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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

Bridging in Biodiversity Science (BIBS)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Das Verbundprojekt "Bridging in Biodiversity Science" (BIBS) versucht, die seit Langem bestehende Trennung der Biodiversitätsforschung in einzelne Fachdisziplinen, Skalen und Systeme zu überwinden; in diesem Brückenkonzept werden verschiedene sich schnell verändernde Ökosysteme untersucht und Emp-fehlungen für politische Entscheidungsträgerinnen und -träger und die breite Öffentlichkeit erarbeitet. Innerhalb BIBS spielt die Verknüpfung von Wissenschaft und Gesellschaft eine große Rolle. Ein vielversprechendes Werkzeug ist dabei die Bürgerwissenschaft (Citizen Science, CS). Hier können "Nicht-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler" aktiv an Forschungsprojekten teilnehmen. Eine Citizen Science-Koordination wurde daher am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Forschungsverbund Berlin e.V. angelegt, welche die Etablierung von Citizen Science-Projekten unterstützt. Die Kommunikationsplattform "Stadtwildtiere" soll die Gesellschaft über Stadtwildtier-Themen informieren und Bürgerinnen und Bürger dazu motivieren, sich aktiv an Forschungsprojekten zu beteiligen.

Insgesamt wurden sieben Citizen Science-Projekte innerhalb von BIBS initiiert, an denen man sich derzeit noch aktiv beteiligen kann. Es besteht eine enge Kooperation mit dem Leibniz-Netzwerk Citizen Science und der Plattform BürgerSchaffenWissen, an dem auch der BIBS-Partner Museum für Naturkunde Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung beteiligt ist und zu der "BürgerWissen-AG Citizen Science Berliner Raum". Auf europäischer Ebene kooperiert BIBS in der European Citizen Science Association (ECSA). Durch BIBS-Engagement an den verschiedensten Veranstaltungen wurden neue Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler angeworben, so auf der Woche der Umwelt des Bundespräsidenten und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) 2016 und bei sich jährlich wiederholenden Veranstaltungen: a. Lange Nacht der Wissenschaften, b. Langer Tag der Stadtnatur, c. Mind the Lab, d. Berliner Science Week, e. Girls Day und f. Geo-Tag der Natur. In diversen Artikeln von Kulturprogrammzeitschriften der Stadt Berlin wurde dafür geworben, sich als Bürgerwissenschaftlerin bzw. Bürgerwissenschaftler zu engagieren. Auch Seniorinnen und Senioren wurden bei einer Veranstaltung der Seniorenuniversität Lichtenberg und bei einem Vortrag in einer Seniorenresidenz als Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler angeworben. Durch Workshops "Wie man CS richtig macht" bei der Stiftung Naturschutz und am Potsdam Graduate School wurden die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer als zukünftige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren geschult. Im Rahmen des Lehr-Lern-Laborprogramms "NatLab" der Freien Universität Berlin und durch das in 2019 etablierte BIBS-Programm "Schools go Science" wurden zudem Schülerinnen und Schüler für die BIBS-Themen interessiert und zum eigenen Engagement aufgefordert.

© Jon A. Juárez

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Förderung "Ressourceneffizienter Stadtquartiere für die Zukunft"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Kommunen

In der Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) "Ressourceneffiziente Stadtquartiere für die Zukunft" (RES:Z) werden zwölf inter- und transdisziplinäre Vorhaben unter Beteiligung von über 20 Modellkommunen gefördert, in denen umsetzungsorientierte Konzepte für Wasserwirtschaft, Flächennutzung und Stoffstrommanagement als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung von Stadtquartieren erforscht, entwickelt und erprobt werden.

Unter Verwendung der Ergebnisse der einzelnen Forschungsvorhaben wird als ein zentrales Endergebnis der Fördermaßnahme ein frei verfügbares Schulungsmodul für kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Planerinnen und Planer entwickelt. Dieses Schulungsmodul soll Fachwissen und neue Erkenntnisse beinhalten und die Möglichkeit bieten, neue Methoden zur Umsetzung in konkreten Stadtquartieren anzuwenden und zu üben.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Nachwuchsgruppen "Globaler Wandel – 4+1"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Die Nachwuchsgruppen "Globaler Wandel – 4+1" leisten mit neuen und innovativen Forschungsideen und Fragestellungen zu Themen wie dem Klimawandel oder der zunehmenden Knappheit von Rohstoffen und Wasser wichtige Beiträge, um die Prozesse des Globalen Wandels zu verstehen und zukünftige Entwicklungen gestaltbar zu machen.

