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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

Zweite Phase der Lehrkräfteausbildung

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

In der zweiten Phase der Lehrkräfteausbildung zeigt sich eine geringere systematische Verankerung. Es überwiegen Modellprojekte, unter anderem in Baden-Württemberg ("Whole Seminar Approach" zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung), Integration von BNE und Globalem Lehren am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg, BNE-Fortbildungen an 17 hessischen Studienseminaren durch einen pädagogischen Tag, BNE-Einführungsveranstaltungen für Referendarinnen und Referendare in Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland.

Neben Modellprojekten besteht in Baden-Württemberg ein BNE-Netzwerk im Bereich der Seminare für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Kompetenzentwicklung auf allen Ebenen stärken

Umweltministerkonferenz (UMK)

Bildungsbereich
Kommunen

Eine Vielzahl von Ländern verfügt über Strukturen und Kooperationen, um die Kompetenzentwicklung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Politik, Zivilgesellschaft und Verwaltung auf kommunaler Ebene zu stärken (siehe hierzu auch Kapitel 3.6., insbesondere HF III und IV).

Das Nachhaltigkeitszentrum Thüringen begleitet Thüringer Kommunen hierbei durch vielfältige Maßnahmen, u.a. Bürgermeisterdialog zur nachhaltigen Kommunalentwicklung. Die Freie und Hansestadt Hamburg führt gemeinsam mit den Ländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt (seit 2020) die NUN-Zertifizierung ("Norddeutsch und Nachhaltig") durch und entwickelt sie weiter, um zukünftig die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) noch mehr in die Bildungsarbeit einzubinden. Um die SDGs auch in der Verwaltungstätigkeit zu verankern, bietet Bremen in Kooperation mit dem Aus- und Fortbildungszentrum für den Öffentlichen Dienst entsprechende Fortbildungen für Verwaltungsangestellte an, flankiert durch Wettbewerbe oder ähnliches in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und künftig auch mit der Stadtbibliothek bietet Bremen zudem SDG-bezogene Erwachsenbildungsangebote an.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Aktivitäten der Länder im Schulbereich

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Eine systematische und ausdrückliche Verankerung ist im Handlungsfeld V eher selten, es gibt jedoch vielerlei Aktivitäten, die direkt an die Adressaten Schülerinnen und Schüler gerichtet sind. Erwähnt seien beispielhaft, um das Spektrum der Aktivitäten zu verdeutlichen, die "col labs: Zukunftslabore" in Baden-Württemberg, der "Schülerinnen- und Schüler-Kongress der Taten – jetzt mache ich mehr" in Bremen, die "Klimazukunftskonferenz" in Berlin, die Einbindung von bis zu 800 Schülerinnen und Schülern bei BNE-Aktivitäten der "BürgerStiftung Hamburg", "Schools of tomorrow" in Mecklenburg-Vorpommern, der "Landesdemokratietag" in Rheinland-Pfalz und das "Landesnetzwerk Entwicklungspolitik Saarland e.V.".

© Johannes Eichstädt

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik "alle für Eine Welt - Eine Welt für alle“ mit Begleitmaßnahme Song Contest: Dein Song für Eine Welt!"

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global durch den Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik (SWB) und den Song Contest (SC) die Verankerung von BNE an Schulen, die Qualitätsentwicklung sowie individuelle BNE-Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern.

Der SWB "Alle für EINE WELT für alle" wird seit 2003 im Zweijahresrhythmus durchgeführt. Er hat zum Ziel, den Lernbereich Globale Entwicklung im Unterricht aller Jahrgangsstufen und Schulformen zu verankern und Kinder und Jugendliche für die Eine Welt zu sensibilisieren und zu aktivieren. Jede Wettbewerbsrunde steht hierbei unter einem thematischen Schwerpunkt. Theoretische Grundlage ist der Orientierungsrahmen Globale Entwicklung; Lernende demonstrieren durch ihre Teilnahme Kompetenzen auf den drei Ebenen Erkennen, Bewerten und Handeln.

