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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Jährliche Fachtagung zum Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ veranstaltet über Engagement Global jährlich eine Fachtagung zur Umsetzung und Weiterentwicklung des BMZ/KMK-Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung durch. Die Fachtagung wird mit der KMK durchgeführt. Themen der Tagung in den Jahren 2017 bis 2020 waren: BNE im Kontext der Digitalisierung; BNE im Kontext des neuen UNESCO-Weltaktionsprogramms "ESD for 2030"; Engagement für nachhaltige Entwicklung im Schulbereich, der Umgang mit Komplexität und Unsicherheit im Rahmen von BNE sowie die Erweiterung des Orientierungsrahmens auf die gymnasiale Oberstufe. An der Tagung im November 2020 nahmen 200 Personen aus Ministerien, Wissenschaft, Lehrerbildung, Schulen und Zivilgesellschaft teil. Wie auch auf der Fachtagung im Jahr 2019 wurde wieder großer Wert auf die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern gelegt. Es nahmen rund 20 Schülerinnen und Schüler an der Fachtagung 2020 teil.

© Engagement Global

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm ENSA

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global internationale Schulpartnerschaften mit dem Globalen Süden vor allem über das ENSA-Programm.

ENSA fördert im Berichtszeitraum jährlich bis zu 50 Lernreisen für entwicklungspolitische Schulpartnerschaften, an denen pro Jahr bis zu 1.000 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte allgemein- und berufsbildender Schulen sowie NRO-Vertretende aus Deutschland und dem Globalen Süden beteiligt sind. Das Programm bietet Gelegenheit, sich im Rahmen der Schulaustauschreisen sowie der von ENSA organisierten pädagogischen Begleit- und Qualifizierungsmaßnahmen intensiv mit Fragen globaler Herausforderungen auseinanderzusetzen. Die Programmmaßnahmen wurden aufgrund der Corona-Pandemie seit März 2020 entweder verschoben oder virtuell durchgeführt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Verankerung von BNE in den Lehrplänen der Fächer

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

In den Bildungs- beziehungsweise Lehrplänen der Länder zeigen sich in allen Ländern inzwischen in vielen Fächern thematische Verknüpfungen von BNE und Globalem Lernen – allerdings in unterschiedlicher Tiefe und auf Grundlage unterschiedlicher BNE-Verständnisse insbesondere hinsichtlich eines transformatorischen Anspruchs von BNE. Schwerpunkte bilden Fächer wie Sachunterricht in der Grundschule, Geographie und Politik bei den Gesellschaftswissenschaften, Biologie, Physik bei den Naturwissenschaften in den weiterführenden Schulen. BNE und Globales Lernen findet sich auch in rahmenden Dokumenten auf der Ebene von Bildungs- und Erziehungszielen. In Bayern wurde BNE in die Lehramtsprüfungsordnung (§ 33 in LPO I, Ordnung für die Erste Prüfung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen) aufgenommen. In Hamburg ist BNE im erziehungswissenschaftlichen Studium aller Lehrämter (Drucksache 21/11562 vom 9.1.2018) verankert.

In vielen Ländern, unter anderem Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein wurden beziehungsweise werden Bildungs- beziehungsweise Lehrpläne unter Berücksichtigung von BNE als Querschnittsaufgabe überarbeitet. Im Saarland wird ein "Basiscurriculum BNE" als Grundlage für die nachfolgende Lehrplanarbeit erstellt.

Es werden Überschneidungen und Bezüge hergestellt zu angrenzenden Querschnittsthemen wie Verbraucherbildung und ökonomischer Bildung, Mobilitätserziehung, kultureller Bildung, Demokratie- und Menschenrechtsbildung, Friedenserziehung und vermehrt auch zu digitaler Bildung.

© Michael Woizick

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Schulbücher

Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)

Bildungsbereich
Schule

Aufgreifen von Arbeiten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in Schulbüchern: Ein wichtiger Begleitnutzen der Arbeit des WBGU ist das Aufgreifen der Gutachtenthemen in Schulbüchern.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Lernportale zu BNE

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Verschiedene Länder stellen ländereigene Lernportale zu BNE zur Verfügung, unter anderem "Future:N" aus Baden-Württemberg, Internetportal für politische Bildung für bayrische Schulen mit eigenem Bereich BNE, Hamburger Bildungsserver, hessisches BNE-Portal, BNE-Portal in Nordrhein-Westfalen bei der "Fach- und Koordinierungsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung", BNE-Portal des Bildungsservers Rheinland-Pfalz, sächsisches BNE-Portal/sächsisches Portal schulische Qualitätsentwicklung.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Landesstrategien BNE

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Außerdem wurden weitere Landesstrategien BNE entwickelt: "Rahmenlehrplan 1-10" in Berlin, "Hamburger "Masterplan BNE", Novellierung der Landesstrategie "Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen NRW (2016–2020)" geplant für 2020/21 in Nordrhein-Westfalen, "Zukunftskonzeption BNE 2015+" in Rheinland-Pfalz, "Sächsische Landesstrategie BNE" 2019, Schleswig-Holstein (in Entwicklung), "Thüringer Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung" 2019, im Saarland sind BNE und Globales Lernen Teil der entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Moderatorinnen und -Moderatoren