Ziel dieser Nachwuchsförderung ist es auch, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Leitung von wissenschaftlichen Teams zu qualifizieren, um ihre Chancen zu erhöhen, sich in ihrem Forschungsfeld zu etablieren und ihnen Perspektiven für wissenschaftliche Karrieren in Deutschland und Europa zu eröffnen. Die Fördermaßnahme "Nachwuchsgruppen Globaler Wandel -4+1" läuft seit 2013. Bislang wurden in zwei Förderrunden insgesamt 32 Nachwuchsgruppen gefördert.

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Förderung der BNE in der "Initiative Nachhaltigkeit in der Wissenschaft" (SISI)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Im Rahmen der Initiative "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative" (SISI) verfolgt das BMBF einen gesamtinstitutionellen Ansatz, den sogenannten "Whole Institution Approach", um Nachhaltigkeit in der Wissenschaft zu verankern. Das BMBF fördert auch Forschungs- und Best-Practice-Vorhaben zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Mit der Neuausrichtung der SISI-Initiative, die 2020 in einem Agendaprozess gestartet ist, werden neben Akteurinnen und Akteuren aus der Nachhaltigkeitsforschung auch Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich der Hochschulbildung beteiligt. Somit leistet SISI im Rahmen seiner Projektförderungen einen Beitrag zu einer forschungsorientierten Lehre für Nachhaltigkeit an Hochschulen.

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Initiative "netzwerk n"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit dem Projekt "Zukunftsfähige Hochschulen - Denken. Handeln. Wandeln." fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative" (SISI) die studentische Initiative "netzwerk n" bei der Etablierung und Professionalisierung von studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen und deren Projekten in ganz Deutschland. Das netzwerk n bietet studentischen Initiativen eine kostenlose Weiterbildung an ("Wandercoaching"), wie ihr Engagement für Nachhaltigkeit an ihrer Hochschule weiterentwickelt und praxisrelevant eingebracht werden kann. Mithilfe des Wandercoachings konnten in den letzten Jahren über 140 studentische Nachhaltigkeitsinitiativen und über 1.000 Studierende im deutschsprachigen Raum erreicht werden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Forschungspartnerschaften für die Bewertung komplexer Prozesse im System Erde in der Region Südliches Afrika - SPACES

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit der Maßnahme "Science Partnerships for the Adaptation to Complex Earth System Processes in Southern Africa" (SPACES) soll das Wissen über die Funktionsweise des Systems Erde im südlichen Afrika verbessert werden. Im weltweiten Vergleich sind im südlichen Afrika die klimawandelbedingten Folgen wie Dürren, Überschwemmungen und Nahrungsmittelknappheit in den letzten Jahren deutlich sichtbar geworden. Die Wechselwirkungen zwischen Geosphäre, Atmosphäre und Ozean sowie die Interaktionen zwischen Land und Meer sowie Biosphäre und Atmosphäre stehen daher im Mittelpunkt dieses Forschungsprogramms. Ziel ist es, Mensch und Umwelt besser auf die negativen Folgen des Klimawandels vorzubereiten und widerstandsfähige und anpassungsfähige Landnutzungssysteme zu entwickeln. Diese sollen die Menschen in ihrer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise unterstützen und resiliente Ökosysteme und ihre natürlichen Ressourcen für künftige Generationen bewahren.

Das SPACES-Programm wird durch ein Kapazitätsaufbauprogramm begleitet, das mit den in SPACES-Projekten involvierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eng abgestimmt ist und durch Maßnahmen wie Sommerschulen, Ausbildung auf Forschungsschiffen, Forschungsaufenthalte, Vernetzungsaktivitäten und Workshops mit Entscheidungsträgern begleitet wird.

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Kompetenznetzwerk Umweltrecht (KomUR)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Im BMBF-Rahmenprogramm "Forschung für Nachhaltige Entwicklung – FONA" wird das Kompetenznetzwerk Umweltrecht (KomUR) gefördert. Das Kompetenznetzwerk setzt sich zusammen aus dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und sechs Universitäten. Das Vorhaben dient dazu, die Entwicklung eines nachhaltigen Umweltrechts insbesondere durch entsprechende Arbeiten von Promovierenden voranzubringen. Diese promovieren zu zentralen Rechtsfragen ökologisch nachhaltiger Entwicklung, zum Beispiel zu Themen des Kreislaufwirtschafts-, Emissions-, Wasserhaushalts- und Klimaschutzrechts.

