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20 Jahre Deutsche Bundesstiftung Umwelt

© DBU

Mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) nahm im März vor 20 Jahren eine der größten Umweltstiftungen ihre Arbeit auf. Seitdem hat die DBU 7.800 innovative Umweltprojekte mit fast 1,4 Milliarden Euro unterstützt.

Von der abwasserfreien Fischzucht über die umweltfreundliche Härtung von Aluminium bis hin zu Filmen und Wanderungen zur Biodiversität  – bis heute gilt die DBU als Impulsgeber für zukunftsweisende Umweltpolitik. Fritz Brickwedde begann die Aufbauarbeit als Generalsekretär mit der Gründung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt am 1. März 1991 in Osnabrück. Seitdem setzt die DBU sich für den Austausch von Umweltwissen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und anderen Institutionen ein.

Im Jahr 2002 verlieh die Fakultät für Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus Fritz Brickwedde die Ehrendoktorwürde. Nur zwei Jahre später, 2004, wurde Dr. Fritz Brickwedde für sein Engagement zugunsten der Neuen Bundesländer das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Motor für umweltfreundliche Technologien

Konkret unterstützt die DBU kleine und mittelständische Unternehmen bei der praktischen Lösung von Umweltproblemen und gibt ihnen Anreize für ökologische Innovationen. Sie fördert umweltfreundliche Produkte und Produktionsverfahren und mindert so das Einstiegsrisiko für Unternehmen in umweltschonende Produktionstechniken. Zudem werden Kulturgüter, die durch Umwelteinflüsse gefährdet sind,  restauriert und für die Zukunft gesichert. Auch Naturschutzvorhaben, die Lebensräume wildlebender Arten schützen und die natürliche Vielfalt der Arten und Ökosysteme wahren, werden gefördert. 

Vorreiter in punkto Nachhaltigkeit

Anlässlich des Jubiläums der DBU hebt Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen ihr Engagement in den Neuen Bundesländern hervor: „Ohne die Förderpolitik der DBU hätten sich viele umweltentlastende Technologien und Produkte am Markt nicht durchsetzen können.“ Und da knapp 40 Prozent der von der DBU bewilligten Fördersummen in den Neuen Ländern investiert worden seien, habe die DBU gerade dort, wo es angesichts der enormen Umweltbelastungen besonders wichtig war, Entwicklungen befördert.

Der Vorstand des World Wide Fund For Nature (WWF) Deutschland, Eberhard Brandes, spricht der DBU eine entscheidende Vorreiterrolle zu: „Nachhaltigkeit war längst fester Bestandteil des DBU-Konzepts, bevor der Begriff in aller Munde war.“ Die Erfolge der ersten 20 Jahre seien das Werk einer tollen Mannschaft rund um Generalsekretär Fritz Brickwedde, der die DBU zu dem gemacht habe, was sie heute sei.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Professor Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung", wirft die Frage auf, wo die Umweltbildung in Deutschland ohne die DBU heute stünde: „Sicherlich nicht dort, wo wir uns heute befinden. Im internationalen Kontext gilt die außerschulische Umweltbildung in Deutschland als vorbildlich. Daran hat die Projektförderung durch die DBU einen maßgeblichen Anteil. Viele Innovationen waren durch die Stiftung erst möglich.“

Freilich blieben auch Wünsche offen: Die volle Integration der Nachhaltigkeit, also von der Umweltbildung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, sei immer noch ein Wunschgegenstand wie auch die strukturelle Verankerung der Nachhaltigkeit in allen Bildungsbereichen. Deshalb fordert de Haan auf: „Bleiben Sie dran!“.

Festakt zum 20. Geburtstag

Offiziell wird das Jubiläum bei einem Festakt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 24. Mai im dbb Forum in Berlin gefeiert.

Zur DBU

DBU-Broschüre zu Dekade-Projekten

Detail-Infos
Datum: 08.03.2011
Quelle: DBU