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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

NKI-Projekt "Kommunale Klima- und Energiescouts" vom Deutschen Institut für Urbanistik gGmbH (DIFU)

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Kommunen

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) förderte das NKI-Projekt "Kommunale Klima- und Energiescouts" vom Deutschen Institut für Urbanistik gGmbH von 2017 bis 2019 mit Fördermitteln in Höhe von 252.800 Euro.

Im Projekt "Kommunale Klima- und Energiescouts" wurden interessierte und motivierte Auszubildende in kommunalen Verwaltungen zu sogenannten "Scouts" geschult, um den Klimaschutz in die unterschiedlichen Ressorts der städtischen Verwaltung zu tragen. Ziel war es, diese jungen Menschen dazu zu befähigen, eigenständig kleine Maßnahmen und Projekte zu Klimaschutz und Energiesparen zu entwickeln, zu deren Durchführung anzuregen und diese umzusetzen. Die Projekte können von der Einführung einer Mitfahrzentrale bis zur Änderung des Nutzerverhaltens durch eine verwaltungsinterne Kampagne zum energiebewussten Heizen und Lüften reichen. Die "Klima- und Energiescouts" wurden dabei durch eine Mentorin oder einen Mentor aus dem Themenbereich Klimaschutz- und/oder Energiemanagement unterstützt und angeleitet. Das "Handwerkszeug" für die Durchführung eigener Projekte erlangten die Auszubildenden in Werkstätten. Hier erhalten sie eine Einführung zu unterschiedlichen Themen des Klimaschutzes und damit verbundenen Handlungsmöglichkeiten. Zusätzlich wurden Inhalte, die auf die Umsetzung von Vorhaben in Kommunalverwaltungen zugeschnitten sind, sowie Grundlagen von Präsentationstechniken und Projektmanagement vermittelt. Langfristig sollen "Klima- und Energiescouts" den Klimaschutzgedanken ganzheitlich und nachhaltig in der kommunalen Verwaltung verankern. Die Etablierung des Klima- und Energiescout-Konzepts bietet Kommunen damit einen niedrigschwelligen Einstieg in die Themenbereiche Klimaschutz und Energie.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Zweite Phase der Lehrkräfteausbildung

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

In der zweiten Phase der Lehrkräfteausbildung zeigt sich eine geringere systematische Verankerung. Es überwiegen Modellprojekte, unter anderem in Baden-Württemberg ("Whole Seminar Approach" zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung), Integration von BNE und Globalem Lehren am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg, BNE-Fortbildungen an 17 hessischen Studienseminaren durch einen pädagogischen Tag, BNE-Einführungsveranstaltungen für Referendarinnen und Referendare in Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland.

Neben Modellprojekten besteht in Baden-Württemberg ein BNE-Netzwerk im Bereich der Seminare für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Kompetenzentwicklung auf allen Ebenen stärken

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Kommunen

Eine Vielzahl von Ländern verfügt über Strukturen und Kooperationen, um die Kompetenzentwicklung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Politik, Zivilgesellschaft und Verwaltung auf kommunaler Ebene zu stärken (siehe hierzu auch Kapitel 3.6., insbesondere HF III und IV).

Das Nachhaltigkeitszentrum Thüringen begleitet Thüringer Kommunen hierbei durch vielfältige Maßnahmen, u.a. Bürgermeisterdialog zur nachhaltigen Kommunalentwicklung. Die Freie und Hansestadt Hamburg führt gemeinsam mit den Ländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt (seit 2020) die NUN-Zertifizierung ("Norddeutsch und Nachhaltig") durch und entwickelt sie weiter, um zukünftig die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) noch mehr in die Bildungsarbeit einzubinden. Um die SDGs auch in der Verwaltungstätigkeit zu verankern, bietet Bremen in Kooperation mit dem Aus- und Fortbildungszentrum für den Öffentlichen Dienst entsprechende Fortbildungen für Verwaltungsangestellte an, flankiert durch Wettbewerbe oder ähnliches in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und künftig auch mit der Stadtbibliothek bietet Bremen zudem SDG-bezogene Erwachsenbildungsangebote an.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Aktivitäten der Länder im Schulbereich

