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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

BNE-Modellkommunen unterstützen

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Kommunen

Damit Landschaften für Bildung für nachhaltige Entwicklung-(BNE) entlang der individuellen Bildungsbiografien einen Beitrag zu gesellschaftlicher Transformation im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung leisten können, sollten sie eng in kommunale Strukturen eingebettet sein.

In Bayern unterstützt das "Zentrum für nachhaltige Kommunalentwicklung" mit praxisnahen Fortbildungs- und Informationsangeboten Kommunen dabei, ihre Entwicklung an Nachhaltigkeitszielen auszurichten, indem es konkrete und lokal angepasste Handlungsoptionen aufzeigt und den Austausch zwischen Kommunen fördert. Dieses Ziel der verfolgt auch das Projekt "Pfälzerwald: SDG-Modellregion für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz (2019-2021)", welches gemeinsam mit 8 ausgewählten Modellkommunen kommunale Nachhaltigkeitsstrategien inklusive konkreter SDG-Aktionspläne entwickelt und bei der Umsetzung unterstützt.

Weiterführender Link:

Zentrum für nachhaltige Kommunalentwicklung in Bayern

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bildungsservice

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Schule

Der Bildungsservice bereitet das vielfältige Themenspektrum des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) mit Bildungsmaterialien und Projektangeboten für die Zielgruppen Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Lehrkräfte auf. Mit dem Bildungsservice erhalten die Bildungsaktivitäten des BMU ein gemeinsames kommunikatives Dach. Die Qualitätssicherung und Abstimmung der Angebote wird durch ein übergeordnetes Bildungskonzept als Referenzrahmen für den Geschäftsbereich des BMU gewährleistet.

Seit Start des Bildungsservice 2008 erscheint ein monatlicher Newsletter, der Neuestes aus den Aktivitäten des BMU und zu Projekten, Terminen, Publikationen rund um die Bildungslandschaft im Bereich nachhaltige Entwicklung zusammenstellt. Auf der zentralen Internetseite des Bildungsservice werden Termine, Wettbewerbe und Materialien aus verschiedenen Bereichen präsentiert. Damit trägt der Bildungsservice zu einer wirksamen Netzwerkkommunikation bei.

Weiterführender Link:

Bildungsservice des BMU

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE als Gesamtstrategie

Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

In Schleswig-Holstein wurde "Nachhaltige Entwicklung (…) im § 19 Abs. 4 des neuen KiTaG (ab Januar 2021) als Querschnittsthema und Fördervoraussetzung berücksichtigt."

Baden-Württemberg ist dabei, die frühkindliche Bildung im Entwurf der BNE-Gesamtstrategie des Landes zu verankern, die es auch in Schleswig-Holstein gibt.

Gesetzliche Grundlagen zur Förderung von frühkindlicher BNE existieren in mehreren Bundesländern.

In Mecklenburg-Vorpommern ist Umweltbildung und BNE zum Beispiel in § 3 Abs. 1 Kindertagesförderungsgesetz (KiföG M-V) festgeschrieben.

Thüringen hat die "Form der ‚Kindermitwirkung‘ (…) gesetzlich geregelt". Sie wurde im Kindertagesbetreuungsgesetz (§12, Abs. 6 und 7, ThürKigaG) verankert." Damit ist dort "eine zentrale Komponente im Konzept von BNE, die Kultur der Partizipation" berücksichtigt.

Am Projekt BNE, das im Rahmen der Bildungsinitiative "Haus der kleinen Forscher" angeboten wird, beteiligen sich Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. In Thüringen wurde gar eine Kooperationsvereinbarung zwischen "dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS), der Stiftung Bildung für Thüringen, der Stiftung für Technologien, Innovation und Forschung Thüringen und der Stiftung Haus der kleinen Forscher" geschlossen. Im Jahr 2017 startete die Stiftung Haus der kleinen Forscher ein "Thüringer Modellnetzwerk BNE".

Die Ausbildung der Fachkräfte im eingangs beschriebenen, wünschenswerten Sinne vollzieht zum Beispiel Niedersachsen, das die Verankerung von BNE als Querschnittsaufgabe in den dafür vorsehen Rahmenrichtlinien festgeschrieben hat.

