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Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Einmal pro Legislaturperiode legt die Bundesregierung den Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. In dem nun vorliegenden Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Akteure von Mitte 2017 bis Mitte 2021 dargestellt.

Aufgeschlagenes Buch Aufgeschlagenes Buch
Aufgeschlagenes Buch © Adobe Stock / monticellllo

Es ist bereits der siebte BNE-Bericht der Bundesregierung, der nun mit einigen Neuerungen vorgestellt wird: Die Aktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen und weiterer gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure werden entlang der Bildungsbereiche benannt, so wie sie auch im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführt werden. Zu frühkindlicher Bildung, Schule, beruflicher Bildung, Hochschule, non-formalem und informellem Lernen/Jugend sowie zu den Kommunen entsteht jeweils ein thematischer Überblick. Jeder Beitrag wird zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zugeordnet, den Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Auch neu ist die digitale Aufbereitung des Berichts hier auf dem BNE-Portal. Der BNE-Bericht wird erstmals online dargestellt, eine Datenbank beinhaltet zudem die Beiträge der Bundesregierung, der Länder, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Filterfunktionen bieten die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteure, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Damit steht der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung jederzeit allen offen, die sich insbesondere für die Fortschritte in der strukturellen Verankerung von BNE interessieren.

BNE-Bericht der Bundesregierung 2021 (PDF barrierefrei | 9,4 MB)

BNE-Bericht: Drucksache des Bundestages (PDF extern | 10,4 MB) (PDF, 10MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder, der Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure

Die in dieser Datenbank wiedergegebenen Beiträge ordnen sich nach den im Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (NAP BNE) aufgeführten sechs Bildungsbereichen – Frühe Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, non-formales und informelles Lernen/Jugend und Kommunen – und den jeweils zugeordneten Handlungsfeldern. Des Weiteren werden übergreifende Beiträge, die mehrere Bildungsbereiche betreffen bzw. in den einzelnen Bildungsbereichen mehrere Handlungsfelder bedienen, übergeordnet aufgeführt.

Innerhalb jedes Bildungsbereichs gilt es hervorzuheben, dass sich die Zusammenstellung der Beiträge der Ressorts, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure stark von der Zusammenstellung der Beiträge der Länder unterscheidet, die innerhalb ihrer Länderkonferenzen zusammengefasst wurden und insofern nicht gleichzustellen sind.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Beiträge auf die sechs Bildungsbereiche zzgl. übergreifender Bereich verteilen. 

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen je Bildungsbereich herunterladen [PDF | 278 KB].

Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der Zuordnungen der einzelnen Beiträge nach Bildungsbereichen (n=274) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

SDG-Zuordnung

Bei den einzelnen Beiträgen ist kenntlich gemacht, auf welches/welche der 17 UN Nachhaltigkeitsziel(e) (Sustainable Development Goals, SDGs) dieser einzahlt. Eine Zuordnung zum Bildungs-SDG Nr. 4 und somit dem BNE-Unterziel 4.7. war dabei Ausschlusskriterium zur Aufnahme in den BNE-Bericht. Durch die Herstellung von Querbezügen zu weiteren SDGs soll eines der zentralen Ziele des "BNE 2030" unterstützt werden: Nämlich aufzuzeigen, welchen Beitrag BNE zur Agenda 2030 insgesamt leistet. BNE/SDG 4 hat eine Sonderstellung bei den Nachhaltigkeitszielen inne, indem es sowohl Ziel als auch Motor für die Erreichung aller anderen Ziele ist. Ohne Bildung als Fundament ist beispielsweise die Erfüllung des Ziels 12 "Nachhaltiger Konsum" nur schwerlich zu erreichen.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick darüber, wie sich die SDG-Zuordnungen aller Beiträge insgesamt im Bericht verteilen.

Hier können Sie das PDF mit allen Grafiken aus dem BNE-Bericht zu den Beiträgen mit SDG-Zuordnung je Bildungsbereich herunterladen (PDF, 502KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend)
Absolute Häufigkeit der SDG-Zuordnungen in den einzelnen Beiträgen (n=1.413) (alle Bildungsbereiche inkl. Übergreifend) © BMBF

Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Gedenkstättenfahrten

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Non-formales und Informelles Lernen/Jugend

Seit 2015 werden Fahrten junger Menschen zwischen 14 und 26 zu Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus im In- und im Ausland gefördert. Durch diese erinnerungspädagogische Arbeit werden Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Mechanismen der systematischen rassistischen, antisemitischen und fremdenfeindlichen Ausgrenzung aufgezeigt und deren Folgen erfahrbar gemacht. Diese Form des informellen Lernens leistet einen wichtigen Beitrag für ein tolerantes und friedliches Miteinander. Denn wer vor Ort erlebt hat, wohin Nationalismus und Rassismus führen, wird mit viel größerer Überzeugung für die freiheitliche Demokratie, eine vielfältige Gesellschaft und ein friedliches Europa eintreten und diese Überzeugung auch an die nächste Generation weitergeben.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Projekt "JUGEND STÄRKEN: Zukunft gestalten"

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Im Projekt unterstützen bei den Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V. (WJD) organisierte Unternehmerinnen und Unternehmer beziehungsweise Führungskräfte junge Menschen mit schlechteren Startchancen ehrenamtlich beim Übergang von der Schule in den Beruf. Die Wirtschaftsjuniorinnen und -junioren bieten dazu Einblicke in ihre Unternehmen und Bewerbungstrainings an und organisieren jährlich den bundesweiten Aktionstag "Ein Tag Azubi". Damit fördern sie die Entwicklung junger Menschen und tragen so zu einer nachhaltigen Entwicklung bei.

