Nachhaltigkeitskodex für Hochschulen

Mehr Transparenz in der Arbeit für Nachhaltigkeit

Anfang 2015 hat der deutsche Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) gemeinsam mit 50 Hochschulleitungen, Mitarbeitern und Studierenden die Arbeit an einem Nachhaltigkeitskodex für Hochschulen begonnen. Seit Anfang dieses Jahres ist die Beta-Version fertig und soll auch schon zur Anwendung kommen. Der Kodex basiert auf dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK), bezieht aber die spezifischen Gegebenheiten an Hochschulen mit ein und soll dazu beitragen, dass Hochschulen auch weiterhin ein Ort sozialen Wandels und Fortschritts bleiben, indem sie maßgeblich zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Das Ziel des Kodexes ist es die Nachhaltigkeitsberichterstattung zu erleichtern, da er einen Maßstab anbietet, mit dem nachhaltige Entwicklung an Hochschulen gemessen werden kann und damit auch die Vergleichbarkeit und die Transparenz erhöht wird. 15 der involvierten Hochschulen haben sich bereit erklärt die Beta-Version in einer einjährigen Anwendungsphase zu testen, damit etwaige Mängel erkannt werden und danach die endgültige Version erarbeitet werden kann. Dazu haben einige von ihnen so wie die LEUPHANA Universität und die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde bereits eine Entsprechenserklärung veröffentlicht.

Hochschulen sind wichtige Motoren für die Entwicklung und Verstetigung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Der neue Kodex soll ihnen sowohl dabei helfen Nachhaltigkeit in den Bildungsorten als treibendes Element zu integrieren, als auch den Stand der Bildungseinrichtungen in der allgemeinen Nachhaltigkeitsdebatte zu stärken.

Der deutsche Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde 2001 ins Leben gerufen und berät die Bundesregierung zum Thema Nachhaltigkeit. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex ist vor Allem auf Unternehmen ausgerichtet die damit ihre Social Corporate Responsibility-Aktivitäten transparent machen können, währen der Hochschul-DNK als Zielgruppe vor Allem Universitäten und Fachhochschulen ansprechen soll. Der Kodex steht im Rahmen der allgemeinen Nachhaltigkeitsstrategie Deutschlands.