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Eine systematische und ausdrückliche Verankerung ist im Handlungsfeld V eher selten, es gibt jedoch vielerlei Aktivitäten, die direkt an die Adressaten Schülerinnen und Schüler gerichtet sind. Erwähnt seien beispielhaft, um das Spektrum der Aktivitäten zu verdeutlichen, die "col labs: Zukunftslabore" in Baden-Württemberg, der "Schülerinnen- und Schüler-Kongress der Taten – jetzt mache ich mehr" in Bremen, die "Klimazukunftskonferenz" in Berlin, die Einbindung von bis zu 800 Schülerinnen und Schülern bei BNE-Aktivitäten der "BürgerStiftung Hamburg", "Schools of tomorrow" in Mecklenburg-Vorpommern, der "Landesdemokratietag" in Rheinland-Pfalz und das "Landesnetzwerk Entwicklungspolitik Saarland e.V.".

© Johannes Eichstädt

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik "alle für Eine Welt - Eine Welt für alle“ mit Begleitmaßnahme Song Contest: Dein Song für Eine Welt!"

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global durch den Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik (SWB) und den Song Contest (SC) die Verankerung von BNE an Schulen, die Qualitätsentwicklung sowie individuelle BNE-Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern.

Der SWB "Alle für EINE WELT für alle" wird seit 2003 im Zweijahresrhythmus durchgeführt. Er hat zum Ziel, den Lernbereich Globale Entwicklung im Unterricht aller Jahrgangsstufen und Schulformen zu verankern und Kinder und Jugendliche für die Eine Welt zu sensibilisieren und zu aktivieren. Jede Wettbewerbsrunde steht hierbei unter einem thematischen Schwerpunkt. Theoretische Grundlage ist der Orientierungsrahmen Globale Entwicklung; Lernende demonstrieren durch ihre Teilnahme Kompetenzen auf den drei Ebenen Erkennen, Bewerten und Handeln.

Die Begleitmaßnahme des SWB, der SC "Dein Song für EINE WELT!", der 2015 erstmals durchgeführt wurde, fand 2019/2020 zum dritten Mal statt. Er hat die Erweiterung der Zielgruppe des Schulwettbewerbs auf Jugendliche zwischen zehn und 25 Jahren und somit eine Vergrößerung der Reichweite zum Ziel. Ausgezeichnet werden selbst komponierte Lieder rund um Themen globaler Entwicklung.

Der SC spricht sowohl musikbegeisterte Jugendliche mit geringen inhaltlichen Vorkenntnissen als auch inhaltlich engagierte Jugendliche mit geringer musikalischer Vorerfahrung an. Beide Wettbewerbe verzeichnen konstant hohe Teilnehmendenzahlen. In seiner neunten Runde 2019/2020 erreichte der SWB circa 28.500 Schülerinnen und Schüler, die 494 Beiträge einreichten. Die Wettbewerbe kooperieren mit einem Netzwerk aus Fach- und Medienpartnern sowie Partnern aus der Zivilgesellschaft. Ein Schwerpunkt beider Wettbewerbe ist die didaktische Begleitung durch rundenspezifische sowie rundenübergreifende Unterrichtsmaterialien, Fortbildungen und Workshops für Lernende sowie eine eigene Ausstellung, die aus in den verschiedenen Wettbewerbsrunden eingereichten Beiträgen besteht.

© Engagement Global / Fotograf: André Wagenzik

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bridging in Biodiversity Science (BIBS)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Übergreifend