Weiterführender Link:

Stiftung Haus der kleinen Forscher

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Übergreifend

Von Apfelanbau bis Ziegenhof: Das Netzwerk stellt sich vor

Woher kommen eigentlich unsere Lebensmittel? Immer mehr Menschen möchten wissen, wo und wie Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst, Käse und Co. erzeugt werden. Einblicke in eine nachhaltige Landwirtschaft bieten die Höfe des bundesweiten Netzwerks "Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau".

Mehr als 34.000 Betriebe in Deutschland wirtschaften nach ökologischen Richtlinien. Aus dieser Vielfalt hat das BMEL zuletzt im November 2019 290 Bio-Betriebe, die Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau, ausgewählt. Sie gewähren allen Interessierten einen Einblick in die Öko-Landwirtschaft.

Die 290 Betriebe präsentieren sich in großer Vielfalt: vom kleinen Rosenhof bis zum großen Ackerbaubetrieb mit über tausend Hektar Fläche, von der Bio-Imkerei bis zum Stutenmilch-Familienbetrieb, vom Erlebnisbauernhof bis zu direktvermarktenden Betrieben. Sie bündeln Expertise über Besonderheiten, Vorzüge und Herausforderungen des Öko-Landbaus und öffnen ihre Türen und Tore für alle Interessierten, bieten Dialog und Vernetzung.

Führungen, Seminare und Hoffeste bieten allen – ob Verbraucherinnen und Verbrauchern, Familien, Schulklassen, Umstellungsinteressierten oder Praktikerinnen und Praktikern des Öko-Landbaus – Einblicke in die ökologische Landwirtschaft: in mobile Hühnerställe, die muttergebundene Kälberaufzucht, Saatgutvermehrung, Maßnahmen zum Umwelt- und Gewässerschutz, in Solidarische Landwirtschaft, alte Gemüsesorten und seltene Tierrassen.

Weiterführender Link:

Demonstrationsbetriebe Ökolandbau

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Beteiligung von jungen Menschen

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Die Themen im Aufgabenbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) sind als Zukunftsthemen von hoher Bedeutung für junge Menschen. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sollen entsprechend früh aktiv einbezogen und die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf ihre Lebenswirklichkeit und ihre Interessen berücksichtigt werden. Über verschiedene Formate lädt das BMU Jugendliche und junge Erwachsene ein, sich aktiv zu beteiligen.

"Zukunft? Jugend fragen!"

Bereits zum dritten Mal erforschen das BMU und das Umweltbundesamt im Rahmen der repräsentativen Studie "Zukunft? Jugend fragen!", was junge Menschen (14–22 Jahre) bewegt und wie sie sich eine nachhaltige Zukunft vorstellen. Das stark partizipative Forschungsvorhaben wird durchgängig von einem Jugendprojektbeirat begleitet und mitgestaltet. Die Ergebnisse der letzten Studie wurden im Januar 2020 vorgestellt.

Die Studie ist zu finden unter:

Studie "Zukunft? Jugend fragen!"

Jugendseite / Planet A Umwelt im Internet

Seit dem 11. September 2020 ist die neue BMU-Internetseite "Planet A – Umwelt im Internet" online, mit der vorrangig junge Menschen angesprochen werden sollen. Die Seite bietet einen zentralen Zugriff auf die vielfältigen jugendspezifischen Aktivitäten des BMU und stellt zugleich ein ebenso umfangreiches wie aktuelles Umwelt-Recherchetool für junge Menschen zur Verfügung.

Unter der Rubrik "Wissen" werden Informationen und Hintergründe zu den verschiedensten Umweltthemen aus der Themenpalette des BMU aufbereitet, die vorrangig auf dem umfassenden und fortlaufend weiter ausgebauten Online-Angebot für Lehrkräfte "Umwelt im Unterricht" basieren.

