Ausgezeichnete Kommunen: Jury-Begründungen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche UNESCO-Kommission ehren herausragende Bildungsinitiativen für nachhaltige Entwicklung. Die 12-köpfige Jury besteht aus Mitgliedern der Nationalen Plattform und Vertretenden des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Freien Universität Berlin sowie der Deutschen UNESCO-Kommission. Die Jury begründet, warum die jeweiligen Kommunen eine Auszeichnung erhalten.

Sechs Kommunen ausgezeichnet

Ausgezeichnete Netzwerke

28 Netzwerke wurden 2017 für ihr BNE-Engagement ausgezeichnet.

Ausgezeichnete Lernorte

29 Lernorte erhielten 2017 eine Auszeichnung für herausragende BNE.

Freie und Hansestadt Hamburg

„Die Stadt Hamburg versteht es, BNE mit herausragendem Engagement strukturell und ganzheitlich voranzutreiben. So bestätigte der Hamburger Senat 2016 den Auftrag an alle Behörden, sich an der Umsetzung des Weltaktionsprogramms BNE zu beteiligen und beschloss einen Masterplan BNE in Hamburg aufzustellen. Die Initiative "Hamburg lernt Nachhaltigkeit" vernetzt in vorbildlicher Weise Behörden, Institutionen, Verbände, Netzwerke und Personen, die gemeinsam BNE in allen Bildungsbereichen in der Stadt voranbringen. Hamburg entfaltet zudem besondere Strahlkraft durch seine Mitwirkung in nationalen sowie internationalen Gremien zum Weltaktionsprogramm BNE und die Beratung anderer Kommunen.“

Kreis Pinneberg, Schleswig-Holstein

„Der Landkreis Pinneberg weist starkes Engagement zur Förderung der Jugendpartizipation im Bereich BNE auf. Durch die Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring Pinneberg im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung wird BNE kontinuierlich ausgebaut. Unter anderem werden 22 Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsprojekte in Schulen und Jugendgruppen fachlich unterstützt und die kommunalen Jugendbeiräte beraten. Besonders zu würdigen ist, dass der Kreis sich dafür einsetzt gemeinsam mit den Kommunen ein Bildungszentrum für Nachhaltigkeit für die Region aufzubauen und eine Koordinierungsstelle Nachhaltigkeit und BNE einzurichten.“

Stadt Aalen, Baden-Württemberg

„Die Stadt Aalen treibt die Ausweitung und Verstetigung von BNE auf kommunaler Ebene in vorbildlicher Weise voran. Alle Ämter der Stadt sind über das Agenda-Büro in BNE-Aktivitäten eingebunden. Der Gemeinderatsbeschluss macht Bildung für nachhaltige Entwicklung zum festen Bestandteil des Leitbilds der Stadt. Darüber hinaus bildet die Arbeit von 14 aktiven Agenda-Gruppen einen Schwerpunkt in der Umsetzung von BNE – dazu gehört unter anderem das mehrfach ausgezeichnete Projekt „Grüner Aal“, ein Umweltmanagementsystem für Schulen und andere Bildungseinrichtungen.“

Stadt Bad Honnef, Nordrhein-Westfalen

„Die Stadt Bad Honnef hat Bildung für nachhaltige Entwicklung bereits 2010 im Leitbild der Stadt verankert und verfolgt dauerhaft das Ziel, eine kommunale BNE-Bildungslandschaft aufzubauen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Vereinen, Initiativen, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie engagierten Unternehmen, vernetzt Bad Honnef regionale Akteure und trägt BNE in die Breite. Regelmäßige Bekanntmachungen stellen außerdem sicher, dass lokale Aktivitäten zur BNE öffentlichkeitswirksam dargestellt werden.“

Stadt Blaustein, Baden-Württemberg

„Die Stadt Blaustein engagiert sich im Rahmen ihrer kommunalen Nachhaltigkeitsstragie für BNE. Die Stadt nutzt dabei gezielt Synergieeffekte für eine langfristige Implementierung von BNE als Motor für Innovation und Wandel in der Kommune. Aktivitäten der Stadt und der engagierten Bürgerschaft führten zur Förderung der Stelle "Koordination kommunaler Entwicklungspolitik". Zudem bieten die Behörden und kommunalen Einrichtungen Lernangebote zu Nachhaltigkeitsthemen an.“

Stadt Heidelberg, Baden-Württemberg

„Die Stadt Heidelberg kann als herausragendes Beispiel für die strukturelle Umsetzung von BNE auf kommunaler Ebene gelten. Über verschiedene Beteiligungsformate schafft es die Stadt, die Partizipation von Bürger aller Generationen, insbesondere die der Jugend zu stärken. Hervorzuheben sind innovative Formate wie der Jugendklimagipfel Heidelberg oder die Aktion #HolDenOberbürgermeister, die gerade für kleine und junge Initiativen die Möglichkeit bieten, die Termine des Oberbürgermeisters aktiv zu steuern bzw. das eigene Projekt in den Blick der Verwaltung und der Öffentlichkeit zu rücken. Als aktives Mitglied im Partnernetzwerk der BNE-Kommunen ist Heidelberg national gut vernetzt und platziert das Thema BNE darüber hinaus auch in internationalen Netzwerken.“