Eine ganze Stadt fördert BNE

259 Organisationen aus der japanischen Stadt Okayama, darunter NGOs, Unternehmen und Bildungseinrichtungen engagieren sich in der "Okayama ESD Promotion Commission", um Bildung für nachhaltige Entwicklung in ihrer Region voranzubringen. Die Stadt verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz im Sinne eines "whole-city approach".

Lokales BNE-Projekt in Okayama

Das „Okayama ESD Project“ bietet den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Okayama eine Vielzahl an formalen und non-formalen Bildungsangebote an. Die Projektaktivitäten finden an unterschiedlichsten Orten statt – in Schulen, Parks, Einkaufszentren, "Community Learning Centres" und auch draußen in der Natur.

In BNE-Cafés lernen Teilnehmende beispielsweise, wie sie zur Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft beitragen können. Lehrende und Jugendliche können an BNE-Koordinatorentrainings teilnehmen. Studierende haben die Möglichkeit, ein Praktikum bei einer lokalen Nichtregierungsorganisation zu absolvieren. Auf diese Weise stärkt das Projekt die Teilhabemöglichkeiten Jugendlicher und fördert ihr Engagement für die nachhaltige Entwicklung der Region.

Seit 2015 zeichnet die "Okayama ESD Promotion Commission" zudem gute BNE-Praxis in der Region - und auch international - mit dem „ESD Okayama Award” aus.

Die Kommission fördert Bildung für nachhaltige Entwicklung in Okayama und Umgebung bereits seit 2005. Etwa 150,000 Menschen haben bisher an den Aktivitäten der Kommission teilgenommen.

Okayama ist von der UN-Universität als Regionales Kompetenzzentren BNE (RCE) anerkannt. Das Sekretariat ist im Rathaus der Stadt Okayama angesiedelt. Neben der Förderung von Organisationen im Bereich BNE, setzt es sich für eine nachhaltige Stadtentwicklung ein.

Die Kommission erhält 2016 den UNESCO-Preis für Bildung für nachhaltige Entwicklung für ihr “Okayama ESD Project” .