Auf der "Machen"-Seite werden die Angebote des BMU für Jugendliche präsentiert und über Projekte und Veranstaltungen berichtet. Diese Seite zeigt überdies, wie junge Menschen in die Arbeit des Ministeriums einbezogen werden. "Geld" stellt den für 2021 geplanten Jugendklimafonds vor, aus dem Klimaschutzprojekte finanziert werden sollen.

Zu finden ist die neue Jugendseite unter:

BMU-Jugendseite "Planet A – Umwelt im Internet"

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Aus-, Fort- und Weiterqualifizierungsprogramme 

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Verschiedene Länder bieten innerhalb der oben genannten Strukturen Aus-, Fort- und Weiterqualifizierungsprogramme im Bereich der non-formalen und informellen BNE an.

In Bayern führen Einrichtungen, die das Qualitätssiegel "Umweltbildung.Bayern" tragen, bereits seit 2006 jährlich Qualifizierungsworkshops für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der außerschulischen Umweltbildung/BNE durch. Ergänzend zur BNE-Zertifizierung hat die BNE-Agentur in Nordrhein-Westfalen ein Angebot zur Weiterqualifizierung von BNE- Multiplikatorinnen und -Multiplikatoren der non-formalen Kinder-; Jugend- und Erwachsenenbildung entwickelt. Das BNE-Qualifizierungsangebot wird seit 2019 als Modellvorhaben erprobt und seitdem weiterentwickelt. In Sachsen-Anhalt bildet die BNE-Koordinierungsstelle des Landes seit 2019 BNE-Multiplikatorinnen und -Multiplikatoren fort und weiter. Auch in Brandenburg führt die Servicestelle BNE Weiterbildungen durch und bietet Fach- und Informationsveranstaltungen an.  Um die Perspektiven zur Aus- und Weiterbildung junger BNE-Change Agents zu stärken, führte der landesgeförderte Kinder- und Jugendring Sachsen einen Vergleich der Bundesländer zum Stand der Integration von BNE in den Ausbildungsworkshops zur bundesweiten Jugend Leiter Card (JuLeiCa) durch. Hessen unterstützt Berufstätige, die durch ihre Arbeit einen Beitrag zu BNE und den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) leisten möchten, durch eine Fortbildungsreihe zu Umwelt- und Klimabildung im Sinne einer BNE. In Schleswig-Holstein erscheint jährlich ein Programmheft des Bildungszentrums für Natur, Umwelt und ländliche Räume (BNUR) mit Informationen zu BNE-Veranstaltungen, zum Beispiel im Bereich Qualifikation für Beruf und Ehrenamt, die teils auch von Kooperationspartnern durchgeführt werden.

Weiterführender Link:

Jahresprogramm 2020 des Bildungszentrums für Natur, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen (PFQ)

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Übergreifend

Das "Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen" (PFQ), das Engagement Global im Auftrag des BMZ durchführt, richtet sich an Nichtregierungsorganisationen in Deutschland, die ihre in der Praxis erworbene entwicklungspolitische Fachexpertise zu sektoralen Themen und in methodischen Bereichen im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen an andere entwicklungspolitische Akteure der deutschen Zivilgesellschaft, insbesondere Mitarbeitende anderer Nichtregierungsorganisationen, weitergeben wollen. Als Formate sind hierfür klassische Schulungs- und Fortbildungsangebote, die Bereitstellung von E-Learning-Plattformen oder eine Kombination aus beidem möglich. Dadurch soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die Handlungsmöglichkeiten der qualifizierten Akteure zu erweitern, die Qualität der von ihnen durchgeführten entwicklungspolitischen Projekte im In- und Ausland zu verbessern und sie dazu zu befähigen, an den maßgeblichen internationalen fachlichen Diskussionen partizipieren zu können.

Weiterführender Link:

"Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen" (PFQ)

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bildungswettbewerb für Nachhaltigkeit "Zukunft, fertig, los!"

Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat 2017/18 den Bildungswettbewerb für Nachhaltigkeit "Zukunft, fertig, los!" durchgeführt, der auf neue Ideen und Ansätze zur Kommunikation, Bekanntmachung und Verbreitung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) in den klassischen Bildungsbereichen aufmerksam machen und diese befördern sollte.