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Unter anderem in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen (für den Orientierungsrahmen Globale Entwicklung) und Schleswig-Holstein werden BNE-Moderatorinnen und -Moderatoren beziehungsweise -Multiplikatorinnen und -Multiplikatoren ausgebildet.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Zusammenarbeit mit Schulbuchverlagen und offene Bildungsmaterialien

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global in Zusammenarbeit mit Verlagen, Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktikern und Vertreterinnen und Vertretern von Zivilgesellschaft die Entwicklung von Lern- und Lehrmaterialien auf Grundlage des BMZ/KMK-Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung.

im Rahmen des Umsetzungsprozesses des Orientierungsrahmens werden unter anderem Schulbuchverlage beraten. 2018 wurden die Verlagsleitungen und weitere Führungskräfte der Verlage für Bildungsmedien über die aktuellen Entwicklungen im Bereich BNE in einer Veranstaltung am Rande der Bildungsmesse didacta informiert. In einer Fortbildung für Redakteure und Autoren konnte im November 2019 in Kooperation mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus sowie Arche Nova e.V. konkret für Verlagsmitarbeitende gezeigt werden, wie Verlage BNE in ihren Materialien nutzen können. Eine Handreichung für Verlage soll 2021 vorgelegt werden.

Im Bereich von "Open Educational Resources", (OER, offene Bildungsmaterialien) wurden im Jahr 2019 ein Positionspapier zur wechselseitigen Ergänzung von BNE und offenen Bildungsmaterialien sowie zahlreiche entsprechende Materialien veröffentlicht. Des Weiteren wurden Erklärvideos als OER zu Themen der Nachhaltigen Entwicklung erstellt, die sich sowohl für den direkten Einsatz im Unterricht als auch für die Integration in andere Materialien eignen.

© Engagement Global

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Lernort/Sozialraum, Kooperation und BNE

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

In allen Ländern beruht Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auf der engen Kooperation mit außerschulischen Bildungspartnerinnen und -partnern. Landesregierungen unterstützen deren Qualitätsentwicklung durch Auditierung und Zertifizierung, unter anderem "NUN (norddeutsch und nachhaltig)-Zertifizierung" von außerschulischen Bildungseinrichtungen als gemeinsame Länderinitiative von Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, Zertifikat "Bildungsträger für nachhaltige Entwicklung" in Hessen, BNE-Zertifizierung von außerschulischen Bildungs- und Weiterbildungsanbietern in Nordrhein-Westfalen, "LernOrte Nachhaltigkeit" in Rheinland-Pfalz, "Zukunft bilden – BNE zertifiziert" als gemeinsame Zertifizierungsstelle in Rheinland-Pfalz und Saarland und "Thüringer Qualitätssiegel BNE".

© Jan Laackmann - Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE als Aufgabe der Bildungssysteme der Länder: Gesetzliche und untergesetzliche Verankerung von BNE

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wird im Jahr 2020 von den Kultus- und Schulministerien verstärkt als wichtige Aufgabe des Bildungssystems Schule verstanden. Die meisten Länder haben BNE als Querschnittsaufgabe des schulischen Lernens gesetzlich und untergesetzlich verankert: unter anderem ressortübergreifende "Gesamtstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Baden-Württemberg, BNE als fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel ("LehrplanPLUS") in Bayern, Verankerung von "nachhaltiger Entwicklung/Lernen in globalen Zusammenhängen" in den Schulgesetzen von Berlin (insbesondere § 3 Abs. 3) und Brandenburg, BNE als Aufgabe des Bildungssystems in der Landesverfassung Brandenburgs, "Hamburger Masterplan BNE“, BNE als "besondere Bildungs- und Erziehungsaufgabe" im hessischen Schulgesetz (Neufassung 30.6.2017, § 6 Abs. 4), Verwaltungsvorschrift "Bildung für nachhaltige Entwicklung an allgemeinbildenden Schulen" und Verankerung von BNE im Schulgesetz (§§ 3 und 5) in Mecklenburg-Vorpommern, für Anfang 2021 geplanter BNE-Erlass in Niedersachsen, Verankerung von BNE in den Schulgesetzen des Landes (§ 1: "Verantwortungsbewusstsein (…) für die globalen Nachhaltigkeitsziele fördern“) sowie "Zukunftskonzeption Bildung für Nachhaltige Entwicklung 2015+" in Rheinland-Pfalz, Sachsen vom 26.4.2017 (§ 1 Abs. 6), Sachsen-Anhalt (§ 1 Abs 2 (7).

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Förderung der Internetplattform "Die Eine Welt Internet Konferenz" (EWIK)

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global die Bündelung von Online-BNE-Materialien zum BMZ/KMK-Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung auf der Internetplattform Die Eine Welt Internet Konferenz (EWIK).

