Ausgezeichnete Netzwerke: Jury-Begründungen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche UNESCO-Kommission ehren herausragende Bildungsinitiativen für nachhaltige Entwicklung. Die 12-köpfige Jury besteht aus Mitgliedern der Nationalen Plattform und Vertretenden des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Freien Universität Berlin sowie der Deutschen UNESCO-Kommission. Die Jury begründet, warum die jeweiligen Netzwerke eine Auszeichnung erhalten.

28 Netzwerke ausgezeichnet

Ausgezeichnete Kommunen

Sechs Kommunen erhielten 2017 eine Auszeichnung für herausragende BNE.

Ausgezeichnete Lernorte

29 Lernorte erhielten 2017 eine Auszeichnung für herausragende BNE.

ANLIN - Ausbildung fördert nachhaltige Lernorte in der Industrie, Halle (Saale), Sachsen-Anhalt

„ANLIN ist ein innovatives Konzept zur nachhaltigen Gestaltung von Lernorten im dualen System der Berufsbildung mit dem Ziel, BNE langfristig in den Lehr- und Ausbildungsplänen und der Aus- und Weiterbildung des Lehr- und Ausbildungspersonals zu verankern. Sehr positiv ist zu bewerten, dass rund 60 Auszubildende bis zum Ende der Projektlaufzeit im März 2019 als Junior-Experten für Nachhaltigkeit im Betrieb qualifiziert werden. Aus den Beobachtungen soll zudem ein Leitfaden zur Entwicklung von Lernorten der beruflichen Bildung sowie eine Empfehlung zur systematischen Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in den Lernorten der beruflichen Bildung entstehen. Die Vision von ANLIN, dass alle Lernorte der beruflichen Bildung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung transformiert werden, hat zukunftsweisenden Charakter.

ASA-Programm, Berlin

„Das ASA-Programm ermöglicht entwicklungspolitische Lern-, Qualifizierungs- und Engagement-Räume für junge Menschen im Rahmen eines dreimonatigen Projektpraktikums in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa. Hier zeigt sich in vorbildlicher Weise, wie junge Menschen an die globalen Zusammenhänge herangeführt werden können und wie sie durch partizipative Prozesse in Entscheidungsstrukturen eingebunden werden, um so – ganz im Sinne des Weltaktionsprogramms BNE – zur gesellschaftlichen Transformation beitragen zu können.“

Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit, Bad Honnef, Nordrhein-Westfalen

„Das Netzwerk Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit, hat das Ziel, Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des UNESCO- Weltaktionsprogramms der Bildung für nachhaltige Entwicklung über die drängenden Ressourcenfragen unserer Zeit zu informieren und durch Beteiligungsformate die Kompetenz der Zivilgesellschaft als Change Agents zu fördern. Die Netzwerkmitglieder erarbeiten gemeinsam mit Verwaltungsangestellten unterschiedlicher kommunaler Ressorts und Professoren der IUBH kompetenzorientierte Bildungsangebote und leisten damit einen wichtigen Beitrag für ihre Region.“

Bayerisches Netzwerk "Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule", Hilpoltstein, Bayern

„Das Bayerische Netzwerk „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“ sticht besonders hervor mit seinem partizipativen BNE-Ansatz, die Schüler und Schülerinnen in die Projektplanung und -durchführung einzubeziehen und ihnen eigenverantwortliche Nachhaltigkeitsprojekte mit selbstständiger Budgetverwaltung zu übertragen.“

Bildung für Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz (BilRess), Friedberg, Hessen

„Dem Netzwerk „Bildung für Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz“ (BilRess-NW) gelingt es erfolgreich die Themen Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz in verschiedenen schulischen und außerschulischen Bildungsbereichen zu verankern. Durch Vorträge, Workshops und Fortbildungen werden Schulen und Umweltbildende geschult, wie BNE und Ressourcenbildung im Unterricht verankert und in bestehende Aktivitäten aufgenommen werden können. Hervorzuheben ist, dass das Netzwerk es schafft, Vertreter der Bildungsbereiche mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzubringen.“

