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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

Förderung der Internetplattform "Die Eine Welt Internet Konferenz" (EWIK)

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global die Bündelung von Online-BNE-Materialien zum BMZ/KMK-Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung auf der Internetplattform Die Eine Welt Internet Konferenz (EWIK).

Die im Rahmen der Länderinitiativen zur Umsetzung des Orientierungsrahmens entwickelten Materialien zu BNE bzw. zum Globalen Lernen werden dem EWIK-Portal zur Verfügung gestellt. Bis Ende 2020 wurden mehr als 80 umfangreiche Lern- und Lehrmaterialien zu Möglichkeiten der Berücksichtigung von BNE in Schule erstellt. Damit wird ein großes Spektrum sowohl an Themen wie auch an didaktischen Grundsätzen und strukturellen Vorgaben des Orientierungsrahmens der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Insgesamt werden jedes Jahr rund 25.000 Downloads von BNE-Materialien auf der EWIK-Plattform getätigt.

Weiterführender Link:

Internetplattform "Die Eine Welt Internet Konferenz" (EWIK)

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

"Materialkompass" für Verbraucherbildung

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Schule

Mit der Verstetigung des sogenannten "Materialkompasses" des Verbraucherzentrale Bundesverbandes e.V. trägt das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) zu einer besseren Orientierung von Lehrkräften bei der Materialauswahl für den Unterricht im schulischen und außerschulischen Kontext bei. Frei zugängliche Bildungsmaterialien, unter anderem zum Handlungsfeld "Nachhaltiger Konsum", werden von unabhängigen Expertinnen und Experten im Hinblick auf inhaltliche Qualität und Didaktik bewertet und mit einer Sternewertung versehen. Auf "Materialkompass" für Verbraucherbildung können Lehrkräfte aufgrund dieser Bewertungen geeignetes Unterrichtsmaterial recherchieren und herunterladen. Sie erhalten außerdem Hinweise über mögliche Unterrichtskontexte und Einsatzfelder des entsprechenden Materials.

Weiterführender Link:

"Materialkompass" für Verbraucherbildung

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Aktivitäten in den Bundesländern

Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Der Vertreter der Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK) in der Nationalen Plattform Bildung für Nachhaltige Entwicklung (NAP BNE), Dr. Dirk Bange (Hamburg), hat im Sommer 2020 über die Bund-Länder-AG "Kindertagesbetreuung" eine Abfrage zu den BNE-Aktivitäten der Bundesländer durchgeführt. Rückmeldungen aus 14 Bundesländern sind erfolgt und bilden die Basis der folgenden Ausführungen. Daneben sei auf die Ausführungen der JFMK in der "Zwischenbilanz zum Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung" (Berlin 2020, S. 55 –57) verwiesen.

BNE in der frühkindlichen Bildung hat in allen Bundesländern gerade vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und globalen Entwicklungen eine wachsende Bedeutung. Mit ihrem Augenmerk auf Wertebildung und Partizipation unterstützt sie die Kinder darin, Beteiligungs- und Gestaltungskompetenzen zu erlangen und damit bewusst handelnde Akteurinnen und Akteure zu sein.

Bei der Verankerung der BNE wird vor allem Wert daraufgelegt, die Kindertagesbetreuungseinrichtungen zu Lernorten nachhaltiger Entwicklung werden zu lassen und den Kindern damit ein gutes Fundament für ihren weiteren Lebensweg zu bieten. Das Bildungskonzept der BNE trägt zur Qualitätssteigerung der Bildungsangebote bei.

Einige Bundesländer haben Gesamtstrategien zur BNE und Nachhaltigkeitsstrategien bzw. entwerfen diese zurzeit (zum Beispiel Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein).

In Hessen wurde im Rahmen der landesweiten Nachhaltigkeitsstrategie ein Kooperationsprojekt durchgeführt, das der umfassenden Information diente. Ziel war die Verankerung von BNE im Lehrplan für sozialpädagogische Fachschulen.

In diversen Gestaltungs- und Entscheidungsgremien wird die strukturelle Verankerung von BNE in der frühkindlichen Bildung auf Länderebene vorangetrieben. Dabei wird auf die Beteiligung vielfältiger Akteurinnen und Akteure aus Regierung, Verwaltung und Zivilgesellschaft geachtet, also eine breite Basis mit unterschiedlichen Sichtweisen sichergestellt.

