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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

Ihre Auswahl

Bildungsmaßnahmen im Lichte der SDGs 3, 4 und 6 in Deutschland und dem pan-europäischen Raum

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Bildungsbereich
Kommunen

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) fördert die Schaffung von Bildungs- und Wissensgrundlagen in Bezug auf die Zielsetzungsbereiche der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) SDG 3 (3.3 und 3.9), 4 und 6 in Deutschland und dem pan-europäischen Raum durch Finanzierungsmaßnahmen beim Umweltbundesamt (UBA) , bei den Kollaborationszentren der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) in Deutschland auf dem Gebiet der Fortentwicklung der Trinkwasserhygiene und des Wassermanagements sowie zum Protokoll über Wasser und Gesundheit des Übereinkommens zum Schutz und zur Nutzung grenzüberschreitender Wasserläufe und internationaler Seen der Vereinten Nationen (VN; United Nations, UN). Bildungsmaßahmen dienen der Einführung der Instrumente von Risikobewertung und Risikomanagement in Wasserversorgungen (Water Safety Plan-Konzept (WSP) der WHO) und leisten somit Beiträge zur Zielerreichung in den SDG 3 und 6. Zur Unterstützung des SDG 4 (Hochwertige Bildung) ist das durch die Bundesregierung geförderte WHO-Kollaborationszentrum für Wassermanagement und Risikokommunikation zur Förderung der Gesundheit an der Universität Bonn zu nennen, welches durch Unterstützung der WHO in Bezug auf die Verbesserung der Wasser- und Abwasserversorgung und Hygiene (WASH) in Schulen für angemessene und gendergerechte Gesundheits- und Bildungsvorrausetzungen auf internationaler Ebene sorgen soll.

Deutschland hat unter dem Protokoll zu Wasser und Gesundheit des Übereinkommens zum Schutz und zur Nutzung grenzüberschreitender Wasserläufe und internationaler Seen gemeinsam mit Serbien die Federführung für den Bereich "kleine Systeme" inne. Das WHO Kollaborationszentrum des UBA entwickelt aktuell englischsprachige Schulungsmaterialien für kleine Trinkwasserversorgungen in der pan-Europäischen Region sowie Ansätze dazu, wie auch Wasserversorgungen in entlegenen, ländlichen Gebieten durch Schulungen erreicht werden können. Zur Verbesserung der Finanzierung kleiner Trinkwasserversorgungen wurde im Juli 2020 ein Webinar für politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger zu dem Thema veranstaltet.

Im aktuell geltenden deutschen Trinkwasserrecht sind Ansätze für freiwillige WSP-Maßnahmen (Risikobewertung) bereits enthalten. Ferner sind Vorgaben zur verpflichtenden Risikobewertung und zum Risikomanagement in Wasserversorgungen künftig auf europäischer Ebene durch die erfolgte Revision der Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft (EG) über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (2020/2184) vorgesehen, in der Anforderungen zur Umsetzung von WSP einen verstärkten Fokus auf das Risikomanagement legen. Um die Umsetzung zu befördern, hat das UBA im Rahmen eines BMG-geförderten Projektes Schulungsmaterialien für Trinkwasserversorger und für Gesundheitsämter entwickelt, die das UBA kostenlos zur Verfügung stellt. Eine Gruppe von Trainerinnen und Trainern wurde durch das UBA in der Anwendung dieser Materialien geschult, um das Angebot von Schulungen durch diese Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu befördern.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm ENSA

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global internationale Schulpartnerschaften mit dem Globalen Süden vor allem über das ENSA-Programm.

ENSA fördert im Berichtszeitraum jährlich bis zu 50 Lernreisen für entwicklungspolitische Schulpartnerschaften, an denen pro Jahr bis zu 1.000 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte allgemein- und berufsbildender Schulen sowie NRO-Vertretende aus Deutschland und dem Globalen Süden beteiligt sind. Das Programm bietet Gelegenheit, sich im Rahmen der Schulaustauschreisen sowie der von ENSA organisierten pädagogischen Begleit- und Qualifizierungsmaßnahmen intensiv mit Fragen globaler Herausforderungen auseinanderzusetzen. Die Programmmaßnahmen wurden aufgrund der Corona-Pandemie seit März 2020 entweder verschoben oder virtuell durchgeführt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Freiwilligendienste "kulturweit" und "naturweit"

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Die vom Auswärtigen Amt (AA) geförderten und von der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. (DUK) durchgeführten Freiwilligendienste in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, "kulturweit" und seit 2019 die neue Programmkomponente "naturweit", haben Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Querschnittsthema in ihrem  pädagogischen Begleitprogramm verankert. Während der Seminare, die die Freiwilligen im Alter zwischen 18 und 26 Jahren durch ihren Freiwilligendienst in Ländern weltweit begleiten, wird besonderes Augenmerk auf die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit dem Bildungskonzept BNE gelegt. In ihren Einsatzländern wird den Freiwilligen die Möglichkeit gegeben, eigene Projekte mit BNE-Bezug zu gestalten.

