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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bridging in Biodiversity Science (BIBS)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Das Verbundprojekt "Bridging in Biodiversity Science" (BIBS) versucht, die seit Langem bestehende Trennung der Biodiversitätsforschung in einzelne Fachdisziplinen, Skalen und Systeme zu überwinden; in diesem Brückenkonzept werden verschiedene sich schnell verändernde Ökosysteme untersucht und Emp-fehlungen für politische Entscheidungsträgerinnen und -träger und die breite Öffentlichkeit erarbeitet. Innerhalb BIBS spielt die Verknüpfung von Wissenschaft und Gesellschaft eine große Rolle. Ein vielversprechendes Werkzeug ist dabei die Bürgerwissenschaft (Citizen Science, CS). Hier können "Nicht-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler" aktiv an Forschungsprojekten teilnehmen. Eine Citizen Science-Koordination wurde daher am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Forschungsverbund Berlin e.V. angelegt, welche die Etablierung von Citizen Science-Projekten unterstützt. Die Kommunikationsplattform "Stadtwildtiere" soll die Gesellschaft über Stadtwildtier-Themen informieren und Bürgerinnen und Bürger dazu motivieren, sich aktiv an Forschungsprojekten zu beteiligen.

Insgesamt wurden sieben Citizen Science-Projekte innerhalb von BIBS initiiert, an denen man sich derzeit noch aktiv beteiligen kann. Es besteht eine enge Kooperation mit dem Leibniz-Netzwerk Citizen Science und der Plattform BürgerSchaffenWissen, an dem auch der BIBS-Partner Museum für Naturkunde Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung beteiligt ist und zu der "BürgerWissen-AG Citizen Science Berliner Raum". Auf europäischer Ebene kooperiert BIBS in der European Citizen Science Association (ECSA). Durch BIBS-Engagement an den verschiedensten Veranstaltungen wurden neue Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler angeworben, so auf der Woche der Umwelt des Bundespräsidenten und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) 2016 und bei sich jährlich wiederholenden Veranstaltungen: a. Lange Nacht der Wissenschaften, b. Langer Tag der Stadtnatur, c. Mind the Lab, d. Berliner Science Week, e. Girls Day und f. Geo-Tag der Natur. In diversen Artikeln von Kulturprogrammzeitschriften der Stadt Berlin wurde dafür geworben, sich als Bürgerwissenschaftlerin bzw. Bürgerwissenschaftler zu engagieren. Auch Seniorinnen und Senioren wurden bei einer Veranstaltung der Seniorenuniversität Lichtenberg und bei einem Vortrag in einer Seniorenresidenz als Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler angeworben. Durch Workshops "Wie man CS richtig macht" bei der Stiftung Naturschutz und am Potsdam Graduate School wurden die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer als zukünftige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren geschult. Im Rahmen des Lehr-Lern-Laborprogramms "NatLab" der Freien Universität Berlin und durch das in 2019 etablierte BIBS-Programm "Schools go Science" wurden zudem Schülerinnen und Schüler für die BIBS-Themen interessiert und zum eigenen Engagement aufgefordert.

© Jon A. Juárez

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Forschungspartnerschaften für die Bewertung komplexer Prozesse im System Erde in der Region Südliches Afrika - SPACES

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit der Maßnahme "Science Partnerships for the Adaptation to Complex Earth System Processes in Southern Africa" (SPACES) soll das Wissen über die Funktionsweise des Systems Erde im südlichen Afrika verbessert werden. Im weltweiten Vergleich sind im südlichen Afrika die klimawandelbedingten Folgen wie Dürren, Überschwemmungen und Nahrungsmittelknappheit in den letzten Jahren deutlich sichtbar geworden. Die Wechselwirkungen zwischen Geosphäre, Atmosphäre und Ozean sowie die Interaktionen zwischen Land und Meer sowie Biosphäre und Atmosphäre stehen daher im Mittelpunkt dieses Forschungsprogramms. Ziel ist es, Mensch und Umwelt besser auf die negativen Folgen des Klimawandels vorzubereiten und widerstandsfähige und anpassungsfähige Landnutzungssysteme zu entwickeln. Diese sollen die Menschen in ihrer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise unterstützen und resiliente Ökosysteme und ihre natürlichen Ressourcen für künftige Generationen bewahren.