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Kompetenzzentren für Klimawandel und angepasstes Landmanagement in Afrika

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit den Kompetenzzentren für Klimawandel und nachhaltiges Landmanagement (Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management, SASSCAL und West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use, WASCAL) hat das BMBF im südlichen und westlichen Afrika, den vom Klimawandel besonders stark betroffenen Regionen, wissenschaftliche Strukturen und akademische Ausbildung aufgebaut, damit die beteiligten Staaten eigene Expertise weiterentwickeln und selbst valide Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihre Landnutzung und Wasserversorgung treffen können. Darüber hinaus werden die Kapazitäten der beteiligten Länder gestärkt, z.B. selbst Klimaprognosen und Szenarien zu entwickeln, Handlungsoptionen aufzuzeigen und in internationalen Verhandlungsprozessen (zum Beispiel United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), Convention on Biological Diversity (CBD) etc.) die Interessen der Länder zu vertreten. Das BMBF hat die Zentren seit ihrer Einrichtung im Jahr 2010 mit rund 140 Millionen Euro unterstützt, im Zeitraum von Mitte 2017 bis Mitte 2021 erhalten die Zentren insgesamt 41,16 Millionen Euro vom BMBF. Bis zum Jahr 2023 sind weitere gemeinsame Forschungsaktivitäten, die Einrichtung neuer Graduiertenschulen und die Ausweitung der Institutionen selbst geplant. Bisher konnten mehr als 550 PhD.-, Master- und Bachelorstudierende zu Klima-, Energie- und Landwirtschaftsfragen speziell für den afrikanischen Arbeitsmarkt in Politik, Wissenschaft und Praxis ausgebildet werden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Bioökonomie umfasst die Erzeugung, Erschließung und Nutzung biologischer Ressourcen, Prozesse und Systeme, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen. Als übergreifender Ansatz adressiert die Bioökonomie 11 der 17 SDGs direkt; die "Nationale Bioökonomiestrategie" ist auf das Erreichen der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) ausgerichtet. Unter deren Dach bündelt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die sozial-, politik- und wirtschaftswissenschaftliche Forschung im Rahmen des Dachkonzepts "Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel". Das Konzept umfasst vier Module und eine Querschnittsmaßnahme, die jeweils durch Förderrichtlinien umgesetzt werden. Für die Ziele zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sind insbesondere die Maßnahmen zur Förderung von Nachwuchsgruppen (Modul 1) und neuer Formate der Kommunikation und Partizipation (Querschnittsmaßnahme) von Bedeutung, weil diese neben der Erforschung von nachhaltigkeitsrelevanten Fragen auch die langfristige Verankerung dieser Themen in Wissenschaft und Gesellschaft anstreben.

Mit der Förderung von Nachwuchsgruppen trägt das BMBF zu einem verlässlichen Umfeld für die Forschung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei und schafft so bestmögliche Qualifizierungsmöglichkeiten. Die Maßnahme zielt darauf ab, Bioökonomie und Nachhaltigkeit langfristig in den Sozial-, Politik und Wirtschaftswissenschaften, aber auch den Kultur- und Geisteswissenschaften zu verankern. Das geschieht auf direktem Weg während der fünfjährigen Förderperiode an Hochschulen, die bis zu sechs Forschenden als akademische Qualifizierungsphase (für eine Habilitation oder Promotion) dient. Strukturelle Wirkung entfaltet die Förderung dadurch, dass sich exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler Themen erarbeiten, die sie nach einem Ruf auf eine Professur langfristig in Forschung und Lehre festschreiben.

