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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Wissenschaftsjahre

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Wissenschaft im Dialog seit 20 Jahren ausgerufenen Wissenschaftsjahre haben den Auftrag die breite Öffentlichkeit zu informieren, zu begeistern und Diskussionen anzuregen, um Forschung transparent zu machen. Jedes Jahr steht ein neues Forschungsthema im Mittelpunkt, das für die Zukunft der Gesellschaft wichtig ist.

Mit einer Vielzahl interaktiver Exponate aus der Forschung vermittelt Fraunhofer in der Mitmachausstellung die Chancen von Forschungsthemen und gewährt einen tieferen Einblick in die Technologien dahinter. Entdecken, Ausprobieren und Mitmachen – an Fraunhofer-Exponaten stellen junge und erwachsene Gäste an Bord ihre Kompetenzen auf die Probe und lernen spielerisch dazu.

Das BMBF möchte 2020 dazu beitragen, das Wissen um die Potenziale für ein nachhaltigeres Wirtschaften noch umfangreicher in der Öffentlichkeit verankern. Mit der "Nationalen Bioökonomiestrategie" der Bundesregierung wird die Industriegesellschaft stärker biobasiert und vor allen Dingen nachhaltiger agieren können. Und von diesen Innovationen hängt am Ende die Wettbewerbsfähigkeit und auch der Erhalt unserer Lebensgrundlage ab. Biologische Ressourcen kombiniert mit digitalen Technologien bieten Chancen für viele innovative Produkte.

Eines der diesjährigen Exponate auf der "MS Wissenschaft" und – in diesem Jahr neu hinzugekommen – auf dem ersten Bürgerbeteiligungsschiff, der MS Halle, ist das "BIO ECONOMY ADVENTURE"-Spiel der Fraunhofer Academy. Das Exponat richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler ab circa zwölf Jahren, Familien, aber auch an die ältere Generation und soll anhand verschiedener Anwendungsbeispiele aufzeigen, was Fraunhofer bereits heute zum Thema Bioökonomie erforscht, um nicht weiter und zwingend auf fossile Ressourcen angewiesen zu sein. Die Bereitschaft in der Bevölkerung ihr Handeln und Denken umzustellen setzt voraus, dass die Forschung neue Produkte, Prozesse und Ideen hervorbringt, die eine Umstellung auf biobasierte Lebens- und Produktionsweisen überhaupt erst ermöglichen. Es soll spielerisch die allgemeine Awareness für das Thema Bioökonomie gesteigert werden und gleichzeitig demonstriert werden, wie wichtig die Bildung und Bewusstseinsschaffung für Wirtschaft und Industrie in Bezug auf die komplex vernetzten Wirkungszusammenhängen von Natur und Technik ist.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fördermaßnahme "Stadt–Land–Plus"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Kommunen

In der BMBF-Fördermaßnahme "Stadt–Land–Plus" werden 22 Forschungsverbünde und ein Querschnittsvorhaben gefördert, um die Beziehungen zwischen Stadt und Land zu stärken. Die Fördermaßnahme richtet sich an Wissenschaft, Kommunen und kommunale Einrichtungen, Landnutzerinnen und Landnutzer und damit verbundene Wirtschaftszweige (Land- und Forstwirtschaft, Wohnungsbau, Tourismus, Naturschutz, Abfallwirtschaft), Regionalplanerinnen und -planer sowie Regionalentwicklerinnen und -entwickler. Sie ist Teil des BMBF-Rahmenprogramms "Forschung für Nachhaltige Entwicklung – FONA" und der Hightech-Strategie 2025 "Forschung und Innovation für die Menschen" im Handlungsfeld "Stadt und Land: Für ein lebenswertes Umfeld und zukunftsfähige Regionen".

In der Fördermaßnahme wird unter anderem ein frei verfügbares Schulungsmodul für kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Landnutzerinnen und Landnutzer basierend auf den Ergebnissen der Projekte erarbeitet. Das Schulungsmodul soll zertifiziert werden und für Fachkräfte sowie für die berufliche und akademische Ausbildung geeignet sein.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Nachwuchsgruppen "Globaler Wandel – 4+1"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Die Nachwuchsgruppen "Globaler Wandel – 4+1" leisten mit neuen und innovativen Forschungsideen und Fragestellungen zu Themen wie dem Klimawandel oder der zunehmenden Knappheit von Rohstoffen und Wasser wichtige Beiträge, um die Prozesse des Globalen Wandels zu verstehen und zukünftige Entwicklungen gestaltbar zu machen.