Die Begleitmaßnahme des SWB, der SC "Dein Song für EINE WELT!", der 2015 erstmals durchgeführt wurde, fand 2019/2020 zum dritten Mal statt. Er hat die Erweiterung der Zielgruppe des Schulwettbewerbs auf Jugendliche zwischen zehn und 25 Jahren und somit eine Vergrößerung der Reichweite zum Ziel. Ausgezeichnet werden selbst komponierte Lieder rund um Themen globaler Entwicklung.

Der SC spricht sowohl musikbegeisterte Jugendliche mit geringen inhaltlichen Vorkenntnissen als auch inhaltlich engagierte Jugendliche mit geringer musikalischer Vorerfahrung an. Beide Wettbewerbe verzeichnen konstant hohe Teilnehmendenzahlen. In seiner neunten Runde 2019/2020 erreichte der SWB circa 28.500 Schülerinnen und Schüler, die 494 Beiträge einreichten. Die Wettbewerbe kooperieren mit einem Netzwerk aus Fach- und Medienpartnern sowie Partnern aus der Zivilgesellschaft. Ein Schwerpunkt beider Wettbewerbe ist die didaktische Begleitung durch rundenspezifische sowie rundenübergreifende Unterrichtsmaterialien, Fortbildungen und Workshops für Lernende sowie eine eigene Ausstellung, die aus in den verschiedenen Wettbewerbsrunden eingereichten Beiträgen besteht.

© Engagement Global / Fotograf: André Wagenzik

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Förderung des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Das von der BKM geförderte Deutsche Meeresmuseum in Stralsund hat die gesamtstaatliche Aufgabe, die Fauna und Flora des Meeres sowie ihre Erforschung und wirtschaftliche Nutzung, aber auch Bedrohung durch den Menschen unter nationalen und internationalen Aspekten museal darzustellen und wissenschaftlich zu bearbeiten. Es leistet einen Beitrag zu Erforschung und Präsentation der Entwicklungsprozesse und ökologischen Zusammenhänge des Lebens im Meer sowie der Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Meeresorganismen insbesondere in Ost- und Nordsee und trägt dadurch zu Unterziel 14.a der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) bei. Über seine Ausstellungen werden jährlich etwa 850.000 Besuchern wissenschaftliche Erkenntnisse über die Meeresumwelt sowie dessen Vielfalt und Bedrohung vermittelt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Landeskoordinationen BNE und Globales Lernen

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Elf Länder erfahren zurzeit Unterstützung durch die Förderung (finanzierte Stellen) von Landeskoordinationen für BNE durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit Unterstützung von Engagement Global (Baden-Württemberg bis August 2020, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein). Zudem sind Fachpromotoren für das Globale Lernen in den meisten Bundesländern aktiv und unterstützen schulische Bildungsarbeit auf Ebene der Zivilgesellschaft.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Orientierungsrahmen Globale Entwicklung 

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

In vielen Ländern wird bei der fachlichen Umsetzung von BNE und Globalem Lernen der "Orientierungsrahmen für den Lernbereich der Globalen Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ)" genutzt und zum Teil als Länderinitiativen durch Engagement Global/BMZ gefördert. Zurzeit wird durch eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus KMK und BMZ eine Übertragung auf die gymnasiale Oberstufe erarbeitet.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE im Fortbildungsangebot 2018 – 2021 der Deutschen Richterakademie