Es gibt überall Initiativen und Projekte, die die Notwendigkeit zur Verankerung von BNE als übergreifendes Konzept in der frühkindlichen Bildung beispielhaft unterstützen.

In Nordrhein-Westfalen (NRW) wird seit 2019 ein Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) gefördert, dass die "Stärkung und Unterstützung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Elementarbildung" in NRW zum Ziel hat und ressortübergreifend durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI) unterstützt wird. Der Projektträger, die Innowego eG, organisiert Fachveranstaltungen und Diskussionen mit Vertreterinnen und Vertretern von Kitas, Trägern, den Landschaftsverbänden sowie aus dem Aus- und Weiterbildungsbereich. Außerdem soll ein Fachpapier zur Fortschreibung der Landesstrategie NRW für BNE bezogen auf den Elementarbereich entwickelt werden.

Weiterführender Link:

Publikationen auf dem BNE-Portal

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Männergesundheitsportal

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Bildungsbereich
Übergreifend

BZgA: Zur Förderung der Männergesundheit und zur Steigerung der männlichen Lebenserwartung ist ein gesundheitsförderlicher Lebensstil mit körperlicher Bewegung, ausgewogener Ernährung und positiver Stressbewältigung wichtig. Informationen sowie Anregungen und Tipps stellt die BZgA über maennergesundheitsportal.de zur Verfügung. Die Internetseite bietet seriöse und fachlich geprüfte männerspezifische Gesundheitsinformationen, unter anderem zu folgenden Themen: Bewegung und Fitness, gesunde Ernährung, Alkohol, Rauchen, psychische Gesundheit, Stressbewältigung, Psychische Erkrankungen, Früherkennungsuntersuchungen, Darmkrebs, Medikamente und urologische Erkrankungen. Das Angebot richtet sich an Männer ab 35 Jahren sowie Multiplikatoren und Multiplikatorinnen aus dem Feld der Männergesundheit.

Darüber hinaus informiert der Newsletter MÄNNERGESUNDHEIT der BZgA regelmäßig über Aktuelles im Themenfeld, über Daten, Tagungen, neue Projekte und Publikationen.

Weiterführende Links:

maennergesundheitsportal.de
Newsletter des Männergesundheitsportals

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Forschungsförderrichtlinie "Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte in der inklusiven Bildung"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Ziel der Forschungsförderrichtlinie "Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte in der inklusiven Bildung" ist es, pädagogische Fachkräfte entlang der gesamten Bildungsbiografie besser auf inklusive Bildungssettings vorzubereiten. Hierfür werden unter anderem Rahmenbedingungen sowie Vor- und Nachteile unterschiedlicher (inklusiver und exklusiver) Förderbedingungen im Hinblick auf Kompetenzerwerb und -zuwachs geklärt sowie in der breiten Praxis anwendbare Instrumente und Methoden entwickelt.

Weiterführender Link:

Forschungsförderrichtlinie "Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte in der inklusiven Bildung"

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Citizen -Science- Aktion "Plastikpiraten"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Seit dem Wissenschaftsjahr 2016*17 Meere und Ozeane erheben Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren aus Schulklassen oder Jugendgruppen bundesweit Daten zu Kunststoffvorkommen an und in deutschen Fließgewässern. Die Citizen Science-Aktion "Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!", die zwischenzeitlich im Rahmen des Forschungsschwerpunktes "Plastik in der Umwelt" durchgeführt wird, hat eine doppelte Mission: Durch die Beteiligung der Jugendlichen ist möglich, mehr Datensätzen zur Plastikbelastung der Gewässer in Deutschland zu erhalten als durch wissenschaftliche Studien alleine.

Gleichzeitig sollen die beteiligten Schülerinnen und Schüler für die Problematik sensibilisiert werden, denn die Vermeidung von Plastikmüll in der Umwelt ist auch eine Aufgabe des Einzelnen. Die bisherigen Ergebnisse aus inzwischen sechs Zählzeiträumen lassen sich auf einer digitalen Deutschlandkarte einsehen. Die Kieler Forschungswerkstatt arbeitet mit den gewonnenen Daten weiter: Aus der Analyse der Plastikbelastung eines Flusses von der Quelle bis zur Mündung lassen sich wirksame Schutzmaßnahmen ableiten.