Das SPACES-Programm wird durch ein Kapazitätsaufbauprogramm begleitet, das mit den in SPACES-Projekten involvierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eng abgestimmt ist und durch Maßnahmen wie Sommerschulen, Ausbildung auf Forschungsschiffen, Forschungsaufenthalte, Vernetzungsaktivitäten und Workshops mit Entscheidungsträgern begleitet wird.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Kompetenzzentren für Klimawandel und angepasstes Landmanagement in Afrika

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit den Kompetenzzentren für Klimawandel und nachhaltiges Landmanagement (Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management, SASSCAL und West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use, WASCAL) hat das BMBF im südlichen und westlichen Afrika, den vom Klimawandel besonders stark betroffenen Regionen, wissenschaftliche Strukturen und akademische Ausbildung aufgebaut, damit die beteiligten Staaten eigene Expertise weiterentwickeln und selbst valide Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihre Landnutzung und Wasserversorgung treffen können. Darüber hinaus werden die Kapazitäten der beteiligten Länder gestärkt, z.B. selbst Klimaprognosen und Szenarien zu entwickeln, Handlungsoptionen aufzuzeigen und in internationalen Verhandlungsprozessen (zum Beispiel United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), Convention on Biological Diversity (CBD) etc.) die Interessen der Länder zu vertreten. Das BMBF hat die Zentren seit ihrer Einrichtung im Jahr 2010 mit rund 140 Millionen Euro unterstützt, im Zeitraum von Mitte 2017 bis Mitte 2021 erhalten die Zentren insgesamt 41,16 Millionen Euro vom BMBF. Bis zum Jahr 2023 sind weitere gemeinsame Forschungsaktivitäten, die Einrichtung neuer Graduiertenschulen und die Ausweitung der Institutionen selbst geplant. Bisher konnten mehr als 550 PhD.-, Master- und Bachelorstudierende zu Klima-, Energie- und Landwirtschaftsfragen speziell für den afrikanischen Arbeitsmarkt in Politik, Wissenschaft und Praxis ausgebildet werden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Bioökonomie umfasst die Erzeugung, Erschließung und Nutzung biologischer Ressourcen, Prozesse und Systeme, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen. Als übergreifender Ansatz adressiert die Bioökonomie 11 der 17 SDGs direkt; die "Nationale Bioökonomiestrategie" ist auf das Erreichen der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) ausgerichtet. Unter deren Dach bündelt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die sozial-, politik- und wirtschaftswissenschaftliche Forschung im Rahmen des Dachkonzepts "Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel". Das Konzept umfasst vier Module und eine Querschnittsmaßnahme, die jeweils durch Förderrichtlinien umgesetzt werden. Für die Ziele zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sind insbesondere die Maßnahmen zur Förderung von Nachwuchsgruppen (Modul 1) und neuer Formate der Kommunikation und Partizipation (Querschnittsmaßnahme) von Bedeutung, weil diese neben der Erforschung von nachhaltigkeitsrelevanten Fragen auch die langfristige Verankerung dieser Themen in Wissenschaft und Gesellschaft anstreben.

