Navigation und Service

- -

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

NKI-Projekt "Kommunale Klima- und Energiescouts" vom Deutschen Institut für Urbanistik gGmbH (DIFU)

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bildungsbereich
Kommunen

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) förderte das NKI-Projekt "Kommunale Klima- und Energiescouts" vom Deutschen Institut für Urbanistik gGmbH von 2017 bis 2019 mit Fördermitteln in Höhe von 252.800 Euro.

Im Projekt "Kommunale Klima- und Energiescouts" wurden interessierte und motivierte Auszubildende in kommunalen Verwaltungen zu sogenannten "Scouts" geschult, um den Klimaschutz in die unterschiedlichen Ressorts der städtischen Verwaltung zu tragen. Ziel war es, diese jungen Menschen dazu zu befähigen, eigenständig kleine Maßnahmen und Projekte zu Klimaschutz und Energiesparen zu entwickeln, zu deren Durchführung anzuregen und diese umzusetzen. Die Projekte können von der Einführung einer Mitfahrzentrale bis zur Änderung des Nutzerverhaltens durch eine verwaltungsinterne Kampagne zum energiebewussten Heizen und Lüften reichen. Die "Klima- und Energiescouts" wurden dabei durch eine Mentorin oder einen Mentor aus dem Themenbereich Klimaschutz- und/oder Energiemanagement unterstützt und angeleitet. Das "Handwerkszeug" für die Durchführung eigener Projekte erlangten die Auszubildenden in Werkstätten. Hier erhalten sie eine Einführung zu unterschiedlichen Themen des Klimaschutzes und damit verbundenen Handlungsmöglichkeiten. Zusätzlich wurden Inhalte, die auf die Umsetzung von Vorhaben in Kommunalverwaltungen zugeschnitten sind, sowie Grundlagen von Präsentationstechniken und Projektmanagement vermittelt. Langfristig sollen "Klima- und Energiescouts" den Klimaschutzgedanken ganzheitlich und nachhaltig in der kommunalen Verwaltung verankern. Die Etablierung des Klima- und Energiescout-Konzepts bietet Kommunen damit einen niedrigschwelligen Einstieg in die Themenbereiche Klimaschutz und Energie.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Kompetenzentwicklung auf allen Ebenen stärken

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Kommunen

Eine Vielzahl von Ländern verfügt über Strukturen und Kooperationen, um die Kompetenzentwicklung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Politik, Zivilgesellschaft und Verwaltung auf kommunaler Ebene zu stärken (siehe hierzu auch Kapitel 3.6., insbesondere HF III und IV).

Das Nachhaltigkeitszentrum Thüringen begleitet Thüringer Kommunen hierbei durch vielfältige Maßnahmen, u.a. Bürgermeisterdialog zur nachhaltigen Kommunalentwicklung. Die Freie und Hansestadt Hamburg führt gemeinsam mit den Ländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt (seit 2020) die NUN-Zertifizierung ("Norddeutsch und Nachhaltig") durch und entwickelt sie weiter, um zukünftig die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) noch mehr in die Bildungsarbeit einzubinden. Um die SDGs auch in der Verwaltungstätigkeit zu verankern, bietet Bremen in Kooperation mit dem Aus- und Fortbildungszentrum für den Öffentlichen Dienst entsprechende Fortbildungen für Verwaltungsangestellte an, flankiert durch Wettbewerbe oder ähnliches in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und künftig auch mit der Stadtbibliothek bietet Bremen zudem SDG-bezogene Erwachsenbildungsangebote an.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Kinderfreundliche Kommunen

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Kommunen

Der 2012 gegründeten Verein "Kinderfreundliche Kommunen e.V." ist ein langjähriger, verlässlicher Partner des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bei der Stärkung der Kinderrechte. Trägerinnen und Träger sowie Vertreterinnen und Vertreter des Vereins sind das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. und das Deutsche Komitee für UNICEF e.V. Das BMFSFJ fördert die Erweiterung der Initiative "Kinderfreundliche Kommunen e.V." derzeit durch den Baustein "Kinderrechte in der Arbeit der Kommunalaufsicht und Kommunen".