Aufgrund des großen Erfolgs der Aktion wird sie im Herbst 2020 parallel in den drei Ländern der Trio-Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union 2020/2021, Deutschland, Slowenien und Portugal, durchgeführt ("PlasticPirates Go Europe!"). Damit können zusätzliche Daten aus anderen europäischen Flussgebieten gewonnen und Jugendliche in mehreren Ländern an das Thema herangeführt werden.

Weiterführender Link:

"PlasticPirates Go Europe!"

© BMBF/Plastic Pirates – Go Europe!

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Fördermaßnahme "Integriertes Wasserressourcen-Management Iran"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Innerhalb des vom BMBF geförderten Verbundprojektes "Integriertes Wasserressourcenmanagement Iran" (IWRM Iran) im Einzugsgebiet des Zayandeh Rud (FKZ: WM1353A-G, Laufzeit: 03/2015–04/2019) wurde das Deutsch-Iranische Trainingszentrum (German Iranian Training Center, GITC) für berufliche Bildung im Wasserfach gegründet. Das GITC ist am Isfahan Higher Education and Research Institute in Isfahan angesiedelt, einem Fortbildungszentrum des Energieministeriums. In den Fortbildungszentren des Energieministeriums werden eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums und der nachgeordneten Behörden geschult. Mit dem GITC wird mittel- bis langfristig ein unabhängiges Bildungszentrum mit dem Fokus auf Wasser und Abwasser aufgebaut, das der Fortbildung sowie dem deutsch-iranischen Erfahrungsaustausch und Technologietransfer dient.

Das GITC steht auf drei Säulen:

1) Bildungsmodule: Fortbildungen im Bereich des Wasser- und Abwassermanagements (Themen: Modellierung, nachhaltige Bewirtschaftung von Grund- und Oberflächenwasser, Bewässerungstechnik, Kläranlagenbetrieb, Kanalwartung und -betrieb); Training-of-Trainer-Maßnahmen "made in Germany".

2) Deutsche Technologien im Einsatz: Praktische Schulungen an Hand von Pilotprojekten aus dem Verbundprojekt IWRM Zayandeh Rud und von deutschen Technologien, die im Iran bereits eingesetzt werden.

3) Forum für deutsch-iranische Zusammenarbeit ("Showroom"): Hier wird deutschen Unternehmen die Möglichkeit geboten, ihre Technologien zu präsentieren und entsprechende Trainings anzubieten, aber auch Konferenzen, Workshops oder Ortsbesichtigungen zu organisieren oder daran teilzunehmen.

Die Zielgruppen sind zunächst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des iranischen Energieministeriums sowie der nachgeordneten Behörden und Unternehmen. Später soll das Angebot des GITC auf weitere Interessengruppen wie den Privatsektor ausgeweitet werden.

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Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN)

Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE)

Bildungsbereich
Übergreifend

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) fördert mit den Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) seit 2016 das Nachhaltigkeitsengagement von Akteurinnen und Akteuren aus der Zivilgesellschaft, der Politik und der Verwaltung über die Grenzen der Bundesländer hinweg. Die RENN verknüpfen bundesweit bestehende Nachhaltigkeits-Initiativen, begeistern neue Akteurinnen und Akteure für das Thema und strukturieren den Austausch von Erfahrungen und Meinungen. Jedes Jahr organisieren die RENN über 100 Veranstaltungen zu den brennenden Fragen der Nachhaltigkeit und geben in zahlreichen Publikationen praktische Tipps zur Umsetzung der 17 UN- Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) vor Ort. Beim "Projekt Nachhaltigkeit" zeichnen die RENN in Kooperation mit dem RNE jedes Jahr 40 Initiativen und Projekte aus, die sich besonders erfolgreich für eine nachhaltige Entwicklung in der gesamten Breite der Gesellschaft einsetzen. Seit Ende 2019 verantwortet RENN.süd den Nachhaltigen Warenkorb. Dieser bietet Konsumalternativen und Tipps für nachhaltige Lebensweise.

Weiterführender Link:

Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN)

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Teilnahme an beruflicher Weiterbildung im Strukturwandel erhöhen

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Die aktuelle COVID-19 Pandemie verstärkt den digitalen und ökologischen Wandel. Weiterbildung und Qualifizierung sind damit mehr denn je eine zentrale Antwort auf die daraus resultierenden Herausforderungen. Die unter der Federführung von BMAS und BMBF und der Beteiligung von 15 weiteren Partnern aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Bundesländern und der Bundesagentur für Arbeit erarbeitete Nationale Weiterbildungsstrategie (NWS) setzt hier an. Das am 12. Juni 2019 verabschiedete Strategiepapier beinhaltet zehn Handlungsziele, unter denen auch die Maßnahmen und Commitments der einzelnen Akteurinnen und Akteure aufgeführt und benannt werden.