BildungsCent e.V., Berlin

„Das bundesweite Nachhaltigkeitsnetzwerk „Schule engagiert“ umfasst zurzeit 115 Schulen und Bildungseinrichtungen sowie Multiplikatoren und Multiplikatorinnen. Partizipation wird hier groß geschrieben. Die Stärkung von Gestaltungskompetenz insbesondere bei Schülern und Schülerinnen bzw. jungen Menschen in und außerhalb von Schulen und Bildungseinrichtungen steht im Zentrum der Netzwerkaktivitäten. So entwickeln Schüler und Schülerinnen in Vernetzungsworkshops mit erfahrenen BNE-Akteuren gemeinsam Strategien, wie das Engagement der jungen Menschen eine bedeutsame Rolle im schulischen Kontext spielen kann.“

Climate Culture Communications Lab (CCCLab), Neukalen, Mecklenburg-Vorpommern

„Das CCCLab ist ein internationales Netzwerk, das sich der Erforschung und Erprobung von Bildungs- und Kommunikationskulturen der „großen Transformation“ widmet. Besonders innovativ sind neue Formate, wie das der Narration und des seriellen Erzählens sowie kollaborative Formen künstlerischer und wissenschaftlicher Bildung in realen Experimenten für eine BNE. Zudem ist die starke internationale Ausrichtung und die Einbindung von Jugendlichen bei diesem Netzwerk hervorzuheben.“

Düsseldorfer Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung, Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen

„Das Düsseldorfer Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung besteht bereits seit 18 Jahren und hat sich seitdem stetig vergrößert. In den angebotenen Projekten werden Jugendliche stark eingebunden und es gibt einen klaren Fokus auf BNE Themen. Das Netzwerk fördert den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Schulen, den fachlichen sowie pädagogischen Diskurs und die Weiterentwicklung der methodischen Grundlagen. Neben diesem Aspekt, sieht es sich als ein bewusstseinsbildendes Netzwerk, das gezielt Produkte der Netzwerkarbeit für eine breitere Öffentlichkeit anbietet und so als Promotor für eine Ausbreitung des Nachhaltigkeitsparadigmas wirkt. Besonders honoriert wird, dass das Netzwerk einen Beitrag zur strukturellen Verankerung vor allem auf regionaler Ebene leistet.“

FaireKITA NRW, Dortmund, Nordrhein-Westfalen

„In den vergangenen Jahren hat sich ein Netzwerk aus ca. 250 Kitas, über 20 Trägerverbänden, 10 Multiplikatoren und Multiplikatorinnen und ca. 30 weiteren Kooperationspartnern etabliert, das am Beispiel des Themas Fairer Handel Kinder, wie auch Erzieher und Erzieherinnen und in einem zweiten Schritt die Familien für Bildung für nachhaltige Entwicklung sensibilisiert. Hier wird ein starker Fokus auf die Qualitätsentwicklung gelegt. Durch die enge Zusammenarbeit mit Kindertageseinrichtungen konnte erreicht werden, dass BNE in das Leitbild zahlreicher Einrichtungen und Trägerverbände aufgenommen wurde. Aktuell wird außerdem eine Einrichtung dabei begleitet einen Nachhaltigkeitsbericht zu erarbeiten.“

Global Goals Curriculum e.V., Berlin

„Ziel des GLOBAL GOALS CURRICULUM ist die innovative Umsetzung und strukturelle Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Der Schulentwicklungsprozess und die unterstützenden Materialien zeigen modellhaft, wie eine pragmatische Umsetzung des Weltaktionsprogramms BNE in die Breite ermöglicht werden kann. Besonders hervorzuheben ist der partizipative Ansatz des Schulentwicklungsprozesses. Alle themenbezogenen Arbeitsgruppen sind von allen Netzwerkpartnern, Schüler und Schülerinnen und deren Vertretern besetzt.“

Innovationsnetzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung (InnoNet BNE), Erfurt, Thüringen

„Das InnoNet BNE Netzwerk der Universität Erfurt wird gebildet von Personen aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und dem Bildungs-/ Hochschulbereich und trifft sich regelmäßig in einer Steuerungsgruppe. Das Netzwerk ist aus der Erfurter Nachhaltigkeitslandschaft nicht mehr wegzudenken. Das 2012 etablierte Netzwerk zeichnet sich durch seinen gewachsenen strukturellen Charakter aus. Die erfolgreiche Zusammenarbeit von Partnern aus dem kommunalen, dem zivilgesellschaftlichen und dem Bildungsbereich hat im Rahmen der Lehrveranstaltung „Studium Fundamentale Nachhaltigkeit" bereits zur Verstetigung zahlreicher innovativer Projekte im Sinne der BNE geführt.“

KinderKulturKarawane – creACtiv für Klimagerechtigkeit, Hamburg

„Das Netzwerk „creACTiv für Klimagerechtigkeit“ ist aus der langjährigen Zusammenarbeit des Projektes „KinderKulturKarawane“ mit Schulen in der Metropolregion Hamburg entstanden, mit dem Ziel, das Thema Klimagerechtigkeit an Hamburger Schulen zu etablieren und ein aktives Netzwerk von Pädagoginnen und Pädagogen sowie Schülerinnen und Schülern für mehr Klimagerechtigkeit aufzubauen. Grundlage ist die Agenda 2030 mit den siebzehn SDGs. Das Netzwerk fokussiert das SDG 13 - Aktiv den Klimawandel bekämpfen. Das Netzwerk zeigt einen besonders starken innovativen Charakter, nicht nur im Sinne des peer-to-peer-Ansatzes, sondern auch in Hinblick auf die Unterstützung der Stadtteilschulen in die langsame Entwicklung in Richtung eines Whole-School Approaches zu BNE.“

Klimastiftung für Bürger in Sinsheim, Baden-Württemberg

„Die Klimastiftung für Bürger in Sinsheim leistet als regionaler Anlaufort für BNE-Fragen erfolgreich einen Beitrag zur Verankerung von BNE an Bildungseinrichtungen in der Metropolregion Rhein-Neckar und Karlsruhe. Durch schulartenübergreifende Weiterbildungsprogramme werden viele Menschen erreicht und für Themen wie Klimawandel, Energiewende und die damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen sensibilisiert. Die Bildungsangebote und -konzepte werden fortlaufend evaluiert und weiterentwickelt und mit allen Netzwerkpartnern regelmäßig abgestimmt. Mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe existieren Kooperationsvereinbarungen und die Stiftung unterstützt bereits mehr als zehn Bildungseinrichtungen konstant bei der Umsetzung von Bildungsprojekten.“

Koordinierungsstelle BNE/Umweltbildung im Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen

„Mit unterschiedlichen Kooperationspartnern hat das Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises Steinfurt eine Koordinierungsstelle für BNE-Aktivitäten im Kreis aufgebaut. Dort werden gemeinsam Bildungsangebote für BNE-Themen entwickelt und es soll ein kreisweites Bildungsprogramm und Register möglichst aller BNE-Akteure der Region entstehen, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Die Sensibilisierung, Schulung und Beratung kommunaler, schulischer und außerschulischer Einrichtungen zur Theorie und Praxis einer Nachhaltigen Entwicklung und BNE wird unter anderem mit einer Beteiligung der Jugend im Kreis erreicht.“

Nachhaltigkeitsnetzwerk in Frankfurt – Labl. FRANKFURT, Frankfurt am Main, Hessen

