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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Handlungsfeld

Übersicht SDGs:

Übersicht SDG Übersicht SDGs:

Initiative "Schulen: Partner der Zukunft (PASCH)"

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Schule

Das Erlernen von Deutsch verbessert den Zugang zu inklusiver, gerechter und hochwertiger Bildung und eröffnet Entwicklungschancen: im eigenen Land, aber auch in Deutschland. Die 2008 vom Auswärtigen Amt (AA) ins Leben gerufene Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) trägt mit ihrem internationalen Netzwerk von etwa 600.000 Schülerinnen und Schülern an etwa 1.800 Schulen in über 120 Partnerländern gezielt zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bei. Nachhaltigkeit und Umweltschutz gehören zu den im PASCH-Netzwerk vermittelten Werten und Inhalten.

Wichtiger Bestandteil des PASCH-Netzwerks sind die 140 von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreuten Deutschen Auslandsschulen, an denen in Deutschland anerkannte Abschlüsse abgelegt werden können. Umweltbewusstsein wird dort über Unterrichtsinhalte und Projekte vermittelt. Das Umweltprogramm "Zukunft heute. Ökologisch, gesund, nachhaltig!" der Deutschen Schule Bogotá zielt beispielsweise auf eine nachhaltige Schule ab. Einen festen Platz hat das Thema Umwelt auch im Schul- und Prüfungsprogramm des Deutschen Sprachdiploms (DSD) der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (Kultusministerkonferenz, KMK), das an rund 1.100 PASCH-Schulen von der ZfA umgesetzt wird.

Die über 670 vom Goethe-Institut betreuten PASCH-Schulen (sog. Fit-Schulen) sind ebenso zu kreativer Projektarbeit zu Umweltfragen aufgerufen. Beispielsweise wurden im Sommer 2020 rund 1.300 Stipendiatinnen und Stipendiaten zu den Digitalen PASCH-Jugendcamps #VisionenFürDieZukunft eingeladen. Das Goethe-Institut Moskau initiierte 2014 in enger Zusammenarbeit mit deutschen Forschungsinstituten das Vernetzungsprojekt "Umwelt macht Schule: Denken, Forschen, Handeln", das vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) mit dem Qualitätssiegel "Projekt Nachhaltigkeit 2017" ausgezeichnet wurde.

Im Vordergrund stehen Themen der nachhaltigen Entwicklung auch bei den durch den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der KMK betreuten PASCH-Schulpartnerschaften zwischen Schulen in Deutschland und der ganzen Welt. Als Orientierung dient hier beispielsweise die Empfehlung zur "Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule" (erarbeitet von KMK und Deutscher UNESCO-Kommission) oder der "Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung" (erarbeitet von KMK und BMZ). In den vom PAD angebotenen Fort- und Weiterbildungen für PASCH-Lehrkräfte sind Umweltthemen fest etabliert.

Als vierter PASCH-Partner widmet sich der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) den Partnerschaften zwischen Hochschulen und PASCH-SchulenBetreuungsinitiative Deutsche Auslands- und Partnerschulen (BIDS), dem Schüleraustausch und der Alumniarbeit. Bei den Geförderten äußert sich zunehmendes Interesse an Studiengängen mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit und Umwelt, zum Beispiel Umweltwissenschaften, nachhaltige Energieversorgung oder Städtebau. Zudem wurde auf der vom DAAD betreuten PASCH-Alumni-Plattform im vergangenen Jahr ein erfolgreicher Videowettbewerb zu Umwelt und Klimawandel anlässlich des 250. Geburtstags Alexander von Humboldts durchgeführt.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Fortbildungsangebote zu nachhaltigem Wassermanagement

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Hochschule

Das deutsche Nationalkomitee für die Wasserprogramme der UNESCO (Intergovernmental Hydrological Programme, IHP) und der Weltmeteorologieorganisation (WMO) (Hydrology and Water Resources Programme, HWRP), dem das AA vorsitzt, organisiert seit 2007 mit der Ruhr-Universität Bochum jährliche Sommerschulen für internationale Studierende v.a. aus Entwicklungsländern. 2019 stand dabei das Thema "Grundwasser und Landwirtschaft" im Mittelpunkt; 2020" Grundwasser und Energie". Das IHP-/HRWP-Nationalkomitee bietet zudem mit dem UNESCO-Lehrstuhl an der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen) Online-Kurse (sogenannte Massive Open Online Course, MOOC) zum Thema Hydrologie an.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Akademische Ausbildung für Geflüchtete