Durch das Projekt werden zwei bundesweite Netzwerke – das Unternehmernetzwerk der Wirtschaftsjunioren Deutschland und das JUGEND STÄRKEN-Netzwerk – zusammengebracht, um lokale Kooperationen zwischen Wirtschaft und Jugendsozialarbeit anzuregen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Ausbau der Kindertagesbetreuung

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Mit dem Sondervermögen Kinderbetreuungsausbau werden über vier Investitionsprogramme den Ländern seit 2008 Finanzhilfen in Höhe von insgesamt 4,4 Milliarden Euro für die Schaffung neuer Kita-Plätze zur Verfügung gestellt. Mit dem Konjunkturpaket "Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken" stellt der Bund zusätzlich eine Milliarde Euro in den Jahren 2020 und 2021 für den Ausbau der Kindestagesbetreuung bereit (5. Investitionsprogramm).

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Programm "JUGEND STÄRKEN im Quartier"

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Das Modellprogramm des Europäischen Sozialfonds (ESF) "JUGEND STÄRKEN im Quartier" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) unterstützt in der aktuellen ESF-Förderperiode Angebote für junge Menschen zur Überwindung von sozialen Benachteiligungen und individuellen Beeinträchtigungen am Übergang von der Schule in den Beruf. Der Schwerpunkt liegt in benachteiligten Quartieren, in denen die soziale und wirtschaftliche Lage junger Menschen besonders schwierig ist (zum Beispiel Gebiete des Städtebauförderungsprogramms der "Sozialen Stadt" und vergleichbaren Brennpunkten).

In der zweiten Förderrunde 2019 bis 2022 setzen 161 Modellkommunen in Kooperation mit freien Trägern Projekte zur Förderung junger Menschen im Themenfeld der Jugendsozialarbeit um.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Steigerung der Qualität in der Kindertagesbetreuung

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Frühkindliche Bildung

Mit dem Gute-KiTa-Gesetz unterstützt der Bund die Länder von 2019 bis 2022 mit rund 5,5 Milliarden Euro dabei, die Qualität in der Kindertagesbetreuung in zehn möglichen Handlungsfeldern weiterzuentwickeln und die Teilhabe von Kindern zu verbessern. Im Handlungsfeld "Vielfältige pädagogische Arbeit" des Gesetzes können u.a. Maßnahmen gefördert werden, die BNE in der Kindertagesbetreuung stärken.

Darüber hinaus unterstützen Bundesprogramme die Qualität in der Kinderbetreuung:

  • Das Programm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" richtet sich an Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichen Förderbedarf besucht werden.
  • Im Bundesprogramm "Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung" werden niedrigschwellige Angebote gefördert, die den Zugang zur Kindertagesbetreuung vorbereiten und unterstützend begleiten.
  • Mit der "Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher: Nachwuchs gewinnen, Profis binden" werden Länder und Träger dabei unterstützt, pädagogische Fachkräfte zu gewinnen, langfristig im Beruf zu halten und Aufstiegschancen zu ermöglichen.

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Geschlechterklischees aufbrechen - Initiative "Klischeefrei"

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Bildungsbereich
Berufliche Bildung

Neben den bekannten Projekten Boys’Day, Girls’Day und meinTestgelaende 2.0 zielt die Initiative Klischeefrei seit 2016 darauf, eine Berufs- und Studienwahl frei von einengenden Geschlechterklischees bundesweit zu etablieren. Sie bietet allen am Berufswahlprozess Beteiligten (frühkindliche Bildung, Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Institutionen, Berufsberatung, Eltern) vielfältige Unterstützung, damit sie Mädchen und Jungen bei einer Berufswahl begleiten können, die sich nach ihren Stärken und Neigungen richtet – und nicht nach Geschlechterklischees.

Die Servicestelle berät und vernetzt alle Beteiligten und betreibt die Webseite Initiative "Klischeefrei" . Dort finden sich klischeefrei gestaltete Materialien und Maßnahmen zur Berufswahl, Beispiele gelungener Praxis sowie Hintergrundinformationen. Eine stetig wachsende Zahl an Partnerorganisationen (Stand Februar 2021: 310) sind bisher beigetreten mit der Verpflichtung, sich innerhalb und außerhalb ihrer Organisationen aktiv für eine moderne, geschlechterunabhängige Berufs- und Studienorientierung junger Menschen einzusetzen.

Schirmherrin der Initiative ist Frau Elke Büdenbender, Ehefrau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.

Weiterführender Link:

Initiative "Klischeefrei"

Dieser Beitrag trägt zur Erreichung folgender SDGs bei:

Anzahl der Einträge: 6