Der Verein zeichnet Städte und Gemeinden als "Kinderfreundliche Kommunen" aus, die unter starker Beteiligung von Kindern und Jugendlichen für die lokale Umsetzung der Kinderrechte aus der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (VN; United Nations, UN) verbindliche Ziele und einen Aktionsplan entwickeln. Derzeit sind 31 Kommunen im Programm, 15 davon sind bereits mit einem Siegel ausgezeichnet.

Da nach dem Verständnis des Vereins bei der Umsetzung kinderfreundlicher Kommunen Kinderrechts- und Umweltaspekte miteinander verzahnt sind, spielen ökologische Themen in den Aktionsplänen der Kommunen eine wichtige Rolle. Drei Beispiele für Städte, die Projekte zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in ihre Aktionspläne aufgenommen haben:

Auf Grundlage der Agenda 2030 widmet sich die Stadt Eltville den Themen Nachhaltigkeit und Gemeinwohlökonomie ("Fairtrade-Stadt") in einem integrierten Stadtentwicklungsprozess. Die Stadt wurde mehrfach als "TOP3" der nachhaltigen Kleinstädte beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet und nahm am Kongress der Nachhaltigkeit teil. Die Kritik und die Forderungen der "Fridays-for-Future"-Bewegung greift die Stadt dankbar auf, indem sie Jugendlichen auf kommunaler Ebene die Möglichkeit gibt, aktiv an der aktuellen Klimadebatte mitzuarbeiten und basisdemokratisch zu handeln.

Sowohl im Konzept "Kinderfreundliches Stuttgart" als auch im Aktionsplan legt die Stadt Stuttgart einen Fokus auf die Erweiterung von Spielmöglichkeiten im öffentlichen Raum. Die 2019 erfolgreich gestarteten temporären Spielstraßen und die Fußverkehrschecks für sichere Freizeit- und Schulwege werden verstetigt. Erfahrungen und Ergebnisse fließen in aktuelle stadtweite Konzepte wie den "Masterplan Urbane Bewegungsräume" ein. Während der durch Corona bedingten Schließung von Spielplätzen im Frühjahr 2020 wurden temporäre Spiel- und Bewegungsräume auf Straßen, in Parks und auf Sportanlagen erprobt, um dem Recht von Kindern und Jugendlichen nach Bewegung und Spiel im öffentlichen Raum Rechnung zu tragen.

Die Kommune Weil am Rhein bietet seit 2016 ein niedrigschwelliges Nachtsportangebot in Turnhallen für Jugendliche während der Wintermonate an, das von als Coach ausgebildeten Jugendlichen betreut wird. Außerdem entstehen unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen weitere generationsübergreifende Spiel-, Sport- und Gesundheitsangebote im neuen Rheinpark.

© Kinderfreundliche Kommunen e.V.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Förderung "Ressourceneffizienter Stadtquartiere für die Zukunft"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Kommunen

In der Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) "Ressourceneffiziente Stadtquartiere für die Zukunft" (RES:Z) werden zwölf inter- und transdisziplinäre Vorhaben unter Beteiligung von über 20 Modellkommunen gefördert, in denen umsetzungsorientierte Konzepte für Wasserwirtschaft, Flächennutzung und Stoffstrommanagement als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung von Stadtquartieren erforscht, entwickelt und erprobt werden.