Die im Rahmen der Länderinitiativen zur Umsetzung des Orientierungsrahmens entwickelten Materialien zu BNE bzw. zum Globalen Lernen werden dem EWIK-Portal zur Verfügung gestellt. Bis Ende 2020 wurden mehr als 80 umfangreiche Lern- und Lehrmaterialien zu Möglichkeiten der Berücksichtigung von BNE in Schule erstellt. Damit wird ein großes Spektrum sowohl an Themen wie auch an didaktischen Grundsätzen und strukturellen Vorgaben des Orientierungsrahmens der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Insgesamt werden jedes Jahr rund 25.000 Downloads von BNE-Materialien auf der EWIK-Plattform getätigt.

Weiterführender Link:

Internetplattform "Die Eine Welt Internet Konferenz" (EWIK)

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Hochschulnetzwerke im Rahmen der Lehramtsstudien

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Vielerorts haben sich neben dem bundesweit agierenden "Deutschsprachigen Netzwerk LehrerInnenbildung für eine nachhaltige Entwicklung" (LeNa) landesbezogene BNE-Hochschulnetzwerke gebildet, zum Beispiel in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. In Mecklenburg-Vorpommern werden BNE-Zertifikatskurse an den Universitäten in Rostock und Greifswald durchgeführt. In Rheinland-Pfalz ist BNE Querschnittsthema“ für alle Lehramtsstudierenden. Im Saarland wird ein BNE-Grundlagenkurs über das Zentrum für Lehrerbildung angeboten. Das Projekt "BNE in der Lehramtsausbildung in NRW“ der Bergischen Universität Wuppertal ermöglicht den systematischen Austausch zu BNE zwischen den lehramtsausbildenden Hochschulen in NRW. Es wird durch das Landesumweltministerium finanziell gefördert und am Institut für Geografie und Sachunterricht (Lehrstuhl Prof. Dr. Keil) durchgeführt. Inzwischen wirken Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von allen elf lehramtsausbildenden Universitäten in NRW in dem Netzwerk mit. Sie bringen ihre Expertise aus unterschiedlichen Fachrichtungen ein (unter anderem Didaktik für Geografie, Biologie, Deutsch, Mathematik, Politik/Ökonomie). Auch Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL), Studierende und außerschulische Bildungseinrichtungen mit BNE-Schwerpunkt sind beteiligt.

Weiterführender Link:

BNE-Hochschulnetzwerk in der Lehrkräftebildung in NRW

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Vorreiterschulen für BNE und Globales Lernen

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Initiativen für Vorreiterschulen für BNE und Globales Lernen, die sich insbesondere im Rahmen der Unterrichts- und Schulentwicklung die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) zur Leitschnur ihres pädagogischen Handelns machen, werden in allen Ländern unterstützt. Kennzeichen sind die Beteiligung von Nichtregierungsorganisationen als Schulpartnerinnen und die Bildung von Netzwerken. Zu unterscheiden sind länderspezifische und bundesweit agierende Initiativen.

a) Landeseigene Initiativen: Modellprojekt "Nachhaltigkeitsorientierte Schulentwicklung" in der Region Heidenheim in Baden-Württemberg, "Modellschulen nachhaltige Entwicklung/Lernen in globalen Zusammenhängen" in Berlin, "Schulen des Globalen Lernens in der Lausitz" in Brandenburg, "Klimaschulen" unter anderem in Hamburg und Sachsen, "Umweltschulen" in Hessen , "Schulen der Zukunft" in Nordrhein-Westfalen, "BNE-Modellschulen M-V" in Mecklenburg-Vorpommern, "BNE-Schulen" in Rheinland-Pfalz, "Schulen der Nachhaltigkeit" im Saarland, "Öko-Schulen" in Sachsen-Anhalt, "Zukunftsschule.SH" in Schleswig-Holstein, "Thüringer Nachhaltigkeitsschulen – Umweltschulen in Europa". Häufig erfolgen diese schulischen Initiativen in Zusammenarbeit mit den Umweltressorts und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

b) Bundesweit agierende Initiativen: UNESCO-Projektschulen, UNESCO-Baltic Sea Project-Schulen, Club-of-Rome-Schulen, Verbraucherschulen (vzbv Bundesverband), FairTrade-Schools, "Eco-Management and Audit Scheme"-(EMAS)-Schulen (in Baden-Württemberg), "Umweltschulen in Europa – Internationale Nachhaltigkeitsschulen" unter anderem in Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Naturparkschulen (Verband Deutscher Naturparke e.V.), "Grenzenlos – Schulen" (Globales Lernen in der beruflichen Bildung für berufsbildende Schulen) in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.

c) Netzwerke: "BNE-Schulnetzwerk" (adressiert an alle Schulen des Landes) in Baden-Württemberg, "BNE-Netz Bremen" (Koordination durch das Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), Schulnetzwerk "Nachhaltigkeit lernen in Hessen", Regionale BNE-Netzwerke in Hessen (finanziert durch das Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), "Netzwerk der anerkannten außerschulischen Lernstandorte BNE" in Niedersachsen, "Landesnetzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung" Nordrhein-Westfalen (gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz), "Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) e.V." zur Förderung von Kooperationen zwischen Schulen und nichtstaatlichen entwicklungspolitischen Initiativen im Bereich des Globalen Lernens.

© Steffen Weßler, promotion pictures für proWin Pronature Stiftung

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

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