Wissenschaft für die Agenda 2030

Neue Wissenschaftsplattform soll Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vernetzen

Wie kann die deutsche Wissenschaft dazu beitragen, die 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung der Agenda 2030 (Sustainable Development Goals, SDGs) in die Praxis umzusetzen? Dieser Frage widmet sich die neu gegründete Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 seit dem 8. Mai 2017. 26 Vertreter aus Wissenschaft und Gesellschaft konzentrieren sich im Lenkungskreis  zunächst darauf herauszufinden, welche Aspekte nachhaltiger Entwicklung sich besonders dazu eignen, um die breite Öffentlichkeit zum Handeln zu bewegen.  

Die Plattform versteht sich als „Forschungsverbund, Think Tank und Dialogforum“ und soll „die Erkenntnisse aus der Wissenschaft mit den Kräften der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft für die Nachhaltigkeit zusammen“ bringen, erläuterte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Um dies zu erreichen, solle die Plattform auch verstärkt durchleuchten, wie sich bereits bestehende Forschung für die Umsetzung der SDGs nutzen lässt. Außerdem werde sie Wissensbedarfe und Zielvorstellungen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik aufgreifen. Wichtig sei dabei, auf die konkreten Gegebenheiten vor Ort zu achten, betonte der Vorsitzende des Lenkungskreises  Martin Visbeck: „Die Frage ist, was kann Deutschland tun, zuhause und in der ganzen Welt.“ Der Ozeanographieprofessor verdeutlichte „Was in Berlin funktioniert, geht in Hannover womöglich schon nicht mehr.“

Gemeinsam mit Kanzleramtsminister Peter Altmaier stellte Johanna Wanka die Plattform beim diesjährigen Forum des Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA) vor. Sie ist Teil der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, deren Neuauflage bereits 2016 vorschlug, ein solches Gremium einzurichten. Drei Institutionen aus der deutschen Wissenschaft tragen die Plattform: das Sustainable Development Solutions Network Germany (SDSN), das Deutsche Komitee für Nachhaltigkeitsforschung in Future Earth sowie das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam..

Außerdem beteiligen sich das Bundeskanzleramt und insgesamt vier Bundesministerien an der Plattform: Bildung und Forschung (BAMF); Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Das BMBF fördert die Plattform mit 1,3 Millionen Euro.

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