Kommunen

Wenn der Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft gelingen soll, muss Nachhaltigkeit lokal verankert und vor Ort mit Leben gefüllt werden. Eine große Zahl von Kommunen hat Nachhaltigkeit bereits als Standortfaktor und Thema der Zukunft erkannt. Viele Kommunen haben sich auf den Weg gemacht, z.B. die 21 ausgezeichneten UN-Dekade-Kommunen, die über viele Jahre hinweg Expertise und Netzwerke zur BNE aufgebaut haben, die über 50 BNE-Kommunen, die am 2015 gestarteten BMBF-Wettbewerb Zukunftsstadt teilgenommen haben, sowie die Kommunen, die jedes Jahr vom BMBF und der Deutschen UNESCO-Kommission beim BNE-Agenda-Kongress für ihre herausragende BNE-Praxis ausgezeichnet werden. Diese guten Beispiele zeigen, dass Kommunen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung einer erfolgreichen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) haben.

Die UNESCO hat daher in ihrer Roadmap zur Umsetzung des WAP für die Jahre 2015–2019 die „Förderung nachhaltiger Entwicklung auf lokaler Ebene“ als eine von insgesamt fünf Prioritäten besonders hervorgehoben. Die UNESCO sieht BNE in Städten, Gemeinden und Kreisen als wichtigen Unterstützer für eine gelingende nachhaltige Entwicklung. Sie nennt als wichtige Meilensteine u.a. die Integration von BNE-Programmen und -Perspektiven in die Planungs- und Entscheidungsprozesse auf lokaler Ebene sowie den Ausbau vorhandener BNE-Netzwerke und den aktiven Einbezug öffentlicher Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger.

Die SDGs (auch globale Nachhaltigkeitsziele oder Agenda 2030 genannt) sollen bis 2030 international realisiert werden. Hierzu haben sich der Bund und die Länder verpflichtet. Das WAP bietet Anlass und Rahmen, die SDGs auch vor Ort aufzugreifen und durch BNE konzeptionell sowie durch konkrete Maßnahmen zu bearbeiten und zu fördern.

Die vorliegenden Handlungsfelder und Ziele beschreiben, wie Kommunen, die sich für mehr BNE öffnen, diese strukturell verankern können. Sie zeigen beispielhafte Schritte auf dem Weg der Verwirklichung von BNE auf lokaler Ebene. Wie genau dieser Weg aussieht, wird bestimmt vom bisherigen Engagement sowie der Selbstverwaltungshoheit und Leistungsfähigkeit jeder einzelnen Gemeinde, jeder Stadt und jedes Kreises unter Beteiligung der lokalen Bildungsakteure. Die folgenden Empfehlungen sollen Kommunen dabei helfen, ihre Ziele für eine nachhaltige Entwicklung systematisch zu verwirklichen, indem sie BNE als Instrument einsetzen und dabei in einem partizipativen Prozess möglichst viele Akteure einbinden.

 

Übergreifende Maßnahmen:

  • Bund und Länder prüfen die Nutzung von geeigneten Strukturen zur Unterstützung und Weiterentwicklung von Kommunen, die BNE auf lokaler Ebene verwirklichen wollen. Dazu hat das Fachforum Kommunen die Idee von BNE-Kompetenzzentren bzw. eines -Kompetenzzentrums entwickelt. Die Ziele und Aufgaben des BNE-Kompetenzzentrums orientieren sich an den Handlungsfeldern und Zielen des Nationalen Aktionsplans BNE, insbesondere des Fachforums Kommunen. Daraus leiten sich folgende mögliche Arbeitsmodule für BNE-Kompetenzzentren ab:
    • die Aufbereitung von Informationen über Best Practice der BNE-Verankerung in Kommunen,
    • Prozessberatung und Unterstützung beim Aufbau von BNE-Projekten, -Netzwerken und -Strukturen in Kommunen (u.a. Entwicklung, Bereitstellung von Mustertexten und -beschlussvorlagen zur strategischen Unterstützung von Kommunen bzw. Information über Instrumente),
    • Unterstützung von Wissenstransfer sowie horizontale (interkommunal, regional) und vertikale (international, Bund, Länder) Vernetzung,
    • Öffentlichkeitsarbeit.
  • Die Mitglieder des Fachforums Kommunen werben in ihren beruflichen Strukturen, Netzwerken und Gremien für die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans BNE.

