UNESCO-Projektschulen: Fortbildung gegen Klimawandel

Whole School Approach: Fortbildung für Lehrkräfte und Jugendliche

Die ganze Schule klimafreundlich machen – dieses Ziel verfolgen 26 deutsche UNESCO-Projektschulen sämtlicher Schulformen, die sich am internationalen „Climate Action Project“ beteiligen. Lehrkräfte, Schulklassen, Eltern und Hausmeister begegnen an diesen Schulen dem Klimwandel, indem sie beispielswiese das Schulgebäude sanieren oder Treibhausgase durch Klimaschutzprojekte im Regenwald kompensieren. Vom 16. bis 18. November 2017 fand in der Autostadt Wolfsburg die erste gemeinsame Fortbildung für Lehrkräfte und Jugendliche statt, daran nahmen rund 70 Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte aus ganz Deutschland teil. Vertretende der deutschen UNESCO-Kommission sprachen für diesen Artikel mit vier Schülerinnen und Schülern und zwei Lehrkräften über die Arbeit ihrer Schule zum Klimawandel, den Whole School Approach und ihre Impulse zum Tagungsthema.

Die befragten Schüler und Lehrkräfte schilderten, wie sie mit einem schulischen Bioladen, Kunstprojekten oder einem Umweltbeauftragten ihre Schulen verändern. Sie waren sich einig, dass globale Herausforderungen wie der Klimawandel eine fächerübergreifende Perspektive erfordern. Außerdem sei es wichtig, dass Schüler und Lehrkräfte die Auswirkungen ihres persönlichen Handelns erkennen und sich so verhalten, dass sie etwas verändern können.

Die Schulen gehören dem „Whole School Approach-Netzwerk gegen den Klimawandel“ an, das 12 von ihnen im März 2017 in Wolfsburg gegründet hatten. Im Juni 2017 schlossen sich 14 weitere Schulen dem Netzwerk an. Gemeinsam organisieren sie im Dezember 2017 eine Jugendkonferenz in Maputo, Mosambik, um sich mit Partnern aus anderen Ländern auszutauschen. Viele Schüler hatten sich für diese Konferenz beworben, mit einer Projektidee, die einen klaren Bezug zum Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) haben musste. Der Whole School Approach entspricht dem Prinzip des Whole Institution Approach, der im Weltaktionsprogramm BNE in allen Stätten der schulischen oder außerschulischen Bildung eine entscheidende Rolle spielt.

Das Netzwerk gegen den Klimwandel kooperiert mit ausgezeichneten Akteuren des Weltaktionsprogramms: Global Goals Curriculum e.V. und Autostadt Wolfsburg. Außerdem arbeitet das Netzwerk eng mit der Leuphana Universität Lüneburg zusammen, die im Hochschulverbund HochN einen Nachhaltigkeitskodex erprobt.