Wie bildet sich eine nachhaltige Wirtschaft?

Wirtschaftliche Bildung für nachhaltige Entwicklung  in NRW, Deutschland und Europa etablieren

Wirtschaftskompetenz spielt in deutschen Bildungsplänen eine immer wichtigere Rolle – aber werden dabei auch Aspekte ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit vermittelt? Selten, sagen das Institut für  Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Verein Initiative zur Förderung der Wirtschaftskompetenz im Sinne der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BiWiNa). Beide laden deshalb Interessierte zu der Tagung „Wie bildet sich eine nachhaltige Wirtschaft?“ vom 28. bis zum 29. September 2017 in Schwerte ein, um dies zu ändern. Im Zentrum steht die Frage, wie sich eine Wirtschaftliche Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in allen Bildungsbereichen in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa etablieren lässt.

Teilnehmende aus Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft können sich online anmelden. Die Tagungskosten betragen 60 Euro pro Person und sind bei Ankunft zu begleichen, über Ermäßigungen informiert das Faltblatt zur Veranstaltung. Die Veranstalter wollen mit den Teilnehmenden in zwei Workshops herausfinden, wie eine Wirtschaftliche Bildung für nachhaltige Entwicklung aussehen könnte, welche Akteure wichtig sind und wie man sie implementiert.

Auf dem Programm stehen außerdem vier Vorträge. Dr. Susanna Schürkmann vom Zentrum für ökonomische Bildung in Siegen erörtert, ob Wirtschaft als Pflichtfach in der Schule ein Rückschlag oder eine Chance für  BNE ist. Was ein Land wie NRW von anderen Regionen in Europa lernen kann, beschreiben Susanna Mühlethaler (éducation 21 – Nationales Kompetenz- und Dienstleistungszentrum für BNE in der Schweiz) und Dr. Renate Hübner (Universität Klagenfurt). Franziska Keich vom Verein UnternehmensGrün beleuchtet die Erfahrungen und Bedarfe von Unternehmen, die bereits nachhaltig wirtschaften. Welche Kompetenzen erwarten diese von potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern? Abschließend informiert ein weiterer Vortrag darüber, welche Fördermöglichkeiten bestehen.

Nachhaltige Wirtschaft auf dem BNE-Portal

Bereits über 130 Akteure der deutschen BNE-Landschaft und 76 Lehrmaterialien aus verschiedenen Bildungsbereichen beschäftigen sich mit nachhaltigen Wirtschafts- und Arbeitsformen.

Im ausgezeichneten Lernort Berufsbildende Schulen I in Uelzen werden im Fach Wirtschaft Inhalte wie nachhaltige Produktions- und Absatzbereiche sowie die Ökobilanz von Unternehmen thematisiert. Im praktischen Bereich lernen die Schülerinnen und Schüler mehr über nachhaltige Materialbeschaffung und Produktionswege. Auch der ausgezeichnete Lernort Spohns Haus zeigt, wie nachhaltige Unternehmensführung auf allen Ebenen gelingen kann. Die Jahrgänge Neun bis Zwölf des Hainberg-Gymnasiums Göttingen wirtschaften mit ihrer Schülerfirma mit fair gehandelten Macadamianüssen von bio-zertifizierten Kleinbauern aus Kenia.

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