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Hochschule

Die Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein (DAFI) ist ein Sur-Place-Stipendienprogramm für anerkannte Flüchtlinge zum Studium an einer Universität, Fachhochschule oder äquivalenter Institution. Deutschland nimmt mit seinem Engagement für die Hochschulbildung von Flüchtlingen international eine Vorreiterrolle ein. Akademische Bildung erweitert die Chancen junger Flüchtlinge und ihrer Familien, ein selbstständiges Erwerbsleben zu führen und ist damit ein wichtiger Schritt zur Verbesserung ihrer Lebenssituation.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Umweltforschung

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Die Deutsche Sektion der Zwischenstaatlichen Ozeanographischen Kommission (Intergovernmental Oceanographic Commission, IOC), die als Koordinierungsstelle für die deutsche Mitwirkung in der IOC der UNESCO existiert und der das AA vorsitzt, sowie das deutsche Nationalkomitee für das Internationale Geowissenschaftliche Programm der UNESCO agieren unter anderem an der Schnittstelle von Forschung und Bildung. Sie tragen dazu bei, dass aktuelle Ergebnisse der Umweltforschung in Bildungsprozesse einfließen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im östlichen Afrika

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Schule

Die Deutsche UNESCO-Kommission e.V. (DUK) unterstützt mit Förderung des Auswärtigen Amts (AA) im östlichen Afrika die Stärkung von BNE-Ansätzen, zum Beispiel 2018 in Tansania, bei dem in einem Projekt zu Müllvermeidung und Recycling 15 Schulen und 40.000 Schülerinnen und Schüler erreicht wurden.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Hochschulförderung im Ausland

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Hochschule

Partnerschaften deutscher Hochschulen mit ausländischen Hochschulen und bilaterale Hochschulkooperationsprojekte stellen als Transnationale Bildungsprojekte (TNB) Leuchttürme deutscher Wissenschaftskooperation in den Partnerländern dar. Sie ermöglichen Bildungszugänge, Kompetenz- und Wissenstransfer in beide Richtungen und bauen in großem Maße interkulturelle Kompetenz auf. Die TNB leisten zudem einen Beitrag zur Wissenschaftsfreiheit, da akademische Werte wie die Freiheit von Wissenschaft und Forschung vermittelt werden und sie in manchen Fällen einen gewissen Schutz für Wissenschaftler bieten.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Netzwerk der UNESCO-Projektschulen

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Schule

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stellt einen zentralen Bildungsansatz in der Arbeit der rund 280 UNESCO-Projektschulen in Deutschland dar. Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Akteurinnen und Akteur außerhalb der Schule entwickeln gemeinsam Konzepte und Maßnahmen, wie BNE im Schulprofil verankert und im Schulalltag gelebt werden kann.

Seit 2019 begleitet die Deutsche UNESCO-Kommission e.V. (DUK) 31 UNESCO-Projektschulen in einem Pilotprojekt dabei, ein Nachhaltigkeits-Qualitätsprofil für ihre Schule zu erarbeiten. In dem Projekt, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert und gemeinsam mit Fachpartnerinnen und Fachpartnern umgesetzt wird, entwickeln die Schulgemeinschaften gemäß des Whole Institution Approach (WIA) eigene Ziele und Maßnahmen für einen ganzheitlichen Wandel hin zu einem nachhaltigen Schulalltag. Ein parallel dazu entstehender Methodenbaukasten unterstützt den Transfer in das deutsche und auch (ost-)europäische Bildungssystem. Das Projekt knüpft an das von 26 UNESCO-Projektschulen in Deutschland erfolgreich umgesetzte internationale Climate Action Projekt der UNESCO (2016–2018) an. Im Rahmen des Projekts schlossen sich weltweit rund 250 Schulen des UNESCO Associated Schools Network aus 25 Ländern zusammen, um sich zum Klimawandel auszutauschen und gemeinsam Projekte und Methoden für den Schulalltag zu entwickeln. Gewonnene Erkenntnisse aber auch offenen Fragestellungen aus der Arbeit der UNESCO-Projektschulen mit dem WIA bzw. BNE im Einsatz für die Bildungsagenda 2030 wurden 2017 und 2019 im Rahmen von Schulleitungstagungen im Auswärtigen Amt (AA) bundesweit im Netzwerk geteilt und diskutiert.

