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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

Lehr- und (pädagogische) Fachkräfteausbildung für eine nachhaltige Entwicklung

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

In der Lehramtsausbildung ist Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der fachlichen und allgemeindidaktischen Ausbildung zunehmend verankert. Je nach Hochschulgesetzgebung der Länder differieren die Hebel hinsichtlich der verpflichtenden Implementierung von BNE in den Studiengängen der Lehrämter beziehungsweise dem Studium Universale. Zu nennen sind unter anderem Baden-Württemberg (verpflichtender Erwerb von BNE-Querschnittskompetenzen in allen Lehramtsstudiengängen), Bayern (BNE in Lehramtsprüfungsordnung LPO I, Erstes Staatsexamen), Hamburg (BNE im erziehungswissenschaftlichen Studium der Lehrämter), Hessen (Implementierung von BNE an den fünf Lehrkräfte ausbildenden Universitäten),  Rheinland-Pfalz (unter anderem als Querschnittsthema in den Bildungswissenschaften), Thüringen (integraler Bestandteil der Lehrkräftebildung gemäß § 2 Abs. 2 Thüringer Laufbahngesetz, ThürLbG).

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Gestaltungskompetenz für eine chancengerechte und inklusive BNE fördern 

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Einen freien Zugang zu hochwertiger Bildung für alle zu ermöglichen – dieser Leitgedanke steht über dem Ziel 4 der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs). Die Fördervorhaben "Weltaktionsprogramm als Chance – BNE trifft Jugendsozialarbeit" und ab 2021" Jugendsozialarbeit – mit Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Zukunft" (Bayern) befähigen benachteiligte junge Menschen im Sinn einer Bildung für nachhaltigen Entwicklung (BNE).

Die Ziele einer BNE – Gestaltungskompetenz erlangen, Partizipation ermöglichen, Selbstwirksamkeit und Chancengleichheit in einer demokratischen Gesellschaft erfahren – zeigen viele Parallelen mit dem sozialpädagogischen Ansatz, sodass sich beide Bereiche sehr gut ergänzen. Zunehmend bedeutend wird das Querschnittsthema Digitalisierung, zum Beispiel mit der Frage, wie digitale Medien einen niedrigschwelligen Zugang zu Nachhaltigkeitsthemen und Teilhabemöglichkeiten bieten können.

Das bayerische Pilotvorhaben "Naturschwärmer – ein Familienprojekt für wissbegierige, naturverliebte Weltverbesserer" resultiert aus den pandemiebedingten Einschränkungen, die die kontaktintensiven Angebote der Umweltbildung/BNE massiv betreffen. Im Mittelpunkt steht eine Webseite, die alle Aktivitäten und Maßnahmen digital bündelt. Von dem Angebot profitieren vor allem auch Corona-Risikogruppen wie Menschen der Generation 60+, die vom notwendigen "Social Distancing" oft verstärkt betroffen sind. Als barrierearmer Lernort der informellen Bildung für nachhaltige Entwicklung in Berlin kommt dem "Schöneberger Südgelänge" durch eine barrierearme Stadt-Naturerfahrung kombiniert mit ebenfalls barrierearmen Projekten eine Pilotfunktion zu (unter anderem partizipativ mit blinden und sehbehinderten Menschen erarbeitete Ausstellung mit eigener Webseite, "Bahnbrechende Natur"). In Bremen zielt die kostenfreie Broschüre "17 Ziele – in Leichter Sprache", darauf ab, in der breiten Bevölkerung Aufmerksamkeit für die SDGs zu schaffen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt zur Rechtsmedizin

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

In Marokko setzte die IRZ, Zuwendungsempfängerin des BMJV, mit Mitteln des Auswärtigen Amts das Projekt "Zusammenarbeit mit dem Königreich Marokko auf dem Gebiet der Rechtsmedizin" um. Es sollte zur Stärkung der mit der Rechtsmedizin zusammenarbeitenden Institutionen zum Schutz und zur Einhaltung der Menschenrechte beitragen und über internationale rechtliche Grundlagen der Arbeit in der Rechtsmedizin fortbilden. Durchgeführt wurden umfangreiche Fortbildungen für die Richterschaft und Staatsanwaltschaft zu Kernbereichen der Rechtsmedizin. Das Projekt leistete zudem Beratungen zum Gesetzentwurf für eine Berufsordnung zur Rechtsmedizin, der Anfang 2020 durch das marokkanische Parlament verabschiedet wurde.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Seminare zur Verfassungsbeschwerde