„Das junge Netzwerk LABL – Lust auf besser Leben besticht mit seinem innovativen Ansatz durch offene Formate zum „Austausch und Gruppenlernen sowie zu nachhaltigem Handeln im Alltag. Eigenverantwortlich kann jeder im Netzwerk BNE-Projekte umsetzen. Eine Vielzahl von Beispielen wie der entstandene Unverpackt-Laden, das Engagement mit plant-for-the-planet beim Organisieren eines Klimakongresses mit Jugendlichen und etliches mehr zeigen, welche Strukturwirksamkeit die Netzwerkgründung einer Einzelinitiative entwickeln kann.“

Nachhaltigkeitszentrum Thüringen, Arnstadt, Thüringen

„Das Netzwerk des Nachhaltigkeitszentrums Thüringen ist ein landesweit übergreifendes, offenes Netzwerk von BNE-Akteuren und angeschlossenen Netzwerken. Es ist federführend in der qualitativ inhaltlichen Weiterentwicklung der BNE in Thüringen. Besonders zu würdigen sind die derzeitigen Aktivitäten zur Entwicklung eines BNE-Zertifikates für die vorbildliche Umsetzung von BNE in Thüringen für außerschulische Einrichtungen. Dabei beeindrucken die  Größe und die Wirksamkeit des Netzwerkes.“

Netzwerk Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern, Eichstätt, Bayern

„Das Hochschul- und Nachhaltigkeits-Netzwerk Bayern besteht aus Akteuren der Hochschulleitung, Lehre, Forschung und Verwaltung sowie Vertretern und Vertreterinnen von studentischen Initiativen, zivilgesellschaftlichen Gruppen und bayerischer Ministerien. Dieses weite Spektrum der engagierten Akteure zeigt den strukturellen Charakter des Netzwerkes. Das Netzwerk hat in seinem Positionspapier festgehalten, die Beschlüsse der KMK und der HRK zum Thema Nachhaltigkeit umzusetzen, mit dem Ziel, den Schwerpunkt des Weltaktionsprogramms BNE zur gesamtinstitutionellen Implementierung von BNE und der Multiplikatorenschulung zu etablieren.“

netzwerk n e.V., Berlin

„Das netzwerk n e. V. engagiert sich erfolgreich für eine gesamtinstitutionelle Transformation von Hochschulen im Sinne von BNE und einer nachhaltigen Entwicklung. Das Netzwerk fungiert dabei als Vernetzungsplattform, die einen Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Studierenden, Promovierenden und anderen Akteuren der Hochschullandschaft ermöglicht. Besonders hervorzuheben ist der partizipative Ansatz, der es ermöglicht, dass alle relevanten Netzwerkpartner an Entwicklung, Umsetzung und am Monitoring beteiligt sind. Auch die studentischen Nachhaltigkeitsinitiativen und das Einbinden der Akteure durch eine interaktive Online-Plattform sind besonders hervorzuheben. Zusätzlich nimmt das Netzwerk aktiv Einfluss auf die Wissenschaftspolitik auf Bundes- und Länderebene und arbeitet seit Jahren sehr erfolgreich mit seinen Akteuren zusammen.“

Norddeutsch und Nachhaltig (NUN) Netzwerk Mecklenburg-Vorpommern, Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern

„Das NUN-Netzwerk Mecklenburg-Vorpommern begleitet -entlang der Roadmap des Weltaktionsprogramms BNE und einer Vereinbarung der NUN-Länder - die Qualitätsprozesse in der BNE-Zertifizierung der außerschulischen Lernorte. Ziel ist, die BNE-Qualität weiter zu verbessern und die Zertifizierten zu stärken. Besonders zu würdigen ist das BNE-Programm für die NUN-Zertifizierten bzw. deren Verantwortliche: Sie absolvieren jährlich mindestens 25 Stunden Fortbildung oder eine entsprechende andere BNE-Bildungsmaßnahme. Dies unterstützt die Qualitätsverbesserung und nach 5 Jahren kann eine Re-Zertifizierung eingereicht werden.“