Ziel dieser Nachwuchsförderung ist es auch, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Leitung von wissenschaftlichen Teams zu qualifizieren, um ihre Chancen zu erhöhen, sich in ihrem Forschungsfeld zu etablieren und ihnen Perspektiven für wissenschaftliche Karrieren in Deutschland und Europa zu eröffnen. Die Fördermaßnahme "Nachwuchsgruppen Globaler Wandel -4+1" läuft seit 2013. Bislang wurden in zwei Förderrunden insgesamt 32 Nachwuchsgruppen gefördert.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Initiative "netzwerk n"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit dem Projekt "Zukunftsfähige Hochschulen - Denken. Handeln. Wandeln." fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative" (SISI) die studentische Initiative "netzwerk n" bei der Etablierung und Professionalisierung von studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen und deren Projekten in ganz Deutschland. Das netzwerk n bietet studentischen Initiativen eine kostenlose Weiterbildung an ("Wandercoaching"), wie ihr Engagement für Nachhaltigkeit an ihrer Hochschule weiterentwickelt und praxisrelevant eingebracht werden kann. Mithilfe des Wandercoachings konnten in den letzten Jahren über 140 studentische Nachhaltigkeitsinitiativen und über 1.000 Studierende im deutschsprachigen Raum erreicht werden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Forschungspartnerschaften für die Bewertung komplexer Prozesse im System Erde in der Region Südliches Afrika - SPACES

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit der Maßnahme "Science Partnerships for the Adaptation to Complex Earth System Processes in Southern Africa" (SPACES) soll das Wissen über die Funktionsweise des Systems Erde im südlichen Afrika verbessert werden. Im weltweiten Vergleich sind im südlichen Afrika die klimawandelbedingten Folgen wie Dürren, Überschwemmungen und Nahrungsmittelknappheit in den letzten Jahren deutlich sichtbar geworden. Die Wechselwirkungen zwischen Geosphäre, Atmosphäre und Ozean sowie die Interaktionen zwischen Land und Meer sowie Biosphäre und Atmosphäre stehen daher im Mittelpunkt dieses Forschungsprogramms. Ziel ist es, Mensch und Umwelt besser auf die negativen Folgen des Klimawandels vorzubereiten und widerstandsfähige und anpassungsfähige Landnutzungssysteme zu entwickeln. Diese sollen die Menschen in ihrer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise unterstützen und resiliente Ökosysteme und ihre natürlichen Ressourcen für künftige Generationen bewahren.

Das SPACES-Programm wird durch ein Kapazitätsaufbauprogramm begleitet, das mit den in SPACES-Projekten involvierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eng abgestimmt ist und durch Maßnahmen wie Sommerschulen, Ausbildung auf Forschungsschiffen, Forschungsaufenthalte, Vernetzungsaktivitäten und Workshops mit Entscheidungsträgern begleitet wird.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Modellversuchsförderschwerpunkt "Berufsbildung für Nachhaltige Entwicklung im Transfer für Ausbildungspersonal" (BBNE-Transfer)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt von 2020 bis 2022 weitere 2,5 Millionen Euro für die vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführte Transferförderung besonders tragfähiger und bewährter Ergebnisse der bisherigen Modellversuche aus dem BBNE-Förderschwerpunkt bereit. Die neue Förderung "Berufsbildung für Nachhaltige Entwicklung im Transfer für Ausbildungspersonal" (BBNE-Transfer) fokussiert insbesondere auf die Weiterbildung und Qualifizierung des ausbildenden Personals, um diese für eine nachhaltige und nachhaltigkeitsorientierte Ausbildung, auch im Kontext von durch Digitalisierung veränderten Arbeitsbedingungen, zu befähigen. Damit setzt das BMBF gemeinsam mit dem BIBB Zusagen aus der Nationalen Weiterbildungsstrategie und dem Klimaschutzprogramm der Bundesregierung um. Gleichzeitig wird mit der neuen Förderung zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) und zu den Zielen des neuen BNE-Weltaktionsprogramms "Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs" (ESD for 2030) beigetragen. Der Start der neuen Transferprojekte ist für den Herbst 2020 vorgesehen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Kompetenzzentren für Klimawandel und angepasstes Landmanagement in Afrika