Praktische Umsetzungsimpulse für BNE an den Schulen erhalten die UNESCO-Projektschulen darüber hinaus auf den bundesweiten Fachtagungen sowie den Tagungen und Konferenzen auf Länderebene. Die Fachtagungen 2018 und 2019 rückten mit jeweils über 200 Teilnehmenden die Themen der Bildungsagenda 2030 und der Demokratiebildung und Partizipation in den Mittelpunt, die Online-Tagung 2020 die Frage nach einer zukunftsfähigen BNE im Kontext einer digitalisierten Welt. Die Förderung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Schule und Kommune bildet einen wichtigen Fokus der UNESCO-Projektschulen (vgl. Handlungsfeld V des Bildungsbereichs Schule des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) und zeigt sich unter anderem auch an der Einbindung in den Fachtagungen 2018 und 2019.

Auf der Ebene einzelner UNESCO-Projektschulen sind bereits sehr erfolgreiche Umsetzungskonzepte für BNE erkennbar, wie sich auch in der entsprechenden Auszeichnung als BNE-Lernorte oder auch im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategien einzelner Bundesländer zeigt. Die UNESCO-Projektschulen geben ihre Unterrichtskonzepte und Lernmaterialien auch an andere Bildungseinrichtungen wie Universitäten oder Lehrerfortbildungsinstitute weiter und stellen diese öffentlich zur Verfügung. Neben Handlungsfeld III zahlen die Aktivitäten der UNESCO-Projektschulen auch auf die Handlungsfelder I, II, IV und V des Bildungsbereichs Schule im NAP BNE ein.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Grenzüberschreitende Hochschulzusammenarbeit – UNESCO- Lehrstühle

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Hochschule

Das Auswärtige Amt (AA) hat 2019 die erste internationale Konferenz der deutschen UNESCO-Lehrstühle finanziert, die von diesen zusammen mit der Deutschen UNESCO-Kommission in Wuppertal organisiert wurde. Ergebnis der Wuppertaler Tagung war, dass sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus über 15 Ländern selbst dazu verpflichteten, ihre Arbeit in den Dienst der Agenda 2030 zu stellen und an Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auszurichten, zivilgesellschaftliche Gruppen stärker in ihre Forschung einzubeziehen und enger mit der Politik zu kooperieren. Zudem werden sie wissenschaftliche Partnerschaften zwischen dem Globalen Süden und Norden weiter vertiefen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Unterstützung für gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Hochschule

Mit der Philipp Schwartz-Initiative (PSI) steht ein Sonderprogramm für die Aufnahme und Integration gefährdeter Wissenschaftler/innen in Deutschland zur Verfügung. Gefährdeten Forschenden soll ein sicherer Aufenthaltsort gewährt und ein beruflicher Neustart ermöglicht werden. PSI leistet durch Aufnahme und Integration gefährdeter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wissenschaftsfreiheit.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Freiwilligendienste "kulturweit" und "naturweit"

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Die vom Auswärtigen Amt (AA) geförderten und von der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. (DUK) durchgeführten Freiwilligendienste in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, "kulturweit" und seit 2019 die neue Programmkomponente "naturweit", haben Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Querschnittsthema in ihrem  pädagogischen Begleitprogramm verankert. Während der Seminare, die die Freiwilligen im Alter zwischen 18 und 26 Jahren durch ihren Freiwilligendienst in Ländern weltweit begleiten, wird besonderes Augenmerk auf die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit dem Bildungskonzept BNE gelegt. In ihren Einsatzländern wird den Freiwilligen die Möglichkeit gegeben, eigene Projekte mit BNE-Bezug zu gestalten.