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Seitens des BMJV wurden in Albanien Seminare sowohl mit dem albanischen Verfassungsgericht als auch der albanischen Rechtsanwaltschaft zum Thema der Verfassungsbeschwerde durchgeführt. Hierbei wurde ein Handbuch, welches im Auftrag der IRZ unter deutsch-albanischer Co-Autorenschaft entwickelt worden war, einbezogen. Durch diese Seminare wurden die Öffentlichkeit und die juristischen Berufsstände für die Thematik des Verfassungsrechts sensibilisiert und zur Erhebung von Verfassungsbeschwerden ermutigt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "WebDays"

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Mit Förderung des Projekts "WebDays" wurde eine neue Form der Partizipation junger Verbraucherinnen und Verbraucher geschaffen. Sie haben ihnen die Möglichkeit gegeben, die technologischen Veränderungen in der Gesellschaft zu verstehen, zu begleiten und aktiv mitzugestalten.

Das Projekt diente damit auch der Ermittlung der Bedürfnisse und Erwartungen junger Menschen an eine sie unterstützende Verbraucherpolitik. Ihre Lebenswirklichkeit wurde angesichts des gesellschaftlichen Wandels und der Digitalisierung von Grund auf neu beleuchtet und die Verbraucherpolitik entsprechend den Wünschen und Erwartungen dieser Zielgruppe neu ausgerichtet.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekte "Stärkung des Themenbereichs Ernährung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung"

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Förderung des Projektes "Stärkung des Themenbereichs Ernährung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung" im Rahmen von IN FORM (Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung): Ziel des Vorhabens ist die Stärkung des Themenbereichs Ernährung in der zweiten Phase der Erzieherinnen- und Erzieher-Ausbildung an den Fachschulen für Sozialpädagogik und vergleichbaren Einrichtungen. Alle Aspekte rund um Essen und Trinken, Ernährungsbildung und Verpflegung sollen dabei berücksichtigt werden. Der Schwerpunkt des Projekts liegt in der Identifizierung von Anknüpfungspunkten an verschiedene, bereits bestehende Fächer und Handlungsfelder und in der Entwicklung von Unterstützungsinstrumenten für die Vermittlung der oben genannten Inhalte. Das Projekt wird durchgeführt vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg. Die Ergebnisse sollen bundesweit nutzbar sein.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "Nachhaltigkeit an Hochschulen" (HOCH-N)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit dem Projekt "Nachhaltigkeit an Hochschulen" (HOCH-N) fördert das BMBF im Rahmen der Initiative "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative"(SISI) einen Verbund von elf Hochschulen aus acht Bundesländern. Hierbei entstehen im Sinne des Whole Institution Approach für alle Hochschulbereiche (Forschung, Lehre, Betrieb, Governance, Berichterstattung, Transfer) anwendbare Handreichungen zur nachhaltigen Hochschulentwicklung. Denn damit Hochschulen organisationsweit nachhaltig werden, braucht es valide und operationalisierbare Hinweise, mit welchen Schritten dies gelingen kann. Im HOCH-N-Netzwerk sind über 210 Partnerinnen und Partner aus 113 deutschen Hochschulen aktiv beteiligt, damit wurden knapp ein Drittel aller deutschen Hochschulen in das HOCH-N-Netzwerk integriert. Darüber hinaus wurden durch die bundesweiten Veranstaltungen des Verbunds mehrere tausend Menschen erreicht. Im Jahr 2020 wurde aus HOCH-N heraus die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG Hoch N) gegründet, um das Netzwerk nach Auslaufen der BMBF-Förderung in die Zukunft zu tragen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Jugendmigrationsdienste

