UNESCO Week on Peace and Sustainable Development diskutierte die Rolle von Lehrenden für die Agenda 2030

Über 400 Experten, Entscheidungsträger und Akteure aus der ganzen Welt, darunter die deutschen Mitglieder der internationalen Partnernetzwerke der UNESCO zum Weltaktionsprogramm sowie 50 Jugenddelegierte kamen vom 6. bis 10. März 2017  für die UNESCO Week on Peace and Sustainable Development in Ottawa, Kanada, zusammen.

„Bildung ist das effektivste Instrument, um die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen“, so Christina Cameron, Präsidentin der kanadischen UNESCO-Kommission und Gastgeberin der UNESCO Week.

In interaktiven Sitzungen tauschten die Teilnehmenden Erfahrungen und Beispiele guter Praxis zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Global Citizenship Education (GCED) aus und diskutierten den Beitrag von BNE und GCED zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (SDGs). Die Expertinnen und Experten stellten neue pädagogische Ansätze und Trends vor und diskutierten weitere Strategien, um das SDG Ziel 4.7 umzusetzen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Rolle von Lehrenden für das Erreichen der Ziele der Globalen Nachhaltigkeitsagenda.

Die UNESCO Week brachte dabei zwei Veranstaltungen unter ein Dach: Das „Review Forum for the UNESCO Global Action Programme (GAP)“ legte ein besonderes Augenmerk auf BNE Fortschritte in der Implementierung des Weltaktionsprogramms seit 2014 und diskutierte weitere Schritte. Das „Third UNESCO Forum on Global Citizenship Education (GCED): The Role of Teachers“ widmete sich der zentralen Bedeutung von Lehrenden für GCED.

Eine gemeinsam organisierte Session des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des japanischen Bildungsministeriums (Ministry of Education, Culture, Sports, Science and Technology) und des kenianischen Bildungsministeriums diskutierte verschiedene politische Möglichkeiten, die praktische Umsetzung von BNE zu unterstützen. Eine Vertreterin des japanischen Bildungsministeriums präsentierte Japans strukturelle Förderung von BNE, die u.a. die Rolle der UNESCO-Projektschulen als Multiplikatoren für BNE in den Vordergrund rückt. Je eine Vertreterin des BMBFs, der Fachforen und der Partnernetzwerke in Deutschland stellten gemeinsam den bundesweiten, partizipativen Prozess zur Erarbeitung eines Nationalen Aktionsplans vor. Die Vertreterin des kenianischen Bildungsministeriums wiederum erläuterte Kenias Anstrengungen, BNE als Querschnittsthema sowohl in Bildungsinstitutionen als auch das Curriculum zu integrieren.

Präsentiert wurde zudem eine neue Publikation der UNESCO, „Education for Sustainable Development Goals: Learning Objectives“, welche Lehrende und politische Entscheidungsträger darin unterstützen soll, die SDGs in den Unterricht und in die Lehrpläne zu integrieren.

Begleitend zur UNESCO Week wurde zudem ein Aufruf an Jugendliche zu einem Fotowettbewerb zum Thema BNE und GCED gestartet, und ein Videospiel zum Thema der SDGs vorgestellt.

Bildung für nachhaltige Entwicklung und Global Citizenship Education zielen darauf ab, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung einer nachhaltigen und friedlichen Gesellschaft erlangen, und auf diese Weise zur Verwirklichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele beitragen.