Das Verbundprojekt "Bridging in Biodiversity Science" (BIBS) versucht, die seit Langem bestehende Trennung der Biodiversitätsforschung in einzelne Fachdisziplinen, Skalen und Systeme zu überwinden; in diesem Brückenkonzept werden verschiedene sich schnell verändernde Ökosysteme untersucht und Emp-fehlungen für politische Entscheidungsträgerinnen und -träger und die breite Öffentlichkeit erarbeitet. Innerhalb BIBS spielt die Verknüpfung von Wissenschaft und Gesellschaft eine große Rolle. Ein vielversprechendes Werkzeug ist dabei die Bürgerwissenschaft (Citizen Science, CS). Hier können "Nicht-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler" aktiv an Forschungsprojekten teilnehmen. Eine Citizen Science-Koordination wurde daher am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Forschungsverbund Berlin e.V. angelegt, welche die Etablierung von Citizen Science-Projekten unterstützt. Die Kommunikationsplattform "Stadtwildtiere" soll die Gesellschaft über Stadtwildtier-Themen informieren und Bürgerinnen und Bürger dazu motivieren, sich aktiv an Forschungsprojekten zu beteiligen.

Insgesamt wurden sieben Citizen Science-Projekte innerhalb von BIBS initiiert, an denen man sich derzeit noch aktiv beteiligen kann. Es besteht eine enge Kooperation mit dem Leibniz-Netzwerk Citizen Science und der Plattform BürgerSchaffenWissen, an dem auch der BIBS-Partner Museum für Naturkunde Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung beteiligt ist und zu der "BürgerWissen-AG Citizen Science Berliner Raum". Auf europäischer Ebene kooperiert BIBS in der European Citizen Science Association (ECSA). Durch BIBS-Engagement an den verschiedensten Veranstaltungen wurden neue Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler angeworben, so auf der Woche der Umwelt des Bundespräsidenten und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) 2016 und bei sich jährlich wiederholenden Veranstaltungen: a. Lange Nacht der Wissenschaften, b. Langer Tag der Stadtnatur, c. Mind the Lab, d. Berliner Science Week, e. Girls Day und f. Geo-Tag der Natur. In diversen Artikeln von Kulturprogrammzeitschriften der Stadt Berlin wurde dafür geworben, sich als Bürgerwissenschaftlerin bzw. Bürgerwissenschaftler zu engagieren. Auch Seniorinnen und Senioren wurden bei einer Veranstaltung der Seniorenuniversität Lichtenberg und bei einem Vortrag in einer Seniorenresidenz als Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler angeworben. Durch Workshops "Wie man CS richtig macht" bei der Stiftung Naturschutz und am Potsdam Graduate School wurden die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer als zukünftige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren geschult. Im Rahmen des Lehr-Lern-Laborprogramms "NatLab" der Freien Universität Berlin und durch das in 2019 etablierte BIBS-Programm "Schools go Science" wurden zudem Schülerinnen und Schüler für die BIBS-Themen interessiert und zum eigenen Engagement aufgefordert.

© Jon A. Juárez

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Landeskoordinationen BNE und Globales Lernen

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Elf Länder erfahren zurzeit Unterstützung durch die Förderung (finanzierte Stellen) von Landeskoordinationen für BNE durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit Unterstützung von Engagement Global (Baden-Württemberg bis August 2020, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein). Zudem sind Fachpromotoren für das Globale Lernen in den meisten Bundesländern aktiv und unterstützen schulische Bildungsarbeit auf Ebene der Zivilgesellschaft.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Orientierungsrahmen Globale Entwicklung 

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

In vielen Ländern wird bei der fachlichen Umsetzung von BNE und Globalem Lernen der "Orientierungsrahmen für den Lernbereich der Globalen Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ)" genutzt und zum Teil als Länderinitiativen durch Engagement Global/BMZ gefördert. Zurzeit wird durch eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus KMK und BMZ eine Übertragung auf die gymnasiale Oberstufe erarbeitet.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Kinderfreundliche Kommunen

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Kommunen

Der 2012 gegründeten Verein "Kinderfreundliche Kommunen e.V." ist ein langjähriger, verlässlicher Partner des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bei der Stärkung der Kinderrechte. Trägerinnen und Träger sowie Vertreterinnen und Vertreter des Vereins sind das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. und das Deutsche Komitee für UNICEF e.V. Das BMFSFJ fördert die Erweiterung der Initiative "Kinderfreundliche Kommunen e.V." derzeit durch den Baustein "Kinderrechte in der Arbeit der Kommunalaufsicht und Kommunen".