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Bundesweit werden an über 470 Standorten die Jugendmigrationsdienste gefördert. Sie begleiten junge Menschen mit Migrations- und/oder Fluchthintergrund, die vergleichsweise geringere Chancen als Jugendliche ohne Migrationshintergrund haben. Durch individuelle Förderung, Beratung und durch Gruppenangebote soll die Teilhabe am Schul-, Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gefördert und gestärkt werden. Die Jugendmigrationsdienste dienen als Verbindungsstelle zu den Regeleinrichtungen vor Ort und sind somit Teil eines Netzwerks zur Unterstützung junger Menschen zwischen dem 12. und 27. Lebensjahr. Seit dem 01.01.2017 sind die Jugendmigrationsdienste auch für alle jungen Flüchtlinge geöffnet, die sich rechtmäßig oder aufgrund einer ausländerrechtlichen Duldung in Deutschland aufhalten.

Im Rahmen des Modellprojekts Jugendmigrationsdienst im Quartier fördern das gemeinsam an bundesweit 16 Standorten Mikroprojekte zur Stärkung von Jugendlichen. Das Vorhaben wird insbesondere auch in den Themenfeldern Bildung und Kultur in sozial benachteiligten und strukturschwachen Stadt- und Ortsteilen umgesetzt. Es dient der Verbesserung des Miteinanders und der Erhöhung der gegenseitigen Akzeptanz der unterschiedlichen Menschen in den Wohnvierteln, der Aktivierung und Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier sowie dem nachhaltigen Ausbau bestehender Netzwerke und der Quartiersentwicklung.

Das Modellvorhaben Respekt Coaches/Anti-Mobbing-Profis der Jugendmigrationsdienste fördert bundesweit an rund 190 Standorten Respekt, Toleranz und den Abbau von Vorurteilen an Schulen. Schülerinnen und Schüler erfahren den Wert einer vielfältigen Gesellschaft. Ziel ist es, den Blickwinkel zu erweitern und unterschiedliche Weltanschauungen und Lebensweisen besser zu verstehen. Damit trägt das Programm langfristig zu einem gesunden Klassenklima und Zusammenhalt in der Schule bei. Die Jugendmigrationsdienste setzen das Programm in den Schulen gemeinsam mit Partnern der politischen Bildung und Radikalisierungsprävention um.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Regionalkonferenz zur Religionsfreiheit in der verfassungsrechtlichen Praxis

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

In Bosnien und Herzegowina fand in Zusammenarbeit mit dem Verfassungsgericht des Gesamtstaats eine Regionalkonferenz der Verfassungsgerichte zum Thema "Religionsfreiheit in der verfassungsrechtlichen Praxis" statt. Das BMJV verfolgt das Ziel, den seit Jahren bestehenden Austausch von Informationen über die Spruchpraxis der beteiligten Verfassungsgerichte (Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Montenegro, Nordmazedonien, Slowenien sowie Serbien) und des deutschen Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG) fortzusetzen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Kommunen

Förderung einer ausgewogenen Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung durch die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) im Rahmen von IN FORM. Die im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) von der DGE erarbeiteten Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsverpflegung unterstützen die ausgewogene und nachhaltige Ernährung in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas, Schulen, Betriebsrestaurants, Kliniken oder Senioreneinrichtungen. Die Qualitätsstandards werden derzeit überarbeitet. Dabei soll der Fokus stärker als bisher auf Nachhaltigkeitsaspekten liegen. Um die Einführung der Qualitätsstandards in den Einrichtungen weiterhin zu unterstützen, fördert das BMEL Projekte der Vernetzungsstellen Kita- und Schulverpflegung in den Ländern. In der Förderphase 2021/2022 werden die Projekte der Vernetzungsstellen schwerpunktmäßig mit dem Fokus auf der Förderung einer nachhaltigen Verpflegung gefördert. Das BMEL stellt dafür jährlich 2 Millionen Euro zur Verfügung. Die Länder entscheiden dabei selbst, welcher Bereich der nachhaltigen Verpflegung in ihrem Projekt bearbeitet wird. Unterstützt werden die Vernetzungsstellen Kita- und Schulverpflegung vom Nationalen Qualitätszentrum für Ernährung in Kita und Schule (NQZ) im Bundeszentrum für Ernährung.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt zur Förderung der Justizreform