Commitment des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zum Bildungsbereich Kommunen

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I. BNE als Standortfaktor

BNE-Aktivitäten können ein Standortfaktor sein, wenn kommunale Spitzen sie sichtbar machen und bewerben. Die Sichtbarmachung beginnt bei der Verankerung von BNE in der kommunalen Berichterstattung (z.B. im Bildungsbericht) und in der Erwähnung von BNE im öffentlichen Auftritt der Kommune (z.B. durch eine spezielle Rubrik BNE oder die Nutzung des WAP-Logos).

Die Website der Kommune sollte eine Übersicht der Lernangebote oder entsprechende Links enthalten, durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommunalverwaltung bzw. Bürgerinnen und Bürger sich zu BNE fort- und weiterbilden können, um sich BNE-Wissen und -Kompetenzen anzueignen. Dies erhöht die Sichtbarkeit und das Potenzial von BNE für einen attraktiven kommunalen Standort. Im Rahmen öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen können besonders erfolgreiche BNE-Projekte und -Aktivitäten durch Landrätinnen und Landräte bzw. (Ober-)Bürgermeisterinnen und (Ober-)Bürgermeister gewürdigt werden.

Ziele und Maßnahmen

1. Ziel:

Die höchste Repräsentantin/Der höchste Repräsentant von BNE-Kommunen nimmt ihre/seine Vorbildfunktion aktiv wahr und zeigt der Öffentlichkeit gegenüber eine Wertschätzung für BNE und das WAP, beispielsweise durch die persönliche Teilnahme an relevanten Bildungsveranstaltungen (z.B. Diskussionen, Eröffnung von Veranstaltungen, Aktionen vor Ort).

Maßnahme:

  • Die kommunalen Spitzenverbände tragen diese Wertschätzung mit und sprechen eine entsprechende Empfehlung an Kommunen aus.

 

2. Ziel:

BNE ist fester Bestandteil der kommunalen Pressearbeit. Meldungen zu Bildungs- oder Fachthemen stellen auch die Bezüge zu BNE heraus.

 

3. Ziel:

BNE-Kommunen sollen einen kommunalen Bildungsbericht mit BNE-Bezug oder einen WAP-Bericht veröffentlichen, der möglichst auch Perspektiven bis 2030 aufzeigt.

Maßnahmen:

  • Das Fachforum Kommunen und das Partnernetzwerk Kommunen entwickeln in Abstimmung mit dem BMBF inhaltliche Vorschläge und Hilfestellungen dazu, wie BNE in kommunale bzw. regionale Bildungsberichterstattung aufgenommen werden kann.
  • Die kommunalen Spitzenverbände sprechen eine entsprechende Empfehlung an Kommunen aus, BNE in ihre kommunale/regionale Bildungsberichterstattung zu integrieren oder als Thema in anderen Berichten aufzunehmen.

 

4. Ziel:

Jede BNE-Kommune veröffentlicht eine Übersicht von BNE-Lernorten und -Akteuren im Internet, die regelmäßig aktualisiert wird. Dabei sollen in steigendem Umfang bisher noch nicht vertretene Zielgruppen angesprochen und möglichst eingebunden werden.

 

5. Ziel:

Die Kommunen betreiben kontinuierlich in ihren Gremien, Vereinigungen und Netzwerken Öffentlichkeitsarbeit für BNE.

II. Kompetenzentwicklung BNE in Politik, Zivilgesellschaft und Verwaltung

Nachhaltigkeit muss stärker als bisher bei allen Aufgaben und Prozessen in der Kommune Berücksichtigung finden. Kommunen sollten deshalb verstärkt entsprechende Bildungs- und Kommunikationsmaßnahmen durchführen und dabei so weit wie möglich die Bürgergesellschaft einbeziehen. Nachhaltigkeit sollte als Leitprinzip in allen Fachressorts der Verwaltung verankert werden.