Die besten 22 der knapp 100 eingereichten Ideen wurden von einer Jury aus Expertinnen und Experten nominiert und konnten ihren Projektansatz vor 15 Förderern aus Stiftungen, Unternehmen und Politik in einem "Speed-Dating"-Format vorstellen. Rund 50 Prozent der nominierten Projektideen haben im Nachgang der Veranstaltung Förderangebote beziehungsweise konkrete Förderzusagen erhalten.

Weiterführender Link:

SDG-Bildungswettbewerb

© Rat für Nachhaltige Entwicklung, Illustration: Iantrei/Shutterstock.com

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Eiweißpflanzenstrategie (EPS)

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Übergreifend

Unterrichtskonzepte für den Anbau und die Verwertung von Sojabohnen in Deutschland

Im Rahmen des bundesweiten Soja-Netzwerks wurden Unterrichtsmaterialien für unterschiedliche Zielgruppen entwickelt. Die Förderung des Vorhabens erfolgte durch die Eiweißpflanzenstrategie des BMEL.

Das Unterrichtskonzept "Soja – Anbau und Verwertung"

Das Konzept "Soja – Anbau und Verwertung" wurde für Fachlehrerinnen und Fachlehrer an Berufs- und Fachschulen im Bereich Landwirtschaft entwickelt. Mit der praxisnahen Handreichung können sich Lehrkräfte in kurzer Zeit einen Gesamtüberblick zum Themenbereich Soja aneignen. Ergänzend dazu wurden Unterrichtseinheiten zum Thema Sojaanbau, Markt und Wirtschaftlichkeit für Berufs- und Fachschulen ausgearbeitet.

Das Unterrichtskonzept "Soja – Vom Acker auf den Teller"

Das Unterrichtkonzept wurde entwickelt, damit Schülerinnen und Schülern ein sachgerechtes Bild zum Sojaanbau in Deutschland und zur Bedeutung von Sojaprodukten als Lebensmittel und im Viehfutter für eine nachhaltige Ernährungsweise gewinnen können: Die Sojabohne ist inzwischen eine heimische Kulturpflanze in der konventionellen und in der ökologischen Landwirtschaft in Deutschland. Ihr Anbau weist positive Effekte auf die Biodiversität der Nutzpflanzen, die Bodenqualität, die Reduzierung des Einsatzes von Stickstoffdüngern und die Schließung der Eiweißlücke auf. Die geernteten Sojabohnen können in regionalen Wertschöpfungsketten zu pflanzlichen Lebensmitteln und zu Viehfutter verarbeitet werden. Die Unterrichtsmaterialien richten sich an allgemeinbildende und berufliche Schulen.

Unterrichtsmaterialien können heruntergeladen werden unter:

Unterrichtskonzept "Soja – Vom Acker auf den Teller"

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Förderbekanntmachung "Forschung zur kulturellen Bildung in ländlichen Räumen" (03.01.2019)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Die kulturelle Bildung hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Insbesondere in Städten und strukturstarken Regionen, die über eine größere Dichte an Kulturinstitutionen wie zum Beispiel Theater, Orchester und Museen verfügen, gibt es eine große Anzahl entsprechender Angebote der Kulturvermittlung. In ländlichen, peripheren Regionen sieht dies hingegen häufig anders aus. Dieser Unterschied ist nicht auf die kulturelle Bildung beschränkt; die Ausprägung von regionalen Disparitäten wird für das Bildungssystem insgesamt im Bildungsbericht 2018 als eine zentrale Herausforderung für das deutsche Bildungssystem benannt.

Bildungspolitisch stellt sich vor diesem Hintergrund die Frage, welche Rolle kulturelle Bildung in ländlichen Räumen spielt und spielen kann sowie nach angemessenen Formen ihrer zukünftigen Ausgestaltung und Förderung.