Nach ihrem Freiwilligendienst können sich "kulturweit"- und "naturweit"-Alumni in einer zwei- bis dreijährigen Weiterbildung zu sogenannten BNE-Teamerinnen und -Teamern fortbilden lassen, um BNE selbstständig zu vermitteln. Gemäß des Peer-to-Peer-Ansatzes entwickelt die DUK die Fortbildung gemeinsam mit dem Alumni-Verein "kulturweiter", der von ehemaligen Freiwilligen geführt wird und in der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (NP BNE) vertreten ist. Im Rahmen der Weiterbildung geben die angehenden BNE-Teamerinnen und Teamer eigenständig Seminare (2 Tage) und Workshops (3 Stunden). Inhaltlich fokussieren sie dabei eins der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) und besprechen dieses in Tiefe mit den Teilnehmenden. Die Workshops und Seminare stehen allen interessierten Menschen zur Verfügung und werden zum Teil öffentlich beworben.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Materialien zur Ausgestaltung des Whole System Approaches

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global die Entwicklung von Materialien für Schulleiterinnen und Schulleiter auf Grundlage des BMZ/KMK-Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung, die Möglichkeiten zur Ausgestaltung des Whole System Approaches praxisnah beschreiben.

Hierzu dient zum Beispiel die Veröffentlichung "Gemeinsam für Zukunftsfähigkeit" aus dem Jahr 2020, in der auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse "Formen und Bedingungen von Kooperationen zwischen Schulen und dem gesellschaftlichen Umfeld im Sinne des Whole School Approach" dargestellt werden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Lernportale zu BNE

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Verschiedene Länder stellen ländereigene Lernportale zu BNE zur Verfügung, unter anderem "Future:N" aus Baden-Württemberg, Internetportal für politische Bildung für bayrische Schulen mit eigenem Bereich BNE, Hamburger Bildungsserver, hessisches BNE-Portal, BNE-Portal in Nordrhein-Westfalen bei der "Fach- und Koordinierungsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung", BNE-Portal des Bildungsservers Rheinland-Pfalz, sächsisches BNE-Portal/sächsisches Portal schulische Qualitätsentwicklung.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Zusammenarbeit mit Schulbuchverlagen und offene Bildungsmaterialien

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global in Zusammenarbeit mit Verlagen, Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktikern und Vertreterinnen und Vertretern von Zivilgesellschaft die Entwicklung von Lern- und Lehrmaterialien auf Grundlage des BMZ/KMK-Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung.

im Rahmen des Umsetzungsprozesses des Orientierungsrahmens werden unter anderem Schulbuchverlage beraten. 2018 wurden die Verlagsleitungen und weitere Führungskräfte der Verlage für Bildungsmedien über die aktuellen Entwicklungen im Bereich BNE in einer Veranstaltung am Rande der Bildungsmesse didacta informiert. In einer Fortbildung für Redakteure und Autoren konnte im November 2019 in Kooperation mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus sowie Arche Nova e.V. konkret für Verlagsmitarbeitende gezeigt werden, wie Verlage BNE in ihren Materialien nutzen können. Eine Handreichung für Verlage soll 2021 vorgelegt werden.

Im Bereich von "Open Educational Resources", (OER, offene Bildungsmaterialien) wurden im Jahr 2019 ein Positionspapier zur wechselseitigen Ergänzung von BNE und offenen Bildungsmaterialien sowie zahlreiche entsprechende Materialien veröffentlicht. Des Weiteren wurden Erklärvideos als OER zu Themen der Nachhaltigen Entwicklung erstellt, die sich sowohl für den direkten Einsatz im Unterricht als auch für die Integration in andere Materialien eignen.

© Engagement Global

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE als fester Bestandteil von Fort- und Weiterbildungen

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist in vielen Ländern mittlerweile fester Bestandteil des Angebots von Fort- und Weiterbildungen im Bereich der frühkindlichen Bildung.