Unter Verwendung der Ergebnisse der einzelnen Forschungsvorhaben wird als ein zentrales Endergebnis der Fördermaßnahme ein frei verfügbares Schulungsmodul für kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Planerinnen und Planer entwickelt. Dieses Schulungsmodul soll Fachwissen und neue Erkenntnisse beinhalten und die Möglichkeit bieten, neue Methoden zur Umsetzung in konkreten Stadtquartieren anzuwenden und zu üben.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fördermaßnahme "Stadt–Land–Plus"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Kommunen

In der BMBF-Fördermaßnahme "Stadt–Land–Plus" werden 22 Forschungsverbünde und ein Querschnittsvorhaben gefördert, um die Beziehungen zwischen Stadt und Land zu stärken. Die Fördermaßnahme richtet sich an Wissenschaft, Kommunen und kommunale Einrichtungen, Landnutzerinnen und Landnutzer und damit verbundene Wirtschaftszweige (Land- und Forstwirtschaft, Wohnungsbau, Tourismus, Naturschutz, Abfallwirtschaft), Regionalplanerinnen und -planer sowie Regionalentwicklerinnen und -entwickler. Sie ist Teil des BMBF-Rahmenprogramms "Forschung für Nachhaltige Entwicklung – FONA" und der Hightech-Strategie 2025 "Forschung und Innovation für die Menschen" im Handlungsfeld "Stadt und Land: Für ein lebenswertes Umfeld und zukunftsfähige Regionen".

In der Fördermaßnahme wird unter anderem ein frei verfügbares Schulungsmodul für kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Landnutzerinnen und Landnutzer basierend auf den Ergebnissen der Projekte erarbeitet. Das Schulungsmodul soll zertifiziert werden und für Fachkräfte sowie für die berufliche und akademische Ausbildung geeignet sein.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW)

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Kommunen

Ziel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist es, kommunale Entwicklungspolitik zur Normalität in deutschen Kommunen zu machen und damit dazu beitragen, die Agenda 2030 und ihre 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) lokal zu verankern. Wir setzen uns dafür ein, dass die globalen Wirkungen lokalen Handelns noch stärker im kommunalen Alltag berücksichtigt werden. Unabhängig von ihren kommunalen Pflichtaufgaben müssen Kommunen auch für das globale Gemeinwohl Verantwortung übernehmen.

Unser Projekt "Globale Nachhaltige Kommune" (GNK) der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global unterstützt Kommunen bei der Aneignung der SDGs und der Verzahnung von Maßnahmen der Entwicklungspolitik und Nachhaltigkeit im Sinne der Agenda 2030. Ziel ist es, Verwaltungsabläufe und Dienstleistungen so nachhaltig wie möglich zu gestalten und die globale Verantwortung dabei in den Vordergrund zu stellen. Wir unterstützen Kommunen dabei, Nachhaltigkeitsstrategien im Kontext der Agenda 2030 zu entwickeln und konkret umzusetzen. Die Relevanz kommunaler Nachhaltigkeitsberichterstattung für eine verbesserte Steuerung einer nachhaltigen Entwicklung steigt vor Ort wie international. Vor diesem Hintergrund bieten wir durch die Maßnahmen des Projektes GNK Beratung zu den Instrumenten des Nachhaltigkeitsmanagements und in der Erstellung von Nachhaltigkeitsstrategien mit dem Fokus auf Globale Verantwortung an. 

GNK wurde als Leuchtturmprojekt 2019 von dem Staatssekretärsausschuss für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Aktuell wird das Projekt 117 Kommunen in neun Bundesländern angeboten und erzielt durch den Länderansatz mit einer gleichzeitigen Beratung von mehreren Kommunen große Wirkung. Wertvolle Synergien und Schnittstellen zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ergeben sich bei den einzelnen Bausteinen der Prozessberatung. Einzelne Kommunen legen neben anderen Handlungsfeldern ihren Schwerpunkt auf Bildung, speziell auch BNE, und entwickeln ein Handlungsprogramm zu diesem Themenfeld. Hier wäre eine Anschlussberatung zu BNE durch andere Institutionen wünschenswert, da dies nicht von der Servicestelle wahrgenommen wird. Ihre Aufgabe liegt ausschließlich in der Prozessberatung und in der Fachberatung zu Themenfeldern der kommunalen Entwicklungspolitik.