Bis Februar 2021 wurden von Seiten des BMAS unter anderem folgende Maßnahmen auf den Weg gebracht:

1. Das BMAS hat mit dem Qualifizierungschancengesetz den Zugang zur Weiterbildungsförderung für Beschäftigte und arbeitslose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erleichtert und die Förderung erheblich verbessert. Beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten unabhängig von Qualifikation, Lebensalter und Betriebsgröße grundsätzlich Zugang zur Weiterbildungsförderung, wenn deren berufliche Tätigkeiten durch Technologien ersetzt werden können, die in sonstiger Weise vom Strukturwandel bedroht sind oder die eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben.

2. Mit dem "Arbeit-von-morgen-Gesetz" wurden insbesondere die Förderleistungen strukturwandelbedingter Qualifizierungen für besonders gravierend betroffene Beschäftigte und Unternehmen ausgeweitet und zugleich ein Anreiz gesetzt, Zeiten von Kurzarbeit zur Weiterbildung betroffener Beschäftigter zu nutzen.

3. Darüber hinaus sollen mit dem Bundesförderprogramm "Aufbau von Weiterbildungsverbünden" die Weiterbildungsbeteiligung der Beschäftigten in KMU gesteigert und regionale Wirtschafts- und Innovationsnetzwerke gestärkt werden. Es werden zunächst bis zu 40 Projekte (Laufzeit: 36 Monate) gefördert. Die ersten zwei Projekte sind im Dezember 2020 gestartet.

4. Mit dem Beschäftigungssicherungsgesetz wurde der Anreiz gestärkt, Zeiten der Kurzarbeit für berufliche Weiterbildung zu nutzen, indem u.a. die Förderung der beruflichen Weiterbildung für diese Fälle vereinfacht und fortentwickelt wurde.

Ein Umsetzungsbeitrag des BMBF im Rahmen der NWS ist der Innovationswettbewerb INVITE, der, die übergeordneten Ziele der NWS aufgreifend, zur Transparenz und Kohärenz des Weiterbildungsmarktes in der berufsbezogenen Weiterbildung beitragen soll. In INVITE werden Projekte gefördert, die bestehende Weiterbildungsplattformen vernetzen, Schnittstellenlösungen und Standards entwickeln sowie durch individualisierte, KI-unterstützte Tools die Nutzerfreundlichkeit und Auffindbarkeit von Weiterbildungsangeboten erhöhen sollen. Damit zahlt INVITE auf das Ziel ein "allen Menschen in Deutschland genau die Weiterbildung zu ermöglichen, die am besten zu ihrer Lebenslage und ihren individuellen Lernbedürfnissen passt – und das möglichst unkompliziert" (Bundesministerin Anja Karliczek). Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung steigern und neue Lernortkooperationen initiieren: Das sind die Ziele von InnoVET. Die 17 Projekte entwickeln und erproben vier Jahre lang attraktive und hochwertige Qualifizierungsangebote für die berufliche Bildung. Diese schaffen Anreize für junge Menschen, eine Aus- oder Weiterbildung zu beginnen. Die Qualifizierungsangebote orientieren sich an den Bedarfen der Unternehmen und tragen dazu bei, hochqualifizierte Fachkräfte auszubilden. Die Projekte sind in sechs Themenclustern aktiv: Gleichwertigkeit schaffen, Branchen stärken, Digitalen Wandel gestalten, Ausbildungsqualität steigern, Lernortkooperation ausbauen und Hybride Bildungsmodelle erproben.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN): Lehrmaterialien zum Ökologischen Landbau für allgemeinbildende Schulen