Mit der Förderung von Nachwuchsgruppen trägt das BMBF zu einem verlässlichen Umfeld für die Forschung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei und schafft so bestmögliche Qualifizierungsmöglichkeiten. Die Maßnahme zielt darauf ab, Bioökonomie und Nachhaltigkeit langfristig in den Sozial-, Politik und Wirtschaftswissenschaften, aber auch den Kultur- und Geisteswissenschaften zu verankern. Das geschieht auf direktem Weg während der fünfjährigen Förderperiode an Hochschulen, die bis zu sechs Forschenden als akademische Qualifizierungsphase (für eine Habilitation oder Promotion) dient. Strukturelle Wirkung entfaltet die Förderung dadurch, dass sich exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler Themen erarbeiten, die sie nach einem Ruf auf eine Professur langfristig in Forschung und Lehre festschreiben.

Als Querschnittsmaßnahme fördert das BMBF einen Ideenwettbewerb zu neuen Formaten der Kommunikation und Partizipation in der Bioökonomie. Die geförderten Verbünde setzen sich mit der Frage auseinander, wie eine gesellschaftliche Debatte über Transformationsprozesse im Zuge einer nachhaltigen Entwicklung initiiert und unterstützt werden können. Neuartige Dialogformate und Instrumente werden unter Einbindung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen entwickelt, erprobt und begleitend evaluiert. Die Ergebnisse werden – auch über die Laufzeit der Vorhaben hinweg – in Ausstellungen und anderen Formaten einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und regen dazu an, sich mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen und miteinander auszutauschen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Die Forschungsbörse des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Schule

Über die Onlineplattform Forschungsbörse des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) werden seit 2010 bundesweit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Schulen vermittelt. Ein großer Teil der Forschenden kommt dabei aus Forschungsbereichen zu nachhaltiger Entwicklung.

Lehrkräfte können in der Forschungsbörse nach Expertinnen und Experten suchen und diese in den Unterricht, zu Projekttagen oder Workshops einladen. Die Vermittlung der Forschenden ist für die Schulen kostenfrei. Schülerinnen und Schüler treten durch die Forschungsbörse in direkten und persönlichen Kontakt mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Sie lernen aktuelle Wissenschaft aus erster Hand – und jenseits der Lehrbücher und des Curriculums – kennen und bekommen konkrete Einblicke in die Berufspraxis, die aktuellen Themen und die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens. Die Rückmeldungen von Lehrkräften und von Schülerinnen und Schülern zur Forschungsbörse sind durchgehend positiv und lassen erkennen, dass durch die persönliche Vermittlung wissenschaftliche Fragestellungen, Methoden und Ziele von den Schülerinnen und Schülern mit Neugierde aufgenommen und reflektiert werden. Viele Lehrkräfte nutzen regelmäßig den Service der Forschungsbörse, etwa zur Gestaltung von Themenschwerpunkten und Projektwochen. Im Schnitt finden pro Jahr rund 150 Unterrichtsbesuche statt. Im Zeitraum von Mitte 2017 bis Mitte 2021 wurden über die Forschungsbörse rund 15.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. 

Bundesweit beteiligen sich derzeit über 1.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ehrenamtlich in der Forschungsbörse. Im Austausch mit jungen Menschen können sie hier ihre Vermittlungskompetenz ausbauen und so einen persönlichen Beitrag zum Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit leisten. Zudem bekommen sie die Möglichkeit ihre eigene Forschungsarbeit vorzustellen und durch die Reflexion mit den Schülerinnen und Schülern neue Perspektiven auf diese zu gewinnen. Beeindruckt sind viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach dem Besuch an den Schulen insbesondere von der Aufgeschlossenheit der Schülerinnen und Schüler und deren Bereitschaft, sich eingehend und auch kritisch mit Themen aus der Forschung zu befassen. Die Forschungsbörse konnte in den letzten Jahren ein breites Netzwerk an Partnern aufbauen. In der Kommunikation wird sie von wissenschaftlichen Institutionen und Bildungsverbänden unterstützt. Neben der überregionalen medialen Bewerbung der Onlineplattform Forschungsbörse werden ausgewählte Schultermine von lokaler und regionaler Pressearbeit begleitet.