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit den Kompetenzzentren für Klimawandel und nachhaltiges Landmanagement (Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management, SASSCAL und West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use, WASCAL) hat das BMBF im südlichen und westlichen Afrika, den vom Klimawandel besonders stark betroffenen Regionen, wissenschaftliche Strukturen und akademische Ausbildung aufgebaut, damit die beteiligten Staaten eigene Expertise weiterentwickeln und selbst valide Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihre Landnutzung und Wasserversorgung treffen können. Darüber hinaus werden die Kapazitäten der beteiligten Länder gestärkt, z.B. selbst Klimaprognosen und Szenarien zu entwickeln, Handlungsoptionen aufzuzeigen und in internationalen Verhandlungsprozessen (zum Beispiel United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), Convention on Biological Diversity (CBD) etc.) die Interessen der Länder zu vertreten. Das BMBF hat die Zentren seit ihrer Einrichtung im Jahr 2010 mit rund 140 Millionen Euro unterstützt, im Zeitraum von Mitte 2017 bis Mitte 2021 erhalten die Zentren insgesamt 41,16 Millionen Euro vom BMBF. Bis zum Jahr 2023 sind weitere gemeinsame Forschungsaktivitäten, die Einrichtung neuer Graduiertenschulen und die Ausweitung der Institutionen selbst geplant. Bisher konnten mehr als 550 PhD.-, Master- und Bachelorstudierende zu Klima-, Energie- und Landwirtschaftsfragen speziell für den afrikanischen Arbeitsmarkt in Politik, Wissenschaft und Praxis ausgebildet werden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fördermaßnahme "Kommunen innovativ"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Kommunen

Mit der Fördermaßnahme "Kommunen innovativ" verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, die Rolle der Kommunen als Initiatorinnen und Initiatoren, Partnerinnen und Partner und Adressatinnen und Adressaten von Forschung, Entwicklung und Innovation für eine nachhaltige, demographisch angepasste Entwicklung der Regionen in Deutschland zu stärken. Zentral hierbei ist, die räumlichen Auswirkungen des demografischen Wandels mit einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Stadt- und Regionalentwicklung in Deutschland zu gestalten. Die Vernetzung von Kommunen und die Beteiligung der Zivilgesellschaft sind wichtige Bestandteile in vielen der 30 geförderten Verbundvorhaben. Beispielweise wurden im Rahmen eines Vorhabens Qualifizierungsmaßnahmen für sogenannte "Dorfkümmerer" entwickelt, um das bürgerschaftliche Engagement für die nachhaltige Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes zu unterstützen. In einem weiteren Projekt steht die Bindung junger Menschen an ihre Heimatregion durch Sicherung von Ausbildung im Fokus. Im Rahmen eines kommunenübergreifenden Jugendmobilitätskonzeptes wurde ein mehrere Landkreise übergreifendes Praktikumsnetzwerk initiiert und zielgruppenorientierte Schulungsmodule erarbeitet, um Schülerinnen und Schüler bei der Praktikumssuche zu unterstützen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Qualitätspakt Lehre

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Nachhaltige Entwicklung im Qualitätspakt Lehre

Eines der wichtigsten Ziele des Ende 2020 ausgelaufenen Bund-Länder-Programms "Qualitätspakt Lehre" (QPL) war die Verbesserung der Studienbedingungen und der Lehrqualität an deutschen Hochschulen. Das Bund-Länder-Programm unterstützte die Hochschulen dabei, ihr Personal für die Lehre, Betreuung und Beratung zu qualifizieren. Weitere Ziele waren die nachhaltige Sicherung und Weiterentwicklung einer qualitativ hochwertigen Hochschullehre.

Universität Konstanz – Lehrangebote zu nachhaltiger Entwicklung

Die Universität Konstanz koordinierte und organisierte Blockveranstaltungen für Studierende im Bachelor- und Masterstudium, unter anderem zu den Themen Einführung in Corporate (Social) Responsibility, (C(S)R) Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft, Ringvorlesung "Nachhaltigkeit", Nachhaltigkeit in der Modeindustrie, Kulturbetrieb und Nachhaltigkeit, nachhaltige Unternehmensführung und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln. Für die Lehrveranstaltungen wurden überwiegend externe Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft akquiriert, die den Studierenden praxisnah berufsrelevante Kompetenzen vermittelten.

Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Das Thema nachhaltige Entwicklung ist an der Fachhochschule Eberswalde und der daraus entstandenen "Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde" beständig weiterentwickelt worden. Unter dem Motto "Mit der Natur für den Menschen" agierte die Hochschule im Einklang mit Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. In diesem Rahmen sollten alle Prozesse und Abläufe in den Fachbereichen, aber auch in Verwaltung und Forschung, nach dem Vorsorgeprinzip gestaltet sein. Somit wurden langfristig Entwicklungschancen für heutige und zukünftige Generationen gesichert und gerecht verteilt. Neben dem Bezug zur Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung standen Umweltleistungen beim Betrieb der Hochschule ebenso wie das soziale Miteinander im Vordergrund der eigenen Hochschulentwicklung.