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Schule

Die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft liefert zahlreiche pädagogische Ansätze zum Verständnis der Nachhaltigkeit. Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) liefert allgemeine, jahrgangsstufengerechte Informationsmaterialien für alle Schulformen, aber auch Aktionsmaterialien für den erlebnisorientierten Kontext und Anleitungen für Aktionen und Unterrichtseinheiten für Pädagoginnen und Pädagogen. Kinder und Jugendliche mit einem Thema bekannt zu machen, funktioniert am besten spielerisch oder über eine Aktion. So bietet das Lernmaterial beispielsweise eine Anleitung zum Bau einer Wildbienen-Nisthilfe und stellt darüber hinaus Hintergrundwissen über Bienen und Bestäuber zur Verfügung. Lernen an einem außerschulischen Lernort ermöglicht Schülerinnen und Schülern einen intensiveren Praxisbezug als es das Arbeiten in der Schule vermag. In authentischer Umgebung können sie mit allen Sinnen erfahren und erleben, wie Landwirtinnen und Landwirte arbeiten, wie Tiere auf dem Hof leben, welche Pflanzen wie angebaut werden und welchen Einfluss die Natur auf die Landwirtschaft hat. Lernmaterial hilft diese Exkursionen vor- und nachzubereiten. Weitere Unterrichtsmaterialien beantworten zum Beispiel die Frage: Wann ist Saison für eine Obst- oder Gemüseart? Seit 2020 werden pädagogische Projekte über die "Richtlinie über die Förderung von Projekten zur Information von Verbraucherinnen und Verbrauchern über regionale Wertschöpfungsketten zur Erzeugung von Bioprodukten sowie zur Umsetzung von begleitenden pädagogischen Angeboten (RIGE)" des BÖLN unterstützt. Dort erstellte pädagogische Informationsmaterialien werden zukünftig auf der Internetseite Ökolandbau in der Schule bereitgestellt.

Weiterführender Link:

Lehrmaterialien zum Ökolandbau

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE als zentrale Querschnittsaufgabe und Treiber für die gesamte Agenda 2030

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Übergreifend

Der Vertreter der Umweltministerkonferenz (UMK) in der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (NP BNE) auf Arbeitsebene, Herr Horst Cürette, Saarland, hat im Sommer 2020 eine Abfrage zu den BNE-Aktivitäten der Umweltressorts der Länder durchgeführt. Rückmeldungen aus 15 Ländern sind erfolgt und bilden die Basis der folgenden komprimierten Darstellung. Bei der Aufführung der Länderaktivitäten entlang der Bildungsbereiche und Handlungsfelder des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) ist eine Auswahl vorgenommen worden. Dabei werden exemplarische Maßnahmen genannt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, als Illustration der vielfältigen Projekte in den verschiedenen Ländern. Daneben sei auf die Ausführungen der UMK in der Zwischenbilanz zum Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (Berlin 2020, S. 67–69) verwiesen.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wird in allen Bundesländern als wichtige Querschnittsaufgabe verstanden. Die wesentlichen Rückmeldungen der Umweltressorts beziehen sich auf den Bildungsbereich non-formales und informelles Lernen/Jugend (siehe Kapitel 3.6). Eine große Maßnahmenvielfalt gibt es auch im Bereich der Fort- und Weiterbildung in der frühkindlichen Bildung (siehe hierzu Kapitel 3.2. dieses Berichts). Im Bereich Schule kooperieren die Umweltressorts der Länder bei zahlreichen Auszeichnungsinitiativen mit den Kultusministerien und weiteren Akteurinnen und Akteuren (siehe hierzu Kapitel 3.3). Auch in der beruflichen Bildung für nachhaltige Entwicklung gibt es Förderaktivitäten der Länder, unter anderem das bayrische Vorhaben "egal war gestern – Richtung Nachhaltigkeit an beruflichen Schulen", welches Auszubildende als BNE-Multiplikatorinnen und -Multiplikatoren weiterbildet. Die Verbindung zum Bildungsbereich Hochschule wird zum Beispiel durch die "Fortbildung von Hochschuldozierenden und Seminarlehrkräften der Lehrerbildung in BNE in Bayern" und "BNE in der Lehramtsausbildung" an der Bergischen Universität Wuppertal (Nordrhein-Westfalen), dokumentiert. Zu den Maßnahmen der Länder im Bereich Kommunen (siehe Kapitel 3.7).