Weiterführender Link:

Forschungsbörse

© BMBF/Forschungsbörse

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Die SchulKinoWochen von Vision Kino in den Wissenschaftsjahren

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Schule

Mit jährlich über 900.000 angemeldeten Schülerinnen und Schülern sowie deren Lehrkräften sind die SchulKinoWochen von Vision Kino eines der größten Filmbildungsprojekte Europas. Durchschnittlich nehmen circa 25 Prozent aller allgemeinbildenden Schulen in Deutschland am Projekt teil. Die SchulKinoWochen arbeiten eng mit den Kultusministerien und Bildungsinstituten der Länder zusammen. Schülerinnen und Schüler ab der 1. Jahrgangsstufe sollen durch das "Sehen von Filmen im Kino" in ihrer Film- und Medienkompetenz gestärkt werden sowie den Film und das Kino als ein gesellschaftliches wie kulturelles Gut schätzen lernen. Im Filmpool sind circa 280 Spiel-, Animations- und Dokumentarfilme und Filmklassiker, pädagogisch geeignet für alle Schularten und Jahrgangsstufen. Zusätzlich werden die Filmvorführungen durch Kinoseminare, Workshops oder Filmgespräche bereichert. Das Angebot der SchulKinoWochen wird zum größten Teil in der Primarstufe sowie der Sekundarstufe I in Anspruch genommen. Zu den Wissenschaftsjahren 2010 bis 2020 (ausgenommen 2013) realisierte Vision Kino, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, im Rahmen der bundesweiten SchulKinoWochen ein gesondertes Filmprogramm zum jeweiligen Themenschwerpunkt des Wissenschaftsjahres. Insgesamt meldeten sich in diesem Zeitraum über 420.000 Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte für die Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme an. Alle Themenschwerpunkte der vergangenen Wissenschaftsjahre haben dabei einen starken Fokus auf die Bereiche der nachhaltigen Entwicklung (Energie, Gesundheit, Nachhaltigkeit, digitale Gesellschaft, Zukunftsstadt, Meere und Ozeane, Arbeitswelten der Zukunft, Künstliche Intelligenz und Bioökonomie). Ergänzt wurde das Filmprogramm durch Sonderveranstaltungen mit renommierten Forscherinnen und Forschern aus der Forschungsbörse der Wissenschaftsjahre, die direkt im Anschluss an die Filmvorführung in den Dialog mit den Schülerinnen und Schülern getreten sind.

Weiterführende Links:

SchulKinoWochen
Forschungsbörse

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Bürgerforschung

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Citizen Science (CS), der Beitrag von Bürgerinnen und Bürgern zu wissenschaftlichen Aktivitäten, kann die Erreichung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) unterstützen – durch Bereitstellung von Daten und Erkenntnissen, aber auch durch Anpassung und Priorisierung von Forschungsfragen. Citizen Science erhöht die öffentliche Verfügbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse und ihre Akzeptanz. Durch die Beteiligung am Forschungsprozess erhalten Bürgerinnen und Bürger Einblick, welchen Beitrag Forschung für die Lösung alltäglicher Probleme aber auch globaler Herausforderungen leistet.