Baden-Württemberg verbindet den BNE-Ideenwettbewerb "Kleine Helden" mit der Erzieherinnen- und Erzieher-Weiterbildung. Bayern bietet BNE-Workshops und Fachtage für pädagogische Fachkräfte von Kita-Trägerinnen und -Trägern, die das landeseigene Qualitätssiegel "ÖkoKids" tragen, an. Das bayrische Pilotvorhaben "Kita im Aufbruch – Prozessbegleitung Richtung Nachhaltigkeit" verfolgt das Ziel einer strukturellen und ganzheitlichen Verankerung von BNE in allen Bereichen einer Kindertageseinrichtung. Bremen setzt bei trägerübergreifenden Fortbildungsangeboten für Erzieherinnen und Erzieher einen Schwerpunkt beim Thema Klimaschutz. Eine Aus- und Weiterbildung zur BNE-Fachkraft ermöglicht die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz. Rheinland-Pfalz fördert zudem durch die Ausbildungen zum "Naturtrainer" oder "KinderGartenpaten" das ehrenamtliche Engagement in der Kita, vor allem von Seniorinnen und Senioren. Schleswig-Holstein bietet sowohl eine Fortbildungsreihe für Erzieherinnen und Erzieher als "BNE-Begleiterinnen und -Begleiter im Elementarbereich" an wie auch BNE-Weiterbildungen für Kitas durch das "Bildungszentrum für Natur, Umwelt und Ländliche Räume". Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) und das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren (MSGJFS) (Schirmherrschaft durch den Minister im MSGJFS) unterstützen in Schleswig-Holstein als Kooperationspartner die "S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung" bei der Zertifizierung von Kitas durch die "Bildungsinitiative KITA 21".

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Umweltschutz und Nachhaltigkeit in Ausbildungsordnungen

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

In allen Ausbildungsordnungen im Bereich der dualen beruflichen Ausbildung, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erlässt, werden nachhaltigkeitsbezogene Lernziele sach- und zielgruppengerecht und den konkreten Anforderungen der Branche und des Berufs entsprechend aufgenommen (vgl. auch Kapitel 3.4.7.11, BMBF, "Neue Standardberufsbildpositionen setzen moderne Berufsbildungsstandards für alle dualen Ausbildungsberufe").

Mit einer neuen Standardberufsbildposition "Umweltschutz und Nachhaltigkeit", die von Bund, Ländern und Sozialpartnern gemeinsam erarbeitet wurden, werden künftig verstärkt nachhaltigkeitsbezogene Lernziele in allen ab 2021 neu geschaffenen und modernisierten Ausbildungsordnungen als verbindlicher Inhalt verankert. Für alle bestehenden Berufe soll den Betrieben und Berufsschulen die Vermittlung der neuen Inhalte empfohlen werden.

Über die Standardberufsbildpositionen hinausgehende Nachhaltigkeitsaspekte werden weiterhin berufsspezifisch in allen Neuordnungsverfahren Berücksichtigung finden. So wurden zum Beispiel bei der gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgenommenen Neuordnung der Berufsausbildung für die Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter, die zum 1. August 2020 in Kraft getreten ist, in zahlreichen Lernzielen relevante Aspekte der nachhaltigen Entwicklung verankert (Ressourcenschonung bei der Aufgabenerledigung in allen Arbeitsbereichen, Berücksichtigung regionaler und saisonaler Aspekte bei der Ernährungsplanung, Weiterentwicklung des nachhaltigen Handelns im eigenen Arbeitsbereich). Auch die Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement berücksichtigen zum Beispiel bei der Auswahl von Verpackungen und von Transportmitteln und -wegen verstärkt ökologische Gesichtspunkte. Bei der modernisierten Berufsausbildung im Laborbereich umfassen die Qualifikationsinhalte der betrieblichen Maßnahmen zum verantwortlichen Handeln Umweltschutz, Arbeits- und Gesundheitsschutz, das Einsetzen von Energieträgern sowie das Umgehen mit Arbeitsgeräten und -mitteln.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Lernort/Sozialraum, Kooperation und BNE

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

In allen Ländern beruht Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auf der engen Kooperation mit außerschulischen Bildungspartnerinnen und -partnern. Landesregierungen unterstützen deren Qualitätsentwicklung durch Auditierung und Zertifizierung, unter anderem "NUN (norddeutsch und nachhaltig)-Zertifizierung" von außerschulischen Bildungseinrichtungen als gemeinsame Länderinitiative von Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, Zertifikat "Bildungsträger für nachhaltige Entwicklung" in Hessen, BNE-Zertifizierung von außerschulischen Bildungs- und Weiterbildungsanbietern in Nordrhein-Westfalen, "LernOrte Nachhaltigkeit" in Rheinland-Pfalz, "Zukunft bilden – BNE zertifiziert" als gemeinsame Zertifizierungsstelle in Rheinland-Pfalz und Saarland und "Thüringer Qualitätssiegel BNE".