Häufig liegen die strategisch-strukturellen Schwerpunkte der BNE-Ziele und -Maßnahmen der Umweltressorts der Länder bei der Qualitätsentwicklung und der BNE-Zertifizierung von Einrichtungen der außerschulischen Bildung/Weiterbildung sowie in einer weiteren Vernetzung der Bildungsbereiche untereinander. Unter Federführung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) hat die Plattform "Bund-Länder-Treffen BNE" das Ziel, zwischen Bund und Ländern einen Austausch und die Information zu bundesweiten BNE-Aktivitäten zu gewährleisten. Ein gemeinsamer Beitrag zur Umsetzung des NAP BNE ist ein Bericht zur Situation und zu den Erfahrungen der Länder mit etablierten Zertifizierungen sowie Eckpunkte für die Ausgestaltung von Zertifizierungen als Instrumente der BNE-Qualitätsentwicklung. Beides hat eine länderoffene Ad-hoc-Arbeitsgruppe unter der Federführung Nordrhein-Westfalens erarbeitet und Ende 2017 der UMK vorgelegt.

Inhaltlich lassen sich durch eine Thematisierung globaler Zusammenhänge viele Querbezüge zur gesamten Agenda 2030 herstellen. Zusätzlich zum Unterziel 4.7. der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) zielen viele Maßnahmen im Berichtszeitraum daher auch auf die Umsetzung weiterer SDGs ab. Die Länder beziehen sich auf BNE/SDG 4 bei der Erstellung beziehungsweise Fortschreibung von Landesnachhaltigkeitsstrategien, unter anderem indem sie eigene BNE-Indikatoren hinterlegen (Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein). Sie erstellen beziehungsweise schreiben BNE-Landesstrategien fort, mit eindeutigem Bezug zum BNE-Prozess der UNESCO und zur Agenda 2030 (Brandenburg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein). Auch betten sie den Bildungsaspekt in thematisch verwandte Landesstrategien, Förderprogramme und Wettbewerbe ein, wodurch neben SDG 4 weitere SDGs angesprochen werden, zum Beispiel die Themenkomplexe Ernährung, Wasser, Energie, Kreislaufwirtschaft, Klima, Biodiversität, Menschenrechte. Baden-Württemberg stellt beispielsweise kostenlose Themenhefte für den Unterricht bereit, die sich inhaltlich mit den SDGs beschäftigen (zum Beispiel Biodiversität, Wasser). Klima- und Ernährungsbildung im Sinne einer BNE sind prioritäre Maßnahmen im "Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025". Sachsen-Anhalt plant die Einrichtung einer Datenbank von Bildungsmodulen zu allen SDGs, während Bremen plant, formale und non-formale Bildungsakteurinnen und -akteure bezüglich einer ganzheitlichen Umsetzung aller SDGs im Sinne des Whole Institution Approaches (WIA) zu beraten. Zudem vermitteln manche Länder BNE innerhalb der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit (unter anderem Bremen, NRW, Rheinland-Pfalz).

In Nordrhein-Westfalen wurde die BNE-Agentur NRW als zentrale Fach- und Koordinierungsstelle für BNE in Nordrhein-Westfalen in der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) eingerichtet und seit 2016 kontinuierlich ausgebaut und verstetigt. Sie unterstützt den Umsetzungsprozess der BNE-Landesstrategie in Nordrhein-Westfalen und arbeitet dabei sowohl mit der Landesregierung und -verwaltung als auch mit zivilgesellschaftlichen Aktiven, Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Zu ihren Aktivitäten gehören unter anderem Bildungs- und Beratungsangebote, Auszeichnungen und Zertifizierungen sowie die zentrale Internetplattform für BNE in NRW ( bne.nrw.de ).

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Bildungsbereichsübergreifende Kooperationen und Vernetzungsstrukturen fördern 

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Die Länder weisen mittlerweile eine große Bandbreite an langfristig angelegten Kooperationen und Vernetzungsstrukturen von formalen Bildungsinstitutionen (Kita, Schule, Hochschule, Aus- und Weiterbildung) mit außerschulischen Lernorten und Anbietern von Inhalten zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vor. Diese reichen von Schullandheimen (Saarland), staatlich anerkannten Umweltstationen (Bayern) oder Vernetzungsstellen Schulverpflegung (Saarland) über Nationale Naturlandschaften (Nationalpark Hunsrück in Rheinland-Pfalz, Nationalpark Hunsrück-Hochwald und Biosphäre Bliesgau im Saarland, Nationale Naturlandschaften Brandenburg und Thüringen) bis hin zu Museen (unter anderem in Sachsen, Deutsches Hygiene Museum in Dresden) und Stiftungen (unter anderem in Thüringen, Stiftung Naturschutz).