Das BMBF fördert im Rahmenprogramm Empirische Bildungsforschung Vorhaben, die sich durch einen bildungswissenschaftlich fundierten und in den Diskursen kultureller Bildung verankerten Forschungsansatz auszeichnen und auf der Grundlage einschlägiger Theoriebildung die spezifische Situation in ländlichen Räumen mittels quantitativer und/oder qualitativer sozialwissenschaftlicher Methoden empirisch untersuchen. Die Mehrzahl der Vorhaben bedient sich dabei interdisziplinärer Forschungsansätze (insbesondere aus den Bildungs-, Kultur-, Kunst-, Raum- und Sozialwissenschaften sowie der Humangeographie) und bindet lokale Akteurinnen und Akteure ein (im Sinne einer community of practice beziehungsweise research).

Derzeit werden 13 Einzelvorhaben, sieben Verbundvorhaben und ein Metavorhaben an der Universität Leipzig (Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen, MetaKLuB) gefördert.

Weiterführender Link:

Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen, MetaKLuB

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Junge Menschen in politische BNE-Prozesse einbinden

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Die Länder binden junge Menschen auf vielfältige Art und Weise in politische Prozesse zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Nachhaltigkeit ein. In Baden-Württemberg erfolgt dies über eine eigene Jugendinitiative innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes (zum Beispiel Jugendbeirat, Durchführung eigener BNE-Veranstaltungen, Informations- und Beteiligungsangebote, unter anderem auch auf der Projektwebseite "Wir ernten was wir säen" ). Auch Sachsen-Anhalt bindet junge Menschen in die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes ein. Rheinland-Pfalz hat ein "Jugendklimaforum" eingerichtet, innerhalb dessen Jugendliche klimaschonende Politik mitgestalten.

Weiterführender Link:

"Wir ernten was wir säen"

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Förderbekanntmachung "Forschung zur Digitalisierung in der kulturellen Bildung" (22.02.2017)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Kulturelle Bildung (KuBi) umfasst sowohl die eigene produktive und kreative Auseinandersetzung mit den Künsten als auch die aktive Rezeption von Kunst und Kultur. Dabei verbindet sie kognitive, emotionale und gestalterische Handlungsprozesse. Kulturelle Bildung vermittelt zum einen künstlerisch-kreative Fertigkeiten. Zum anderen ermöglicht sie Bildungserfahrungen in zahlreichen weiteren Bereichen, beispielsweise bezogen auf soziale und emotionale Aspekte. Auch stellt sie wichtige Ressourcen zur Reflexion gesellschaftlicher Herausforderungen bereit. Kulturelle Bildung ist damit ein wichtiger Bestandteil der allgemeinen Bildung und des lebenslangen Lernens.

Die Digitalisierung mit ihren tiefgreifenden gesellschaftlichen und kulturellen Effekten bedingt auch für die kulturelle Bildung Veränderungen, die in ihren Konsequenzen und Potenzialen bislang weitgehend unerforscht sind. Beispielsweise stellt sich die Frage, inwiefern sich ein wechselseitiges Verhältnis zwischen veränderten ästhetischen Wahrnehmungs-, Produktions- und Konsummodi und Prozessen der kulturellen Bildung beschreiben lässt. Thematisch steht die kulturelle Bildung vor der Herausforderung des Umgangs mit neuartigen gesellschaftlichen Themenstellungen und Problemlagen. Die Bedeutung von im Kontext der Digitalisierung entstandenen künstlerischen Praktiken für die kulturelle Bildung bedarf ebenso der wissenschaftlichen Auseinandersetzung wie die Auswirkungen der Digitalisierung auf Angebote und Lehr-Lern-Prozesse der kulturellen Bildung.

Das BMBF fördert vor diesem Hintergrund im Rahmenprogramm Empirische Bildungsforschung interdisziplinär ausgerichtete Grundlagenforschung in acht Verbund- und fünf Einzelvorhaben mit 25 beteiligten Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Ebenfalls gefördert wird ein Metavorhaben an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Forschung zur Digitalisierung in der kulturellen Bildung (DiKuBiMeta).

Weiterführender Link:

Forschung zur Digitalisierung in der kulturellen Bildung (DiKuBiMeta)

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE in der Aus- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte

Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Bei der Integration der frühkindlichen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in die Aus- und Weiterbildung beschreiten die Bundesländer unterschiedliche Wege.