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Das von der IRZ mit Mitteln des Auswärtigen Amts umgesetzte Projekt "Förderung der Justizreform in Tunesien" leistete einen Beitrag zur Stärkung der neuen tunesischen Institutionen wie zum Beispiel des Hohen Justizrats, zur Modernisierung der Strukturen bestehender Institutionen wie zum Beispiel des Verwaltungsgerichts sowie zur Implementierung der neuen Gesetze zum Schutz und zur Einhaltung der Menschenrechte in Tunesien. Die Beratungen umfassten auch Aspekte der verbesserten Wahrnehmung der Justizinstitutionen vor allem im Verhältnis zur Öffentlichkeit. Dies hat unmittelbar Eingang gefunden bei der Einrichtung einer Pressestelle beim Hohen Justizrat nach Abschluss des Projekts.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt zur Strafvollzugsreform

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Als Zuwendungsempfängerin des BMJV führte die IRZ in Algerien im Rahmen der Projektförderung des Auswärtigen Amts ein Projekt zur Strafvollzugsreform durch. Zum Ziel setzte sie sich die nachhaltige Unterstützung des Reformprozesses im algerischen Strafvollzugssystem und die Humanisierung des Strafvollzugswesens durch die Implementierung menschenrechtlicher Prinzipien und internationaler Standards im Strafvollzug. Endprodukte des Projekts sind unter anderem ein Handbuch für das Zugangsverfahren nach internationalen menschenrechtlichen Standards sowie zu Qualifizierungs- und Therapieprogrammen für Häftlinge, zudem Handlungsempfehlungen zur Einbeziehung staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure in die Arbeitsprozesse im Vollzug.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fort- und Weiterbildungsangebote für Hochschullehrende

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Hochschule

Zu Fort- und Weiterbildungsangeboten für Hochschullehrende und die Förderung der Entwicklung einer spezifischen Lehrkultur zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist auf die Hochschulautonomie und die Weiterbildung als Aufgabe der Hochschulen zu verweisen. Ein länderübergreifender oder überregionaler Abstimmungsbedarf zu den Strukturen zur dauerhaften Gewährleistung und Qualitätssicherung entsprechender Angebote wird nicht gesehen. Vielmehr ist auf die existierenden Netzwerke, unter anderem zur Hochschuldidaktik, zu verweisen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "Nachhaltigkeit lehren lernen. Förderung der BNE in der Hochschullehre"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Um die Kompetenzentwicklung von Lehrenden im Handlungsfeld Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu unterstützen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2020 das am Heidelberger Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg angesiedelte Vorhaben "Nachhaltigkeit lehren lernen. Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullehre".

Im Gegensatz zum BNE-bezogenen Bildungsangebot für die 2. Phase (Referendariat) und 3. Phase (Weiterbildung) der Lehrkräftebildung existierte bislang für Lehrende im Hochschulbereich kein bundesweites, strukturiertes Weiterbildungsangebot zur Umsetzung der BNE in der Lehre. Diese Lücke wird das Vorhaben schließen: An sieben ausgewählten Hochschulen und Universitäten entstehen fächerübergreifende Einführungsangebote zu den Grundlagen der BNE, Workshops zur Umsetzung der BNE in der Lehre für unterschiedliche Disziplinen sowie individuelle Beratungs- und Unterstützungsangebote (Coaching). Ziel ist es, Hochschullehrende als Ausbildende zukünftiger Lehrkräfte allgemein- und berufsbildender Schulen in BNE weiterzubilden. Dabei gilt es, BNE fächerbezogen und als Querschnittskompetenz strukturell zu verankern und Voraussetzungen zu schaffen, um BNE in die Breite zu tragen.

Die Erkenntnisse aus dem Fördervorhaben fließen in die Beratung der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (NP BNE), des BMBF und weiterer Gremien, insbesondere des Bildungsbereichs Hochschule, ein.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Moderatorinnen und -Moderatoren

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Unter anderem in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen (für den Orientierungsrahmen Globale Entwicklung) und Schleswig-Holstein werden BNE-Moderatorinnen und -Moderatoren beziehungsweise -Multiplikatorinnen und -Multiplikatoren ausgebildet.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

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