Eine Vielzahl von Ländermaßnahmen unterstützt die Netzwerkarbeit zwischen den unterschiedlichen Partnerinnen und Partnern innerhalb der Bildungslandschaften. Die Landesinitiative "Rheinland-Pfalz isst besser" kooperiert eng mit Landwirten bei der bildungsbereichsübergreifenden Verbraucherinnen- und Verbraucherbildung, das Saarland nutzt Bauernhofpädagogik zur handlungsorientierten BNE-Vermittlung. In Schleswig-Holstein gibt es das Konzept "Schulklassen auf dem Bauernhof", welches die Möglichkeit bietet, die heutige Landwirtschaft altersgerecht mit all ihren Besonderheiten kennen und verstehen zu lernen. Derzeit stehen 100 Bauernhöfe für Besuche von Schulklassen zur Verfügung. Bei Aktivitäten zur Stärkung der Biodiversität kooperieren manche Länder zum Beispiel in Bienenprojekten mit Imkerinnen und Imkern (Rheinland-Pfalz, Saarland). Rheinland-Pfalz und das Saarland fördern Kita-, Schul- und Gemeinschaftsgärten. In Hessen sind im Netzwerk Schulgärten Akteure aus Verwaltung, Bildung, Fachleute aus Obst- und Gartenbau und Zivilgesellschaft gemeinsam aktiv. Eine waldbezogene BNE wird in Hessen und Rheinland-Pfalz praktiziert. Rheinland-Pfalz fördert zudem den grenzüberschreitenden Austausch mit Luxemburg, Belgien und Frankreich durch jährliche BNE-Bildungsforen.

Weiterführender Link:

Schulklassen auf dem Bauernhof

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Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) widmet sich auf unterschiedlichen Wegen der naturwissenschaftlichen Bildung in der frühen Bildung und stellt dabei die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Pädagoginnen und Pädagogen in den Mittelpunkt. Kita-Fachkräften in Studium, Aus- und Weiterbildung sowie Lehrenden an Fach- und Hochschulen und Weiterbildnerinnen und Weiterbildnern wird durch unterschiedliche Publikations- und Veranstaltungsformate vielfältiges Wissen zur Verfügung gestellt und zugleich Impulse für die Umsetzung naturwissenschaftlicher Bildung im pädagogischen Alltag gegeben. So ging beispielsweise eine Expertengruppe unter anderem den Fragen nach: Was lässt sich über Natur erfahren, welches "Naturwissen" vermitteln? Welche Kompetenzen benötigen Kita-Fachkräfte dafür? Nicht zuletzt damit wurde die Basis für einen Wegweiser Weiterbildung gelegt, der Grundlagen früher naturwissenschaftlicher Bildung und deren Stellenwert für die Aus- und Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte beschreibt. Aber auch die Praxis wird auf Veranstaltungen in den Blick genommen, so wie beispielsweise bei der Tagung "Frühe naturwissenschaftliche Bildung! (Wie) Geht das?" im Jahr 2018. Der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis stellt so auch wiederkehrend bei allen Formaten der WIFF einen wichtigen Aspekt dar. Mit dem seit 2014 erscheinenden "Fachkräftebarometer frühe Bildung – FKB", einem Projekt der WiFF, werden auf Basis amtlicher Daten umfassende Informationen über Personal, Arbeitsmarkt, Erwerbssituation sowie Ausbildung und Qualifizierung in der Frühpädagogik geliefert.

Weiterführender Link:

Fachkräftebarometer

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BIOSpitzenköche – Kochen, genießen, bewahren: Bio als Lebensgefühl

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bildungsbereich
Übergreifend

In Deutschland einmalig: eine Kochvereinigung, die eine Gourmetküche aus nahezu ausschließlich ökologisch erzeugten Lebensmitteln anbietet. Seit 2003 sind die "BIOSpitzenköche" Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN). Profiköchinnen und -köche aus verschiedenen Regionen Deutschlands setzen sich im Namen des guten Geschmacks für ökologisch und fair erzeugte Lebensmittel ein. In ihren Restaurants, ihren Kochschulen, in Großküchen, Mensen, Schulen und Kliniken, in TV-Shows und auf Veranstaltungen zeigen die BIOSpitzenköche, wie gut Genuss, Lebensfreude und eine verantwortungsvolle Lebensweise zusammenpassen.

