner Projektförderungen einen Beitrag zu einer forschungsorientierten Lehre für Nachhaltigkeit an Hochschulen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Initiative "netzwerk n"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit dem Projekt "Zukunftsfähige Hochschulen - Denken. Handeln. Wandeln." fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative" (SISI) die studentische Initiative "netzwerk n" bei der Etablierung und Professionalisierung von studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen und deren Projekten in ganz Deutschland. Das netzwerk n bietet studentischen Initiativen eine kostenlose Weiterbildung an ("Wandercoaching"), wie ihr Engagement für Nachhaltigkeit an ihrer Hochschule weiterentwickelt und praxisrelevant eingebracht werden kann. Mithilfe des Wandercoachings konnten in den letzten Jahren über 140 studentische Nachhaltigkeitsinitiativen und über 1.000 Studierende im deutschsprachigen Raum erreicht werden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Landeseigene BNE-Agenturen

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Einige Länder haben auch landeseigene Agenturen zur Umsetzung von BNE geschaffen, unter anderem "Fach- und Koordinierungsstelle BNE" in Nordrhein-Westfalen, "Koordinierungs- und Servicestelle BNE" in Sachsen-Anhalt. In vielen Ländern ist eine ressortübergreifende Zusammenarbeit der Schul- und Kultusministerien sowohl mit den Umweltministerien der Länder, die auf Landesebene häufig die Federführung für BNE besitzen, wie auch den Staatskanzleien der Länder zu verzeichnen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Schulprogramm

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert über Engagement Global im Rahmen seines Schulprogramms die Zusammenarbeit mit den deutschen Ländern und der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK), um zur strukturellen Einbindung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in die Curricula, in die Lehr- und Bildungspläne, in die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften und zur Einbeziehung von BNE in die Schul- und Unterrichtsentwicklung beizutragen. Ein Kernstück des Programms ist das Angebot an die Länder, in jedem Kultusministerium die Einrichtung einer Landeskoordinatorenstelle BNE zu unterstützen.

Seit Frühjahr 2017 wurden in elf Bundesländern Landeskoordinationsstellen eingerichtet: Baden-Württemberg (Kooperation bis 30.09.2020), Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Sachsen. Die Landeskoordinationen sind überwiegend bei den obersten Kultusbehörden des jeweiligen Bundeslands angesiedelt. In einzelnen Ländern wurde aufgrund des Zuschnitts von Zuständigkeiten für übergreifende Themen ein gewisser Stellenanteil an einem Landesinstitut angesiedelt.

Im Zentrum der Arbeit der Landeskoordinationen steht die BNE-Verankerung in normsetzenden Dokumenten und curricularen Vorgaben, den Angeboten der Länder zur Lehrkräfteaus- und -fortbildung sowie zur Schulentwicklung. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind Materialentwicklung und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Bildungsträgern. Aus detaillierten Übersichten der BNE-Maßnahmen der einzelnen Bundesländer, wie sie auch dem aktuellen KMK-Bericht zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms und zum Nationalen Aktionsplan zugrunde liegen, geht hervor, dass der Einsatz von Landeskoordinationen vor allem im zentralen Handlungsfeld "BNE als Aufgabe des Bildungswesens" zu einem deutlichen Anstieg von Aktivitäten der Bundesländer geführt hat. Durch die Einrichtung einer an den Schwerpunktsetzungen der Länder orientierten zentralen koordinierenden Stelle für BNE in der schulischen Bildung konnte in der Mehrzahl der Bundesländer die strukturelle Verankerung von BNE gezielt im Sinne von Bildung für Nachhaltige Entwicklung vorangetrieben und vertieft werden. Durch einen Ausbau von Austauschformaten für den wachsenden Kreis hieran beteiligter Akteure konnten Synergiepotentiale bei der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans – gerade auch hinsichtlich der Zusammenarbeit staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure – deutlich stärker genutzt werden als zuvor.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im östlichen Afrika

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Schule

Die Deutsche UNESCO-Kommission e.V. (DUK) unterstützt mit Förderung des Auswärtigen Amts (AA) im östlichen Afrika die Stärkung von BNE-Ansätzen, zum Beispiel 2018 in Tansania, bei dem in einem Projekt zu Müllvermeidung und Recycling 15 Schulen und 40.000 Schülerinnen und Schüler erreicht wurden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Weiterbildungsangebote im Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN): Informationsveranstaltungen zur Praxis des ökologischen Landbaus

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Ziel ist die Stärkung der Wettbewerbsstellung ökologisch wirtschaftender landwirtschaftlicher Betriebe in Deutschland. Dafür finden deutschlandweit bedarfsorientiert Informationsseminare, Workshops und Schulungen statt. Erklärtes Ziel ist es, Informations-, Wissens- und Erfahrungsdefizite bei Landwirtinnen und Landwirten und Beratungskräften abzubauen. Die Maßnahme gliedert sich in zwei Veranstaltungsreihen auf: den Praktiker- und den Fachberatertagen.

Besonders gefragt sind Seminare für Landwirtinnen und Landwirte, die bereits ökologisch wirtschaften oder eine Umstellung ihres Betriebs in Richtung Bio erwägen, die sogenannten Praktikertage. Denn Kenntnisse zu produktionstechnischen und weiteren betriebs- und unternehmensbezogenen Fragen können maßgeblich zum Betriebserfolg beitragen. Hilfreich ist auch der gegenseitige Erfahrungsaustausch. In den Veranstaltungen liegt der Schwerpunkt auf der praxisorientierten Vermittlung von aktuellen Themen, Entwicklungen und Praktiken. Um diesen Maßnahmenbaustein wirkungsvoll umzusetzen, sind aktuelle Entwicklungen im ökologischen Landbau auszuarbeiten. Methodisch sind die Veranstaltungen so konzipiert, dass neben abwechslungsreichen Vorträgen von Fachkräften der Praxisbezug zum Beispiel durch die Besichtigung eines Praxisbeispiels (zum Beispiel ein landwirtschaftlicher Betrieb) gegeben ist, Diskussionen und Fragen der Teilnehmenden gefördert werden und praktische Beispielkalkulationen oder Modelle vorgestellt werden. 35 bis 45 Veranstaltungstage werden pro Jahr als Präsenzveranstaltung beziehungsweise in virtueller Form realisiert.

Bei den Fachberatertagen werden landwirtschaftliche Fachberaterinnen und Fachberater gezielt geschult. Denn sie brauchen sowohl eine hohe fachliche als auch methodische Kompetenz. Ferner ist auch für diese Gruppe ein wechselseitiger Erfahrungsaustausch langfristig sehr bedeutsam. Die Teilnahme von Beratungskräften für konventionell wirtschaftende Betriebe ist möglich. Die Inhalte sind vorrangig auf die Zielgruppe der Fachberatungskräfte für ökologisch wirtschaftende Betriebe ausgerichtet. Es werden 35 bis 45 Veranstaltungstage pro Jahr als Präsenzveranstaltung bzw. in virtueller Form als Fachdialoge, Workshops und Schulungen realisiert. Um sicherzustellen, dass die Veranstaltungen dem Bedarf der Fachberatungskräfte entsprechen, ist für die Planung des Veranstaltungsangebots ein Beraterbeirat mit Vertretern der wichtigsten Beraterorganisationen als beratendes Gremium eingesetzt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

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