Nachhaltigkeit im Handel(n)

Kaufmännische Ausbildung vermittelt Handlungskompetenzen

Kaufleute wählen Produkte aus der ganzen Welt aus. Sie beauftragen Lieferanten und bestimmen Transportwege mit. Und sie erklären Kunden, wo ihr Essen, ihre Kleidung oder ihr Telefon herkommen und wer diese unter welchen Bedingungen hergestellt hat. Kaufleute können deshalb die gesamte Warenkette nachhaltiger machen, indem sie Wirtschaft, Umwelt und Soziale Verantwortung zusammendenken.

Worauf es dabei ankommt, veranschaulicht die neue Broschüre „Nachhaltigkeit im Handel(n) - Tipps für die (Ausbildungs-)Praxis“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Darin erfahren Ausbildende und Auszubildende, welche Kompetenzen ihr Handeln nachhaltiger machen können.

Dazu gehört es unter anderem, Gütesiegel einschätzen zu können, regionale und globale Auswirkungen von Beschaffungen zu berücksichtigen oder den Weg der Ware von der Herstellung bis zur Entsorgung einzubeziehen. Die Tipps von Ausbildenden zeigen, dass Unternehmen wie Alnatura oder Rewe auch auf digitale Medien wie Tablets setzen, beispielsweise um Papier zu sparen.

Tagung zu Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der Berufsbildung

In immer mehr Berufen tragen neue digitale Technologien dazu bei, wirtschaftliche Prozesse nachhaltiger zu gestalten. Welche Chancen und Gefahren ergeben sich aus dieser Verflechtung von Nachhaltigkeit und Digitalisierung für die Arbeitswelt von morgen?

Darüber tauschen sich rund 110 Teilnehmende bei einer Tagung am 5. Oktober 2017 in Bonn aus, die vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und dem BMBF veranstaltet wird.

Dort geben unter anderem die zwölf Modellversuche des Förderschwerpunkts Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung des BIBB Einblicke, welche Folgen Nachhaltigkeit und Digitalisierung für ihre Arbeit hat. Dabei geht es unter anderem um notwendige Kompetenzen, Qualifikationsanforderungen und digitale Medien. Das vollständige Programm gibt es als PDF.

Ausbildungsstätten, die nachhaltige Berufsbildung im Lebensmittelbereich voranbringen wollen, können noch bis zum 10. November 2017 Projektskizzen für eine Förderung über drei Jahre einreichen. Die Förderung ist Teil des Förderschwerpunkts Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung des BIBB.

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