Q3SQ-Netzwerk  Hannover, Niedersachsen

„Das bereits seit über 20 Jahre bestehende Q3SQ-Netzwerk hat sich das Ziel gesetzt, die Umsetzung von Sozial-und Nachhaltigkeitsstandards in die Aus- und Weiterbildung, insbesondere in der chemischen Industrie, zu implementieren. Dazu fanden in den vergangenen 10 Jahren zahlreiche Workshops, Seminare und Sitzungen des Q3SQ-Netzwerkes statt. Entlang einer vom Netzwerk entwickelten Checkliste werden diverse nachhaltigkeitsrelevanter und soziale Anforderungen abgeprüft, die für das Audit erforderlich sind und an die Nachhaltigkeitsberichtsstandards der Global Reporting Initiative angepasst sind. Besonders zu begrüßen ist die Beteiligung des Netzwerks der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Prozess des Weltaktionsprogramms BNE.“

sevengardens – Färbergärten, Essen, Nordrhein-Westfalen 

„Mit den Angeboten in den Färbergärten initiiert sevengardens vielfältige Projekte in den Bereichen Bildung für nachhaltige Entwicklung, Erhaltung der Biodiversität und Förderung lokaler Wirtschaftskreisläufe. Die Stärkung von Gestaltungskompetenz insbesondere bei Schüler und Schülerinnen bzw. jungen Menschen in- und außerhalb von Schulen und Bildungseinrichtungen steht im Zentrum der Netzwerkaktivitäten. Die Aktivitäten innerhalb der Netzwerkinitiative sind auf die SDGs der Vereinten Nationen ausgerichtet. Entsprechende BNE-Aktivitäten erbringt sevengardens gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern und dem Transfer guter Praxisbeispiele. Gleichzeitig bietet sevengardens den Projektteilnehmenden die Perspektive, sich eine langfristig wirtschaftliche Entwicklung und Grundsicherung zu erarbeiten.“

Social Entrepreneurship Camps der Hilfswerft gGmbH, Bremen

„Die Hilfswerft arbeitet gemeinsam mit Partnerhochschulen deutschlandweit an der Verbreitung des Social-Entrepreneurship-Konzeptes und fokussiert gesellschaftliche Herausforderungen. In einem mehrtägigen Seminar-Format erarbeiten 30-40 vorausgewählte Teilnehmer - Studierende aller Fachbereiche und Unternehmensvertreter - sozialunternehmerische Lösungen für die wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. Hierbei orientieren sie sich stark an den SDGs der Vereinten Nationen. Hervorzuheben ist, dass Studierende durch die angebotenen BNE-Formate besonders gut angesprochen werden und der partizipative Ansatz bei diesem Netzwerk besonders zur Geltung kommt. Zukunftsweisend ist die Ausdehnung des Projekts auf Schülerinnen und Schüler.“

StartGreen@School, Berlin

„Das Projekt StartGreen@School fördert erfolgreich eine nachhaltige Gründungskultur sowie die Stärkung der Sustainable Entrepreneurship Education an Schulen. Damit setzt das Projekt mittel- und langfristig wirkende Impulse für mehr grüne Gründungen und eine stärkere Nachhaltigkeitsorientierung in Unternehmen um. BNE steht klar im Zentrum der Visionen und Ziele des Netzwerks und werden gemeinsam mit allen Netzwerkpartnern entworfen und weiterentwickelt. Sehr gelungen ist die Einbindung der Jugend, da Jugendliche in den verschiedenen Projekten eigenverantwortlich arbeiten, eigene Gestaltungsoptionen wahrnehmen können und die Verantwortung für das Budget übernehmen.“