Der Verein zeichnet Städte und Gemeinden als "Kinderfreundliche Kommunen" aus, die unter starker Beteiligung von Kindern und Jugendlichen für die lokale Umsetzung der Kinderrechte aus der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (VN; United Nations, UN) verbindliche Ziele und einen Aktionsplan entwickeln. Derzeit sind 31 Kommunen im Programm, 15 davon sind bereits mit einem Siegel ausgezeichnet.

Da nach dem Verständnis des Vereins bei der Umsetzung kinderfreundlicher Kommunen Kinderrechts- und Umweltaspekte miteinander verzahnt sind, spielen ökologische Themen in den Aktionsplänen der Kommunen eine wichtige Rolle. Drei Beispiele für Städte, die Projekte zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in ihre Aktionspläne aufgenommen haben:

Auf Grundlage der Agenda 2030 widmet sich die Stadt Eltville den Themen Nachhaltigkeit und Gemeinwohlökonomie ("Fairtrade-Stadt") in einem integrierten Stadtentwicklungsprozess. Die Stadt wurde mehrfach als "TOP3" der nachhaltigen Kleinstädte beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet und nahm am Kongress der Nachhaltigkeit teil. Die Kritik und die Forderungen der "Fridays-for-Future"-Bewegung greift die Stadt dankbar auf, indem sie Jugendlichen auf kommunaler Ebene die Möglichkeit gibt, aktiv an der aktuellen Klimadebatte mitzuarbeiten und basisdemokratisch zu handeln.

Sowohl im Konzept "Kinderfreundliches Stuttgart" als auch im Aktionsplan legt die Stadt Stuttgart einen Fokus auf die Erweiterung von Spielmöglichkeiten im öffentlichen Raum. Die 2019 erfolgreich gestarteten temporären Spielstraßen und die Fußverkehrschecks für sichere Freizeit- und Schulwege werden verstetigt. Erfahrungen und Ergebnisse fließen in aktuelle stadtweite Konzepte wie den "Masterplan Urbane Bewegungsräume" ein. Während der durch Corona bedingten Schließung von Spielplätzen im Frühjahr 2020 wurden temporäre Spiel- und Bewegungsräume auf Straßen, in Parks und auf Sportanlagen erprobt, um dem Recht von Kindern und Jugendlichen nach Bewegung und Spiel im öffentlichen Raum Rechnung zu tragen.

Die Kommune Weil am Rhein bietet seit 2016 ein niedrigschwelliges Nachtsportangebot in Turnhallen für Jugendliche während der Wintermonate an, das von als Coach ausgebildeten Jugendlichen betreut wird. Außerdem entstehen unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen weitere generationsübergreifende Spiel-, Sport- und Gesundheitsangebote im neuen Rheinpark.

© Kinderfreundliche Kommunen e.V.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Qualifizierungsprogramm im Rahmen des BNE-Expertennetzwerks

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global die Qualifizierung von BNE-Multiplikatorinnen und -Multiplikatoren von Staat und Zivilgesellschaft, unter anderem im Rahmen des BNE-Expertennetzwerks (Deutschland, Indien, Südafrika, Mexiko). Zu den Produkten des Netzwerks zählen unter anderem ein internationales "Mentoring for ESD-Leadership"-Programm, sowie die Aus- und Fortbildung von Multiplikatoren und Multiplikatorinnen (Training-of-Trainers beziehungsweise ToT).

Inhalte des ToT wurden in Bundesländern (Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz) unmittelbar sowie im Rahmen der Implementierung des Orientierungsrahmens in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen bundesländerübergreifend in verschiedenen Formaten ein- und umgesetzt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Strukturelle Verankerung von BNE in Lehr- und Bildungsplänen: Übergeordnete Referenzdokument zur curricularen Verankerung von BNE

