Die Bildungsbereiche des Nationalen Aktionsplans

Deutschland legt hiermit einen Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vor. Die nachfolgenden Handlungsfelder, Ziele und Maßnahmen zeigen den Weg, wie BNE in Deutschland weiter vorangebracht werden kann. Die Mitglieder der Nationalen Plattform und aller im Prozess beteiligten Organisationen und Institutionen erfüllen hiermit den umfassenden Auftrag der Agenda 2030, insbesondere des Unterziels 4.7.

Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel verdeutlichte, sind es bis zur Umsetzung der SDGs in 2030 „weit weniger als 5.000 Tage. Das ist gemessen an dem Unterfangen für eine umfassende Transformation, die wir uns vorgenommen haben, natürlich ein sehr geringer Zeitraum. Deshalb darf man auch mit Fug und Recht sagen: Es zählt eigentlich jeder Tag.“

Die Handlungsfelder, Ziele und Maßnahmen sind nach den zentralen Bildungsbereichen gegliedert. Zur Verortung des jeweiligen Bildungsbereichs im Kontext der BNE ist jeweils eine kurze Einleitung vorangestellt.

Frühkindliche Bildung

Kindertageseinrichtungen und andere Formen der Kindertagesbetreuung sind erste Orte der Bildung außerhalb der Familien. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur frühen Bildung und legen neben dem Elternhaus einen Grundstein für die individuelle Bildungslaufbahn der Kinder und für ein lebenslanges Lernen.

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Schule

Wenn es darum geht, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) erfolgreich im Bildungswesen zu verankern, kommt der schulischen Bildung durch ihren prägenden Einfluss auf individuelle Bildungsbiografien eine besondere Bedeutung zu.

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Berufliche Bildung

Berufsbildung in Deutschland zeichnet sich durch Praxisrelevanz der Inhalte, einen hohen Grad der Vernetzung der Akteurinnen und Akteure und die intensive Einbindung der Sozialpartner in die Gestaltung der Aus- und Fortbildung aus. Ihr kommt aufgrund ihrer betrieblichen Verortung in besonderer Weise eine transformative Rolle für eine auf nachhaltige Entwicklung ausgerichtete Wirtschaftsweise mit Blick auf die Agenda 2030 und die dort angestrebten nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) zu.

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Hochschule

Hochschulen sind als Forschungs- und Bildungseinrichtungen zentral für eine nachhaltige Entwicklung. Durch Forschung und Lehre erarbeiten und vermitteln Hochschulen Wissen, Kenntnisse, Kompetenzen und Werte und bilden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und zukünftige Führungskräfte aus.

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Non-formales und informelles Lernen/Jugend

Der Bereich des non-formalen und informellen Lernens/Jugend gewinnt vor dem Hintergrund des lebenslangen Lernens für die notwendige Transformation der Gesellschaft im Sinne der SDGs eine immer stärkere Bedeutung. Unter dem Begriff des non-formalen und informellen Lernens werden alle Bildungsangebote für die unterschiedlichsten Zielgruppen außerhalb des formalen Bildungssystems zusammengefasst. Auch die immer wichtiger werdende Erwachsenenbildung zählt zu diesem Bereich.

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Kommunen

Wenn der Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft gelingen soll, muss Nachhaltigkeit lokal verankert und vor Ort mit Leben gefüllt werden. Eine große Zahl von Kommunen hat Nachhaltigkeit bereits als Standortfaktor und Thema der Zukunft erkannt. Viele Kommunen haben sich auf den Weg gemacht, z.B. die 21 ausgezeichneten UN-Dekade-Kommunen, die über viele Jahre hinweg Expertise und Netzwerke zur BNE aufgebaut haben, die über 50 BNE-Kommunen, die am 2015 gestarteten BMBF-Wettbewerb Zukunftsstadt teilgenommen haben, sowie die Kommunen, die jedes Jahr vom BMBF und der Deutschen UNESCO-Kommission beim BNE-Agenda-Kongress für ihre herausragende BNE-Praxis ausgezeichnet werden. Diese guten Beispiele zeigen, dass Kommunen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung einer erfolgreichen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) haben.

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