teamGLOBAL, Mannheim, Baden-Württemberg

„Das Netzwerk von teamGLOBAL ist ein innovativer Ansatz um eine junge Zielgruppe zu erreichen und diese für BNE/NE-Themen zu interessieren und sensibilisieren. Lobenswert ist, dass die jugendlichen Mitglieder des Netzwerks sehr stark partizipieren und Inhalte und Richtungen von teamGLOBAL mitbestimmen. So trägt das Netzwerk – ganz im Sinne der Roadmap – zur Jugendpartizipation bei. Es existiert ein klares Bekenntnis zur Ausrichtung der Bildungsarbeit an den Prinzipien der BNE und Dienstleistungen/Produkte werden im Jahresabschlussbericht evaluiert und für das kommende Jahr weiterentwickelt. Durch seinen überregionalen Charakter erreicht das Netzwerk Jugendliche in ganz Deutschland und kann gerade in Regionen abseits der Metropolen junge Menschen begleiten und erreichen.“

Umsetzung des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung – Ländervorhaben Berlin

„Das Netzwerk zur Implementierung des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung in der 2. Phase der Lehrerbildung in Berlin verfolgt das Ziel, den Lernbereich Globale Entwicklung systematisch in der Lehrerfortbildung in Berlin zu verankern. Durch die enge Zusammenarbeit und die gute Einbindung verschiedener Akteure, wie Lehramtsanwärter, Hauptseminarleitende und Fachseminarleitende, kann BNE über den Lernort Schule hinaus thematisiert werden. Hier zeigt sich der innovative Charakter des Netzwerks, der zur Verbreitung des BNE-Gedankens beiträgt.“

Umweltprofis von morgen, Berlin

„Dadurch, dass junge Menschen durch das Projekt „Umweltprofis von morgen“ die Möglichkeit haben, schulbegleitend an einer eigenen Aufgabenstellung in einem nachhaltigen Unternehmen zu arbeiten, bekommen sie ein grundlegendes Verständnis von der Verantwortung für ökonomische, ökologische und soziale Ziele in der Wirtschaft. Die gelungene Einbindung der Jugend in die BNE-Projekte des Netzwerks ist besonders hervorzuheben. Durch die kontinuierliche Kommunikation aller Netzwerkpartner findet fortlaufend eine Evaluation statt, die u.a. dazu genutzt wird, Themen für einen Workshop auf spezifische Bedürfnisse der Beteiligten anzupassen. Hervorzuheben sind auch die Ressourcen und Zeitkontingente, die für die Qualitätsentwicklung genutzt werden.“

UmweltSchulen in Hessen - Lernen und Handeln für unsere Zukunft, Wetzlar, Hessen

„Die Landeskoordination der hessischen Umweltschulen setzte sich dafür ein, dass sich die Aktivitäten und Kooperationen qualitativ immer stärker aus der reinen Umweltbildung in alle Themenbereiche der BNE geöffnet haben und Unterrichtsprojekte zu Biodiversität und Naturschutz auch vor dem Hintergrund der globalen und wirtschaftlichen Bedeutung von Biodiversität und Ökosystemen betrachtet werden. Hervorzuheben ist auch, dass das Netzwerk Schulen darin unterstützt, sich gemeinsam mit Schülern und Schülerinnen, Lehrkräften, Schulleitung, Eltern, Hausmeister und Reinigungskräften in Richtung „Whole Institution Approach“ zu entwickeln.“

WELTfairÄNDERER, Mainz, Rheinland-Pfalz

„Die WELTfairÄNDERER sind ein Netzwerk bestehend aus haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, welches sich der Vernetzung von in den Bistümern in der Schularbeit tätigen Menschen verschrieben hat, deren Aufgabe nicht primär der Bereich BNE ist. Hierbei ist ganz besonders das Engagement im Rahmen der kirchlichen Jugendarbeit hervorzuheben. Sie bilden die Basis der WELTfairÄNDERER. Die Jugendlichen haben auf allen Ebenen der Planung der Aktionswochen aktive Gestaltungsmöglichkeit und führen eigenständig die Bildungseinheiten in den Schulklassen durch.“