Mit ihrer Kochkunst begeistern sie für den natürlichen Geschmack frischer Bio-Zutaten. Ihre Lieferanten kennen sie oft persönlich, denn von der Qualität und der Erzeugung der Produkte überzeugen sie sich am liebsten direkt vor Ort. Neben ökologischen bevorzugen sie saisonale, regionale und fair gehandelte Lebensmittel. So unterstützen die BIOSpitzenköche eine schonende und nachhaltige Landwirtschaft die Tiere, Natur und Klima schützt.

Die BIOSpitzenköche wollen noch mehr: Mit ihrem Beispiel überzeugen. Denn sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Menschen vom Geschmack und der Qualität von Bio-Lebensmitteln zu überzeugen. Sie beraten gastronomische Betriebe, öffnen ihre Küchen für Hospitationen und schreiben Kochbücher.

Im Rahmen des BÖLN-Programms stehen die BIOSpitzenköche für Interviews, Podiumsdiskussionen oder Medienkooperationen zur Verfügung und entwickeln passende Rezepte zu jedem Anlass: mal vegan, mal vegetarisch, mal mit Bio-Fleisch. Sie inspirieren in Workshops und im TV und kochen auf großen und kleinen Bühnen bei Messen und Events.

Weiterführende Links:

BIOSpitzenköche

BIOSpitzenköche-Blog

 

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Forschung und Entwicklung-Programmlinie (FuE) "Zukunft der Arbeit"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Infolge des digitalen und demografischen Wandels in der Arbeitswelt sind die Bereiche "Lernen" und "Arbeit" zunehmend enger miteinander verknüpft. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Kompetenzentwicklung für die digitale Arbeitswelt der Zukunft im Rahmen des Dachprogramms "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen". Das BMBF investierte für das Dachprogramm von 2014 bis 2020 circa 1 Milliarde Euro.

In der speziell auf sozio-technische Innovationen ausgerichteten Forschungsprogrammlinie "Zukunft der Arbeit" (1) werden Vorhaben gefördert, die Herausforderungen, Chancen und Folgewirkungen der Digitalisierung der Arbeitswelt in neun FuE-Handlungsfeldern adressieren, beispielsweise:

  • Soziale Innovationen durch neue Arbeitsprozesse möglich machen.
  • Arbeiten im Datennetz – digitale Arbeitswelten gestalten.
  • Kompetenzen im Arbeitsprozess entwickeln.
  • Zukunft der Arbeit durch Nachhaltigkeit sichern – ökonomisch, ökologisch, sozial.

 

Die Handlungsfelder der Programmlinie "Zukunft der Arbeit" wurden in FuE-Förderschwerpunkten zu folgenden Themen (2) umgesetzt: "Betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel", "Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen", "Arbeit in der digitalisierten Welt", "Gesundheit in der Arbeitswelt", "Mittelstand – innovativ und sozial", "Arbeit in hybriden Wertschöpfungssystemen" sowie "Arbeiten an und mit Menschen".

Weiterhin wurden mit dem Innovationslabor für die Industriearbeit der Zukunft "FutureWorkLab" (3) und den regionalen Kompetenzzentren der Arbeitsforschung neue Instrumente zur Verzahnung von Arbeitsforschung, betrieblicher Praxis und Hochschulausbildung eingeführt. Demnach ist hier eine inhaltliche Fokussierung auf regionale Bedarfe und Spezifika vorgesehen. Der Schwerpunkt der Kompetenzzentren aus der ersten Wettbewerbsrunde liegt auf neuen Formen von Arbeit und Organisation mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz.

Mit dem Wissenschaftsjahr 2018 "Arbeitswelten der Zukunft" (4) wurde eine breite gesellschaftliche Diskussion über die Gestaltungsmöglichkeiten für die Arbeit von morgen durchgeführt.  Mitmachaktionen, Workshops, Diskussionsrunden und Projekte haben Optionen für diese Zukunftsaufgaben erarbeitet. Überdies veranstaltete das BMBF im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft die Europäische Arbeitsforschungstagung beyondwork2020 (5) am 21.–22.10.2020 virtuell mit rund 1500 Teilnehmenden. Hier entstand eine europäische Plattform zur Definition von Forschungsbedarfen und einem interdisziplinären Austausch im Feld der Arbeitsgestaltung.

Weiterführende Links:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Programmlinie "Zukunft der Arbeit"
Future Work Lab
Wissenschaftsjahr 2018 "Arbeitswelten der Zukunft"
Konferenz "beyondwork 2030"

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

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