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Experten: Bildung ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklung

Bildung ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklung. Das betonten am Montag, 8. November, alle Redner bei der Eröffnung des diesjährigen Runden Tisches der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Hamburg. Die deutschen Aktivitäten zu dieser internationalen Bildungsoffensive lobte Christa Goetsch, Zweite Bürgermeisterin Hamburgs und Senatorin der Behörde für Schule und Berufsbildung. In ihrem Grußwort hob sie dabei hervor: "Die UN-Dekade stärkt in hervorragender Weise unsere Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Bildungssystems."

Senatorin Goetsch eröffnete die zweitägige Zusammenkunft, bei der sich mehr als 120 Bildungsexperten aus Politik, Wissenschaft, Nicht-Regierungsorganisationen und Wirtschaft im Hamburger Rathaus trafen. Sie diskutierten den künftigen Fahrplan für die UN-Dekade-Aktivitäten in Deutschland. Im Fokus stand das Jahresthema 2011 "Stadt":  Wie können sich unsere Städte nachhaltig entwickeln und was ist dabei der Beitrag der Bildung für nachhaltige Entwicklung? Was kann Bildung leisten, um die Integration von Migranten und sozial benachteiligten Gruppen zu fördern? Wie können die Bürger in stadtplanerische Prozesse einbezogen werden? Solche und weitere Fragen diskutierten die Experten.

"Wir brauchen eine neue Art der Bildung"

"Wir brauchen eine umfassende Bewusstseinsänderung, um eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Dazu brauchen wir eine neue Art der Bildung", betonte auch Walter Hirche, Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission. Er unterstrich, dass es nicht ausreiche, Nachhaltigkeit und verwandte Themen im Unterricht zu thematisieren. Es gehe vielmehr darum, neben Wissen auch Kompetenzen zu vermitteln, etwa die Fähigkeit, Probleme nicht-nachhaltiger Entwicklung zu erkennen und zu lösen. Diese Vermittlung von Kompetenzen im Sinne des reformpädagogischen Dreiklangs "Herz, Hirn und Hand" stehe im Mittelpunkt der Bildung für nachhaltige Entwicklung. "Bildung für nachhaltige Entwicklung ist unabdingbar, wenn wir angesichts der aktuellen Herausforderungen zukunftsfähig bleiben wollen", sagte auch Dr. Thomas Greiner, Unterabteilungsleiter im Bundesministerium für Bildung und Forschung.  Welche Chancen das Lernen nach den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) biete, demonstrierten die mehr als 1.000 Offiziellen Projekte der UN-Dekade. Diese Bildungsinitiativen wurden von der Deutschen UNESCO-Kommission in den letzten Jahren ausgezeichnet, weil sie vorbildlich nachhaltiges Denken und Handeln vermitteln und zum Nachmachen anspornen.

UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"
Zukunftsfähige Bildung muss Menschen das Rüstzeug mitgeben, globale Herausforderungen wie den Klimawandel zu bewältigen. Damit Bildung diesem Anspruch gerecht wird, haben die Vereinten Nationen für die Jahre 2005 bis 2014 die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen. Die UNESCO koordiniert die Umsetzung der Dekade weltweit. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses übernimmt die Deutsche UNESCO-Kommission diese Aufgabe für die deutschen Aktivitäten; sie hat dafür ein Nationalkomitee berufen. Der Runde Tisch begleitet die Aktivitäten. Über seine Zusammensetzung bestimmt das Nationalkomitee. Das Bundesbildungsministerium fördert die Arbeit zur UN-Dekade in Deutschland.

Detail-Infos
Datum: 10.11.2010