Nach ihrem Freiwilligendienst können sich "kulturweit"- und "naturweit"-Alumni in einer zwei- bis dreijährigen Weiterbildung zu sogenannten BNE-Teamerinnen und -Teamern fortbilden lassen, um BNE selbstständig zu vermitteln. Gemäß des Peer-to-Peer-Ansatzes entwickelt die DUK die Fortbildung gemeinsam mit dem Alumni-Verein "kulturweiter", der von ehemaligen Freiwilligen geführt wird und in der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (NP BNE) vertreten ist. Im Rahmen der Weiterbildung geben die angehenden BNE-Teamerinnen und Teamer eigenständig Seminare (2 Tage) und Workshops (3 Stunden). Inhaltlich fokussieren sie dabei eins der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) und besprechen dieses in Tiefe mit den Teilnehmenden. Die Workshops und Seminare stehen allen interessierten Menschen zur Verfügung und werden zum Teil öffentlich beworben.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

UNESCO-Biosphärenreservate

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Das AA und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) haben zusammen mit der DUK die 16 deutschen UNESCO-Biosphärenreservate dabei unterstützt, ihre Bildungsarbeit noch stärker auf BNE auszurichten, zum Beispiel durch einen bundesweiten Workshop oder die Unterstützung von Schulpartnerschaften. Sie haben die beispielgebende Arbeit der 16 deutschen UNESCO-Biosphärenreservate national und international positioniert und BNE als wesentliches Thema in neue UNESCO-Dokumente eingebracht.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

UNESCO Global Geoparks

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Die sechs deutschen UNESCO Global Geoparks haben ihre Bildungsarbeit seit der Gründung dieses UNESCO Programms 2015 mit Nachdruck und Anspruch auf das Konzept von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ausgerichtet. Das vom Auswärtigen Amt (AA) eingerichtete Nationalkomitee und die Deutsche UNESCO-Kommission e.V. (DUK) haben sie dabei intensiv unterstützt, unter anderem durch je einen bundesweiten Workshop pro Jahr, durch das 2020 erstmals aufgelegte Förderprogramm von AA und DUK für die Geoparks und bei der Einwerbung von zusätzlichen Fördermitteln für den Aufbau von spezifischen BNE-Angeboten. Auch auf internationaler Ebene positionieren AA und DUK BNE als zentrale Aufgabe von Geoparks.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP)

Auswärtiges Amt (AA)

Bildungsbereich
Übergreifend

Das Auswärtige Amt (AA) ist federführendes Ressort für die Koordinierung der deutschen Politik in der UNESCO und fördert die Deutsche UNESCO-Kommission e.V. (DUK) als Mittlerorganisation der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zählt programmübergreifend zu den Prioritäten der DUK.

Das AA stärkt unter anderem mit der Arbeit der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der UNESCO in Paris multilaterale Initiativen für BNE. In den Programmen des AA wie dem Partnerschulnetzwerk (vgl. Kapitel 3.3.4.2, Initiative "Schulen: Partner der Zukunft", PASCH), oder den Freiwilligendiensten "kulturweit" und "naturweit" (vgl. Kapitel 3.6.5.1, Freiwilligendienste "kulturweit" und "naturweit") ist das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verankert. Die Außenwissenschaftspolitik des AA unterstützt BNE etwa im Rahmen bilateraler Hochschulkooperationsprojekte, der Deutschen Akademischen Flüchtlingsinitiative (DAFI) oder der Philipp-Schwartz-Initiative (PSI; s. für beide Kapitel 3.5.6.1). Auch durch die Unterstützung nationaler Gremien zur Umsetzung der Kultur- und Wissenschaftsprogramme der UNESCO und die Förderung von Projekten und Veranstaltungen mit Bezug zu BNE (bspw. die des Netzwerks der deutschen UNESCO-Projektschulen, vgl. Kapitel 3.3.4.2) treibt das AA die Erreichung von SDG 4 und seinem Unterziel 4.7 voran.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

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