Als Querschnittsmaßnahme fördert das BMBF einen Ideenwettbewerb zu neuen Formaten der Kommunikation und Partizipation in der Bioökonomie. Die geförderten Verbünde setzen sich mit der Frage auseinander, wie eine gesellschaftliche Debatte über Transformationsprozesse im Zuge einer nachhaltigen Entwicklung initiiert und unterstützt werden können. Neuartige Dialogformate und Instrumente werden unter Einbindung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen entwickelt, erprobt und begleitend evaluiert. Die Ergebnisse werden – auch über die Laufzeit der Vorhaben hinweg – in Ausstellungen und anderen Formaten einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und regen dazu an, sich mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen und miteinander auszutauschen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "Nachhaltigkeit an Hochschulen" (HOCH-N)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit dem Projekt "Nachhaltigkeit an Hochschulen" (HOCH-N) fördert das BMBF im Rahmen der Initiative "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative"(SISI) einen Verbund von elf Hochschulen aus acht Bundesländern. Hierbei entstehen im Sinne des Whole Institution Approach für alle Hochschulbereiche (Forschung, Lehre, Betrieb, Governance, Berichterstattung, Transfer) anwendbare Handreichungen zur nachhaltigen Hochschulentwicklung. Denn damit Hochschulen organisationsweit nachhaltig werden, braucht es valide und operationalisierbare Hinweise, mit welchen Schritten dies gelingen kann. Im HOCH-N-Netzwerk sind über 210 Partnerinnen und Partner aus 113 deutschen Hochschulen aktiv beteiligt, damit wurden knapp ein Drittel aller deutschen Hochschulen in das HOCH-N-Netzwerk integriert. Darüber hinaus wurden durch die bundesweiten Veranstaltungen des Verbunds mehrere tausend Menschen erreicht. Im Jahr 2020 wurde aus HOCH-N heraus die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltigkeit an Hochschulen (DG Hoch N) gegründet, um das Netzwerk nach Auslaufen der BMBF-Förderung in die Zukunft zu tragen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit dem Projekt "Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit" hat das BMBF im Rahmen der "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative" (SISI) die Entwicklung videobasierter Lehr- und Lernangebote zu Grundlagenwissen zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)/Nachhaltigkeit im Hochschulkontext gefördert. Lehr- und Lernangebote der Virtuellen Akademie zum forschenden Lernen haben es Studierenden außerdem ermöglicht, sich aktiv mit dem Forschungsprozess auseinanderzusetzen, sich auszutauschen und ihre eigenen Ergebnisse der Community zur Verfügung zu stellen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Universität Hamburg – Graduiertenschule School of Integrated Climate and Earth System Sciences (SICSS)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Die Graduiertenschule School of Integrated Climate and Earth System Sciences (SICSS) erforscht am Centrum für Erdsystemwissenschaften und Nachhaltigkeit (CEN) fächerübergreifend die verschiedenen Aspekte des Klimawandels und seinen Einfluss auf die Natur und die menschliche Gesellschaft. Die Schule ist Teil des Exzellenzclusters "Climate, Climate Change and Society" (CLICCS). Das Verständnis des Klimas und des Klimawandels über die individuelle Forschungsdisziplin hinaus sowie die Verknüpfung verschiedener Forschungsdisziplinen in den Erdsystem- und Klimawissenschaften bilden den zentralen innovativen Ansatz der Schule. Die SICSS fördert in allen Phasen der Ausbildung (Master of Science, MSc – Promotion, Ph.D. – Postdoktorand, PostDoc) mit einem strukturierten Programm die fachliche sowie überfachliche Qualifikation ihrer Mitglieder.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

"Initiative Nachhaltigkeit in der Wissenschaft" (SISI)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit der 2012 gestarteten "Initiative Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative" (SISI) unterstützt das BMBF Hochschulen, außeruniversitäre Forschungsorganisationen und Studierendeninitiativen dabei, Nachhaltigkeit in den verschiedenen Bereichen des Wissenschaftssystems zu implementieren. Dabei verfolgt das BMBF einen gesamtinstitutionellen Ansatz, den sogenannten "Whole Institution Approach", der auch im Weltaktionsprogramm Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) seine Entsprechung findet. Damit bringt das BMBF die Transformation der Hochschullandschaft zu mehr Nachhaltigkeit weiter voran. Im Rahmen von SISI werden innovative Pilotvorhaben gefördert, die dazu beitragen, die nachhaltige Entwicklung im Wissenschaftssystem institutionell zu implementieren und zu professionalisieren.

Das BMBF wird die SISI-Initiative mit einer weiteren Förderphase fortsetzen und neu ausrichten. Ziel der neuen Förderphase ist es, Transformationspfade für mehr Nachhaltigkeit an Hochschulen zu entwickeln, die auf möglichst viele Hochschulen übertragen werden können. Hierzu sollen ab 2022 Forschungsverbünde gefördert werden. Das neue Förderangebot wird in einem Agendaprozess sowohl hinsichtlich möglicher Inhalte als auch Formate gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft und Praxis diskutiert und entwickelt. Abschluss und Höhepunkt des Agendaprozesses ist das 5. SISI-Symposium "Hochschulen gemeinsam für Nachhaltigkeit", das im März 2021 als Online-Veranstaltung stattfindet.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Die Forschungsbörse des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Schule

Über die Onlineplattform Forschungsbörse des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) werden seit 2010 bundesweit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Schulen vermittelt. Ein großer Teil der Forschenden kommt dabei aus Forschungsbereichen zu nachhaltiger Entwicklung.