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Leitlinien und Perspektiven der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) finden sich auch in dem Fortbildungsangebot der Deutschen Richterakademie für die Jahre 2018 bis 2021 wieder – der vom Bund und den Ländern gemeinsam getragenen zentralen Fortbildungseinrichtung für Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte. Neben Fachveranstaltungen gehören verhaltensorientierte und interdisziplinäre Themen zum Standardprogramm, bei denen insbesondere kritisches Denken, Teamfähigkeit, interkulturelle Kompetenzen und ein internationaler Austausch im Mittelpunkt stehen. So werden zum Beispiel Seminare zu den Themen "Interkulturelle Kompetenz", "Rassismus – eine Herausforderung für die Justiz", "Politischer Extremismus", "Richterliche und staatsanwaltliche Ethik" und "Umweltstrafrecht" angeboten. Um den Erfahrungsaustausch mit den Justizangehörigen der anderen EU-Mitgliedstaaten zu ermöglichen, sind einige Tagungen für das Europäische Fortbildungsnetzwerk (EJTN) geöffnet. Die Seminare vermitteln ökologischen Sachverstand, Kenntnisse über eine nachhaltige Wahrnehmung der richterlichen und staatsanwaltschaftlichen Tätigkeit und das Bewusstsein internationaler Verantwortung.

Daneben unterstützt das BMJV auch internationale Projekte wie das Europäische Fortbildungsnetzwerk, in das auch die Deutsche Richterakademie aktiv eingebunden ist, und die Europäische Rechtsakademie in Trier, die ebenfalls Seminare zu europarechtlichen Themen anbietet. Auch hier ist die Vermittlung von Wissen zu Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Qualifizierungsprogramm im Rahmen des BNE-Expertennetzwerks

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Bildungsbereich
Schule

Das BMZ fördert über Engagement Global die Qualifizierung von BNE-Multiplikatorinnen und -Multiplikatoren von Staat und Zivilgesellschaft, unter anderem im Rahmen des BNE-Expertennetzwerks (Deutschland, Indien, Südafrika, Mexiko). Zu den Produkten des Netzwerks zählen unter anderem ein internationales "Mentoring for ESD-Leadership"-Programm, sowie die Aus- und Fortbildung von Multiplikatoren und Multiplikatorinnen (Training-of-Trainers beziehungsweise ToT).

Inhalte des ToT wurden in Bundesländern (Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz) unmittelbar sowie im Rahmen der Implementierung des Orientierungsrahmens in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen bundesländerübergreifend in verschiedenen Formaten ein- und umgesetzt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Strukturelle Verankerung von BNE in Lehr- und Bildungsplänen: Übergeordnete Referenzdokument zur curricularen Verankerung von BNE

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Einige Länder entwickeln Referenzdokumente, Leitlinien, Leitgedanken oder ähnlich für die curriculare Verankerung von BNE. Dabei zeigen sich unterschiedliche Herangehensweisen: So wird BNE im Bildungsplan Baden-Württemberg als eine von sechs "Leitperspektiven" ausgewiesen, um BNE systematisch in den Bildungsplänen für die allgemeinbildenden Schulen (2016) zu verankern. In Berlin und Brandenburg ist BNE und Globales Lernen im "Rahmenlehrplan 1–10" eines von 13 übergreifenden Themen in den neuen Rahmenlehrplänen. Nordrhein-Westfalen hat mit wissenschaftlicher Unterstützung eine "Leitlinie BNE" entwickelt, welche als Referenzdokument unter anderem für alle zukünftigen Lehrpläne, Richtlinien und Lehrkräftefortbildungen dient. Ähnliches ist in Baden-Württemberg in der Planung. Rheinland-Pfalz und Bremen entwickeln eine BNE-Richtlinie und ein Empfehlungspapier zur Lehrplanarbeit. Thüringen hat Schlüsselthemen von BNE in dem Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre (TBP-18) und den Lehrplänen beigefügte Leitgedanken aufgenommen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Einbindung der schulischen Landesinstitute der Schul- und Kultusministerien

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Zunehmend werden auch die schulischen Landesinstitute bei der Implementierung von BNE beteiligt, unter anderem in Baden-Württemberg (Durchführung von Modellprojekten, Koordinierung des BNE-Schulnetzwerks etc.), Bremen (Lehrkräftefortbildung zu den SDGs), Nordrhein-Westfalen (Arbeitsschwerpunkte BNE in der Lehrplanentwicklung und Lehrkräftefortbildung), Saarland (Zentrum BNE), Sachsen-Anhalt (Pädagogische Arbeitsstelle BNE).

