Grundschule macht Landwirtschaft nachhaltig

Die Sihlengeni Grundschule in Simbabwe vermittelt Kindern von Kleinbauern, wie man Land nachhaltig nutzt und dabei Erträge steigert. Für ihr Projekt „Permaculture“ wird die Schule im November 2017 mit dem UNESCO-Japan Preis für Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.

BNE im Permakultur-Projekt

Die Sihlengeni Grundschule liegt in Matabeland, einem Teil Simbabwes, der besonders mit Dürre zu kämpfen hat. Um diesen ökologischen Herausforderungen zu begegnen, lernen Lehrende sowie Schülerinnen und Schüler das Konzept der Permakultur kennen, das nachhaltige und naturnahe Kreisläufe in der Landwirtschaft verwirklicht.

Die Teilnehmenden des Projekts erfahren, wie man Bäume pflanzt und pflegt, Gemüse- und Kräutergärten anlegt oder den nahe gelegenen Wald aufforstet. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie man Böden so nutzen kann, dass sie sich nicht verschlechtern und die Erträge trotzdem steigen. Dies schaffen sie unter anderem, indem sie Grasflächen anlegen, die den Boden auf natürliche Art und Weise schützen. Mit diesem Wissen können die Kinder und Jugendlichen Lebensmittel anbauen, ohne Kunstdünger und Pestizide zu verwenden.

Das Permakultur-Projekt trägt somit zur Ernährungssicherheit in der Provinz Matabeland bei und bekämpft langfristig den Hunger, der viele Menschen in diesem Teil Simbabwes bedroht. Die lokale Bevölkerung schont die Umwelt und stellt gleichzeitig sicher, dass mehr Menschen auf lange Sicht genug zu essen haben. Dank des Projekts sinkt zudem die Arbeitslosigkeit im Umkreis der Schule, denn viele ehemalige Schüler eröffnen kleinere Betriebe, nachdem sie die Schule abgeschlossen haben.

Die Schule setzt außerdem einen Whole-Institution-Approach um. Dieser ist im UNESCO Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung verankert und beschreibt ein Konzept, der die gesamte Institution einbezieht. Schulen, die diesem Prinzip folgen, setzen Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen um: Es wird als Querschnittsthema fächerübergreifend im Unterricht vermittelt. Die Lehr- und Lernmethoden sind auf BNE ausgerichtet. Daneben werden Nachhaltigkeitsaspekte bei Betriebs- und Mitarbeiterführung sowie der Kooperation mit lokalen Partnern berücksichtigt.