Lehrkräfte können in der Forschungsbörse nach Expertinnen und Experten suchen und diese in den Unterricht, zu Projekttagen oder Workshops einladen. Die Vermittlung der Forschenden ist für die Schulen kostenfrei. Schülerinnen und Schüler treten durch die Forschungsbörse in direkten und persönlichen Kontakt mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Sie lernen aktuelle Wissenschaft aus erster Hand – und jenseits der Lehrbücher und des Curriculums – kennen und bekommen konkrete Einblicke in die Berufspraxis, die aktuellen Themen und die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens. Die Rückmeldungen von Lehrkräften und von Schülerinnen und Schülern zur Forschungsbörse sind durchgehend positiv und lassen erkennen, dass durch die persönliche Vermittlung wissenschaftliche Fragestellungen, Methoden und Ziele von den Schülerinnen und Schülern mit Neugierde aufgenommen und reflektiert werden. Viele Lehrkräfte nutzen regelmäßig den Service der Forschungsbörse, etwa zur Gestaltung von Themenschwerpunkten und Projektwochen. Im Schnitt finden pro Jahr rund 150 Unterrichtsbesuche statt. Im Zeitraum von Mitte 2017 bis Mitte 2021 wurden über die Forschungsbörse rund 15.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. 

Bundesweit beteiligen sich derzeit über 1.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ehrenamtlich in der Forschungsbörse. Im Austausch mit jungen Menschen können sie hier ihre Vermittlungskompetenz ausbauen und so einen persönlichen Beitrag zum Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit leisten. Zudem bekommen sie die Möglichkeit ihre eigene Forschungsarbeit vorzustellen und durch die Reflexion mit den Schülerinnen und Schülern neue Perspektiven auf diese zu gewinnen. Beeindruckt sind viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach dem Besuch an den Schulen insbesondere von der Aufgeschlossenheit der Schülerinnen und Schüler und deren Bereitschaft, sich eingehend und auch kritisch mit Themen aus der Forschung zu befassen. Die Forschungsbörse konnte in den letzten Jahren ein breites Netzwerk an Partnern aufbauen. In der Kommunikation wird sie von wissenschaftlichen Institutionen und Bildungsverbänden unterstützt. Neben der überregionalen medialen Bewerbung der Onlineplattform Forschungsbörse werden ausgewählte Schultermine von lokaler und regionaler Pressearbeit begleitet.

Weiterführender Link:

Forschungsbörse

© BMBF/Forschungsbörse

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Die SchulKinoWochen von Vision Kino in den Wissenschaftsjahren

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Schule

Mit jährlich über 900.000 angemeldeten Schülerinnen und Schülern sowie deren Lehrkräften sind die SchulKinoWochen von Vision Kino eines der größten Filmbildungsprojekte Europas. Durchschnittlich nehmen circa 25 Prozent aller allgemeinbildenden Schulen in Deutschland am Projekt teil. Die SchulKinoWochen arbeiten eng mit den Kultusministerien und Bildungsinstituten der Länder zusammen. Schülerinnen und Schüler ab der 1. Jahrgangsstufe sollen durch das "Sehen von Filmen im Kino" in ihrer Film- und Medienkompetenz gestärkt werden sowie den Film und das Kino als ein gesellschaftliches wie kulturelles Gut schätzen lernen. Im Filmpool sind circa 280 Spiel-, Animations- und Dokumentarfilme und Filmklassiker, pädagogisch geeignet für alle Schularten und Jahrgangsstufen. Zusätzlich werden die Filmvorführungen durch Kinoseminare, Workshops oder Filmgespräche bereichert. Das Angebot der SchulKinoWochen wird zum größten Teil in der Primarstufe sowie der Sekundarstufe I in Anspruch genommen. Zu den Wissenschaftsjahren 2010 bis 2020 (ausgenommen 2013) realisierte Vision Kino, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, im Rahmen der bundesweiten SchulKinoWochen ein gesondertes Filmprogramm zum jeweiligen Themenschwerpunkt des Wissenschaftsjahres. Insgesamt meldeten sich in diesem Zeitraum über 420.000 Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte für die Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme an. Alle Themenschwerpunkte der vergangenen Wissenschaftsjahre haben dabei einen starken Fokus auf die Bereiche der nachhaltigen Entwicklung (Energie, Gesundheit, Nachhaltigkeit, digitale Gesellschaft, Zukunftsstadt, Meere und Ozeane, Arbeitswelten der Zukunft, Künstliche Intelligenz und Bioökonomie). Ergänzt wurde das Filmprogramm durch Sonderveranstaltungen mit renommierten Forscherinnen und Forschern aus der Forschungsbörse der Wissenschaftsjahre, die direkt im Anschluss an die Filmvorführung in den Dialog mit den Schülerinnen und Schülern getreten sind.

Weiterführende Links:

SchulKinoWochen
Forschungsbörse

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