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fortbildungsangebote zu nachhaltigem Wassermanagement

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Hochschule

Das deutsche Nationalkomitee für die Wasserprogramme der UNESCO (Intergovernmental Hydrological Programme, IHP) und der Weltmeteorologieorganisation (WMO) (Hydrology and Water Resources Programme, HWRP), dem das AA vorsitzt, organisiert seit 2007 mit der Ruhr-Universität Bochum jährliche Sommerschulen für internationale Studierende v.a. aus Entwicklungsländern. 2019 stand dabei das Thema "Grundwasser und Landwirtschaft" im Mittelpunkt; 2020" Grundwasser und Energie". Das IHP-/HRWP-Nationalkomitee bietet zudem mit dem UNESCO-Lehrstuhl an der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen) Online-Kurse (sogenannte Massive Open Online Course, MOOC) zum Thema Hydrologie an.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Unterrichtshilfen und Handreichungen

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Weiterhin werden im Auftrag der Länder zum Teil detaillierte Unterrichtshilfen und Handreichungen herausgegeben, unter anderem in Baden-Württemberg, Berlin ("Nachhaltige Entwicklung in globalen Zusammenhängen"), Rheinland-Pfalz (Handreichungen "Globale Entwicklung konkret", GEko) und Sachsen-Anhalt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Lehrkräftefort- und -weiterbildung

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Im Bereich der Lehrkräftefort- und -weiterbildung gibt es neben den vielfältigen Angeboten privater Träger inzwischen ein breites Angebot staatlicher Programme, unter anderem Online-Fortbildung als "Massive Open Online Course" (MOOC) zu den Leitperspektiven und Fortbildungsangebote im Rahmen des "Bildungsplans" in Baden-Württemberg, Fortbildungsangebote (Verankerung im Schwerpunktprogramm für die Lehrkräftefortbildung) in Bayern, jährlicher Fachtag für Lehrkräfte zu BNE in Berlin, Qualifizierung von Lehrkräften durch das Beratungs- und Unterstützungssystem (BUSS) der staatlichen Schulämter zu Nachhaltigkeitsthemen in Brandenburg, SDG-Fortbildungen in Bremen, phasenübergreifendes Konzept der Implementierung von BNE in der Lehrkräftebildung in Hamburg, BNE-Fortbildungen in Hessen, unter anderem landesweiter virtueller BNE-Kongress "BNE-Schule der Zukunft Hessen 2030", jährliche BNE-Fortbildungsangebote innerhalb der Führungskräfteschulung, der Inklusionsfortbildung, der Sommerakademie für Lehrkräfte durch das Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V) und BNE-Sommerkurse des IQ M-V und des Landesinstituts für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) für Lehrkräfte aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, BNE-Zertifikate in Vorbereitung bei der Leuphana-Universität in Niedersachsen, gemeinsame Fortbildungsinitiative "BNE und Lehrerfortbildung" der fünf Bezirksregierungen und des Ministeriums für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen, Fortbildung im Rahmen des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung und der Klimaschutzinitiative in Sachsen, schulinterne Lehrerfortbildungen (SCHILF) in Sachsen-Anhalt, BNE-Fortbildungen durch das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH).

© Linn Stöckmann, SKB-Bremen

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Landeseigene BNE-Agenturen

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK)

Bildungsbereich
Schule

Einige Länder haben auch landeseigene Agenturen zur Umsetzung von BNE geschaffen, unter anderem "Fach- und Koordinierungsstelle BNE" in Nordrhein-Westfalen, "Koordinierungs- und Servicestelle BNE" in Sachsen-Anhalt. In vielen Ländern ist eine ressortübergreifende Zusammenarbeit der Schul- und Kultusministerien sowohl mit den Umweltministerien der Länder, die auf Landesebene häufig die Federführung für BNE besitzen, wie auch den Staatskanzleien der Länder zu verzeichnen.

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