Am Ende wird es darauf ankommen, BNE in den Ausbildungs-Curricula langfristig als eigenständiges Modul und als Querschnittsbereich zu etablieren. Nur damit wäre eine strukturelle, wirksame Verankerung in der Ausbildung möglich.

Kurzfristig setzen die Länder aber erst einmal andere Maßnahmen um. Meistens sind sie in der Fort- und Weiterbildung aktiv.

Brandenburg setzt auf Fortbildungen, "welche auf die Entwicklung der Gestaltungskompetenzen der Kinder abzielen (unter anderem Partizipation, Heterogenität und Upcycling). (…) BNE-Fortbildungen selbst werden frühestens ab 2023 gefördert."

Auch Hessen legt seinen Handlungsschwerpunkt auf Fortbildungen. "Im Kontext des Bildungs- und Erziehungsplans (BEP) für Kinder von 0 bis 10 Jahren wurde ein BNE/BEP-Fortbildungsmodul entwickelt, das seit dem 01.04.2020 von Fachkräften in Anspruch genommen werden kann." Das Modul heißt "BEP to the Future: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)" und schafft eine Verbindung zum BEP.

In Bayern bietet das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) Fortbildungen zu den Themenschwerpunkten an ( ifp.bayern.de ). Daneben "findet (alljährlich) ein bayernweiter Fachtag zu BNE im Elementarbereich am Staatsinstitut für Frühpädagogik statt."

Auch in Sachsen-Anhalt werden Fort- und Weiterbildungen angeboten. Hier geschieht dies über das Fortbildungsprogramm des Landesjugendamtes.

Hamburg bietet BNE-Fortbildungen in seinem Sozialpädagogischen Fortbildungszentrum (SPFZ) an und fördert die Bildungsinitiativen KITA21 und KLIMAfuchs, die die Fachkräfte durch verschiedene Angebote unterstützen ( kita21.de und klimafuchs-kita.de ).

Auch Schleswig-Holstein setzt auf die Förderung der Qualifizierung von Fachkräften, pädagogische Fachberatungen und Tagespflegepersonen durch mehrtägige Veranstaltungen, die durch die Bildungsinitiative KITA21/Stiftung S.O.F. und das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (BNUR) durchgeführt werden. Das Land hat darüber hinaus eine BNE-Handreichung veröffentlicht und unterstützt die Bildungsinitiative KITA21.

In Bremen werden im Rahmen von trägerübergreifenden Fortbildungen Veranstaltungen zu BNE angeboten. Zur Weiterentwicklung von BNE im Land Bremen besteht eine Kooperation mit der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau.

Weiterführende Links:

ifp.bayern.de
kita21.de
klimafuchs-kita.de

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Unterstützung von HOCH-N

Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE)

Bildungsbereich
Hochschule

Der RNE hat sich als Akteur des Verbundprojekts "Nachhaltigkeit an Hochschulen (HOCH-N): entwickeln – vernetzen – berichten", welches im Rahmen der BMBF-Initiative "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative“ (SISI) gefördert wird, für eine systematische Implementierung von Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Hochschule und einer Vernetzung der Hochschulen untereinander eingesetzt.

Weiterführender Link:

"Nachhaltigkeit an Hochschulen (HOCH-N): entwickeln – vernetzen – berichten"

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Aktionsgruppenprogramm

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Übergreifend

Eine niedrigschwellige Maßnahme zur Förderung zivilgesellschaftlicher entwicklungspolitischer Inlandsbildungsarbeit ist das "Aktionsgruppenprogramm" (AGP), das von Engagement Global im Auftrag des BMZ durchgeführt wird. Mit Förderzuschüssen unterstützt das AGP Initiativen, Schulen, Vereine, Stiftungen und andere Träger, die sich mit entwicklungspolitischen Themen beschäftigen, dabei, ihr Wissen über die Zusammenhänge der Einen Welt zu vertiefen und weiterzuvermitteln. Hierzu gehört beispielsweise die finanzielle Unterstützung für Informationsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Workshops, Projekttage, Ausstellungen mit Begleitprogramm.

Weiterführender Link:

"Aktionsgruppenprogramm" (AGP)

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