UNESCO-Preis für BNE

Im Rahmen des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung zeichnet der "UNESCO-Japan Prize on Education for Sustainable Development" weltweit Projekte von Individuen, Institutionen oder Organisationen aus, die BNE besonders gelungen umsetzen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf innovativen und transformativen Ansätzen, die individuellen und sozialen Wandel vorantreiben, und dabei die ökologische, wirtschaftliche und soziale Dimension von Nachhaltigkeit in den Blick nehmen.

Der Preis wurde vom Exekutivrat der UNESCO bei seiner 195. Sitzung ins Leben gerufen, und 2014 offiziell bei der UNESCO World Conference on ESD in Aichi-Nagoya, Japan, vorgestellt. Seit 2015 werden von einer internationalen Jury jährlich drei Preise vergeben, die mit jeweils 50 000 US-Dollar dotiert sind. Das Preisgeld wird von der japanischen Regierung zur Verfügung gestellt.

Jeder UNESCO Mitgliedstaat kann jährlich drei Kandidaten für den Preis vorschlagen. In der Jury für die nationale Vorauswahl in Deutschland sitzen Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das für die nationale Umsetzung des Weltaktionsprogramms federführend ist, sowie der wissenschaftliche und der internationaler Berater für die nationale Umsetzung des Weltaktionsprogramms.

Aus zahlreichen Bewerbungen wurden 2017 von deutscher Seite das Projekt Nachhaltigkeitslotsen und Klimascouts - Jugendliche werden aktiv" des Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal in Ostritz, die an der Universität Bremen angesiedelte „Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit“ sowie das „Zertifikationsschema BNE - Norddeutsche Partnerschaft zur Unterstützung der UN-Dekade BNE (NUN)“ norddeutscher Bundesländer für eine Nominierung ausgewählt. Die Gewinner des Preises werden im September bekannt gegeben.

Zu den 2015 erstmalig von der UNESCO ausgezeichneten Preisträgern zählt auch das Berliner Sozialunternehmen "rootAbility", das mit seinem „Green Office Model“ Nachhaltigkeit an Hochschulen in Europa fördert.