Der vorläufige Entwurf des Berichtsrahmens Nachhaltige Kommune (BNK) im Kontext des Deutschen Nachhaltigkeitskodex‘ für Kommunen dient für uns als Grundlage für die Erstellung kommunaler Nachhaltigkeitsstrategien und -berichte. Die Verzahnung von Entwicklungspolitik und Nachhaltigkeit ist die Voraussetzung für einen kommunalen Nachhaltigkeitskodex im Sinne der Agenda 2030. GNK ist seit langem im BNE-Fachkreis Kommunen vertreten. Neben Fachbeiträgen durch die Servicestelle werden BNE-Kommunen regelmäßig zu Fachveranstaltungen eingeladen, um eine Plattform für Fachaustausch voranzutreiben und ein Netzwerk aus GNK- und BNE-Kommunen zu etablieren. Zu diesem Zweck steht GNK im regen Austausch mit dem BNE-Kompetenzzentrum und gleichzeitig ist die SKEW auch im Beirat des BMBF-geförderten Projekts BiNaKom vertreten (siehe auch 3.7.2. Übergreifende Themen, BMBF, "BNE-Kompetenzzentrum für Prozessbegleitung und Prozessevaluation" (BiNaKom).

© Engagement Global

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Kompetenzzentrum

Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund

Bildungsbereich
Kommunen

Die kommunale Bildungslandschaft ist ein Leitbild der Bildungspolitik vor Ort. Die Kommunen begreifen Bildung als einen zentralen Faktor kommunaler Zukunftsentwicklung. Eine nachhaltige Ausrichtung dieser kommunalen Bildungslandschaften gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung, dabei stellt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) einen zentralen Schlüssel dar. Ein BNE-Kompetenzzentrum als Unterstützungsstruktur für Kommunen, hilft BNE vor Ort weiter zu entwickeln und in den Kommunen zu verankern (siehe auch 3.7.2. Übergreifende Themen, BMBF, „BNE-Kompetenzzentrum für Prozessbegleitung und Prozessevaluation“ (BiNaKom). Damit können neue Impulse gesetzt werden. Dies ermöglicht Kommunen, ein passgenaues Vorgehen bei der Verankerung von BNE. Die kommunalen Spitzenverbände unterstützten das BMBF mit ihrer Expertise in den Vorbereitungen für ein solches Zentrum und begleiten auch weiterhin beratend in Form eines Projektbeirats. Begleitende Pressearbeit zum Auftakt der BNE-Kompetenzzentrums, der Austausch in den Fachgremien der kommunalen Spitzenverbänden sowie die gezielte Information der Mitgliedschaft sind Teil des Engagements der kommunalen Spitzenverbände.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE in die Fachgremien tragen

Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund

Bildungsbereich
Kommunen

Die kommunalen Spitzenverbände befassen sich in ihren eigenen Fachgremien verstärkt mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). In den regelmäßig tagenden Fachausschüssen der kommunalen Spitzenverbände wird BNE auf die Tagesordnung gesetzt, um die Kommunen für BNE zu sensibilisieren, die Vernetzung zwischen den Kommunen zu intensivieren und um andererseits den fachlichen Diskurs und damit die Entwicklung vor Ort im Sinne einer BNE zu fördern und sie dadurch in der Konzeption und Umsetzung ihres BNE-Engagements unterstützen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Aktive Beteiligung am NAP BNE Prozess

Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund

Bildungsbereich
Kommunen

Die kommunalen Spitzenverbände tragen die Wertschätzung für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowohl im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramm BNE (WAP BNE) (2015–2019) sowie für das 2020 gestartete neue UNESCO-Programm "Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs" ("ESD for 2030") mit. Die kommunalen Spitzenverbände beteiligen sich sowohl in den Gremien der Nationalen Plattform BNE (NP BNE) als auch im Forum Kommunen. Sie stehen darüber hinaus im Austausch mit BNE relevanten Akteurinnen und Akteuren auf der Bundes- und der Länderebene. Bei der Entwicklung und Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) waren und sind sie beteiligt und werben bei ihren Mitgliedern für die Förderung von BNE-Maßnahmen, der Förderung und Unterstützung von BNE-Netzwerken und der strukturellen Verankerung von BNE vor Ort.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fördermaßnahme "Kommunen innovativ"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Kommunen

Mit der Fördermaßnahme "Kommunen innovativ" verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, die Rolle der Kommunen als Initiatorinnen und Initiatoren, Partnerinnen und Partner und Adressatinnen und Adressaten von Forschung, Entwicklung und Innovation für eine nachhaltige, demographisch angepasste Entwicklung der Regionen in Deutschland zu stärken. Zentral hierbei ist, die räumlichen Auswirkungen des demografischen Wandels mit einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Stadt- und Regionalentwicklung in Deutschland zu gestalten. Die Vernetzung von Kommunen und die Beteiligung der Zivilgesellschaft sind wichtige Bestandteile in vielen der 30 geförderten Verbundvorhaben. Beispielweise wurden im Rahmen eines Vorhabens Qualifizierungsmaßnahmen für sogenannte "Dorfkümmerer" entwickelt, um das bürgerschaftliche Engagement für die nachhaltige Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes zu unterstützen. In einem weiteren Projekt steht die Bindung junger Menschen an ihre Heimatregion durch Sicherung von Ausbildung im Fokus. Im Rahmen eines kommunenübergreifenden Jugendmobilitätskonzeptes wurde ein mehrere Landkreise übergreifendes Praktikumsnetzwerk initiiert und zielgruppenorientierte Schulungsmodule erarbeitet, um Schülerinnen und Schüler bei der Praktikumssuche zu unterstützen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Kompetenzzentrum für Prozessbegleitung und Prozessevaluation (BiNaKom)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Kommunen

Der Nationale Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) hebt die Bedeutung bildungsbereichsübergreifender Unterstützungsleistungen in kommunalen Bildungslandschaften hervor. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt "Bildung – Nachhaltigkeit – Kommune: BNE-Kompetenzzentrum für Prozessbegleitung und Prozessevaluation (BiNaKom, Verbundleitung: Deutsches Jugendinstitut e.V.)" begleitet für eine Laufzeit von zunächst drei Jahren seit Juli 2020 circa 50 Modellkommunen bundesweit bei der systematischen Weiterentwicklung und Implementierung von BNE auf lokaler Ebene.

Ziel des Kompetenzzentrums ist es, BNE entlang der Bildungskette auf kommunaler Ebene strukturell zu verankern und damit eine notwendige Voraussetzung für eine ganzheitlich nachhaltige Entwicklung in Kommunen zu schaffen. BiNaKom wird hierfür Ansätze und Initiativen einer BNE auf kommunaler Ebene stärker mit dem datenbasierten kommunalen Bildungsmanagement verknüpfen und Prozesse vor Ort empiriebasiert begleiten und kontinuierlich optimieren (formative Evaluation).

Zentrale Aufgabe des Kompetenzzentrums mit vier bundesweit verteilten Standorten ist die Prozessbegleitung der ausgewählten Modellkommunen, die unterschiedliche Entwicklungsstände im Bereich BNE aufweisen. Sie werden in regional differenzierter Zuständigkeit auf Basis eines Beratungskonzeptes begleitet, welches den individuellen Gegebenheiten der jeweiligen Kommune nach einem Baukastenprinzip angepasst wird. Hierbei kommt eine Vielzahl verschiedener Formate zum Tragen. Diese reichen von individuellen, regionalspezifischen bis zu interkommunal-übergreifenden und speziellen europäischen Formaten. Das Vorhaben verknüpft seine Arbeit von Beginn an mit Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und des Wissenstransfers.