© Jan Laackmann - Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Deutsche Sportjugend

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Im Bereich der sportlichen Kinder- und Jugendbildung engagiert sich die Deutsche Sportjugend (dsj) sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, um einen Beitrag zur Umsetzung der SDGs, insbesondere dem SDG 4 "Hochwertige Bildung", zu leisten. Dabei liegt jedoch ein ganzheitlicher Bildungsansatz mit Verknüpfungen weit über das SDG 4 hinaus zugrunde. Ziel der dsj und ihrer Aktivitäten ist die Stärkung von BNE im non-formalen Bildungsbereich Sportverein/-verband. Es sollen in den Strukturen des Jugendsports in Deutschland Kompetenzen vermittelt werden, die zur Umsetzung aller nachhaltigen Entwicklungsziele beitragen als auch Maßnahmen aufgezeigt werden, die eine nachhaltige Organisationsentwicklung begünstigen.

2018 wurde die Deutsche Sportjugend durch die Deutsche UNESCO-Kommission für ihr besonderes Engagement im Feld der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. In diesem Zuge schloss die dsj mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zwei Commitments zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung. In diesen beiden Commitments erklärte die dsj, Bilder und Erzählungen (Narrative) der Transformation zu entwickeln und die Stärkung und Anerkennung von Change Agents und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren BNE weiter auszubauen.

In den Jahren 2016 bis 2019 hat die dsj außerdem Juniorbotschafter*innen Bildung für nachhaltige Entwicklung im Alter von 18-26 Jahren ausgebildet. Darüber hinaus bot sie in den Jahren 2019 und 2020 Multiplikatorinnen aus verschiedenen Jugendsportorganisationen Workshops zu BNE an.

Seit 2020 ist die dsj Kooperationspartnerin von Sports4Future, einem Bündnis von Sportlerinnen und Sportlern, Sportvereinen und -verbänden, Fans und Förderern, die sich für die verbindende Kraft des Sports einsetzen, um gemeinsam den Herausforderungen der Klimakrise zu begegnen. In diesem Rahmen lässt die dsj ihren eigenen sozialen, ökonomischen und ökologischen Fußabdruck ermitteln. Ergebnisse werden für 2021 erwartet. Weitere Kooperationen und gemeinsame Projekte betreibt die dsj mit der Naturschutzjugend (Biodiv), UNICEF (Kinderrechte) und dem Sportkreis Heidelberg.

Im entwicklungspolitischen Kontext engagierte sich die dsj im Zuge der "Förderrichtlinie "weltwärts – Außerschulische Begegnungsprojekte im Kontext der Agenda 2030" zwischen 2016 und 2020 als strategischer Partner des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für die Erreichung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs). Inhalt solcher Begegnungsprojekte war die Verknüpfung des Sports mit einem der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele. Schwerpunkte für die Jugendbegegnungen im Sport lagen auf den SDGs 4 – Hochwertige Bildung, 5 – Geschlechtergerechtigkeit, 10 – Weniger Ungleichheiten und 17 – Partnerschaften.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE digital

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Umsetzung und Weiterentwicklung des Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung/Schulprogramm (strukturelle Verankerung von BNE in Schule)

Im Ergebnis der 8. KMK/BMZ Fachtagung zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung (2017) entstand das Diskussionspapier "Orientierung gefragt – BNE in einer digitalen Welt", das unter Beteiligung von Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Schule mit dem fachlichen Hintergrund BNE und Digitalisierung im Juli 2018 veröffentlicht wurde.

Ziel des Diskussionspapiers ist es, eine breite Debatte zu den Anforderungen an Digitalisierung in Bezug auf BNE zu initiieren. Das Papier versteht sich auch als ein Beitrag zur Diskussion um die Gestaltung der Digitalisierung, die durch den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) "Digitalisierung braucht dringend Gestaltung" sowie durch die Umsetzung des Digital Pakts Schule angestoßen wurde. Ansätze des Diskussionspapiers finden sich unter anderem im Hauptgutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) "Unsere gemeinsame digitale Zukunft".

© Engagement Global

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Förderung der Internetplattform "Die Eine Welt Internet Konferenz" (EWIK)

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global die Bündelung von Online-BNE-Materialien zum BMZ/KMK-Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung auf der Internetplattform Die Eine Welt Internet Konferenz (EWIK).