Ausgehend von bestehenden Kenntnissen und Fähigkeiten kommunaler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten Fort- und Weiterbildungsbedarfe definiert und ein kontinuierlicher Prozess gestaltet werden, der für die ressortübergreifende Diskussion und Integration kommunaler Nachhaltigkeitsziele in die Verwaltungspraxis sorgt. Darüber hinaus gilt es, Aktivitäten einer BNE in Zivilgesellschaft und Politik zu fördern sowie Kriterien und Indikatoren zu entwickeln, damit Kommunen die Qualität der kommunalen BNE-Arbeit besser beobachten und beurteilen können.

Ziele und Maßnahmen

Übergreifende Maßnahmen im Handlungsfeld II:

  • Bund, Länder und Kommunen prüfen die Umsetzung fortlaufender Qualifizierungsmaßnahmen.
  • Entwicklung von kommunalen Angeboten für die Bürgerbeteiligung zur Verankerung von BNE in Form von E-Partizipation („Smart City").

 

1. Ziel:

Die Kommunen, die BNE verwirklichen wollen, starten in der Verwaltung ein ressortübergreifendes Projekt „Nachhaltige Kommune“ (Arbeitstitel) und bilden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der nachhaltigen Entwicklung/der SDGs und BNE kontinuierlich fort. Sie legen regelmäßig einen Bericht mit weiterführenden Vorschlägen vor.

 

2. Ziel:

Bis 2019 soll ein kommunaler Beschluss herbeigeführt werden, um bei allen wichtigen kommunalen Entwicklungs- und Planungsvorhaben Bildung und Kommunikation als BNE-Instrumente mit einzusetzen und mitzufinanzieren.

 

3. Ziel:

Bis Ende 2019 sind alle Bildungseinrichtungen in kommunaler tTrägerschaft per Zielvereinbarung mit der Kommune aufgefordert, eine nachhaltige Entwicklung auf Grundlage der SDGs in ihrem Leitbild zu verankern.

 

4. Ziel:

BNE-Kommunen unterstützen – ggf. im Rahmen vorhandener Strukturen – den Aufbau von Bildungslandschaften mit BNE-Fokus, um spezifische Nachhaltigkeitsthemen mit SDG-Bezug voranzubringen. Dabei werden Bildungseinrichtungen, gemeinnützige Verbände, Unternehmen und die Bevölkerung vor Ort einbezogen. Hierzu soll bis Ende 2017 ein Konzept entwickelt und 2019 ein Bericht vorgelegt werden.

Maßnahme:

  • Bund, Länder und Kommunen prüfen, wie BNE inhaltlich dauerhaft in sogenannte Bildungsregionen/ Bildungsnetzwerke/Bildungslandschaften oder vergleichbare Strukturen integriert werden kann.

 

5. Ziel:

BNE-Kommunen starten eine Qualitätsoffensive für BNE, beispielsweise durch ein BNE-Auszeichnungsverfahren für Bildungseinrichtungen und Einzelpersonen. Sie legen bis 2019 für den außerschulischen (nicht formalen) Bereich Qualitätskriterien fest, die sich an den BNE-Qualitätsentwicklungsprozessen der jeweiligen Länder sowie den Auszeichnungskriterien des Bundes orientieren.

Maßnahme:

  • Das Fachforum Kommunen befasst sich mit den Ergebnissen der Arbeitsgruppe der Umweltministerkonferenz „Qualitätsentwicklung im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

III. BNE-Anreize und Verstetigung für alle Kommunen

Kommunen, die BNE noch nicht in ihr Portfolio aufgenommen haben, sollen mit einer von BNE-Kommunen entwickelten Positivliste von der Notwendigkeit und Machbarkeit der Verankerung von BNE als Querschnittsaufgabe überzeugt werden. Die kommunalen Spitzenverbände bestärken die Kommunen durch eine gemeinsame Erklärung. BNE-Kompetenzen werden in Stellenbeschreibungen kommunaler Beschäftigter aufgenommen.