Hochschule Bochum

An der Hochschule Bochum wurde ein neues berufsbefähigendes und anwendungsorientiertes Studienangebot "Nachhaltigkeitswissenschaften" mit zwei Professuren zu den Themen "Nachhaltigkeit (sozialwissenschaftliche Ausrichtung)" und "Nachhaltigkeitsentwicklung/ Organisationsentwicklung/ Innovationsmanagement" implementiert. Zahlreiche Veranstaltungsreihen innerhalb des Studiengangs konnten durch das Projekt ermöglicht werden. Der Masterstudiengang"Nachhaltige Entwicklung" wurde eingerichtet.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit"

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit dem Projekt "Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit" hat das BMBF im Rahmen der "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft – Sustainability in Science Initiative" (SISI) die Entwicklung videobasierter Lehr- und Lernangebote zu Grundlagenwissen zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)/Nachhaltigkeit im Hochschulkontext gefördert. Lehr- und Lernangebote der Virtuellen Akademie zum forschenden Lernen haben es Studierenden außerdem ermöglicht, sich aktiv mit dem Forschungsprozess auseinanderzusetzen, sich auszutauschen und ihre eigenen Ergebnisse der Community zur Verfügung zu stellen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

BNE-Förderung Stiftung Haus der kleinen Forscher

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit 2016 das Projekt "Bildung für nachhaltige Entwicklung" bei der Stiftung Haus der kleinen Forscher (HdkF), um die Kompetenzentwicklung zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bei pädagogischen Fachkräften zu stärken und Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren beim Erreichen der Zieldimensionen einer BNE  zu unterstützen. Die Förderung trägt somit unmittelbar zur Festigung von BNE als Grundlage professionellen Handelns bei.

Bei seiner Arbeit orientiert sich das HdkF u.a. an den Ergebnissen des BNE-Monitorings an der Freien Universität Berlin (siehe Kapitel 2) und an den Empfehlungen der Expertengruppe "Zieldimensionen einer BNE für Kinder, pädagogische Fachkräfte und Leitungskräfte".1

Im Kern der Arbeit stehen die Entwicklung und Umsetzung von Fortbildungsangeboten und Materialien für Fachkräfte an Kitas und Grundschulen, um BNE praxisnah und somit wirksam zu vermitteln. Leitungspersonal frühpädagogischer Einrichtungen befähigt das HdkF dazu, ihre Einrichtungen systematisch zu Orten nachhaltiger Bildung entsprechend des Whole Institution Approachs (WIA) zu entwickeln. Die Fortbildungsangebote "Tür auf! Mein Einstieg in BNE" für pädagogische Fach- und Lehrkräfte und für Kita-Leitungen sowie "Macht mit! BNE in der Praxis" für pädagogische Fach- und Lehrkräfte und "für Kita-Leitungen bieten mittlerweile knapp 150 Netzwerkpartnerinnen und -partner an.

Ab 2021 wird es weitere BNE-Fortbildungen geben, die sich konkreten SDGs widmen. Dabei wird zunächst das SDG 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion) im Fokus stehen. Über die BNE-Fortbildungen stellt die Stiftung Querverbindungen zu ihrem vielfältigen Bildungsangebot im Themenkomplex Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik (MINT) her, denn entdeckendes, forschendes Lernen ermöglicht es Kindern, Sachverhalte oder naturwissenschaftliche Phänomene zu erkunden, komplexen Fragen nachzugehen und dadurch handlungsrelevantes Wissen aufzubauen. Durch zielgruppengerechte, digital-analog verknüpfte Bildungsangebote trägt die Stiftung somit BNE sowohl in die Breite wie auch in die Strukturen und befördert die fachliche Fundierung von BNE im Bereich der frühen Bildung.

Die Erkenntnisse aus dem Fördervorhaben fließen in die Beratung der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (NP BNE), des BMBF und weiterer Gremien, insbesondere des Bildungsbereichs Frühkindliche Bildung, ein.

 

1Stiftung Haus der kleinen Forscher (2019). Frühe Bildung für nachhaltige Entwicklung– Ziele und Gelingensbedingungen. Wissenschaftliche Untersuchungen zur Arbeit der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" (Band 12). Opladen, Berlin, Toronto: Verlag Barbara Budrich o.g. Publikation (PDF extern | 21,2 MB) (abgerufen am 10.03.2021).

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