Seit 2013 unterstützt und fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Bürgerforschung. Zentrale Anlauf- und Vernetzungsstelle dafür ist die vom BMBF geförderte Online-Plattform Bürger schaffen Wissen . Die Plattform ist ein Gemeinschaftsprojekt von Wissenschaft im Dialog und dem Museum für Naturkunde Berlin. Jede und jeder, die und der selbst forschen möchte, kann dort nach dem passenden Projekt suchen. Insbesondere im Bereich Vernetzung ist es Ziel der Plattform, den Aspekt Citizen Science und Schule auszubauen. Dafür gibt es eine eigene Arbeitsgruppe, welche mit unterschiedlichen Akteuren aus Bildung, Wissenschaft und Nachhaltigkeit unter anderem darüber diskutiert, wie Citizen Science-Ansätze insbesondere zum Thema Nachhaltigkeit stärker in Schulen verankert werden können. Im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft wurde die Citizen Science Aktion "Plastic Pirates: Go Europe!", eine gemeinsame Initiative des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit dem portugiesischen Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Hochschulbildung und dem slowenischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Sport, durchgeführt. Bei der länderübergreifenden Aktion setzen sich Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren mit dem Thema Plastikmüll in der Umwelt – insbesondere in und an Meeren und Flüssen – auseinander. Geplant ist zudem in 2021 die bundesweite Citizen Science Aktion Expedition Erdreich durchzuführen, bei der Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit der Wissenschaft Daten zur Bodengesundheit erheben. Im Oktober 2019 wurde eine zweite Förderrichtlinie ausgeschrieben. Hier konnten erstmals auch Projekte, die von Nichtregierungsorganisationen (NROs, Non-governmental organizations, NGOs) koordiniert werden, gefördert werden können. Die ersten der insgesamt fünfzehn Projekte starten im Januar 2021. Seit Herbst 2020 wird eine Begleitforschung zu allen bisher umgesetzten Fördermaßnahmen im Bereich Bürgerforschung, durchgeführt, welche die Zielerreichung und Wirksamkeit der Projekte in den Fokus stellt. Im Oktober 2020 beteiligt sich das BMBF an der Ausgestaltung der von der Europäischen Union (EU) geförderten Konferenz "A Citizen Science Decade (2020–2030) in support to the Sustainable Development Goals" und fördert das öffentliche Citizen Science Festival "Mitforschen", das von Wissenschaft im Dialog, der European Citizen Science Association und dem Museum für Naturkunde organisiert wird. Ausgewählte Projekte aus Deutschland und Europa präsentieren sich virtuell und vor Ort auf Marktständen und laden Besuchende zur Interaktion und Teilnahme ein.

Weiterführender Link:

Bürger schaffen wissen

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Hochschulwettbewerb im Wissenschaftsjahr

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Beim Hochschulwettbewerb im Wissenschaftsjahr des BMBF sollen insbesondere Studierende, Promovierende und junge Forschende an Hochschulen in Deutschland für eine aktive Beteiligung am Wissenschaftsjahr gewonnen werden. Sie sind dazu aufgerufen, Projekte zum Thema des Wissenschaftsjahres zu entwickeln, die auf interaktive Art und Weise ihre jeweilige Forschung für die Bevölkerung verständlich machen und deren gesellschaftliche Bedeutung aufzeigen. Die besten Ideen werden mit jeweils 10.000 Euro zur Umsetzung belohnt.

Bereits seit dem Wissenschaftsjahr 2013 ruft Wissenschaft im Dialog den Wettbewerb gefördert vom BMBF aus. Die thematische Bandbreite der Wissenschaftsjahre und die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der vermittelten Inhalte sollen sich auch in den Projekten des Hochschulwettbewerbs widerspiegeln. Das Format und die Ausrichtung des Hochschulwettbewerbs sind besonders dazu geeignet, eine der wichtigsten Zielgruppen – junge Forschende – als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aktiv in die Entwicklung innovativer Formate der Wissenschaftskommunikation zu integrieren und damit gleichzeitig die Kommunikation und Verbreitung des Wissenschaftsjahres zu fördern. Darüber hinaus festigt das Format die Verankerung des Wissenschaftsjahres nachhaltig an den Standorten und in den Hochschulen selbst und erhält damit eine starke und breite lokale Aufmerksamkeit.

Die Internetseite Hochschulwettbewerb ist als Blogpage angelegt. Sie kann von den Teams selbst mit Inhalten bestückt werden und stellt das zentrale Medium des Wettbewerbs dar. Die Teams kommunizieren hier selbstständig ihren Projektverlauf, Höhepunkte und Ergebnisse.

Weiterführender Link:

Hochschulwettbewerb

© Franziska Schultheiss / WiD

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