Die Angebote des Kompetenzzentrums knüpfen an bestehende Strukturen, Prozesse, Maßnahmen und Produkte aus kommunalen Bildungslandschaften, den Ländern und des Bundes an. Die Erkenntnisse aus dem Fördervorhaben fließen in die Beratung der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (NP BNE), des BMBF und weiterer Gremien, insbesondere des Bildungsbereichs Kommunen, ein.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Hamburger Masterplan BNE 2030

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Kommunen

Als Stadtstaat hat die Freie und Hansestadt Hamburg gemeinsam mit mehr als 100 Akteurinnen und Akteuren der Initiative "Hamburg lernt Nachhaltigkeit" basierend auf dem Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) den "Hamburger Masterplan BNE 2030" ausgearbeitet, um BNE bis 2030 in allen Hamburger Bildungsbereichen strukturell zu verankern.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "Global Nachhaltige Kommune"

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Kommunen

Das Projekt „Global Nachhaltige Kommune“ (GNK) ist partizipativ aufgebaut. Im Rahmen von Steuerungsgruppensitzungen werden die Akteursgruppen einer Stadt in die Strategieentwicklung eingebunden. Die Teilnehmenden repräsentieren unter anderem Bildungseinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen oder Verbände und zivilgesellschaftliche Organisationen. Bei dem Beteiligungsformat werden über die Aktivitäten der einzelnen Handlungsfelder diskutiert, unter anderem auch zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Zudem unterstützt das BMZ Nachhaltigkeitskonferenzen, die von den Kommunen in Eigeninitiative organisiert und durchgeführt werden. Ziel ist es, die Agenda 2030 in der Breite der Bevölkerung zu verankern. In vielen Praxisbereichen ergeben sich Überschneidungen zu BNE, vor allem im Sinne non-formalen Lernens. Eine trennscharfe Abgrenzung der für die Konferenzen gewählten Themenfelder von BNE ist selten möglich. Aus diesem Grund sollten die Schnittstellen und Synergiepotenziale noch stärker herausgestellt und ausgebaut werden.

© Engagement Global

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Muster-Resolution "2030 – Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten"

Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund

Bildungsbereich
Kommunen

Die Muster-Resolution "2030 – Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten"des Deutschen Städtetages, des Deutschen Landkreistages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sowie des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) wurde inzwischen von über 150 Kommunen unterzeichnet. Damit haben Kommunen ihre Bereitschaft signalisiert, kommunale Strategien für ein Nachhaltigkeitsmanagement zu verfolgen, globale Partnerschaften zu vertiefen, sich an Maßnahmen zur Bekämpfung der negativen Folgen des Klimawandels zu beteiligen oder einen besseren Zugang zu bezahlbarer nachhaltiger Energie zu schaffen.

Weiterführender Link:

SDG-Internetportal

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

"SDG-Indikatoren für Kommunen"

Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund

Bildungsbereich
Kommunen

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (VN) (United Nations, UN) und die Überprüfung der Entwicklungen durch Indikatoren stellen einen Handlungsrahmen für deutsche Kommunen dar. Das Präsidium des Deutschen Städtetags (DST) bekräftigte in seinem aktuellen Beschluss (September 2020) die Weiterentwicklung des Projektes zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) "SDG-Indikatoren für Kommunen" als geeigneten Referenzrahmen für ein kommunales Nachhaltigkeitsmanagement. In dem SDG-Internetportal kann jede Kommune mit über 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern den Stand der eigenen Entwicklung gemessen an den Zielen der Agenda 2030 ablesen oder sich mit einer Kommunen eigener Wahl vergleichen. Dabei wurden für alle SDGs Nachhaltigkeitsindikatoren für deutsche Kommunen identifiziert; das gilt auch für SDG 4 "Hochwertige Bildung".

Weiterführender Link:

SDG-Internetportal

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Anzahl der Einträge: 17