Ziele und Maßnahmen

Übergreifende Maßnahme im Handlungsfeld III:

Das BNE-Portal wird ausgebaut und weiterentwickelt. Ziel ist, eine bessere vertikale (international, Bund, Länder) und horizontale (interkommunal, regional) Vernetzung zu erzielen. Dazu werden insbesondere Musterbeispiele aus den Kommunen und Regionen verfügbar gemacht. Das Portal bildet in fortlaufend aktualisierter Fassung u. a. ab:

  • die Selbstverpflichtung von BNE-Kommunen zum WAP,
  • Good-Practice-Beispiele, die über thematische und regionale Spezifika in gezielten Suchfunktionen erreichbar sind,
  • Verweise auf Dokumentationen in den Kommunen,
  • kommunale Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

 

1. Ziel:

Die kommunalen Spitzenverbände beraten in ihren Gremien, wie sie die Relevanz von BNE für die Entwicklung der Mitgliedskommunen verdeutlichen können.

Maßnahme:

  • Das Fachforum Kommunen unterstützt die kommunalen Spitzenverbände inhaltlich.

 

2. Ziel:

Die BNE-Arbeit der Kommunen wird in den Nachhaltigkeitsstrategien von Bund und Ländern aufgegriffen und unterstützt.

Maßnahme:

  • Für die Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2018 bzw. der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategien der Länder sollen die Aktivitäten der Kommunen dem Bundeskanzleramt bzw. der Umweltministerkonferenz in einem Bericht zugeliefert werden.

 

3. Ziel:

Bis 2022 werden Kommunen befähigt, Beratung und Unterstützung zur BNE-Umsetzung und -Weiterentwicklung anzubieten. Bis zum Ende des WAP (2019) sind dazu auf regionaler bzw. überregionaler Ebene unterstützende Strukturen aufgebaut, erprobt und weiterentwickelt.

 

4. Ziel:

BNE wird in relevanten Bereichen als Handlungskompetenz bei Arbeitsplatzbeschreibungen und Beurteilungsverfahren von Beschäftigten berücksichtigt.

Maßnahme:

  • Länder und Kommunen prüfen, ob und wie BNE in die Angebote der kommunalen Fort- und Weiterbildungen bzw. der Hochschulen für öffentliche Verwaltung integriert werden kann.

 

5. Ziel:

Bis Ende 2017 wird in Zusammenarbeit mit Kommunen eine „Positivliste“ erstellt, die vermittelt, warum es sich für Kommunen lohnt, BNE in ihr Leitbild aufzunehmen.

Maßnahme:

  • Das Partnernetzwerk Kommunen entwickelt eine entsprechende Positivliste auch im Hinblick auf die positiven Auswirkungen von BNE für Kommunen.

IV. Vernetzung und Partizipation

Damit sich Kommunen untereinander vernetzen und sich auch innerhalb von Kommunen verschiedene BNE-Initiativen sowie zivilgesellschaftliche, politische und administrative sowie kommunalwirtschaftliche Akteure zu Bildungslandschaften mit BNE-Fokus zusammenschließen können, wird eine Bestandsaufnahme von Beispielen guter BNE-Praxis entwickelt und kontinuierlich fortgeschrieben. Darüber hinaus werden BNE-Maßnahmen ausgebaut und über verschiedene Formen die Partizipation aller Bevölkerungsgruppen an BNE gefördert.

Ziele und Maßnahmen

1. Ziel:

Bis zum Jahr 2019 wird eine quantitative und qualitative Dokumentation guter Praxisbeispiele für BNE in Kommunen erstellt.

Maßnahmen:

  • Das Partnernetzwerk Kommunen erstellt mit Unterstützung des BMBF eine Übersicht guter Praxisbeispiele für BNE in Kommunen.
  • Der Bund prüft die Vergabe eines Forschungsauftrags in Kooperation mit dem Fachforum und dem Partnernetzwerk Kommunen zur Erstellung einer entsprechenden Dokumentation.

 

2. Ziel:

Bis 2019 sind in den dokumentierten Good-Practice-Kommunen intrakommunale, etablierte und öffentlich bekannte Netzwerke entstanden, in denen gemeinsame Vorhaben realisiert werden.

 

3. Ziel:

Bis 2019 sind interkommunale Kooperationen zu BNE dokumentiert.

Maßnahme:

  • Die DUK prüft die Dokumentation interkommunaler Kooperationen (z.B. Städtepartnerschaften, internationale Partnerschaften) und die Entwicklung eines geeigneten Berichtsformats.

