Städte und BNE: Workshops auf verschiedenen Kontinenten

Fünf Regionalworkshops zu lokaler BNE

Wie können Städte nachhaltige Entwicklung mit Bildung voranbringen? Darum ging es bei den Regionalworkshops der Regionen Lateinamerika und Karibik vom 26. bis zum 28. April 2017, Asien und Pazifik vom 28. bis zum 30. November 2017 und Sub-Sahara Afrika vom 7. bis zum 9. Dezember 2017. Die Teilnehmenden tauschten sich über bestehende Initiativen sowie Beispiele guter Praxis und über lokale Lösungen aus.

Die Regionalworkshops zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Städten finden in allen fünf Regionen der Vereinten Nationen statt. Hamburg war Gastgeber des Regionalworkshops für Europa und Nordamerika vom 12. bis 14. Dezember 2016, das Treffen der arabischen Region steht noch aus.  Die Förderung von BNE auf lokaler Ebene sowie die Stärkung von Kapazitäten und Kompetenzen lokaler Akteure ist eines der fünf prioritären Handlungsfelder des Weltaktionsprogramms.

Sub-Sahara Afrika

Afrika ist einer der Kontinente, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sein werden, vor allem die ärmsten Bevölkerungsteile werden mit vermehrt auftretenden Dürren, Wüstenbildung und Überflutungen kämpfen müssen. Wie kann BNE dazu beitragen, solchen Herausforderungen zu begegnen? Darüber tauschten sich über 100 Vertreter, Expertinnen und Experten von UN-Einrichtungen, Bildungsministerien, Kommunen, Universitäten, Forschungseinrichtungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie Lehrende und Jugendliche in Kenias Hauptstadt Nairobi vom 7. bis zum 9. Dezember 2017 aus.

Die Teilnehmenden sprachen sich dafür aus, BNE in schulischen Lehrplänen stärker zu verankern. BNE vernetzt Schulen, außerschulische Bildungsorte, Städte und Gemeinden und kann Bildungsangebote dadurch besser an die Bedürfnisse vor Ort anpassen. Die Teilnehmenden empfahlen, langfristige, sektorenübergreifende und effektive Partnerschaften aufzubauen. Organisiert wurde die Konferenz von der UNESCO mit Unterstützung weiterer acht UN-Einrichtungen sowie der japanischen Regierung.

Lateinamerika und Karibik

Vertreter aus lateinamerikanischen und karibischen Städten, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft trafen sich vom 26. bis zum 28. April 2017 im argentinischen Villa María. Dort lernten sie verschiedene Projekte der Gastgeberstadt kennen, unter anderem die Initiative Children‘s Parliament, bei der junge Menschen an demokratischen Prozessen teilnehmen und lernen, eigene Projekte mit individuellem Budget durchzuführen.

Parallel zu dem Treffen brachte das UNESCO Institut für Lebenslanges Lernen die UNESCO-Learning Cities der Region zusammen. Die Teilnehmenden beider Workshops betonten die wichtigen thematischen Verbindungen untereinander. Das Earth Charter Center für BNE aus Costa Rica  unterstützte den Regionalworkshop als internationales Partnernetzwerk des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE.

Asien und Pazifik

Mehr als 65 Experten aus 15 Ländern kamen vom 28. bis zum 30. November 2017 für einen Regionalworkshop in Neu Delhi zusammen. Bei Besuchen des „Energy and Resources Institute“ in Neu Delhi und des Schulkomplexes Rajkiya Pratibha Vikas Vidyalaya diskutierten sie Herausforderungen und Möglichkeiten der Umsetzung von BNE auf lokaler Ebene.

Die Teilnehmenden sprachen sich unter anderem dafür aus, die Zusammenarbeit in der Region zu stärken und die Kooperationen von Akteuren verschiedener Sektoren zu BNE zu fördern. Die UNESCO organisierte den Workshop mit Unterstützung der Regierungen Indiens und Japans.