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Einige Länder entwickeln Referenzdokumente, Leitlinien, Leitgedanken oder ähnlich für die curriculare Verankerung von BNE. Dabei zeigen sich unterschiedliche Herangehensweisen: So wird BNE im Bildungsplan Baden-Württemberg als eine von sechs "Leitperspektiven" ausgewiesen, um BNE systematisch in den Bildungsplänen für die allgemeinbildenden Schulen (2016) zu verankern. In Berlin und Brandenburg ist BNE und Globales Lernen im "Rahmenlehrplan 1–10" eines von 13 übergreifenden Themen in den neuen Rahmenlehrplänen. Nordrhein-Westfalen hat mit wissenschaftlicher Unterstützung eine "Leitlinie BNE" entwickelt, welche als Referenzdokument unter anderem für alle zukünftigen Lehrpläne, Richtlinien und Lehrkräftefortbildungen dient. Ähnliches ist in Baden-Württemberg in der Planung. Rheinland-Pfalz und Bremen entwickeln eine BNE-Richtlinie und ein Empfehlungspapier zur Lehrplanarbeit. Thüringen hat Schlüsselthemen von BNE in dem Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre (TBP-18) und den Lehrplänen beigefügte Leitgedanken aufgenommen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Einbindung der schulischen Landesinstitute der Schul- und Kultusministerien

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Zunehmend werden auch die schulischen Landesinstitute bei der Implementierung von BNE beteiligt, unter anderem in Baden-Württemberg (Durchführung von Modellprojekten, Koordinierung des BNE-Schulnetzwerks etc.), Bremen (Lehrkräftefortbildung zu den SDGs), Nordrhein-Westfalen (Arbeitsschwerpunkte BNE in der Lehrplanentwicklung und Lehrkräftefortbildung), Saarland (Zentrum BNE), Sachsen-Anhalt (Pädagogische Arbeitsstelle BNE).

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Förderung "Ressourceneffizienter Stadtquartiere für die Zukunft"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Kommunen

In der Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) "Ressourceneffiziente Stadtquartiere für die Zukunft" (RES:Z) werden zwölf inter- und transdisziplinäre Vorhaben unter Beteiligung von über 20 Modellkommunen gefördert, in denen umsetzungsorientierte Konzepte für Wasserwirtschaft, Flächennutzung und Stoffstrommanagement als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung von Stadtquartieren erforscht, entwickelt und erprobt werden.

Unter Verwendung der Ergebnisse der einzelnen Forschungsvorhaben wird als ein zentrales Endergebnis der Fördermaßnahme ein frei verfügbares Schulungsmodul für kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Planerinnen und Planer entwickelt. Dieses Schulungsmodul soll Fachwissen und neue Erkenntnisse beinhalten und die Möglichkeit bieten, neue Methoden zur Umsetzung in konkreten Stadtquartieren anzuwenden und zu üben.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Nachwuchsgruppen "Globaler Wandel – 4+1"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Die Nachwuchsgruppen "Globaler Wandel – 4+1" leisten mit neuen und innovativen Forschungsideen und Fragestellungen zu Themen wie dem Klimawandel oder der zunehmenden Knappheit von Rohstoffen und Wasser wichtige Beiträge, um die Prozesse des Globalen Wandels zu verstehen und zukünftige Entwicklungen gestaltbar zu machen.

Ziel dieser Nachwuchsförderung ist es auch, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Leitung von wissenschaftlichen Teams zu qualifizieren, um ihre Chancen zu erhöhen, sich in ihrem Forschungsfeld zu etablieren und ihnen Perspektiven für wissenschaftliche Karrieren in Deutschland und Europa zu eröffnen. Die Fördermaßnahme "Nachwuchsgruppen Globaler Wandel -4+1" läuft seit 2013. Bislang wurden in zwei Förderrunden insgesamt 32 Nachwuchsgruppen gefördert.

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Unterrichtshilfen und Handreichungen

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Weiterhin werden im Auftrag der Länder zum Teil detaillierte Unterrichtshilfen und Handreichungen herausgegeben, unter anderem in Baden-Württemberg, Berlin ("Nachhaltige Entwicklung in globalen Zusammenhängen"), Rheinland-Pfalz (Handreichungen "Globale Entwicklung konkret", GEko) und Sachsen-Anhalt.

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