 

4. Ziel:

Bis 2019 ist ein Kriterienkatalog entwickelt und erprobt, um diesen nach dem Ende des WAP für das kontinuierliche Monitoring kommunaler Bildungsmaßnahmen auf freiwilliger Basis oder die kommunale Selbstevaluation weiterzuverwenden.

 

5. Ziel:

Bis 2019 werden im Rahmen der Bestandsaufnahme guter kommunaler BNE-Praxis (siehe 1., 3. und 4. Ziel in diesem Handlungsfeld) in Zusammenarbeit mit BNE-Kommunen die unterschiedlichen Beteiligungsformate und die Quoten der beteiligten Bevölkerungsgruppen ermittelt und durch geeignete Maßnahmen gestärkt.

Maßnahmen:

  • Die Kommunen benennen eine zentrale Ansprechpartnerin/einen zentralen Ansprechpartner für BNE in der eigenen Kommune oder, unter Berücksichtigung der regionalen Gegebenheiten, eine zentrale Ansprechpartnerin/einen zentralen Ansprechpartner für den regionalen Zusammenschluss einzelner Kommunen.
  • Die Kommunen stärken das BNE-Management in der kommunalen/regionalen Bildungslandschaft, beispielsweise in der Form eines Bildungsbeirats oder eines „runden Tisches“ aller Bildungsträger (kommunal/regional) oder eines kommunalen Rates Bildung für nachhaltige Entwicklung. Hierbei können auch bereits bestehende Strukturen genutzt werden.

V. Kommunalen Nachhaltigkeitskodex entwickeln

Die Kommunen definieren BNE als Teil ihrer Entwicklungsstrategie. Die höchsten kommunalen Repräsentantinnen und Repräsentanten (z.B. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Räte und Kreistage) erklären ihre Bereitschaft zur Umsetzung des WAP. Für eine verbindliche Verankerung von BNE in Abläufen und Kommunikation der Kommune wird ein Rats- bzw. Kreistagsbeschluss herbeigeführt sowie ein Aktionsplan verabschiedet. Zwecks Weiterentwicklung und Kommunikation guter Praxis bedarf es der Vernetzung der Kommunen untereinander. Um die Verstetigung von BNE zu erreichen, wird BNE in der Verwaltung als Fachaufgabe verankert.

Ziele und Maßnahmen

1. Ziel:

Die Kommunen gehen eine freiwillige Selbstverpflichtung zur Umsetzung des WAP bzw. eines möglichen Nachfolgeprogrammes ein.

 

2. Ziel:

Die Kommunen bereiten kommunale Programme vor und verabschieden hierzu bis 2019 und bis 2030 eigene Aktionspläne mit Zielperspektiven.

Maßnahmen:

  • Das Fachforum Kommunen und das Partnernetzwerk Kommunen stellen Musterbeispiele für das BNE-Portal zusammen.
  • Die Kommunen prüfen, wie BNE als Basis und Motor der nachhaltigen Entwicklung in den kommunalen Nachhaltigkeitsstrategien zur Umsetzung der Agenda 2030 verankert werden kann.
  • Es wird geprüft, ob die Indikatoren, die von Kommunen für die Umsetzung der Agenda 21 entwickelt wurden, für eine entsprechende Bestandsaufnahme und Fortschrittsdokumentation genutzt werden können.

 

3. Ziel:

Die Kommunen bzw. deren Repräsentantinnen und Repräsentanten beteiligen sich kontinuierlich am Ausbau einer vertikalen (international, Bund, Länder) und horizontalen (interkommunal, regional) Vernetzung.

 

4. Ziel:

Bis 2019 benennen die Kommunen eine zentrale Ansprechpartnerin/einen zentralen Ansprechpartner für die Querschnittsaufgabe BNE.

Maßnahme:

  • Bund und Länder prüfen, wie Kommunen unter Berücksichtigung ihrer Ausgangsbedingungen durch Förderprogramme zur Koordination von BNE in einzelnen Kommunen unterstützt werden können

 

5. Ziel:

BNE wird strukturell in der Verwaltung so verankert, dass eine direkte Kommunikation mit der Verwaltungsspitze möglich ist.