Die im Rahmen der Länderinitiativen zur Umsetzung des Orientierungsrahmens entwickelten Materialien zu BNE bzw. zum Globalen Lernen werden dem EWIK-Portal zur Verfügung gestellt. Bis Ende 2020 wurden mehr als 80 umfangreiche Lern- und Lehrmaterialien zu Möglichkeiten der Berücksichtigung von BNE in Schule erstellt. Damit wird ein großes Spektrum sowohl an Themen wie auch an didaktischen Grundsätzen und strukturellen Vorgaben des Orientierungsrahmens der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Insgesamt werden jedes Jahr rund 25.000 Downloads von BNE-Materialien auf der EWIK-Plattform getätigt.

Weiterführender Link:

Internetplattform "Die Eine Welt Internet Konferenz" (EWIK)

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

"Materialkompass" für Verbraucherbildung

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Schule

Mit der Verstetigung des sogenannten "Materialkompasses" des Verbraucherzentrale Bundesverbandes e.V. trägt das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) zu einer besseren Orientierung von Lehrkräften bei der Materialauswahl für den Unterricht im schulischen und außerschulischen Kontext bei. Frei zugängliche Bildungsmaterialien, unter anderem zum Handlungsfeld "Nachhaltiger Konsum", werden von unabhängigen Expertinnen und Experten im Hinblick auf inhaltliche Qualität und Didaktik bewertet und mit einer Sternewertung versehen. Auf "Materialkompass" für Verbraucherbildung können Lehrkräfte aufgrund dieser Bewertungen geeignetes Unterrichtsmaterial recherchieren und herunterladen. Sie erhalten außerdem Hinweise über mögliche Unterrichtskontexte und Einsatzfelder des entsprechenden Materials.

Weiterführender Link:

"Materialkompass" für Verbraucherbildung

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) widmet sich auf unterschiedlichen Wegen der naturwissenschaftlichen Bildung in der frühen Bildung und stellt dabei die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Pädagoginnen und Pädagogen in den Mittelpunkt. Kita-Fachkräften in Studium, Aus- und Weiterbildung sowie Lehrenden an Fach- und Hochschulen und Weiterbildnerinnen und Weiterbildnern wird durch unterschiedliche Publikations- und Veranstaltungsformate vielfältiges Wissen zur Verfügung gestellt und zugleich Impulse für die Umsetzung naturwissenschaftlicher Bildung im pädagogischen Alltag gegeben. So ging beispielsweise eine Expertengruppe unter anderem den Fragen nach: Was lässt sich über Natur erfahren, welches "Naturwissen" vermitteln? Welche Kompetenzen benötigen Kita-Fachkräfte dafür? Nicht zuletzt damit wurde die Basis für einen Wegweiser Weiterbildung gelegt, der Grundlagen früher naturwissenschaftlicher Bildung und deren Stellenwert für die Aus- und Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte beschreibt. Aber auch die Praxis wird auf Veranstaltungen in den Blick genommen, so wie beispielsweise bei der Tagung "Frühe naturwissenschaftliche Bildung! (Wie) Geht das?" im Jahr 2018. Der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis stellt so auch wiederkehrend bei allen Formaten der WIFF einen wichtigen Aspekt dar. Mit dem seit 2014 erscheinenden "Fachkräftebarometer frühe Bildung – FKB", einem Projekt der WiFF, werden auf Basis amtlicher Daten umfassende Informationen über Personal, Arbeitsmarkt, Erwerbssituation sowie Ausbildung und Qualifizierung in der Frühpädagogik geliefert.

Weiterführender Link:

Fachkräftebarometer

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Hochschulspezifischer Nachhaltigkeitskodex (HS-DNK)

Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE)

Bildungsbereich
Hochschule

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) fördert die Nachhaltigkeitsberichterstattung an Hochschulen. Gemeinsam mit dem Verbundprojekt "Nachhaltigkeit an Hochschulen (HOCH-N): entwickeln – vernetzen – berichten", welches im Rahmen der BMBF-Initiative "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative“ (SISI) gefördert wird, wurde der Nachhaltigkeitsberichtsstandard "Hochschulspezifischer Nachhaltigkeitskodex (HS-DNK)“ erarbeitet. Der HS-DNK besteht aus 20 Kriterien, die die Hochschulbereiche Strategie, Prozessmanagement, Umwelt und Gesellschaft umfassen und nach dem comply-or-explain-Ansatz zu berichten sind. Um die Anwendung zu erleichtern hat HOCH-N einen Leitfaden mit Praxisbeispielen entwickelt.

Weiterführender Link:

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

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